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Inklusion im Sportunterricht. Wie kann man Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Regelunterricht eingliedern?

Unterrichtseinheit im Fach Sport der Sekundarstufe I

Titel: Inklusion im Sportunterricht. Wie kann man Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Regelunterricht eingliedern?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Clemens Dölle (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Inklusion. Hierfür wird die Rechtslage in Deutschland thematisiert und erörtert, wie Inklusion im Sportunterricht der Sekundarstufe I umsetzbar ist.

Das Thema Inklusion wird immer aktueller. Unsere heutige Gesellschaft wird von Idealen und Vorbildern geprägt. Jede Person aus dieser Gesellschaft versucht sich nach bestimmten Normen und Werten zu richten, um dazuzugehören und nicht ausgegrenzt beziehungsweise ausgeschlossen zu werden. Betrachtet man jedoch jedes Mitglied dieser Gesellschaft einzeln, so stellt man schnell Unterschiede fest. Lange galten Menschen mit Behinderungen als krank, sie wurden in Sonderschulen gesteckt und durch die damit verbundene Institutionalisierung isoliert.

Jedoch genau diese verschiedenen Individuen und deren Eigenschaften machen eine Gesellschaft aus. Durch die Vorteile und Stärken jedes einzelnen entwickeln wir uns als Gesellschaft weiter und können jene Vorteile und Stärken nutzen. Als Barriere steht jedoch zunächst das Erkennen und Akzeptieren der Unterschiedlichkeit im Weg und muss durch eine bessere Auseinandersetzung mit dem Thema aufgebrochen werden. Daraus folgt, dass Toleranz und Akzeptanz, sowie Offenheit für etwas Neues oder gar etwas "anderes", die Grundvoraussetzung für eine sich weiterentwickelnde und interaktive Gesellschaft sind. Somit muss eine gleichberechtigte Teilhabe aller Mitglieder in einer Gesellschaft die grundlegende Bedingung sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen und Begrifflichkeiten

3. Inklusion in Deutschland

4. Inklusion im Sportunterricht

5. Möglichkeiten der Umsetzung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Umsetzung von Inklusion im Sportunterricht der Sekundarstufe I. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aktiv in den Regelunterricht eingegliedert werden können, wobei ein praktisches Unterrichtsbeispiel zur Veranschaulichung dient.

  • Grundlagen der Inklusion und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Differenzierung zwischen Integration und Inklusion
  • Didaktische Konzepte für einen inklusiven Sportunterricht
  • Praktische Umsetzungsformen und Modelle sportlicher Betätigung
  • Bedeutung der Lehrerausbildung und schulischer Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

4. Inklusion im Sportunterricht

Um den Forderungen zum Inklusiven Unterricht der UN- Konventionen nach §30 gerecht zu werden, muss im Fach Sport eine Umstrukturierung stattfinden. Paragraph 30 der UN Konvention besagt, dass sportliche und kulturelle Ereignisse Menschen mit Behinderungen zugänglich sein sollen und sie an diesen auch teilnehmen dürfen. 16 Auf die Lehrperson kommen somit neue didaktische und methodische Kompetenzen zu, welche für den neuen inklusiven Unterricht erforderlich sind. Generell gesehen, fand das Thema Inklusion nur sehr gering Anklang. Im Sportunterricht herrscht aufgrund der unterschiedlich ausgeprägten Fähig- und Fertigkeiten der einzelnen Schüler und Schülerinnen, die wohl größte Heterogenität. Diese zeichnet sich sowohl in den unterschiedlichen konditionellen und koordinativen Fähigkeiten und den verschiedenen Bewegungserfahrungen, welche in außerschulischen Aktivitäten gemacht werden, als auch in den anatomischen Voraussetzungen wie z.B. Geschlecht, Körpergröße und Gewicht ab. Somit musste die Lehrperson schon immer auf Verschiedenheiten in seinem Sportunterricht eingehen. Neu ist demnach nur, dass er sich auch auf Kinder mit Behinderungen einstellt.

Die Lehrperson setzt sich nun zusätzlich mit der Einschränkung aber auch den Stärken dieser Schüler auseinander. Der Sportunterricht sollte demnach so gestaltet sein, dass man trotz Einschränkung daran teilhaben kann. Es müssen methodische Konzepte gefunden werden, ohne dass sich jemand unter- oder überfordert fühlt. Denn das oberste Ziel im Sportunterricht sollte die Motivation aller Schüler und Schülerinnen sein. Alle sollen sich durch diesen neue Bewegungsfelder erschließen und ihre Fähigkeiten in diesem erweitern. Zudem bietet besonders der Sportunterricht den Schülern mit und ohne Behinderung die Möglichkeiten Ängste und Vorurteile des jeweils anderen abzubauen. In vielen sportlichen Situationen wird Hilfestellung geleistet, damit man die vorgegebene Übung durchführen und bewältigen kann. Die Kinder kommen somit in Kontakt miteinander und müssen sich auf den anderen verlassen und mit diesem kommunizieren. In diesem Fall findet der Kontakt der Schüler auf einer komplett anderen Ebene statt, als im regulären Unterricht im Klassenraum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz von Inklusion und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Umsetzbarkeit inklusiven Sportunterrichts in der Sekundarstufe I.

2. Definitionen und Begrifflichkeiten: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffe wie Behinderung aus medizinischer und sozialer Sicht sowie die theoretische Abgrenzung zwischen Integration und Inklusion.

3. Inklusion in Deutschland: Es wird die historische Entwicklung des deutschen Schulsystems sowie die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für das gemeinsame Lernen und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung analysiert.

4. Inklusion im Sportunterricht: Der Abschnitt diskutiert die didaktischen und methodischen Anforderungen an Lehrkräfte sowie die Potenziale des Sports für den Abbau von Vorurteilen in heterogenen Lerngruppen.

5. Möglichkeiten der Umsetzung: Hier werden konkrete Bewegungsfelder und fünf verschiedene Formen der sportlichen Betätigung vorgestellt, ergänzt durch einen praxisnahen Verlaufsplan für eine Turnstunde.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit von Fortbildungen für Lehrkräfte sowie struktureller Anpassungen und betont die Chancen einer inklusiven Beschulung für das soziale Miteinander.

Schlüsselwörter

Inklusion, Sportunterricht, Sekundarstufe I, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Behinderung, Integration, UN-Behindertenrechtskonvention, Heterogenität, Didaktik, Methodik, Inklusive Gesellschaft, Bewegungsfelder, Barrierefreiheit, Lehrerausbildung, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einbettung und der praktischen Umsetzung des Inklusionsgedankens im Sportunterricht an Schulen der Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Behinderung, der Vergleich zwischen Integration und Inklusion, die rechtliche Lage durch die UN-Konvention sowie didaktische Strategien für heterogene Sportklassen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf erfolgreich in den regulären Sportunterricht einbinden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Erstellung eines praxisorientierten Unterrichtsbeispiels inklusive eines Verlaufsplans für den Sportunterricht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Situation im Sportunterricht sowie die Vorstellung von Modellen und praktischen Umsetzungsbeispielen für den Schulalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Sportunterricht, Heterogenität und didaktische Konzepte geprägt.

Welche Rolle spielt die Lehrerausbildung für die Inklusion?

Die Autorin betont, dass eine fehlende oder unzureichende Ausbildung im Bereich sonderpädagogischer Förderung ein wesentlicher Grund für die Verunsicherung und Überforderung vieler Lehrkräfte im inklusiven Unterricht ist.

Wie kann das soziale Klima durch Sport verbessert werden?

Durch kooperative Übungsformen und den Abbau von Barrieren können Schüler Ängste abbauen, Empathie entwickeln und durch gegenseitige Hilfestellungen die Bedeutung von Teamarbeit erfahren.

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Details

Titel
Inklusion im Sportunterricht. Wie kann man Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Regelunterricht eingliedern?
Untertitel
Unterrichtseinheit im Fach Sport der Sekundarstufe I
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3
Autor
Clemens Dölle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V539616
ISBN (eBook)
9783346145161
ISBN (Buch)
9783346145178
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inklusion sportunterricht kinder förderbedarf regelunterricht unterrichtseinheit fach sport sekundarstufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clemens Dölle (Autor:in), 2016, Inklusion im Sportunterricht. Wie kann man Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Regelunterricht eingliedern?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539616
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Leseprobe aus  18  Seiten
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