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'Ein Big Mac ist ein Big Mac, aber sie nennen ihn Le Big Mac' - Ausgewählte Charakteristika von Filmen der 90er Jahre

Title: 'Ein Big Mac ist ein Big Mac, aber sie nennen ihn Le Big Mac' - Ausgewählte Charakteristika von Filmen der 90er Jahre

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Karsten Görsdorf (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die Filmanalyse hat vielleicht nicht im direkten Bezug etwas mit der Literaturwissenschaft zu tun. Aber mit dieser Arbeit soll auch belegt werden, dass gerade die Filme der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts eigene Erzählstrukturen entwickelt haben, um den Zuschauer zu fesseln. Da es oftmals in der Literaturwissenschaft vor allem die Aspekte der Erzählperspektive und das Verhältnis zwischen erzählter Zeit und Erzählzeit sind, die von Interesse sind, kann diese Arbeit sich durchaus auch auf Grund ästhetischer Wechselbeziehungen zwischen der Literatur- und Filmwissenschaft als begründet sehen. Als Beispielfilme werden Pulp Fiction und Fight Club herangezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Filmanalyse – theoretische Grundlagen

3. Die Filme der 90er Jahre: Ausgewählte Charakteristika anhand von „Pulp Fiction“ und „Fight Club“

4. Zusammenfassung und Ausblick

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Filme der 1990er Jahre aufgrund ihrer spezifischen Erzählstrukturen und medialen Eigenschaften als exemplarisches Studienobjekt für die Film- und Fernsehanalyse dienen können. Basierend auf theoretischen Modellen der Filmanalyse wird analysiert, wie sich die Filmästhetik in diesem Jahrzehnt gewandelt hat und welche neuen Herausforderungen diese Werke an den Rezipienten stellen.

  • Analyse filmtheoretischer Grundlagen nach Albrecht und Kühnel.
  • Untersuchung von Phänomenen wie schnellen Schnittfolgen und nicht-linearen Erzählstrukturen.
  • Beleuchtung des veränderten Verhältnisses zwischen Publikum und Medium im Zeitalter digitaler Reproduzierbarkeit.
  • Interpretation der Filme „Pulp Fiction“ und „Fight Club“ als Fallbeispiele für die Entwicklung der 90er-Jahre-Filmästhetik.
  • Diskussion der Verschmelzung von Filmkultur und allgemeiner Popkultur.

Auszug aus dem Buch

Die Filme der 90er Jahre: Ausgewählte Charakteristika anhand von „Pulp Fiction“ und „Fight Club“

Zur ersten Hypothese, dass es in den Filmen der 90er Jahre durch schnelle Bilder und schnelle Schnitte sogar zu unsichtbaren Bildern kommt, sei auf David Finchers Film „Fight Club“ aus dem Jahre 1999 verwiesen. Dort taucht der Gegenspieler Tyler Durden, gespielt von Brad Pitt, des Erzählers, dargestellt von Edward Norton, mehrmals im Film kaum sichtbar für den Bruchteil einer Sekunde auf. Da sich später herausstellt, dass Durden und Norton eine Person sind, könnte dieses Einspielen der kurzen Sequenzen als Symbol oder Zeichen für das Auftauchen des Alter Egos gedeutet werden. In der Metaebene kann das schnelle Aufblenden der Bilder aber auch als Kritik an der medialen Beeinflussung der Menschen betrachtet werden. Nur mit dem Videorekorder oder dem DVD-Player kann der Zuschauer die Bilder anhalten und sehen, was Brad Pitt in diesen äußerst kurzen Momenten gerade tut. Im Kino fragt sich der Zuschauer auch in der Folgeszene noch, ob er eben etwas gesehen hat oder nicht.

Auch Müller (2002, S.4) beginnt seine Einleitung zu seinem Filmalmanach der neunziger Jahre mit den beiden Sätzen: „Im Kino der 90er Jahre gibt es unsichtbare Bilder. Einstellungen können derart beschleunigt werden, dass sie unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen.“ Müller bezieht sich in seinem Vorwort auf den Showdown des Filmes „Schweigen der Lämmer“, der in sechs Sekunden 20 Bilder zeigt. Dazu bemerkt er: „Die beschriebene Sequenz ist im Kino kaum bewusst wahrzunehmen. Um sie in ihrer Zusammensetzung betrachten zu können, bedarf es eines Videorekorders. Durch ihn werden wir in die Lage versetzt, die Bildfolge zu unterbrechen und in Standbilder aufzulösen.“ (Müller, 2002, S.5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Filmanalyse für die Literaturwissenschaft und legt den methodischen Rahmen sowie die Zielsetzung der Untersuchung fest.

2. Die Filmanalyse – theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel führt in die wissenschaftlichen Methoden der Filmanalyse ein, wobei der Fokus auf den Ansätzen von Albrecht und Kühnel sowie der Kommunikationstheorie liegt.

3. Die Filme der 90er Jahre: Ausgewählte Charakteristika anhand von „Pulp Fiction“ und „Fight Club“: Hier werden zentrale Hypothesen zur Filmästhetik der 90er Jahre – wie schnelle Schnittfolgen und nicht-lineare Erzählweisen – anhand konkreter Filmbeispiele praktisch angewandt und diskutiert.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Rahmen einer Hausarbeit und bietet Anknüpfungspunkte für weiterführende wissenschaftliche Analysen.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und filmtheoretischen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Filmanalyse, 90er Jahre, Pulp Fiction, Fight Club, Erzählstruktur, Medientheorie, Filmästhetik, Kommunikationstheorie, Postmoderne, Rezipient, Filmtheorie, Popkultur, Bild-Ton-Montage, Mediale Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spezifischen ästhetischen und narrativen Merkmale des Films der 1990er Jahre und prüft, inwiefern diese Merkmale den Film als Gegenstand für eine wissenschaftliche Analyse im Seminarbetrieb qualifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die technische Beschleunigung der Bildfolgen, der Einfluss digitaler Medientechnik, die Abkehr vom linearen Erzählen und das veränderte Verhältnis zwischen Film, Zuschauer und gesellschaftlicher Realität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Überprüfung von vier spezifischen Hypothesen zur Filmästhetik der 90er Jahre, um zu begründen, warum diese Filme für eine Analyse der "Modelle und Methoden der Film- und Fernsehanalyse" besonders relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf etablierte filmwissenschaftliche Modelle, insbesondere die Filmanalyse nach Albrecht und die triadische Relation von Kühnel, ergänzt durch kommunikationstheoretische Ansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Anwendung der theoretischen Konzepte auf die Spielfilme „Pulp Fiction“ und „Fight Club“, um die theoretischen Thesen zur 90er-Jahre-Ästhetik empirisch zu untermauern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Filmanalyse, 90er Jahre, nicht-lineare Erzählstruktur, mediale Transparenz, Popkultur und filmische Codes.

Wie spielt „Fight Club“ mit der Wahrnehmung der Zuschauer?

Durch extrem kurze Schnittfolgen (Subliminals) wird die Wahrnehmung des Zuschauers gezielt unterlaufen, was das Alter-Ego-Konzept des Films unterstützt und gleichzeitig den Zuschauer zur aktiven, reflektierten Auseinandersetzung mit dem Medium zwingt.

Warum wird „Pulp Fiction“ als Beispiel für nicht-lineares Erzählen angeführt?

Der Film bricht laut der Analyse mit den Konventionen des klassischen Erzählkinos, da er die zeitliche Abfolge zugunsten der Zufälligkeit von Ereignissen aufbricht und somit traditionelle Vorstellungen von erzählter Zeit und Erzählzeit hinterfragt.

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Details

Title
'Ein Big Mac ist ein Big Mac, aber sie nennen ihn Le Big Mac' - Ausgewählte Charakteristika von Filmen der 90er Jahre
College
University of Rostock  (Institut für Germanistik)
Course
Methoden und Modelle der Filmanalyse
Grade
1,0
Author
Karsten Görsdorf (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V53963
ISBN (eBook)
9783638492706
ISBN (Book)
9783640667628
Language
German
Tags
Filmen Filmanalyse 90er Jahre Pulp Fiction Fight Club Erzählperspektiven
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karsten Görsdorf (Author), 2005, 'Ein Big Mac ist ein Big Mac, aber sie nennen ihn Le Big Mac' - Ausgewählte Charakteristika von Filmen der 90er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53963
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