Whistleblowing als Konflikt. Theoretische Ansätze und Forschungsbefunde


Hausarbeit, 2020

27 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Hausarbeit
1.3 Gliederung der Hausarbeit

2 Theoretischer Teil
2.1 Whistleblowing
2.1.1 Begriffsdefinition „Whistleblowing“
2.1.2 Formen von Whistleblowing
2.1.3 Die Phasen des Whistleblowings
2.2 Whistleblowing als Konflikt
2.2.1 Begriffsdefinition „Konflikt“
2.2.2 Whistleblowing aus Unternehmenssicht
2.3 Zusammenfassung des theoretischen Teils

3 Whistleblowing durch Unternehmen und Führungskräfte beeinflussen
3.1 Aktuelle Studienbefunde zur Beeinflussung von Whistleblowing
3.1.1 Erkenntnisse aus der Studie von Eugene Soltes
3.1.2 Erkenntnisse aus der Studie von Stephen Stubben und Kyle Welch

4 Diskussion

5 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

„Whistleblower gelten einigen als heimliche Helden, die uneigennützig Missstände abstellen möchten. Für andere sind sie Besserwisser, die alte Rechnungen begleichen wollen und den Betrieb aufhalten.“1 Fehlverhalten von Organisationen ist omnipräsent. Ganz gleich in welcher Größenordnung, vom Abgasskandal bei Volkswagen bis zur manipulativen Wahlverfälschung in den Vereinigten Staaten von Amerika über soziale Medien durch das Unternehmen Cambridge Analytica.2

Diese betrügerischen Handlungen führen nachweislich zu außerordentlich hohen Kosten für alle beteiligten Akteure. Gleichzeitig verliert die Öffentlichkeit zunehmend das Vertrauen in die handelnden Organisationen, die oftmals zögerlich oder verspätet in den Veröffentlichungsprozess intervenieren.3 Whistleblower weisen auf bekannt gewordene Missstände oder Fehlverhalten innerhalb der eigenen Organisation hin. Dieser Meldeprozess kann sich in unterschiedlichen Formen, wie beispielsweise in Veröffentlichungen oder Äußerungen innerhalb oder außerhalb der jeweiligen Organisation, darstellen. So ist Whistleblowing nicht nur aus einer rechtlichen Perspektive von großem Interesse, sondern verursacht auch vielfältige und emotionale Diskussionen. Whistleblowing kann daher innerhalb der Gesellschaft intensive Auseinandersetzungen auslösen, Gemüter erregen und wird häufig voreilig pauschalisiert, indem es in ein negatives Licht kategorisiert wird. Dabei ist der Tatbestand „Whistleblowing“ kein neuartiges Phänomen, das in der Wirtschaft existiert. Vielmehr steigt die Bedeutung innerhalb der Medien und der Fachliteratur.4

Whistleblower fühlen sich dazu berufen, einen Missstand innerhalb der Organisation zwingend aufzudecken beziehungsweise zu melden. Auch wenn sie sich durch ihre Handlung selbst schaden. Dabei gehören die Personen oftmals zu den engagiertesten Mitarbeitern innerhalb ihrer Organisation und identifizieren sich besonders stark mit ihrem Arbeitgeber.5 Gleichzeitig riskieren die besonderes mutigen Mitarbeiter ihre Karriere, indem sie die Missstände intern ansprechen oder sich an entsprechende Behörden wenden und sensible Informationen weitertragen.

Aus diesem Grund agiert die Mehrheit der Hinweisgeber anonym. Um die Gefahr als Anschwärzer zu minimieren, werden sämtliche Aktivitäten dahingehend gesteuert, damit der eigene Name vertuscht wird. Insbesondere da juristische Instanzen ein äußerst komplexes System darstellen. Zudem verpflichtet sich der Arbeitnehmer in aller Regel durch seinen Arbeitsvertrag auf Missstände innerhalb der Organisation hinzuweisen und potenzielle Schadensquellen von seinem Arbeitgeber abzuwenden. Dieses Szenario führt zu einer ungünstigen Situation für die betroffenen Personen, denn im schlimmsten Fall billigen interne Gremien die gemeldeten Missstände und der Melder wird als illoyaler Mitarbeiter, der die Praktiken der eigenen Organisation kritisch hinterfragt, dargestellt.6

Trotz allem haben Organisationen Vehikel, um die potenzielle Gefahr von ungewollten Veröffentlichungen sowie das daraus resultierende Misstrauen gegenüber den eigenen Mitarbeitern zu reduzieren.7 Damit dies gelingt, müssen Organisationen die Interessen und Einwände der Whistleblower ernst nehmen und vor Vergeltungsmaßnahmen schützen. In vielen Fällen kann eine proaktive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Sachverhalt zur Lösung maßgeblich beitragen.8 Hierfür müssen interne Prozesse und Stellen geschaffen werden, die eingehende Hinweise professionell bearbeiten. Ferner gilt es, eine geeignete Unternehmenskultur zu schaffen, in der Fehler unabhängig der jeweiligen Hierarchiestufen und der Furcht vor weitrechenden Konsequenzen, kommuniziert werden können.

Insbesondere in Zeiten der digitalen Transformation müssen sich Organisationen potenziellen betrügerischen Absichten proaktiv widmen. Durch einen kompetitiven und von Multioptionalität geprägten Wettbewerb, werden Organisationen zunehmend unter Druck gesetzt. Hierfür müssen sich Unternehmen den Rahmenbedingungen anpassen, um ihre Position im Wettbewerb zu festigen.9 Dies führt zu einem wachsenden Leistungsdruck, dem sich Organisationen konfrontiert sehen. Hier gilt es, die gesetzten Ziele auch unter ethisch und moralisch vertretbaren Werten zu erfüllen. Denn digitale Medien und soziale Netzwerke fungieren wie ein Katalysator für die Verbreitung von sensiblen Informationen durch Whistleblowing. So lassen sich diese Informationen innerhalb kürzester Zeit anonym und viral im Netz verbreiten. Organisationen müssen daher entsprechende Maßnahmen, wie beispielsweise der Aufbau von Kompetenzen und Wissen im Umgang mit Whistleblowern im Unternehmen sowie bei den jeweiligen Führungskräften, initiieren.

1.2 Zielsetzung der Hausarbeit

Zielsetzung dieser Hausarbeit ist es, Whistleblowing als Konflikt mittels theoretischen Ansätzen und Forschungsbefunden zu eruieren und begründet darzulegen. Dabei stehen die prozessuale Analyse der Formen und Phasen des Whistleblowings sowie die Betrachtung von Whistleblowing als Konflikt im Vordergrund. Hierfür werden die jeweiligen Aktivitäten aus einer unternehmerischen Sicht betrachtet. Darüber hinaus werden aktuelle Studien von den Autoren Soltes, Stubben und Welch zum Themenfeld Whistleblowing analysiert und anschließend kritisch diskutiert, wie Unternehmen und Führungskräfte Whistleblowing beeinflussen können.

1.3 Gliederung der Hausarbeit

Das zweite Kapitel dieser Hausarbeit umfasst die theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Hierfür werden die Begrifflichkeiten „Whistleblowing“, „Formen von Whistleblowing“ und die „Phasen des Whistleblowings“ definiert und auf Basis von wissenschaftlichen Konzepten sowie Theorien analysiert. Dabei liegt der Fokus auf der Darstellung der Formen sowie die damit verbundene Phasen von Whistleblowing. Daran gekoppelt, wird anhand einer theoretischen Ausarbeitung Whistleblowing als einen ethischer Konflikt eruiert. Ferner wird dargelegt, wie das Konstrukt Whistleblowing aus einer unternehmerischen Perspektive einzuordnen ist.

Das dritte Kapitel widmet sich der Analyse von theoretischen Forschungsbefunden und Studien zum Thema „Beeinflussung von Whistleblowing“. Zielsetzung dieser Analysen ist zu eruieren, wie Unternehmen und Führungskräfte das Wissen über Whistleblowing zielgerichtet anwenden können, um Whistleblowing nachhaltig zu beeinflussen. Hierzu werden die aktuelle Studie „The Diffculty of Being Good: The Efficacy of Integrity Hotlines“ von Eugene Soltes sowie die durchgeführte Studie „Evidence on the Use and Efficacy of Internal Whistleblowing Systems“ von Stephen Stubben und Kyle als Grundlage für die methodische Auseinandersetzung mit dem Themenfeld ausgewertet.

Das vierte Kapitel betrachtet die kritische Reflexion der analysierten Studien und Forschungen. Dabei werden die theoretischen Studien auf die praxistaugliche Relevanz überprüft sowie die damit verbundenen Realisierungsmöglichkeiten aus einem unternehmerischen Kontext bewertet. Abschließend werden im letzten Kapitel die prägnantesten Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen konsolidiert sowie ein Ausblick auf die Zukunft gegeben.

2 Theoretischer Teil

2.1 Whistleblowing

Whistleblowing stellt eine besondere Form der Berichterstattung über Fehler und Missstände innerhalb Organisationen dar. Insbesondere bedingt durch die omnipräsente Digitalisierung, gewinnt Whistleblowing zunehmend an Bedeutung. Persönlichkeiten wie Edward Snowden oder Unternehmen wie Cambridge Analytica tragen dazu bei, dass die Wahrnehmung der Whistleblower steigt.10 Organisationen sehen sich mittlerweile damit konfrontiert, die Motive der Whistleblower zu verstehen. Um der Veröffentlichung von sensiblen Informationen vorzubeugen, werden Kontrollsysteme implementiert, die den Prozess des Whistleblowings unterbinden sollen. Um daher einen Überblick zu diesem Themenfeld zu gewinnen, widmen sich die nachfolgenden Kapitel der Definition von Whistleblowing, der Darstellung von unterschiedlichen Formen sowie der prozessualen Abfolge. Abschließend wird dargelegt, wie Whistleblowing als Konflikt verstanden und aus Unternehmenssicht aufgenommen werden kann.

2.1.1 Begriffsdefinition „Whistleblowing“

Der Begriff „Whistleblowing“ findet seinen Ursprung im angelsächsischen Raum.11 Gemäß den Definitionen aus Wörterbüchern, bedeutet „to blow the whistle“ in der deutschen Übersetzung „pfeifen“.12 Die Begrifflichkeit lässt sich weiter spezifizieren, in dem es beispielsweise als das Melden von Fehlverhalten oder Missständen kategorisiert wird. Dabei lässt sich unter anderem festhalten, dass die Begrifflichkeit im deutschen Sprachgebrauch überwiegend negativ belegt ist. Whistleblowing wird in der Regel mit Assoziationen wie Verrat und Illoyalität gleichgesetzt.13 Eine allgemeingültige Definition zur Begrifflichkeit liegt nicht vor. Vielmehr existiert eine Vielzahl an Definitionen, die insbesondere in der amerikanischen Literatur vorkommen.

Grundsätzlich ist die Einhaltung von nachfolgenden Merkmalen erforderlich, damit von Whistleblowing gesprochen werden kann. So ist für die Initiierung von Whistleblowing ein Fehlverhalten oder Missstand erforderlich, damit beim Whistleblower ein negatives Erlebnis generiert wird. Dabei ist das Fehlverhalten oder der Missstand dahingehend charakterisiert, dass dieser Zustand eine Beeinträchtigung und „[...] mit erheblichen Gefahren oder Risiken für Leben, Gesundheit, die nachhaltige Sicherung und Entwicklung der Ökosysteme oder das friedliche Zusammenleben der Menschen verbunden sind oder jedenfalls sein können.“14 Daraus lässt sich ableiten, dass das Existieren von Fehlverhalten nicht alleinig als Voraussetzung für Whistleblowing wirkt. Vielmehr müssen auch Gefahren bestehen, die nicht direkt ersichtlich sind. Gleichzeitig ist die Form der Kommunikation entscheidend für den gesamten Prozess. Dies kann in unterschiedlichen Ausprägungen, intern oder extern, erfolgen.15 Daran gekoppelt sind ethische Motive des Whistleblowers, wie beispielsweise das Einhalten von allgemeinen Rechten oder die Sicherung des Gemeinwohls, von entscheidender Bedeutung.

So muss zwischen einer Person und der Handlung selbst differenziert werden. Bei der Umschreibung von Whistleblowing als Handlung, definiert Dougherty Whistleblowing als ein Verhaltensmuster der jeweiligen Personen gegenüber einer Organisation, in der sie selbst Bestandteil ist oder Bestandteil der Organisation war. Außerdem definiert Dougherty Whistleblowing als einen Akt der Veröffentlichung von sensiblen und internen Organisationsinformationen. Ergänzend zu der genannten Definition, befassen sich die Autoren Near und Miceli mit einer weiteren Form des Whistleblowings, indem sie die Prozesse der Organisation, die für eine Veröffentlichung relevant sind sowie den Veröffentlichungsprozess selbst, weiter differenzieren. So kann die Veröffentlichung beispielsweise auch unter der Aufsicht der Organisationen erfolgen. Die Veröffentlichung von Informationen kann daher sowohl intern als auch extern geschehen. Das eigentliche Fehlverhalten des Whistleblowers resultiert dann daraus, dass die Veröffentlichung von Informationen der Organisation nicht bekannt ist. Daraus lässt sich konkludieren, dass Whistleblowing als eine absichtliche und durchdachte Handlung zu beschreiben ist. Die Handlung resultiert nicht aus einer besonderen Pflicht heraus, sondern ist freiwillig.

Die handelnde Person, die im Zuge des Whistleblowings zum Einsatz kommt, ist jemand, der einen besonderen Zugang zu den sensiblen Informationen und Daten besitzt. Unter diesen Personenkreis können sowohl aktive und ehemalige Arbeitnehmer als auch weitere Personengruppen, wie beispielsweise Berater und Ehrenamtliche, fallen. Zielsetzung von Whistleblowing als einem Handlungsakt ist es, das Fehlverhalten zu beseitigen und für die Zukunft zu unterbinden. Damit dies gelingt, muss derjenige Akteur, an den sich dieser Hinweis richtet, auch über eine entsprechende Macht verfügen, damit dieser Zustand erreicht werden kann.

Das Longman Dictionary beschreibt die handelnden Person, also den Whistleblower, als jemanden, der mit Hilfe eines Publikums über illegale Praktiken oder Fehlverhalten informiert.16 Zusätzlich beschreiben Glazer und Glazer diesen Personenkreis nicht nur als Widerständler sondern vielmehr als ethische Freiheitskämpfer, die sich dem Einhalten von Werten wie Ehrlichkeit, Eigenständigkeit und aktivem Handeln für das Allgemeinwohl verschrieben haben.17 So ist die Zielsetzung, das Aufdecken von unethischen und gesetzeswidrigen Verhalten vollumfänglich zu forcieren.

2.1.2 Formen von Whistleblowing

Das Ausüben einer Whistleblowing-Aktivität kann sich in unterschiedlichen Formen darstellen. Whistleblowing lässt sich in drei Gruppen gliedern: allgemeine Hinweise, internes Whistleblowing und externes Whistleblowing.

Rode-Liebenau beschreibt das Melden von allgemeinen Hinweisen als einen Regelprozess. Hier kann daher nicht von dem Ausüben von Whistleblowing gesprochen werden, da in der Regel die standardisierten Meldeverfahren eingehalten werden.18 Miceli und Near beschreiben hingegen, dass Whistleblowing bereits intern stattfindet, sobald sich eine Person innerhalb der eigenen Organisation an die zuständige Führungskraft, den nächsten Vorgesetzen oder beispielsweise den Betriebsrat wendet und dort das Fehlverhalten oder die bekannten Missstände anspricht.19 Solche Beschwerdestellen haben mittlerweile viele große Konzerne eingeführt, damit internes Fehlverhalten und Missstände in den Abteilungen aufgedeckt werden kann. So ermuntert Siemens beispielsweise die eigenen Mitarbeiter, Unregelmäßigkeiten über eine Hotline zu melden.20 Dabei können die internen Meldestellen dazu beitragen, den allgemeinen Fluss von Nachrichten innerhalb der Organisation zu verbessern sowie verunsicherte und potenzielle Whistleblower frühzeitig abzuholen und zielgerichtet einzufangen werden, damit keine folgenschweren Irrtümer vollzogen werden. Internes Whistleblowing kann auch dann vorliegen, wenn sich die benachteiligte Person nicht an offizielle Meldestellen, sondern an Kollegen oder anderweitig verfügbare interne Systeme wendet. Konkludiert lässt sich festhalten, dass internes Whistleblowing sich dahingehend charakterisieren lässt, dass der Whistleblower sich innerhalb der jeweiligen Organisation an offizielle Stellen oder Personen wendet.

Das externe Whistleblowing beschreibt das nach außen tragen von Informationen durch den Whistleblower. Das eigenmächtige Weitertragen von internen Informationen wird durch ein Mitglied der jeweiligen Organisation an außenstehende Interessensgruppen forciert.21 Besondere Kennzeichnung des externen Whistleblowings ist demzufolge, dass externe Personengruppen Zugang zu den jeweiligen Informationen erhalten.

Abschließend lässt sich festhalten, dass sich bei beiden Formen des Whistleblowings diverse Gemeinsamkeiten identifizieren lassen. Auch wenn der Akt des Whistleblowings an sich individuell und einzigartig ist, lässt sich eruieren, dass das Ziel jeder Whistleblowing-Aktivität ist, ein gemeldetes Fehlverhalten zu beseitigen. Zusätzlich werden bei beiden Formen Kommunikationsmöglichkeiten verwendet, um das jeweilige Verhalten aufzudecken. Zudem ist hervorzuheben, dass die offensichtliche Aufdeckung von Fehlverhalten zu unterschiedlichen Reaktionen führen, wonach sich die Formen auch in Abhängigkeit der jeweiligen Wirkung voneinander differenzieren lassen. Dabei ist auch zu betonen, dass die Betriebszugehörigkeit von Whistleblower einen großen Einfluss auf die gewählte Kommunikationsform nimmt. Es lässt sich erkennen, dass Personen, die eine längere Betriebszugehörigkeit aufweisen, in der Regel das interne Whistleblowing nutzen, wo hingegen Personen, die erst seit kurzem der Organisation angehören, tendenziell das externe Whistleblowing beanspruchen.22 Auch spielt das zur Verfügung stehende Beweismaterial bei beiden Vorgehensweisen eine Rolle. So ist das externe Whistleblowing von einer großen Menge an Beweismaterialien charakterisiert. Das interne Whistleblowing liefert hingegen nur wenige Hinweise zum Missstand.23

2.1.3 Die Phasen des Whistleblowings

Die jeweiligen Phasen eines Whistleblowings lassen sich anhand des Phasenmodells von Miceli und Near beschreiben. Dabei gibt das Phasenmodell einen Überblick der zeitlichen Abfolge und beschreibt die Bewertungen und Entscheidungen der agierenden Person entlang des Handlungsablaufs. Ferner besteht das Phasenmodell aus insgesamt fünf Phasen. Die erste Phase des Whistleblowings umfasst das ausschlaggebende Ereignis, das als Auslöser für ein potenzielles Whistleblowing gilt. Dabei ist das Ereignis für ein oder mehrere Mitglieder der Organisation verstoßend oder irritierend.24 So kann der zündende Auslöser eines Whistleblowings die Durchführung einer Handlung sein oder die reine Vermutung, dass ein Fehlverhalten vorliegt.

[...]


1 Heese (2020), S. 61

2 Vgl. Böhm (2019)

3 Vgl. Senz (2019)

4 Vgl. Schulz (2010), S. 23

5 Vgl. Lamparter (2016), S. 27

6 Vgl. Simonet (2011), S. 14

7 Vgl. Simonet (2011), S. 133

8 Vgl. Schulz (2010), S. 27

9 Vgl. Czichos (2014), S. 30

10 Vgl. Zuboff (2018), S. 567

11 Vgl. Schulz (2010), S. 23

12 Vgl. Oxford Wörterbuch (2009), S. 735

13 Vgl. Schulz (2010), S. 23

14 Deiseroth (2004), S. 124

15 Vgl. Deiseroth (2004), S. 124

16 Vgl. Longman Dictionary (2009), S. 2000

17 Vgl. Glazer/Glazer (1991), S. 19

18 Vgl. Rohde-Liebenau (2005)

19 Vgl. Miceli/Near/Dworkin (2008), S. 7

20 Vgl. Buchhorn (2008)

21 Vgl. Dougherty (2004), S. 2575

22 Vgl. Dworkin/Baucus (1998), S. 1290

23 Vgl. Dworkin/Baucus (1998), S. 1296

24 Vgl. Miceli/Near (1992), S. 53

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Whistleblowing als Konflikt. Theoretische Ansätze und Forschungsbefunde
Hochschule
SRH Fernhochschule  (SRH Fernhochschule Riedlingen)
Veranstaltung
Werte & Konflikt
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
27
Katalognummer
V539712
ISBN (eBook)
9783346156341
ISBN (Buch)
9783346156358
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Whistleblowing, Whistleblower, Werte, Konflikt, Digitalisierung, Cambridgeanalytica, EdwardSnowden, Digital, DigitalWhistleblowing, Formenvonwhistleblowig, Phasenvonwhistleblowing, eugenesoltes, digitaletransformation, konfliktmanagement
Arbeit zitieren
Dominik Badarne (Autor), 2020, Whistleblowing als Konflikt. Theoretische Ansätze und Forschungsbefunde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539712

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