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Das Motiv der Fortuna in "Cardenio und Celinde" von Andreas Gryphius. Cardenios Flucht vor Verantwortung

Título: Das Motiv der Fortuna in "Cardenio und Celinde" von Andreas Gryphius. Cardenios Flucht vor Verantwortung

Trabajo Escrito , 2018 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura comparada
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In dieser Arbeit wird das Motiv der Schicksalsgöttin Fortuna und die Selbstschuld des Einzelnen am eigenen Leid behandelt. Der Begriff der Fortuna zieht sich in der Literatur, so wie in Kunst, Musik und Philosophie seit der Antike durch verschiedene Epochen und damit auch durch unzählige literarische Werke. So wird auch in Andreas Gryphius‘ "Cardenio und Celinde" von "Glück" und "Unglück" gesprochen. Das Trauerspiel handelt von den vier Liebenden Cardenio, Celinde, Olympia und Lysander. Während anfangs noch Cardenio und Olympia ein Liebespaar sind, heiratete Olympia später Lysander. Cardenio stürzt sich aufgrund seiner gescheiterten Beziehung in eine Affäre mit Celinde. Alle geraten durch ihre übersteigerte Liebe in einen Wahn, der sie irrational handeln lässt und ihnen jegliche Selbstreflexion nimmt.

Die ursprüngliche Gestalt der Fortuna stammt aus dem Italien römisch-republikanischer Zeit. Sie war die Göttin des Zufalls und wurde vor allem als glücklicher und positiver Zufall verstan-den. Im alten Rom galt sie zudem noch als Göttin von Überfluss und glücklichem Gewinn, und sogar Fruchtbarkeit und Kindersegen. Als diese lateinische Fortuna-Tradition um die der griechischen Schicksalsgöttin Tyche ergänzt wurde, veränderte sich das Motiv der Glücksgöttin nachhaltig.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Das Motiv der Fortuna und des Seesturms in Cardenios Erzählung zur Vorgeschichte

2.1 Definition des Fortuna-Begriffs

2.2 Das Rad der Fortuna

2.3 Der Seesturm-Topos

3. Cardenio und Fortuna

3.1 Cardenio im Rad der Fortuna

3.2 Die Ursache für das Auf und Ab in seinem Leben

3.3 Der Wandel Cardenios

4. Die Funktion der Tyche

5. Das Fortuna-Motiv im heutigen Kontext

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Fortuna-Motiv in Andreas Gryphius’ Trauerspiel "Cardenio und Celinde" mit dem Ziel zu analysieren, inwiefern die Hauptfigur Cardenio durch die Zuschreibung von Schicksalhaftigkeit und durch das Wirken der Göttin Fortuna seine Eigenverantwortung verkennt und in einen wahnhaften Zustand gerät.

  • Das Fortuna-Motiv und seine historische Entwicklung vom römischen Reich bis zum Barock.
  • Die literarische Metaphorik des Seesturm-Topos als Ausdruck für menschliche Lebenskrisen.
  • Die Rolle der griechischen Schicksalsgöttin Tyche als personifiziertes Schicksal im Stück.
  • Psychologische Aspekte von Cardenios "Wahn" und seine fehlende Selbstreflexion.
  • Die Übertragbarkeit der Thematik auf moderne Rezeptionsweisen von Liebesbeziehungen.

Auszug aus dem Buch

Cardenio im Rad der Fortuna

Hinweise wie „Glück“ oder „Unglück“ weisen in der ersten Abhandlung regelmäßig auf das Fortuna-Motiv hin. Diese sprachlichen Aspekte deuten auch immer wieder die Drehung des Rades und damit auch die des Schicksals Cardenios an. Im Verlauf der Handlung dreht sich das Rad achtmal. So oft wird Cardenio also nach oben getragen und von dort wieder hinuntergestürzt.

Nicola Kaminskis Aufteilung in ‚Der Liebe Eisen=harte Noth‘ ist folgende: Zu Beginn seines Strudels im Rad der Schicksalsgöttin befindet er sich an der Spitze dessen. Sein Studium in Bologna war erfolgreich und es gelang ihm zu Ruhm zu kommen. Als ihn dann der „Dünckel“ und „Übermut“ überkommt, sieht er sich durch diesen Wahn von seinem eigentlichen Weg abgekommen. Damit legt er die erste halbe Drehung innerhalb des Rades ein. Die Zweite erfolgt mit dem Kennenlernen Olympias, wobei er wiederum beschreibt, sich in seinem Wahn für sie verloren zu haben.

Mit der Absage des Vaters zur Hochzeit der beiden befindet er sich wieder ganz unten. Als Olympia und Cardenio sich dazu entscheiden, sich trotzdem weiterhin heimlich zu treffen, gibt dies den Ausschlag für die dritte Drehung des Rades. Cardenio ist wieder „oben auf“ mit seinen Gefühlen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Fortuna-Begriffs in der Literatur ein und stellt die zentrale Problemstellung bezüglich Cardenios Wahn und seiner Kontrolle über das eigene Leben dar.

2. Das Motiv der Fortuna und des Seesturms in Cardenios Erzählung zur Vorgeschichte: In diesem Kapitel werden die historischen Hintergründe der Fortuna-Figur sowie die Symbolik des Seesturm-Topos als Metapher für Schicksalsschläge erläutert.

3. Cardenio und Fortuna: Der Hauptteil analysiert, wie Cardenio das Fortuna-Rad als Ausrede für seine eigene Unzuverlässigkeit nutzt und wie er letztlich einen persönlichen Wandel vollzieht.

4. Die Funktion der Tyche: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle der Hexe Tyche als personifizierte Schicksalsmacht, die Celinde zu schicksalhaften Handlungen verleitet.

5. Das Fortuna-Motiv im heutigen Kontext: Die Arbeit schließt mit einer Betrachtung darüber, wie moderne Leser die Problematik von Schicksalsglaube und Leidenschaft im Vergleich zum barocken Verständnis wahrnehmen.

Schlüsselwörter

Fortuna, Tyche, Cardenio und Celinde, Andreas Gryphius, Schicksalsgöttin, Barock, Wahn, Seesturm-Topos, Vorsehung, Selbstreflexion, Leidenschaft, Eigenverantwortung, Vanitas, Literaturanalyse, Rad der Fortuna.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Analyse des Trauerspiels "Cardenio und Celinde" von Andreas Gryphius, wobei der Fokus auf dem Fortuna-Motiv liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Bedeutung von Fortuna und Tyche, die Verwendung des Seesturm-Topos als Lebensmetapher und die psychologische Analyse von Cardenios Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Figur Cardenio durch die Schuldzuweisung an das Schicksal (Fortuna) die notwendige Selbstreflexion vermeidet und erst spät zur Einsicht gelangt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Interpretation des Textes und der Einbeziehung barockwissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Cardenios Entwicklung im Fortuna-Rad, die Analyse seiner mangelnden Verantwortungsübernahme und die Rolle der Tyche als manipulative Instanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Fortuna, Wahn, Schicksalsgöttin, Barock, Selbstreflexion, Eigenverantwortung und Andreas Gryphius sind die zentralen Begriffe.

Warum spielt der "Seesturm" eine so wichtige Rolle für Cardenio?

Cardenio nutzt den Seesturm-Topos als Metapher, um sich selbst als passives und wehrloses Opfer äußerer Umstände darzustellen, statt seine eigenen Fehler anzuerkennen.

Inwiefern unterscheidet sich der moderne Blick auf Cardenio vom Barock?

Während das barocke Publikum den Fokus auf die göttliche Vorsehung legte, kann der moderne Leser Cardenios Handeln eher als psychologisch nachvollziehbaren "Wahn" im Sinne einer Liebesbesessenheit interpretieren.

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Detalles

Título
Das Motiv der Fortuna in "Cardenio und Celinde" von Andreas Gryphius. Cardenios Flucht vor Verantwortung
Universidad
University of Rostock
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
14
No. de catálogo
V539788
ISBN (Ebook)
9783346159144
ISBN (Libro)
9783346159151
Idioma
Alemán
Etiqueta
Glück Fortuna Andreas Gryphius Cardenio und Celinde Schicksal Barock
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Das Motiv der Fortuna in "Cardenio und Celinde" von Andreas Gryphius. Cardenios Flucht vor Verantwortung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539788
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