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Migration. Argumente für (relativ) geschlossene Grenzen

Titel: Migration. Argumente für (relativ) geschlossene Grenzen

Hausarbeit , 2018 , 12 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Immer mehr Menschen neigen dazu, ihre eigene Heimat zu verlassen. Auf diese Weise verlegen sie ihren Lebensmittelpunkt an einen anderen Ort der Fremde und erhoffen sich ein besseres, zukunftsweisenderes und sozioökonomisch stabileres Leben. So geht auf der Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung hervor, dass durch diesen Prozess des "Verlassens" heutzutage weltweit mehr als 150 Millionen Menschen in einem Staat leben, der nicht ihre ursprüngliche Heimat darstellt.

Diese Zahl der Menschen verdeutlicht unmissverständlich, dass dieser Prozess nicht erst seit einigen Jahren im Fokus steht. Zumal laut Celikates (2016) Migrationsbewegungen über Staatsgrenzen hinweg seit dem Bestehen von territorialen Grenzen gäbe. Also könnte doch gemeint werden, dass die Thematik der Migration mittlerweile verstanden und einigermaßen gehandhabt sein müsse. Zumal sich auch die Internationale Politische Theorie, so Kreide und Niederberger (2016), mit derartigen globalen Prozessen wie eben der Migration beschäftige, um ethische Grundlagen festlegen zu können.

Allerdings entsteht beispielsweise mit einem reflektierenden Rückblick auf die letzten 50 Jahre Deutschlands sowie auf die aktuelle Debatte rund um die Flüchtlingsfrage ein verkehrtes Bild. Angefangen zu Zeiten der Gastarbeitermigration mit dem Modell des "Gastarbeiters" über die des "Ausländers" und "Asylanten" bis hin zu dem postmodernen Begriff des "Migranten" demonstrieren diese nicht nur, dass alle Begriffsmodelle, so Celikates (2016), negativ konnotiert sind und immer nur bestimmte Menschengruppen ansprechen, sondern in gleicher Weise auch eine Verschiebung der Verantwortung und des notwendigen Interesses sich vollzogen hat. So lassen sich gerade diese Konsequenzen und Folgen des Desinteresses und der Ignoranz gegenüber dem Thema der Migration auf jeder Ebene, sei es gesellschaftlich, sozial, pädagogisch oder politisch, spüren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. ARGUMENT FÜR (RELATIV) GESCHLOSSENE GRENZEN

3. RESÜMEE

4. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Debatte um Migration auseinander und untersucht insbesondere die philosophischen Argumente für eine restriktive Einwanderungspolitik. Ziel ist es, die Perspektive der "nationalen Selbstbestimmung" nach David Miller zu analysieren, um aufzuzeigen, wie Staaten ihre Grenzen kontrollieren können, ohne dabei liberale Grundwerte vollständig aufzugeben.

  • Die theoretische Einordnung der Migration in der Internationalen Politischen Theorie.
  • Die Analyse des Konzepts der "öffentlichen Kultur" als Grundlage staatlicher Identität.
  • Die Bedeutung von nationaler Selbstbestimmung für soziale Solidarität und Vertrauen.
  • Die Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen Einwanderung und dem Erhalt öffentlicher Strukturen.

Auszug aus dem Buch

Argument für (relativ) geschlossene Grenzen

Befürworter und Unterstützer von (relativ) geschlossenen Grenzen werden unbedacht schnell als Faschisten und Rassisten abgestempelt, die lediglich daran interessiert seien, dass „Wir“ zu wahren und zugleich die Interessen und Nöte der Migranten und Einwanderer verkennen würden. (vgl. Georgen 2017: 4) Aber geht es den Befürwortern von (relativ) geschlossenen Grenzen eigentlich darum, eben einen „rechtsextremen Backlash“ durch unkontrollierte Einwanderungen zu verhindern. (Miller 2005: 47) Dieses Phänomen lässt sich beispielsweise in Deutschland verfolgen, in der die rechtsorientierte Partei AfD durch die aktuelle Einwanderungspolitik vermehrt Stimmen für sich gewinnen konnte (IQ 2). Dabei sei angemerkt, um Missverständnisse zu vermeiden, dass Migrationsbewegungen, welche durch Verfolgung, Furcht oder Gewalt motiviert sind, Zuspruch seitens der Befürworter von (relativ) geschlossenen Grenzen erhalten, wenn auch nur für eine bestimmte oder vorübergehende Zeitspanne. (Miller 2005: 60f.)

Miller (2005) zu Folge liegt dem Argument der „nationalen Selbstbestimmung“ die Idee einer öffentlichen Kultur zugrunde. Demnach sei es von zentraler Bedeutung, dass die jeweiligen Staaten eine gemeinsame öffentliche Kultur teilen und leben, um an Hand dessen Prozesse und Phänomene wie die der Demokratie und andere soziale Ziele umsetzen und weiter bestehen lassen zu können. Ferner stehe diese öffentliche Kultur auch für einen Teil der politischen Identität ihrer Mitglieder und Bürger dar. (Miller 2005: 56)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Migration ein und verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz sowie das Spannungsfeld zwischen verschiedenen Migrationsdiskursen.

2. ARGUMENT FÜR (RELATIV) GESCHLOSSENE GRENZEN: Hier wird David Millers Theorie der nationalen Selbstbestimmung dargelegt und der Zusammenhang zwischen öffentlicher Kultur, sozialem Vertrauen und staatlicher Identität erläutert.

3. RESÜMEE: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Debatte um (relativ) geschlossene Grenzen weiterhin ein hochrelevantes und kontroverses Thema in westlichen Demokratien bleibt.

4. LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Monographien, Sammelwerke, Zeitschriftenartikel und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Migration, nationale Selbstbestimmung, öffentliche Kultur, David Miller, Grenzpolitik, Einwanderung, soziale Solidarität, politische Identität, Parallelgesellschaften, zwischenmenschliches Vertrauen, Demokratietheorie, restriktive Einwanderungspolitik, Integration, gesellschaftliche Werte, Flüchtlingsfrage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den philosophischen Argumenten für eine restriktive oder "relativ geschlossene" Einwanderungspolitik vor dem Hintergrund der Internationalen Politischen Theorie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bedeutung nationaler Selbstbestimmung, dem Konzept der öffentlichen Kultur sowie der Frage, wie Solidarität und Vertrauen innerhalb einer Gesellschaft durch Migration beeinflusst werden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Analyse und kritische Auseinandersetzung mit David Millers Argument der nationalen Selbstbestimmung als theoretisches Fundament für die Kontrolle staatlicher Grenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der vorwiegend politikphilosophische Literatur und Ansätze (insbesondere von David Miller) herangezogen werden, um Argumente zu strukturieren und zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der öffentlichen Kultur, der Unterscheidung zwischen privater und öffentlicher Kultur sowie der Analyse der Auswirkungen von Einwanderung auf den sozialen Zusammenhalt und das Vertrauen in demokratische Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Migration, nationale Selbstbestimmung, öffentliche Kultur, soziale Solidarität und Grenzpolitik sind die zentralen Begriffe, die das Themenfeld definieren.

Warum spielt der Begriff "relativ" bei geschlossenen Grenzen eine so wichtige Rolle?

Der Zusatz verdeutlicht, dass es nicht um eine totale Abschottung geht, sondern um ein kontrolliertes System, das dem Staat den Spielraum für eigene politische Entscheidungen sichern soll.

Wie unterscheidet David Miller zwischen privater und öffentlicher Kultur?

Die private Kultur umfasst individuelle Wertvorstellungen wie Ernährungsweise oder Kleidungsstil, während die öffentliche Kultur das "Konglomerat an Werten" einer Gesellschaft bezeichnet, die den öffentlichen Raum und das soziale Zusammenleben prägen.

Welche Rolle spielt Vertrauen für das Funktionieren einer Demokratie laut der Arbeit?

Vertrauen wird als notwendiger Bestandteil angesehen, damit Bürger ohne ständige gegenseitige Kontrolle zusammenleben können und eine Deliberation auf Basis gemeinsamer Werte möglich ist.

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Details

Titel
Migration. Argumente für (relativ) geschlossene Grenzen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Kontroversen in der Internationalen Politischen Theorie
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
12
Katalognummer
V539825
ISBN (eBook)
9783346149299
ISBN (Buch)
9783346149305
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mgration geschlossene Grenzen David Miller Kultur Einwanderungspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Migration. Argumente für (relativ) geschlossene Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539825
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Leseprobe aus  12  Seiten
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