In den empirischen Sozialwissenschaften stellt die Befragung die am häufigsten verwendete Datenerhebungsmethode dar. Ca. 90% der Daten werden durch Befragungen erhoben. Die meisten Befragungen dienen unter anderem der Ermittlung von Meinungen, Einstellungen, Verhaltensbeobachtungen oder Präferenzen einer größeren Gruppe von Personen.
Gliederung
I. Einleitung:
Theoretische Grundlagen:
1. Einleitung
1.2. Definition „Befragung“
2. Formen der Befragung
2.1. Mündliche Befragung
2.2. Schriftliche Befragung
3. Grad der Standardisierung
3.1. Standardisierte Befragung
3.1.1. Quantitativer Fragebogen
3.2. Nicht- standardisierte Befragung
3.2.1. Qualitativer Fragebogen
II. Hauptteil:
Praxisbezug anhand einer schriftl. Befragung:
4. Thema/Hypothese
4.1. Interesse an der Erkenntnis
5. Konzeptionalisierung/Fragebogen/Prognosen
6. Durchführung
7. Ergebnisdarstellung
7.1. Statistische Auswertung
III. Schlussteil:
8. Interpretation der Ergebnisse
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht im Rahmen einer empirischen Hausarbeit das Rauchverhalten von Schülern der 9. Jahrgangsstufe an drei verschiedenen Schulformen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium), um zu prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen der besuchten Schulart und dem Zigarettenkonsum besteht.
- Grundlagen empirischer Datenerhebungsmethoden
- Vergleich standardisierter und nicht-standardisierter Befragungsformen
- Durchführung einer quantitativen Befragung an 60 Schülern
- Statistische Auswertung und Hypothesenprüfung mittels Chi-Quadrat-Test
- Analyse von Einflussfaktoren auf das Rauchverhalten im Jugendalter
Auszug aus dem Buch
2.2. Schriftliche Befragung
Bei dieser Form der Befragung wird dem Befragten ein Fragebogen vorgelegt, den er in Abwesenheit des Interviewers selbständig schriftlich beantwortet. Dadurch wird die Anonymität des Befragten optimaler gewährleistet als bei einer mündlichen Befragung, was sich günstig auf die Bereitschaft zu ehrlichen Antworten und zur gründlichen Auseinandersetzung mit der erfragten Problematik auswirken kann. Da bei der schriftlichen Befragung der persönliche Kontakt zwischen Interviewer und Befragten nicht gegeben ist, ist eine gute Verständlichkeit der ausgewählten Fragen von großer Bedeutung, weil eine Hilfestellung durch den Interviewer bei möglichen Verständnisproblemen seitens des Befragten nicht möglich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Befragung als häufigste Datenerhebungsmethode in den Sozialwissenschaften.
1.2. Definition „Befragung“: Theoretische Abgrenzung der Befragung als planmäßiges Vorgehen mit wissenschaftlicher Zielsetzung.
2. Formen der Befragung: Gegenüberstellung der mündlichen und schriftlichen Befragungstechnik.
2.1. Mündliche Befragung: Darstellung der Interviewform und ihrer Vor- und Nachteile in Bezug auf Anonymität und Einflussnahme.
2.2. Schriftliche Befragung: Erläuterung der Vorteile der schriftlichen Befragung für die Anonymität und die damit verbundenen Anforderungen an die Verständlichkeit.
3. Grad der Standardisierung: Differenzierung zwischen strukturierten und unstrukturierten Erhebungsmethoden.
3.1. Standardisierte Befragung: Erläuterung der strengen Vorgaben bei Frageplan und Antwortmöglichkeiten.
3.1.1. Quantitativer Fragebogen: Beschreibung der häufigsten Erhebungsform und der methodischen Vorteile bei der Datenauswertung.
3.2. Nicht- standardisierte Befragung: Darstellung offener Interviewformen und deren explorativer Zielsetzung.
3.2.1. Qualitativer Fragebogen: Analyse der Herausforderungen bei offenen Fragen ohne vorgegebene Kategorien.
4. Thema/Hypothese: Präzisierung der Forschungsfrage zum Zusammenhang zwischen Schulart und Tabakkonsum.
4.1. Interesse an der Erkenntnis: Begründung der Zielsetzung und der untersuchten Variablen.
5. Konzeptionalisierung/Fragebogen/Prognosen: Methodische Vorüberlegungen und Aufbau des zur Befragung genutzten Fragebogens.
6. Durchführung: Beschreibung der Feldphase an drei verschiedenen Schulen mit 60 Probanden.
7. Ergebnisdarstellung: Dokumentation der erhobenen Daten in Tabellenform.
7.1. Statistische Auswertung: Mathematische Analyse der Daten inklusive Zentraler Tendenz und Chi-Quadrat-Test.
8. Interpretation der Ergebnisse: Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse im Kontext der Ausgangshypothese.
9. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über den Erkenntniswert der Arbeit und den methodischen Ablauf.
Schlüsselwörter
Rauchverhalten, Schüler, Befragung, Datenerhebung, Standardisierung, quantitativer Fragebogen, Hauptschule, Gymnasium, Tabakkonsum, Hypothesenprüfung, Statistik, Chi-Quadrat-Test, Sozialforschung, Jugendarbeit, Prestigegründe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Durchführung einer schriftlichen Befragung zum Rauchverhalten von Schülern in der 9. Jahrgangsstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen Methoden der empirischen Sozialforschung, der Aufbau eines standardisierten Fragebogens sowie die statistische Auswertung des Tabakkonsums in Abhängigkeit von der Schulform.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu überprüfen, ob an Hauptschulen ein stärkerer Tabakkonsum ausgeprägt ist als an höheren Schulformen wie Realschule und Gymnasium.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine quantitative, schriftliche Befragung mit geschlossenem Fragebogen durchgeführt und mittels statistischer Kennwerte sowie eines Chi-Quadrat-Tests ausgewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Befragungsmethodik, die Konzeptionalisierung der Studie, die praktische Durchführung an drei Schulen sowie die detaillierte statistische Ergebnisdarstellung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Rauchverhalten, Schüler, empirische Befragung, Standardisierung und statistische Hypothesenprüfung.
Welches Ergebnis ergab sich bezüglich des Zusammenhangs von Schulart und Rauchen?
Die statistische Analyse mittels Chi-Quadrat-Test ergab bei einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 10 % keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der besuchten Schulart und dem Tabakkonsum.
Welche Rolle spielten Prestigegründe laut Interpretation?
Die Autoren vermuten, dass insbesondere Gelegenheitsraucher eher aus Prestigegründen und Gruppenzwang handeln, anstatt aufgrund einer ausgeprägten Nikotinsucht.
- Quote paper
- Claudia Hoffs-Langhans (Author), 2005, Befragung zum Rauchverhalten von Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53985