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Die Geschichte der Jugend. Die Anfänge der modernen Wahrnehmung der Jugend

Title: Die Geschichte der Jugend. Die Anfänge der modernen Wahrnehmung der Jugend

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Morras Ganskow (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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„Die Geschichte der Jugend“ - ein weitläufiges und kaum fassbares Thema, das in einer Arbeit dieses Umfanges nicht erschöpfend behandelt werden kann. Jugend- was ist das überhaupt? Wann beginnt diese Lebensphase, wann endet sie? Welche Bedeutung hat sie im Leben eines Menschen und welche Werte werden ihr zugeordnet? Ist das heutige Verständnis von Jugend deckungsgleich mit dem vorangegangener Generationen?
Um einen sinnvollen Überblick zu ermöglichen soll das Thema entsprechend eingegrenzt werden. Zum einen in der zeitlichen Dimension: Behandelt wird der Zeitraum vom ausgehenden Mittelalter bis etwa zum 18. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt der Arbeit auf den gesellschaftlichen Entwicklungen der Neuzeit gelagert ist. Des Weiteren ist auch eine räumliche Begrenzung auf das europäische Gebiet im Sinne eines relativ einheitlich christlich geprägten Raumes nötig, da der kulturelle Hintergrund naturgegeben eine große Rolle in Bezug auf gesellschaftliche Veränderungen spielt. Aber auch thematisch ist eine Spezialisierung notwendig: Die Arbeit ist zentriert auf die gesellschaftliche Wahrnehmung von Jugend und den Vorstellungen, die die jeweiligen Zeitgenossen mit dieser Lebensphase verbanden.
Die Jugend ist eine Lebensphase, deren Abgrenzung zu Kindheit und Erwachsensein noch heute teilweise verschwommen scheint. Das war auch in der Wahrnehmung vergangener Jahrhunderte nicht anders und hängt vermutlich mit der individuell unterschiedlichen Entwicklung eines Menschen zusammen. Aus diesem Grund kann man das Thema „Jugend“ nicht behandeln ohne auch die Kindheit und das Erwachsensein anzusprechen. Ebenfalls ist es unmöglich, Jugend jenseits des gesellschaftlichen Gefüges zu besprechen, das diese Lebensphase entscheidend prägt: die Familie.
Die Forschung ist sich weitgehend darüber einig, dass der moderne Jugendbegriff etwa im 17. bis 18. Jahrhundert entstand. Daraus kann man schließen, dass zuvor eine andere Vorstellung von Jugend vorherrschte. Inwiefern veränderte sich diese Auffassung von Jugend und vor allem: warum?
Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen Überblick über die Entwicklung der Ansichten über die Phase der Jugend in der Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Moderne zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Jugend?

3. Jugend im Mittelalter

3.1. Mittelalterliche Vorstellungen von den Lebensaltern

3.2. Rechtliche Quellen zur Jugend im Mittelalter

3.3. Die bildliche Darstellung von Jugend im Mittelalter

3.4. Die Familie im Mittelalter

3.5. Jugend in den verschiedenen sozialen Schichten

3.6. Generationenkonflikte im Mittelalter?

4. Jugend in der Neuzeit

4.1. Die Schule

4.2. Der Wandel der Institution Familie

4.3. Die Anfänge einer neuen Sicht auf die Jugend

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des modernen Jugendbegriffs vom ausgehenden Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert, mit einem besonderen Fokus auf die gesellschaftliche Wahrnehmung und die Lebensbedingungen innerhalb der Familie sowie der Schule. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, warum sich die Auffassung von „Jugend“ im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat und welche sozioökonomischen Faktoren diesen Prozess bedingten.

  • Historische Konzepte der Lebensphasen im Mittelalter.
  • Die Rolle der Familie und das frühe Verlassen des Elternhauses.
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren und der sozialen Schichtung.
  • Entwicklung schulischer Bildung als Separationsinstanz von der Erwachsenenwelt.
  • Der Wandel zum modernen, positiven Verständnis von Jugend im 18. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

3.3. Die bildliche Darstellung von Jugend im Mittelalter

Eine andere Quelle, aus der man mehr über die Einordnung der Jugend zwischen Kindheit und Erwachsensein erfahren kann, ist die bildliche Darstellung im Mittelalter. Nun ist es so, dass man auf Bildern hauptsächlich Jugendliche der höheren Gesellschaftsschichten dargestellt findet. Aber auch das ist eine Aussage: das Fehlen von Jugendlichen der unteren Schichten ist ein Hinweis darauf, dass sie noch weniger als Jugendliche wahrgenommen wurden als die Heranwachsenden anderer Stände. Ungeachtet dieser Tatsache findet man jedoch eine Reihe von Hinweisen auf die Vorstellung von Jugend im Mittelalter.

Die Darstellung eines Jugendlichen unterscheidet sich von der von Erwachsenen oder der von Kindern durch eine Reihe von Abweichungen: Zum Beispiel in Bezug auf die Größe, der Jugendliche ist größer als das Kind, aber kleiner als der Erwachsene. Die Darstellung der Größe entspricht aber gleichzeitig einem Wertesystem: Es legt die Untergeordnetheit des Jugendlichen im Vergleich zum Erwachsenen offen. Oft werden Jugendliche auf Bildern regelrecht an den Rand getrieben: sie erscheinen am Bildrand, auf den Randleisten oder auf den Zierrändern. Die mittelalterliche Ikonographie erhob keinen Anspruch auf Realismus, sie war ideologisch geprägt. Somit ist sie als Quelle über die Wahrnehmung von Jugend bestens geeignet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen und räumlichen Rahmen der Untersuchung und stellt die zentrale Frage nach dem Wandel des Jugendbegriffs seit dem ausgehenden Mittelalter.

2. Was ist Jugend?: Dieses Kapitel kontrastiert das moderne Verständnis von Jugend als pädagogisch geschützte Lebensphase mit den Lebensrealitäten vergangener Jahrhunderte.

3. Jugend im Mittelalter: Es werden verschiedene mittelalterliche Systeme zur Einteilung der Lebensalter sowie rechtliche, bildliche und soziale Rahmenbedingungen untersucht, die den Status von Jugendlichen bestimmten.

4. Jugend in der Neuzeit: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss von Bildungsinstitutionen und die Privatisierung der Familie bei der Entstehung eines neuen, positiven Jugendkonzepts.

5. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die moderne Jugendkonzeption eng mit ökonomischem Wohlstand und der gesellschaftlichen Ablösung der Jugend von der unmittelbaren Erwerbsarbeit verknüpft ist.

Schlüsselwörter

Jugend, Geschichte der Jugend, Mittelalter, Neuzeit, Kindheit, Familienstruktur, Sozialgeschichte, Bildungsgeschichte, Lebensphasen, Generationenkonflikt, Erziehung, Arbeit, Mündigkeit, Rousseau, Industrialisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entstehung des modernen Jugendbegriffs und wie sich die gesellschaftliche Sicht auf die Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsensein vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Lebensaltern im Mittelalter, die Bedeutung der Familie als Sozialisationsinstanz, den Einfluss der Schule sowie die unterschiedliche Wahrnehmung von Jugendlichen in den verschiedenen sozialen Schichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum sich die Auffassung von „Jugend“ veränderte und welche ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, wie etwa die wachsende Bedeutung von Bildung und der Wandel der Familienstruktur, dazu beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die rechtliche Quellen, ikonographische Darstellungen und fachwissenschaftliche Theorien, etwa von Philippe Ariès und Edward Shorter, auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der mittelalterlichen Lebenswelt – inklusive rechtlicher Mündigkeit und bildlicher Repräsentation – und einen Vergleich mit den Wandlungsprozessen der Neuzeit, insbesondere durch den Aufstieg des Bürgertums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Jugend, Kindheit, Historische Familienstruktur, Bildungsgeschichte, Sozialgeschichte und das Konzept des Generationenkonflikts.

Inwiefern unterschied sich die Wahrnehmung von Jugend im Mittelalter von der heutigen?

Im Mittelalter gab es kaum eine klare Trennung von der Erwachsenenwelt; Jugendliche wurden oft direkt in den Arbeitsprozess integriert, während heute Jugend als eine geschützte Lebensphase mit eigenen Werten gilt.

Warum spielt das Konzept der „Familie“ eine so wichtige Rolle?

Die Familie war die zentrale Institution, die über die Lebensphase der Jugend entschied. Der Übergang vom mittelalterlichen Zweckbündnis zur modernen, emotional geprägten Kleinfamilie gilt als einer der wichtigsten Faktoren für die Ausweitung der Jugendphase.

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Details

Title
Die Geschichte der Jugend. Die Anfänge der modernen Wahrnehmung der Jugend
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Pädagogisches Institut)
Course
Mittelseminar: Wandel der Jugend - Wandel der Schule
Grade
1,3
Author
Katrin Morras Ganskow (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V54001
ISBN (eBook)
9783638492966
ISBN (Book)
9783656775737
Language
German
Tags
Geschichte Jugend Anfänge Wahrnehmung Jugend Mittelseminar Wandel Jugend Wandel Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Morras Ganskow (Author), 2005, Die Geschichte der Jugend. Die Anfänge der modernen Wahrnehmung der Jugend, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54001
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