Diese Hausarbeit wurde im Rahmen der Veranstaltung „Volkswirtschaftslehre im Hauptstudium“ (Professor Dr. Thomas Huth) an der Universität Lüneburg, Fachbereich Wirtschaft, im Sommersemester 2005 verfasst. Im Zentrum dieser Hausarbeit stehen die Themen Makroökonomie und Neue Makroökonomie. Beginnen werde ich mit der Klärung grundlegender Begriffe und Methoden. Dann folgt ein geschichtlicher Überblick, von den Vorläufern bis heute. Anschließend thematisiere ich die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und die Kreislaufanalyse. Im Hauptteil dieser Arbeit befasse ich mich mit Makroökonomie und neueren Ansätzen der Makroökonomie. Im Kapitel Makroökonomie beschäftige ich mich mit den Klassikern um Adam Smith, den Keynesianern und vergleiche beide Theorien miteinander. Dann erarbeite ich die makroökonomische Entwicklung seit Mitte der fünfziger Jahre ein. Schließlich rundet ein Fazit diese Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Ziel der Hausarbeit
2. Grundlegende Begriffe und Methoden
2.1 Der Begriff Volkswirtschaft(slehre)
2.2 Methoden und Modelle
2.3 Gleichgewicht, Ungleichgewicht und Stabilität
2.4 Partial- versus Totalanalyse
2.5 Gegenstand der Makroökonomie
2.6 Das Stabilitätsgesetz
2.6.1 Stabilität des Preisniveaus
2.6.2 Hoher Beschäftigungsgrad
2.6.3 Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
2.6.4 Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
2.6.5 Zielkonflikte
3. Geschichtlicher Überblick
3.1 Die Vorläufer
3.2 Die Klassik
3.3 Die Neoklassik
3.4 Von Keynes bis heute
3.5 Zusammenfassung
4. Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
4.1 Die Kreislaufanalyse
4.1.1 Einfacher Wirtschaftkreislauf
4.1.2 Einfacher Wirtschaftkreislauf mit Kapitalsammelstelle
4.1.3 Erweiterter Wirtschaftkreislauf mit Staat
4.1.4 Erweiterter Wirtschaftkreislauf mit Staat und Ausland
4.2 Aufgaben und Ziele der VGR
4.3 Kritik an der VGR
5. Makroökonomie
5.1 Die Klassisch-Neoklassische Theorie
5.1.1 Die Produktionsfunktion
5.1.2 Die Haushalte
5.1.3 Die Unternehmen
5.1.4 Der Staat
5.1.5 Der Arbeitsmarkt
5.1.6 Der Kapitalmarkt
5.1.7 Der Gütermarkt
5.1.8 Der Geldmarkt und die Quantitätstheorie des Geldes
5.1.9 Das Say’sche Gesetz
5.1.10 Das Klassisch-Neoklassische Modell
5.1.11 Resümee
5.2 Die Keynesianische Theorie
5.2.1 Die Nachfrage
5.2.2 Die Konsum- und Investitionsnachfrage
5.2.3 Das Einnahmen-Ausgaben-Modell
5.2.4 Die LM-Kurve
5.2.5 Die IS-Kurve
5.2.6 Das IS/LM-Modell
5.2.7 Das Keynesianische Modell
5.2.7.1 Die Investitionsfalle
5.2.7.2 Die Liquiditätsfalle
5.2.8 Resümee
5.3 Vergleich der wirtschaftspolitischen Konsequenzen
5.3.1 Die Rolle des Staates
5.3.2 Die Fiskalpolitik im Vergleich
5.3.3 Die Geldpolitik im Vergleich
6. Neue Makroökonomie
6.1 Klassisch-Neoklassischorientierte Ansätze
6.1.1 Die Rolle von Erwartungen
6.1.2 Die Phillips-Kurve
6.1.3 Das Neuklassische Modell
6.1.4 Die Real-Business-Cycle-Theorie
6.1.5 Resümee
6.2 Die Neokeynesianische Theorie
6.2.1 Die duale Entscheidungshypothese
6.2.2 Die Fixpreismethode
6.2.2 Das Neokeynesianische Modell
6.2.3 Resümee
6.3 Neukeynesianische Theorie
6.3.1 Lohnstarrheiten
6.3.2 Zins- und Güterpreisstarrheiten
6.4 Weitere keynesianisch orientierte Ansätze
6.4.1 Die Portfoliotheorie
6.4.2 Tobin’s q
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die Entwicklung der Makroökonomie im Vergleich zwischen klassisch-neoklassischen Ansätzen und keynesianischen Theorien, um die unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Konsequenzen zu analysieren.
- Grundlagen der Volkswirtschaftslehre und Kreislaufanalyse
- Differenzierung zwischen klassischer und keynesianischer Makrotheorie
- Vergleich fiskal- und geldpolitischer Instrumente
- Neue Ansätze der Makroökonomie wie Monetarismus und Neukeynesianismus
- Die Rolle von Erwartungen und Konjunkturmodellen
Auszug aus dem Buch
5.1.2 Die Haushalte
Die privaten Haushalte sind Stätten der Befriedigung individueller Konsumbedürfnisse. Sie erzielen Einkommen durch Lieferung des Faktors Arbeit an die Unternehmen und verwenden ihr Einkommen (Lohn-, Zins- und Gewinneinkommen) für den Konsum und Sparen.92 Bezüglich des Arbeitsangebotes, gemäß der neoklassischen Theorie, planen die Haushalte entsprechend nach der Nutzenmaximierung. Sie entscheiden sich dabei zwischen dem durch Arbeit erreichbaren Güterbündel und Freizeit. 93 Analytisches Werkzeug hierbei ist das Nutzenkonzept.
Zusammenfassung der Kapitel
5. Makroökonomie: Dieses Kapitel stellt das Spannungsfeld zwischen klassisch-neoklassischer und keynesianischer Theorie dar und analysiert deren jeweilige Modellannahmen.
6. Neue Makroökonomie: Hier werden modernere Entwicklungen seit den fünfziger Jahren beleuchtet, darunter Monetarismus, neue klassische Makroökonomie und neukeynesianische Ansätze.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Unterschiede zwischen den beiden Denkschulen zusammen und ordnet ihre heutige Bedeutung in der sozialen Marktwirtschaft ein.
Schlüsselwörter
Makroökonomie, Keynesianismus, Neoklassik, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Arbeitsmarkt, Konjunktur, IS-LM-Modell, Inflation, Stabilitätsgesetz, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Marktgleichgewicht, Preistheorie, Erwartungstheorie, Wirtschaftspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der makroökonomischen Theoriebildung, insbesondere dem Vergleich zwischen der klassischen bzw. neoklassischen Schule und der keynesianischen Theorie.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Zentrale Felder sind die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, die Modellierung von Märkten, fiskal- und geldpolitische Maßnahmen sowie neuere makroökonomische Strömungen.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Kernunterschiede der beiden großen ökonomischen Orthodoxien aufzuzeigen und zu verstehen, warum diese trotz ihrer Unterschiede in der Wissenschaft fortbestehen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird für die Analyse verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung der ökonomischen Fachliteratur und der Darstellung etablierter Modelle basiert.
Was wird im Hauptteil des Dokuments detailliert behandelt?
Der Hauptteil behandelt ausführlich die klassischen und keynesianischen Modelle, die Rolle von Märkten (Arbeit, Kapital, Geld, Güter) sowie die Analyse staatlicher Eingriffe.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Makroökonomie, Keynesianismus, Neoklassik, Geldpolitik, Fiskalpolitik und Wirtschaftsmodelle.
Was ist unter der "Investitionsfalle" im keynesianischen Modell zu verstehen?
Eine Situation, in der das Investitionsverhalten der Unternehmen so zinsunelastisch ist, dass selbst starke Zinsänderungen keine Anreize für neue Investitionen schaffen.
Welche Bedeutung kommt dem "magischen Viereck" zu?
Es definiert die wirtschaftspolitischen Ziele Stabilität des Preisniveaus, hoher Beschäftigungsgrad, außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum.
Was besagt die Quantitätstheorie des Geldes nach Fisher?
Sie beschreibt den Zusammenhang zwischen Geldmenge, Umlaufgeschwindigkeit, Preisniveau und Volkseinkommen, wobei das Geld als neutral für reale Variablen gilt.
Wie unterscheidet sich die neue klassische Makroökonomie von der alten Schule?
Sie integriert rationale Erwartungen und begreift Konjunkturzyklen als Gleichgewichtsphänomene bei ständiger Markträumung.
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- Hendrik Wilhelm (Author), 2005, Makroökonomie und Neue Makroökonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54007