Nutzung allgemeiner Fintechs im Retailbanking


Seminararbeit, 2019

22 Seiten, Note: 1,7

F. A. Käsbauer (Autor:in)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Retailbanking und Finanztechnologie
2.1 Status Quo Retailbanking
2.2 Anbieter „Finreach solutions“

3. Nutzung moderner Finanztechnologie im Retailbanking
3.1 Zielsetzung
3.2 Aufbau der Befragung
3.3 Konzeption des Fragebogens
3.4 Durchführung
3.5 Auswertung

4. Schluss

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Vertriebskonzepte im Retailbanking

Abbildung 2 Die Finreach GmbH

Abbildung 3 Kategorien des Fragebogens

Abbildung 4 Wichtigkeit von Fintechs in den persönlichen Bankgeschäften

Abbildung 5 Auswertung zum Nachholbedarf im Banking

Abbildung 6 Antwortmittelwerte der Teilnehmer

Abbildung 7 Auswertung zur Vertrautheit mit Fintechs

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Charakteristik des Teilnehmerfeldes

Tabelle 2 Fragebogen zur quantitativen Datenerhebung

1. Einleitung

Finanzgeschäfte werden heutzutage immer benutzerfreundlicher. Vor einigen Jahrzehnten war es selbstverständlich, papierhafte Überweisungen in Auftrag zu geben. Der Kontostand wurde in der örtlichen Bankfiliale überprüft, Kontoauszüge erhielt man aus dem Nadeldrucker. Daueraufträge, Lastschriften und Währungsumtausch erfolgte in der Bankniederlassung. Dies sind nur einige typische Beispiele für die Kontonutzung im Retailbanking. Aus der heutigen Sicht ist dies nahezu undenkbar. Mit Einzug des Onlinebankings geschieht all dies digital und von Zuhause aus. Viele Prozesse erfolgen ohne Umwege. Trotz erhöhter Automatisierung steigt dadurch sicherlich auch die Komplexität der Nutzung. Längst nicht jeder Kunde kommt mit den verschiedenen Onlinebanking-Schlagwörtern, wie Pin, TAN, Login etc. zurecht. Neben umfangreichen Sicherheitshinweisen und Verschlüsselungsarten, spielt auch die allgemeine IT-Sicherheit im Onlinebanking eine wichtige Rolle (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 2019).

Auf der anderen Seite liest man heutzutage immer öfter von sogenannten „Fintechs“. Dabei handelt es sich um Anbieter von Finanztechnologien, die mit innovativem Know-How den klassischen Finanzsektor aufmischen. Das Angebot richtet sich vor allem auch an den Endkunden, da die Produkte unter anderem sehr leicht verständlich und von starker Usability gekennzeichnet sind (Dorfleitner und Hornuf 2016, S. 4–5). Im Retail-Banking können so sehr viele Prozesse vereinfacht und für den Kunden leichter und schneller gestaltet werden. Sehr häufig sind Anbieter auch schon soweit im Alltag und Nutzungsverhalten verankert, dass der Endkunde nicht mal weiß, dass es sich um ein Fintech handelt. Viele Banken bauen aktiv auf einzelne Finanztechnologie-Dienstleistungen. Die vorliegende Arbeit macht es sich deshalb zur Aufgabe, diesen Sachverhalt methodisch zu untersuchen. Es soll erforscht werden, inwiefern Kunden mit Fintechs und deren innovativen Funktionen vertraut sind. Es stellen sich die Fragen, ob Kunden von allgemeiner Finanztechnologie Gebrauch machen und wie sie diese im Kontext des klassischen Retail-Bankings nutzen. Am Ende soll eine klare Einschätzung erfolgen. Zu Beginn folgt eine Einführung in das Thema Fintech und eine Beschreibung der methodischen Untersuchung.

2. Retailbanking und Finanztechnologie

2.1 Status Quo Retailbanking

Zu Beginn dieser Arbeit richtet sich der Blick auf den aktuellen Stand des traditionellen Retailbankings. Über ein Jahrzehnt nach Ende der Finanzkrise sind die Banken immer noch von der Niedrigzinspolitik belastet. Vor allem kleinere Banken leider unter den starken Regulierungskosten. Gleichzeitig ist der digitale Trend und die Internetaffinität im Kundenverhalten unverkennbar. Bereits vor 5 Jahren nutzten schon mehr als die Hälfte der Deutschen Onlinebanking für einfache Bankdienstleistungen (Gfk Nürnberg 2014). Selbstverständlich bieten auch kleinere und regionale Banken Onlinebanking an, doch strömen mittlerweile immer mehr kostengünstige Direktbanken in den Markt (Hientzsch und Bocken 2017, S. 3). Dabei bleibt es jedoch nicht. Das Retailbanking wird längst auch von weiteren Mitspielern beeinflusst – aufstrebende Fintechs. Während das Filialangebot bei einfachen Bankdienstleistungen, wie Überweisungen, Kontostandabfragen etc. durch das Onlinebanking zunehmend fakultativ wird, umkämpfen manche Fintechanbieter sogar die eigentliche Bankenwertschöpfungskette. Viele Fintechs bieten Kredite und Anlagenmodelle an – andere zielen auf ein eigenes App-Girokonto ab. Das traditionelle Retailbanking ist stark unter Druck, denn der digitale Trend hat längst auch die Finanzbranche fest im Griff (Hientzsch und Bocken 2017, S. 4). Um nicht noch mehr Kunden zu verlieren, ist es daher im Privatkundengeschäft nicht verwunderlich, dass Banken die eigene Strategie anpassen und verändern. Banken, wie beispielsweise die Deutsche Bank oder HVB haben darauf reagiert: so wurden massiv Standorte geschlossen, als auch bestehende Filialen mit moderneren Vertriebskonzepten umgebaut. Kosteneinsparrungen treffen auf digitale und papierlose Vertriebs- und Beratungskonzepte im Retailbanking (Hientzsch und Bocken 2017, S. 5–6). Eine Vergleichsansicht über die Veränderungen im Privatkundenangebot zeigt Abbildung 1 auf. Die entscheidenden Veränderungen in der Erreichbarkeit des Kunden zeigt sich bei der Gewichtung der Filiale. So sinkt in der (rechten Darstellung) die standortbezogene Abhängigkeit bei der Zunahme gleichberechtigter, digitaler Vertriebswege. Die vereinfachte Darstellung verzichtet auf Vollständigkeit und beschreibt nicht den flächendeckenden Ist-Zustand des Privatkundengeschäfts.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Vertriebskonzepte im Retailbanking (Hientzsch und Bocken 2017, S. 9)

Aus der ganzheitlichen Filialberatung wird ein zunehmend standortunabhängiges Privatkundengeschäft. Der Kunde kann dabei selbst entscheiden, über welche Vertriebswege er das Banking nutzen möchte. Zusätzlich bietet das zeitgenössische Retailangebot moderne Schnittstellen und umfangreiche Onlinebankingmöglichkeiten an. Den Direktbanken will man in nichts nachstehen und das eigene Angebot soll möglichst transparent sein (Hientzsch und Bocken 2017, S. 9). Viele Banken integrieren dabei sogar aktuelle Finanztechnologien und schaffen den Spagat, Nutzen aus den Konkurrenten zu ziehen. Auf dem Fintechmarkt gibt es zahlreiche Dienstleister, die mit Banken eine Partnerschaft eingehen. Das anschließende Kapitel handelt von einem dieser Unternehmen.

2.2 Anbieter „Finreach solutions“

Eine starke Allianz zu vielen Banken bietet das Berliner Fintech Finreach GmbH. Gegründet im Jahre 2014 ermöglicht es den automatisierten und vereinfachten Kontowechsel zwischen zwei Girokonten. Damit können „Banken ihren Anteil an primären Girokonten erhöhen“ (Finreach GmbH 2019b). So konnten laut Unternehmen bei über 700 Kunden mehr als 380.000 Kontowechsel und über 150.000.000 Transaktionen vollzogen werden (Finreach GmbH 2019b).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Die Finreach GmbH (Finreach GmbH 2019b)

Finreach verbindet verschiedenste Finanzinformationen und Dienstleistungen unterschiedlicher Anbieter über eine Programmierschnittstelle (API). Die Möglichkeiten und Funktionen des Fintechs sind enorm. So kann das Unternehmen beispielsweise verschiedene Konten über eine Banking-App verwalten lassen (Multi-Banking). Es kann der automatische Kontowechsel zwischen zwei Girokonten bei vollständiger Übernahme aller Kontomandate ermöglicht werden. Die Technologie erkennt verschiedene Zahlungen und clustert diese in Kategorien. Über die API können Risikobewertungen und sekundenschnelle Kontoverifikationen durchgeführt werden. Außerdem sind Vertrags- und Kreditvergleiche, Finanzanalytik, Segmentierungen, persönliche Finanzberatungen (PFM) und viele weitere Dienstleistungen im Rahmen der Schnittstellenmöglichkeit (Finreach GmbH 2019a).

Dieses Beispiel zeigt deutlich, welche innovative Kraft aus dieser Technologie hervorgeht. Die Finreach GmbH kooperiert daher mit zahlreichen Banken. Für den Nutzer ergeben sich viele Vorteile, die insbesondere in der Einfachheit und Automatisierung verankert sind. Musste man sich vor einigen Jahren noch mühevoll alle Daueraufträge oder Lastschriften händisch auf den Kontoauszügen zusammensuchen, so geschieht dies heutzutage innerhalb von Sekunden. Musste man sich in näherer Vergangenheit noch viele verschiedenen Logindaten merken, so kann man mittlerweile alle Finanzgeschäfte mit einer Anwendung kontrollieren. Die Einfachheit überzeugt die Anwender, doch vielen ist oftmals nicht bewusst, dass es sich dabei um moderne Finanztechnologien handelt. Nach diesem beispielhaften Überblick richtet sich der Fokus nun auf die methodische Untersuchung von Fintechs im Retailbanking. Hierbei soll der Gebrauch dieser Technologien aus der Kundenperspektive und mit Hilfe quantitativer Methoden evaluiert werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Nutzung allgemeiner Fintechs im Retailbanking
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V540201
ISBN (eBook)
9783346199881
ISBN (Buch)
9783346199898
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fintechs, nutzung, retailbanking
Arbeit zitieren
F. A. Käsbauer (Autor:in), 2019, Nutzung allgemeiner Fintechs im Retailbanking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540201

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