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Eine Analyse von Signaling im Konsum

Title: Eine Analyse von Signaling im Konsum

Bachelor Thesis , 2019 , 66 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Paul Gordon Hoehne (Author)

Business economics - Review of Business Studies
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Summary Excerpt Details

Menschen kaufen Produkte nicht für das, was sie tun, sondern für das, was sie ausdrücken. Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung von identitäts- und selbstbildbezogenen Motiven im Kontext eines symbolisch und eben nicht rein funktional bzw. rational geprägten Konsumverhaltens. Das Verstehen und gezielte Adressieren dieser Motive ist längst zu einem entscheidenden wirtschaftlichen Erfolgsfaktor avanciert und somit von Interesse für Wirtschaft und Forschung. Ein Konzept, welches diese Motive der Identitätsexpression bzw. Selbstbildbestätigung aufgreift und deren Auswirkungen insbesondere auf konsumbezogenes Entscheidungsverhalten berücksichtigt, ist jenes des Signalings.

Dabei beleuchtet diese Arbeit, welche Bereiche und Phänomene von Signaling im Konsum bisher erforscht sind, welche Methodiken diesen Untersuchungen zu Grunde liegen und welche Ergebnisse sie hinsichtlich der Treiber, Mechanismen und Auswirkungen von konsumbezogenem Signaling hervorbringen. Der Konsumbegriff wird hierbei als das Begehren, Erwerben sowie auch Genießen von Produkten und Dienstleistungen im Zuge einer Kaufhandlung definiert. Im Rahmen dieser Arbeit wird die Verknüpfung der Kaufhandlung mit einem wohltätigen Zweck als konform zur vorgenannten Konsumdefinition erachtet, sofern der Kerngedanke ökonomischer Tauschakte („Ware gegen Geld“) hiervon unberührt bleibt. Dies inkludiert insbesondere den Fall des anteiligen Spendens gezahlter Kaufpreise.

Diese Arbeit leistet drei Beiträge: Sie fasst die bestehende Literatur zum Thema Signaling im Konsum zusammen, systematisiert und kategorisiert die bisherigen Forschungsergebnisse und leitet theoretische wie praktische Implikationen ab.

Zunächst wird hierbei der Begriff des Signalings definiert sowie über seine verschiedenen Konzeptionierungen reflektiert. Dies bildet das terminologische wie theoretische Fundament der vorliegenden Arbeit und liefert die Grundlage ihrer Struktur. So werden Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des konsumbezogenen Signalings anschließend nach den Adressaten der jeweiligen Signaling-Entscheidungen kategorisiert und analysiert. Eine zusätzliche Untergliederung der Ergebnisse nach den Produkteigenschaften, welche für konsumrelevantes Signaling-Verhalten genutzt werden, ermöglicht dabei einen besseren Vergleich der aufgezeigten Erkenntnisse. Abschließend werden theoretische wie praktische Implikationen der Arbeit abgeleitet sowie deren Ergebnisse zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Konzeptionen von Signaling

3 Adressaten von Signaling

3.1 Konsumentscheidungen zum Signaling gegenüber dem Selbst

3.1.1 Entscheidungen über Produktkategorie und -typ

3.1.2 Markenentscheidungen

3.1.3 Preisentscheidungen

3.2 Konsumentscheidungen zum Signaling gegenüber anderen

3.2.1 Entscheidungen über Produktkategorie und -typ

3.2.2 Markenentscheidungen

3.2.3 Preisentscheidungen

4 Implikationen für Theorie und Praxis

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit analysiert das wissenschaftliche Konzept des Signalings im Kontext des Konsumverhaltens. Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, die bestehende Literatur zu systematisieren, die Treiber und Mechanismen von Signaling-Entscheidungen zu kategorisieren und daraus theoretische sowie praktische Implikationen für Marketing und Forschung abzuleiten.

  • Grundlagen des Signaling-Begriffs und dessen Einordnung in die Konsumforschung
  • Abgrenzung zwischen Selbst-Signaling und Identitäts-Signaling gegenüber anderen
  • Einfluss von Produktkategorien und -typen auf signaling-relevantes Verhalten
  • Bedeutung von Marken als Instrumente der Identitätsexpression
  • Analyse von Preisentscheidungen, insbesondere unter dem Pay-What-You-Want-Mechanismus

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Entscheidungen über Produktkategorie und -typ

Konsumgüter können bestimmten Objektkategorien (z.B. Auto, Stift, Tasche) sowie bestimmten Typen (z.B. auffällig oder unauffällig, gesund oder ungesund) zugeordnet werden. Da physische Konsumgüter den Untersuchungsgegenstand nahezu aller hier vorgestellten Studien darstellen, wird der präzisere Begriff der Produktkategorien und -typen gewählt. Kategorie und Typ grenzen Produkte voneinander ab und können daher als Eigenschaften interpretiert werden. Diese Eigenschaften sind insbesondere für das konsumbezogene Signaling relevant.

Die Entscheidung für oder gegen die Wahl eines Produkts ist von der Botschaft abhängig, welche Konsumenten anhand der Produktkategorie bzw. des Produkttyps gegenüber ihrem Selbst senden können. Ein als intelligenzanzeigend geltendes Produkt (z.B. wissenschaftliches Fachmagazin) wird häufiger von Konsumenten gewählt, welche ein beschädigtes Selbstvertrauen in ihren eigenen Intellekt haben. Ebenso haben gesunde Produkte unter jenen Konsumenten eine größere Wahlwahrscheinlichkeit, die sich bezüglich ihres gesundheitsbewussten Verhaltens unsicher sind. Dabei tritt dieser Effekt nur dann auf, wenn Konsumenten ihr Selbstvertrauen nicht bereits durch eine Alternativhandlung aufgewertet haben (Gao, Wheeler & Shiv, 2009, S. 32–34).

Neben Intelligenz und Gesundheitsbewusstsein können Produkte auch Status vermitteln und hierauf gerichtete Signaling-Bedürfnisse befriedigen. So ist die Zahlungsbereitschaft für ein statusanzeigendes Produkt (z.B. seltenes Kunstwerk) größer, wenn Konsumenten ein gemindertes Selbstbewusstsein haben und daher nach einer inneren Bestätigung ihres Selbstwerts suchen (Sivanathan & Pettit, 2010, S. 565–566).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung symbolischer Konsummotive ein und definiert Signaling als zentrales Konzept, während sie den strukturellen Aufbau und die Beiträge der Arbeit skizziert.

2 Definition und Konzeptionen von Signaling: Dieses Kapitel erarbeitet eine einheitliche Definition des Signaling-Begriffs, indem es psychologische Theorien sowie verhaltensökonomische Ansätze zum Nutzen und zur Identitätsexpression miteinander verknüpft.

3 Adressaten von Signaling: Hier werden Signaling-Phänomene in Abhängigkeit von den Adressaten – dem Selbst oder anderen – in verschiedene Kategorien wie Produktwahl, Markenentscheidung und Preissetzung unterteilt und analysiert.

4 Implikationen für Theorie und Praxis: Dieses Kapitel übersetzt die wissenschaftlichen Erkenntnisse in konkrete Empfehlungen für das strategische Marketing und identifiziert Ansätze für künftige Forschungsaktivitäten.

5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Forschungsergebnisse zusammen und betont die Relevanz der Signaling-Theorie für das Verständnis von motivbasierten Konsumentscheidungen.

Schlüsselwörter

Signaling, Konsumverhalten, Selbst-Signaling, Identitäts-Signaling, Markenentscheidung, Produktkategorie, Identitätsexpression, Zahlungsbereitschaft, Pay-What-You-Want, Selbstbild, Statussymbole, Konsumentscheidung, Fairness, Geltungskonsum, psychologische Motive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Konsumenten Produkte und Kaufentscheidungen nutzen, um bestimmte Signale an ihr eigenes Selbstbild oder an ihr soziales Umfeld zu senden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Grundlagen von Selbst- und Identitäts-Signaling, die Wirkung von Produkteigenschaften, Markenidentität und Preismechanismen (wie Pay-What-You-Want).

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die systematische Zusammenfassung und Kategorisierung bisheriger Forschungsergebnisse zum Signaling im Konsum, um ein fundiertes Verständnis über die Treiber und Auswirkungen dieses Verhaltens zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Verwendung?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien, die überwiegend durch Laborexperimente, Feldexperimente und Vignettenanalysen gewonnen wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Bereiche: Signaling gegenüber dem Selbst (Identitätsbestätigung) und Signaling gegenüber anderen (Identitätsexpression), jeweils unterteilt nach Produkten, Marken und Preisen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Fachbegriffen zählen Signaling, Identitätsexpression, Selbstkonzept, kompensatorischer Konsum sowie Pay-What-You-Want.

Warum ist das Pay-What-You-Want (PWYW) Verfahren besonders für Signaling relevant?

PWYW bietet Konsumenten maximale Freiheit bei der Preisgestaltung, wodurch die Wahl des Preises zu einem sichtbaren Indikator für das eigene Selbstbild (Fairness, Prosozialität) oder den Wunsch nach sozialer Anerkennung wird.

Wie unterscheidet sich Signaling gegenüber dem Selbst von Signaling gegenüber anderen?

Während Selbst-Signaling primär der internen Bestätigung des eigenen Selbstbilds und der Reduktion von Unsicherheit dient, ist Identitäts-Signaling darauf ausgerichtet, anderen ein bestimmtes Image zu vermitteln oder die Gruppenzugehörigkeit zu demonstrieren.

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Details

Title
Eine Analyse von Signaling im Konsum
College
LMU Munich
Grade
1,0
Author
Paul Gordon Hoehne (Author)
Publication Year
2019
Pages
66
Catalog Number
V540366
ISBN (eBook)
9783346154101
ISBN (Book)
9783346154118
Language
German
Tags
Signaling Identity-Signaling Self-Signaling Pay-What-You-Want
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Gordon Hoehne (Author), 2019, Eine Analyse von Signaling im Konsum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540366
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