Die Arbeit behandelt folgende Fragestellungen:
Planen Sie ein Seminar zu einem von Ihnen gewählten Thema und mit einer von Ihnen bestimmten Zielgruppe und wenden Sie dabei die Prinzipien bildungstheoretischer Didaktik nach Klafki an.
Planen Sie ein Seminar zu einem von ihnen gewählten Thema und mit einer von Ihnen bestimmten Zielgruppe und wenden Sie dabei die Prinzipien konstruktivistischer Didaktik nach Reich an.
Vergleichen Sie – z. B. anhand eines Volkshochschulprogramms – Seminare a.) mit einem geschlossenen Curriculum, b.) mit einem offenen Curriculum, c.) mit dem Schwerpunkt Identitätslernen, d.) mit dem Schwerpunkt Qualifikationslernen.
Skizzieren Sie methodische Konsequenzen der im zweiten Kapitel behandelten, unterscheidlichen Lernstrategien, Lernststile sowie der Emotionen.
Inhaltsverzeichnis
Einsendeaufgabe 1
Einsendeaufgabe 2
Einsendeaufgabe 3
Einsendeaufgabe 4
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit dient der Anwendung didaktischer Theorien auf konkrete Seminarplanungen und der kritischen Auseinandersetzung mit curricularen Strukturen sowie Lernpsychologie im Bereich der Erwachsenenbildung.
- Anwendung der bildungstheoretischen Didaktik nach Klafki
- Umsetzung konstruktivistischer Didaktik nach Reich
- Differenzierung zwischen offenem und geschlossenem Curriculum
- Analyse von Qualifikationslernen vs. Identitätslernen
- Berücksichtigung von Lernstrategien, Lernstilen und Emotionen in der Lehrgestaltung
Auszug aus dem Buch
Emotionen:
Emotionen sind Reaktionen auf Reize, ausgelöst durch Personen oder Ereignisse. Die emotionale Reaktion wird ausgelöst, wenn der ursächliche Reiz eine Bedeutung für die betroffene Person hat. Emotionen lassen sich durch ihre zeitliche Begrenzung, beginnend mit einem Anfangsreiz und endend durch eine Reaktion, von Stimmungen abgrenzen. (vgl. Siebert-Adzic 2016: 51) Im Gegensatz zu Wahrnehmungen, die detailreich und benennbar sind, sind Gefühle gegenstandsarm und unpräzise. Für die methodische Gestaltung von Lehrprozessen sind sie von erheblicher Bedeutung, denn „wenn beim Lernen ´Wissen in das Gehirn´ kommt, sind Emotionen daran in erheblichem Ausmaß beteiligt“(Höffer-Mehlmer 2014: 35). Lernende begegnen didaktischen Methoden mit unterschiedlichen Emotionen, die in ihrer Vielfalt kaum messbar sind. So motiviert beispielsweise die Prüfung, mit der viele Lehrgänge abschließen, den Einen, weil er sich Bestätigung erhofft, beim Anderen löst sie negative Emotionen aus, wie die Angst zu versagen. Generell ist es vorteilhaft, die Lernenden emotional zu involvieren, um ihre Aufmerksamkeit auf den Lerninhalt zu lenken, die Behaltensleistung zu steigern und innere Ressourcen zur Motivation zu mobilisieren (vgl. ebd: 35).
Zusammenfassung der Kapitel
Einsendeaufgabe 1: Diese Aufgabe erläutert eine Seminarplanung zum Thema China unter Anwendung der bildungstheoretischen Didaktik nach Klafki.
Einsendeaufgabe 2: Hier wird eine Seminarplanung zur Lean-Management-Methode 5A für ein Logistik-Center basierend auf der konstruktivistischen Didaktik nach Reich entwickelt.
Einsendeaufgabe 3: Dieses Kapitel vergleicht zwei unterschiedliche Kursformate hinsichtlich ihrer curricularen Struktur sowie ihrer Orientierung an Qualifikations- oder Identitätslernen.
Einsendeaufgabe 4: Der letzte Teil skizziert die methodischen Konsequenzen von Lernstrategien, Lernstilen und der Rolle von Emotionen in Lehr-Lern-Prozessen.
Schlüsselwörter
Bildungstheoretische Didaktik, Konstruktivistische Didaktik, Klafki, Reich, Seminarplanung, Lean-Management, 5A-Methode, Geschlossenes Curriculum, Offenes Curriculum, Qualifikationslernen, Identitätslernen, Lernstrategien, Lernstile, Emotionen, Erwachsenenbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst verschiedene Einsendeaufgaben im Rahmen eines Fernstudiums zur Erwachsenenbildung, in denen didaktische Konzepte auf reale Praxisszenarien angewendet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Seminarplanung, der curricularen Gestaltung von Lernangeboten sowie der Berücksichtigung kognitiver und emotionaler Faktoren im Lehr-Lern-Prozess.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist der Transfer theoretischer didaktischer Modelle in die praktische Anwendung, um Lehrveranstaltungen zielgruppengerecht und effektiv zu planen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es werden etablierte didaktische Modelle wie die bildungstheoretische Didaktik nach Klafki und die konstruktivistische Didaktik nach Reich auf Fallbeispiele angewandt und analysiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die konkrete Seminarplanung für interkulturelle Bildung und Lean-Management, den Vergleich verschiedener Curriculum-Modelle sowie die methodische Reflexion über Lernstile und Emotionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Didaktik, Curriculum-Gestaltung, Lernpsychologie, Erwachsenenbildung und didaktische Methodenplanung charakterisiert.
Wie unterscheidet sich Qualifikationslernen von Identitätslernen gemäß der Arbeit?
Qualifikationslernen fokussiert sich auf die Vermittlung sachlicher Wissensbestände und Kompetenzen (z.B. IT-Kurse), während Identitätslernen auf persönliche Entwicklung und Erfahrungsaustausch abzielt (z.B. Selbsthilfegruppen).
Warum ist die Berücksichtigung von Emotionen im Unterricht für den Autor wichtig?
Da Emotionen maßgeblich daran beteiligt sind, wie Wissen verarbeitet und behalten wird, ist eine emotionale Einbindung der Lernenden essenziell für den Lernerfolg.
Welche Bedeutung haben die 5A-Methoden im Workshop-Kontext?
Die 5A-Methode dient in dieser Arbeit als exemplarisches Strukturmodell für einen Workshop, um Ordnung an Arbeitsplätzen zu schaffen und nachhaltig zu sichern.
- Citation du texte
- Judith Schmitt (Auteur), 2019, Didaktik und Methodik in der Erwachsenenbildung. Planung eines Seminars, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540381