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Ziele und Perspektiven für jugendliche Geflüchtete. Implementierung und Evaluation eines kreativ-künstlerischen Workshopkonzepts für Flüchtlinge

Titre: Ziele und Perspektiven für jugendliche Geflüchtete. Implementierung und Evaluation eines kreativ-künstlerischen Workshopkonzepts für Flüchtlinge

Thèse de Master , 2018 , 94 Pages , Note: 1,6

Autor:in: Marie Mader (Auteur)

Pédagogie - Intégration
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit und das entsprechende künstlerisch intervenierende Vorgehen beziehen sich auf den kunstanalogen Coachingansatz, welcher im Masterstudiengang Kunstanaloges Coaching“ an der MSH Medical School Hamburg gelehrt wird. (Jahn, MSH) Dieser Ansatz basiert auf den Grundlagen des systemischen Coachings und bereichert diese um kunstanaloge Haltungs- und Handlungsweisen, angelehnt an die Verhaltens- und Denkweisen eines Künstlers.

Die künstlerisch-ästhetische Veränderungsarbeit geht von einer „Analogie zwischen den Erfahrungsmöglichkeiten in einem künstlerischen Prozess und den Herausforderungen eines sich ständig verändernden Alltags aus“ (Jahn& Sinapius, 2016) Der kunstanaloge Coachingansatz arbeitet dabei beispielsweise mit praktisch künstlerischen Interventionen im Rahmen von Einzel- und Teamsettings. Der theoretische Hintergrund des kunstanalogen Coachingansatzes bezieht sich unter anderem auch auf systemtheoretische, philosophische und erkenntnistheoretische Denkansätze wie etwa den Konstruktivismus oder die Theorie Jean Piagets zu kognitiven Entwicklung von Menschen. Bezugswissenschaften des kunstanalogen Ansatzes und des theoretischen Hintergrundes sind folglich vielfältig. Dazu gehören neben der Philosophie beispielsweise auch die Pädagogik und die Psychologie.

Die Wirkungszusammenhänge in der künstlerisch-angewandten Arbeit werden im kunstanalogen Ansatz oftmals in Form von ästhetischer Erfahrung erforscht. Die vorliegende Arbeit ordnet sich unter Bezugnahme auf pädagogische und psychologische Ansätze und Theorien aus den verwandten Wissenschaften in den entsprechenden Ansatz ein. Es erfolgt eine künstlerische Intervention im Rahmen der Fragestellung: „Kann eine Sensibilisierung für den Bereich der individuellen Ziele bei den
Workshopteilnehmern erreicht werden?“ Diese künstlerische Intervention zu der obigen Fragestellung wird in Form eines
Workshops durchgeführt, der sich an jugendlichen Flüchtlinge richtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Die Forschungsfrage

2.1 Die Hypothesen

2.2 Die Zielgruppe

2.3 Methoden und Materialien

2.3.1 Das Coaching-Tool „Farbkarten“

2.3.2 Graffiti

2.4 Forschungsdesign & Operationalisierung

2.4.1 Partizipative Forschung

2.4.2 Qualitative Forschung

2.4.3 Kunstbasierte Forschung

2.5 Operationalisierung der Variablen

2.6 Kontext und Motivation

2.7 Gesellschaftlicher Mehrwert

3.Theoretischer Hintergrund

3.1 Kontextuelle Einordnung

3.1.1 Wissenschaftliche Verortung

3.1.2 Zur Situation von jugendlichen Flüchtlingen in Deutschland

3.1.3 Interkulturelles Coaching

3.2 Bezugswissenschaften und thematische Verortung

3.2.1 Wissenschaftliche Einordnung

3.2.1.1 Sensibilisierung und Sensibilisierungsprozesse

3.3 Kunstanaloge Einordnung

3.3.1 Der kunstanaloge Coachingansatz

3.3.2 Farben und ihre Rolle im kunstanalogen Coachingansatz

3.3.3 Zur Bedeutung von Sprache und Sprachlichkeit im kunstanalogen Coaching

4.Durchführung&Evaluation

4.1.1 Projektbeschreibung

4.1.2 Zeitliche Übersicht

4.2Der erste Workshop

Aufbau &Ablauf

Auswertung der teilnehmenden Beobachtung

Auswertung des Feedbacks

Auswertung der Interviews

Transferergebnisse

4.3Der zweite Workshop

Aufbau des zweiten Workshops

Auswertung der teilnehmenden Beobachtung

Auswertung des Feedbacks

Auswertung der Interviews

5.Ergebnisse

5.1. Ergebnisse der formativen Evaluation des Workshops

5.2 Überprüfung der Hypothesen

5.3 Reflektionsprozesse und Profilbildung

6. Diskussion

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob durch einen kunstanalogen Workshop eine Sensibilisierung für individuelle Ziele bei geflüchteten Jugendlichen im Großraum Hamburg erreicht werden kann, wobei die kontinuierliche formative Evaluation zur Verbesserung des Workshopformats dient.

  • Kunstanaloges Coaching als Interventionsmethode für geflüchtete Jugendliche
  • Einsatz von Farbkarten zur Identifikation und Visualisierung individueller Ziele
  • Praktische Anwendung von Graffiti unter Berücksichtigung rechtlicher und sozialer Aspekte
  • Formative Evaluation durch teilnehmende Beobachtung, Interviews und Video-Feedback

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Der kunstanaloge Coachingansatz

„Wenn wir heute also vernünftige, tragfähige Entwicklungen für die Zukunft anstreben, dann braucht es die Geisteshaltung eines Künstlers“ (Jahn & Sianpius, 2015 S.16)

Kunstanaloges Coaching ist ein Coachingansatz, welcher unter anderem theoretische Grundlagen und Methoden des systemischen Coachings aufgreift und künstlerische Handlungs- und Haltungsweisen als zentrales Element von Veränderungsprozessen in den Vordergrund stellt.

Ziel des kunstanalogen Ansatzes ist unter anderem die Entwicklung einer experimentellen, ästhetisch wachen Grundhaltung bei Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen wodurch neue Denk- und Handlungsweisen entstehen können. (Jahn & Sinapius, 2015)

Die Haltungs- und Handlungsweisen eines Künstlers in seinen kreativen Schaffungsprozessen bilden hierbei eine Analogie zum Coaching.

Der kunstanaloge Ansatz schult den oder die Ausübenden im Umgang mit unbekannten Situationen, da die erwähnten Prozesse zieloffen sind und es kein im Vorhinein antizipierbares Ergebnis gibt. Vielmehr üben sich Coach und Coachee im Umgang mit dem Unbekannten und nehmen auch die Möglichkeit zu Scheitern in Kauf. (Freygarten, Strunk, 2017).

In der Praxis werden kunstanaloge Coaching-Prozesse durch die Arbeit mit künstlerischen Handlungsstrategien angereichert und miteinander in Beziehung gesetzt.

Solche Handlungsstrategien wie beispielsweise das nuancieren, kontrastieren , wiederholen, reflektieren, improvisieren, kopieren oder fragmentieren von einzelnen Elementen, Tönen, Bewegungsabläufen oder Worten je nach Kunstform können etwa im Rahmen der Klärung des Anliegens zu Beginn eines kunstanalogen Coachingprozesses oder in Form einer künstlerischen Dezentrierung auftreten (Freygarten&Strunk, 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Mangel an künstlerischen Coaching-Angeboten für geflüchtete Jugendliche und führt in das Ziel der Arbeit ein, durch ein spezielles Workshopformat Sensibilisierungsprozesse anzuregen.

2. Die Forschungsfrage: In diesem Kapitel werden die Hypothesen formuliert, die Zielgruppe definiert und das methodische Vorgehen einschließlich der eingesetzten Coaching-Tools wie Farbkarten und Graffiti erläutert.

3.Theoretischer Hintergrund: Dieser Abschnitt verortet das Thema wissenschaftlich, beleuchtet die Lebenssituation junger Geflüchteter und führt in die Grundlagen des kunstanalogen Coachings sowie die Bedeutung von Farben und Sprache ein.

4.Durchführung&Evaluation: Das Kapitel beschreibt detailliert die Vorbereitung, den Ablauf der beiden durchgeführten Workshops und die formative Evaluation des Prozesses.

5.Ergebnisse: Hier werden die Resultate der formativen Evaluation zusammengefasst, die Hypothesen anhand der erhobenen Daten überprüft und die Reflektionsprozesse der Autorin dargestellt.

6. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Gültigkeit der Ergebnisse, setzt sich mit der Übertragbarkeit auf andere Zielgruppen auseinander und hinterfragt die Rolle der verwendeten Materialien.

7. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und entwirft Perspektiven für zukünftige Workshops und die eigene professionelle Entwicklung als kunstanaloger Coach.

Schlüsselwörter

Kunstanaloges Coaching, geflüchtete Jugendliche, Sensibilisierung, Ziele, Farbkarten, Graffiti, formative Evaluation, teilnehmende Beobachtung, Coaching, Partizipative Forschung, Identitätsentwicklung, Sozialpädagogik, interkulturelles Coaching, ästhetische Erfahrung, Empowerment

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Implementierung und Wirksamkeit eines speziellen Workshops, der geflüchteten Jugendlichen helfen soll, sich ihrer individuellen Ziele und Perspektiven bewusster zu werden.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die Verbindung von kunstanalogen Coaching-Methoden mit der Lebenssituation unbegleiteter geflüchteter Jugendlicher, die Arbeit mit Farben und Graffiti sowie die formative Evaluation von Workshop-Prozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist zu erforschen, ob durch den Workshop eine Sensibilisierung für den Bereich der persönlichen Ziele bei den Teilnehmenden erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein qualitativer, partizipativer und kunstbasierter Forschungsansatz verfolgt, der unter anderem durch teilnehmende Beobachtung, narrative Interviews und Video-Feedback umgesetzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen (einschließlich Coachingtheorien), die methodische Konzeption, die detaillierte Beschreibung der Workshop-Durchführung sowie die formative Evaluation und Ergebnisanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie kunstanaloges Coaching, Sensibilisierung, geflüchtete Jugendliche, formative Evaluation, Farbkarten und Graffiti.

Wie trägt der Workshop zur Überwindung von Sprachbarrieren bei?

Durch den Einsatz von Farben, Farbkarten und Graffiti wird ein nicht-verbaler Ausdruck ermöglicht, der es den Jugendlichen erlaubt, komplexe Emotionen und Ziele jenseits sprachlicher Einschränkungen mitzuteilen.

Warum wurden für den Graffiti-Teil Schablonen verwendet?

Die Schablonen dienen dazu, den Jugendlichen trotz fehlender künstlerischer Vorkenntnisse ein schnelles und Erfolgserlebnis vermittelndes Ergebnis zu ermöglichen und sie so zum Experimentieren zu motivieren.

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Résumé des informations

Titre
Ziele und Perspektiven für jugendliche Geflüchtete. Implementierung und Evaluation eines kreativ-künstlerischen Workshopkonzepts für Flüchtlinge
Note
1,6
Auteur
Marie Mader (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
94
N° de catalogue
V540452
ISBN (ebook)
9783346167002
ISBN (Livre)
9783346167019
Langue
allemand
mots-clé
Coaching Workshop Systemisches Coaching Geflüchtete Jugendarbeit Soziale Arbeit Flüchtlinge kreativ künstlerisch kunstanalog dezentrierung Ziele Perspektiven Sensibilisierung Konzept Theorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marie Mader (Auteur), 2018, Ziele und Perspektiven für jugendliche Geflüchtete. Implementierung und Evaluation eines kreativ-künstlerischen Workshopkonzepts für Flüchtlinge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540452
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Extrait de  94  pages
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