Mit dieser Arbeit soll erörtert werden, was Duftmarketing ist und in welcher Form Duft zu Werbezwecken eingesetzt werden kann. Es wird außerdem erklärt, wie Duft als Sinnesreiz funktioniert und welche Einsatzmöglichkeiten es für Duft in der Markenkommunikation gibt. Des Weiteren wird anhand eines Beispiels aus der gängigen Praxis ermittelt, welche Wirkungseffekte ein Markenduft bei den Kunden hat und wie diese gezielt eingesetzt werden können. Ein Fazit soll die Arbeit abschließend abrunden.
Durch steigenden Wettbewerb und immer größer werdenden Konkurrenzdruck haben es Unternehmen schwer, sich von anderen Marktteilnehmern abzuheben und ihre Kunden langfristig zu binden. Aus diesem Grund ist es wichtig, in der Kommunikation von Markenbotschaften mit den richtigen Instrumenten zu arbeiten.
Hauptsächlich wenden Unternehmen klassische Marketingmaßnahmen an, wodurch jedoch nicht alle Sinne angesprochen werden. Würden sie mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen, könnten sie die Bekanntheit ihrer Marke steigern, denn durch multisensuales Marketing können Assoziationen und Erlebnisse den Kunden länger in Erinnerung bleiben.
Über die Wirkungen von Duft als Bestandteil multisensualer Markenführung ist bisher noch wenig bekannt. Noch zu selten wird Duft als Marketinginstrument eingesetzt und es herrscht noch Unsicherheit über die exakte Wirkung der Duftstoffe.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Allgemeine Begriffserläuterungen und Begriffsabgrenzung
2.1. Definition und Entwicklung von Duftmarketing
2.2. Duft als Sinnesreiz
3. Strategie, Wirkungsweise und Relevanz von Duftmarketing
3.1. Darlegung der Neuartigkeit der Strategie des Duftmarketings
3.2. Einsatzmöglichkeiten von Duft als Marketinginstrument
3.3 Beabsichtigte Wirkungseffekte beim Kunden
4. Einsatz olfaktorischer Reize in der Werbung am Beispiel des Modeunternehmens Abercrombie and Fitch
4.1. Das Marketing Konzept von Abercrombie and Fitch
4.2. Formen von Duftmarketing bei Abercrombie and Fitch
5. Fazit und kritische Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit erörtert das Konzept des Duftmarketings als Teil einer multisensualen Markenführung und untersucht, wie olfaktorische Reize gezielt in der Kommunikation eingesetzt werden können, um das Markenerlebnis zu intensivieren und die Kundenbindung zu fördern.
- Grundlagen des Duftmarketings und die Wirkungsweise von Düften als Sinnesreiz.
- Strategische Bedeutung des Duftmarketings in gesättigten Märkten.
- Einsatzmöglichkeiten von Duftstoffen als Instrument zur Markenprofilierung.
- Analyse des Duftmarketing-Konzepts von Abercrombie and Fitch.
- Herausforderungen und Risiken bei der Implementierung von Duftstrategien.
Auszug aus dem Buch
3.2. Einsatzmöglichkeiten von Duft als Marketinginstrument
Der Kunde ist durch zahlreiche Marketingmaßnahmen einer großen Menge von Informationen ausgesetzt. Häufig wird außer Acht gelassen, dass der Konsument nur eine bestimmte Aufnahmefähigkeit und Aufnahmebereitschaft hat. Die Herausforderung besteht also darin, sich von Wettbewerbern abzuheben und bei Kunden die gewünschte Wirkung zu hinterlassen ohne die Grenzen der Aufnahmefähigkeit und der Reizüberflutung zu überschreiten.
Duft gehört zu denjenigen Marketinginstrumenten, die aufgrund hohen technischen Aufwands noch nicht sehr weit verbreitet sind und deren Nutzung insgesamt noch eher gering ist. Allein mit dem Einsatz von Duft in der Kundenkommunikation unterscheidet man sich als Unternehmen also bereits von der Konkurrenz. Doch nicht allein zur Absatzförderung kann der Einsatz von Duft dienen. Oft soll ein spezieller Markenduft zur Kundenbindung beitragen und sowohl eine positive Einstellung zur Marke schaffen, als auch Vertrauen aufbauen. Der Duft soll damit ein Wiedererkennungsmerkmal sein und zum sog. Corporate Scent, dem unverwechselbaren Markenduft, werden.
Neueste technische Errungenschaften erlauben inzwischen ein großes Einsatzfeld von Duftmarketing. So können sämtliche Räume, in denen Kundenkommunikation stattfindet, mit speziellen Raumbeduftungsgeräten ausgestattet werden, bspw. Einkaufszentren oder einzelne Geschäfte. Aber auch an Orten, die vorerst mit dem eigentlichen Produkt nichts zu tun haben, können Unternehmen Raumbeduftung anwenden, wie an Flughäfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Events.
Ebenso können die Produkte mit dem Corporate Scent parfümiert werden. Diese Form von Duftmarketing wird meist in der Mode- oder Automobilbranche eingesetzt und dient der Wiedererkennung einer bestimmten Marke. Besonders Textilien, wie Autositze oder Kleidungsstücke, nehmen Gerüche schnell an und speichern sie. Auf diese Weise wird eine direkte Verbindung von Markenerlebnis und Duft geschaffen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise: Diese Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten von Unternehmen, sich in gesättigten Märkten zu behaupten, und führt Duft als innovatives Marketinginstrument zur Steigerung der Markenbekanntheit ein.
2. Allgemeine Begriffserläuterungen und Begriffsabgrenzung: Das Kapitel definiert Duftmarketing als absatzförderndes Instrument und erläutert die psychologische Wirkung von Düften auf das menschliche Gehirn sowie das Gedächtnis.
3. Strategie, Wirkungsweise und Relevanz von Duftmarketing: Hier werden die strategische Neuartigkeit, spezifische Einsatzgebiete und die beabsichtigten emotionalen Wirkungseffekte bei den Konsumenten detailliert analysiert.
4. Einsatz olfaktorischer Reize in der Werbung am Beispiel des Modeunternehmens Abercrombie and Fitch: Das Kapitel untersucht anhand des Praxisbeispiels Abercrombie and Fitch, wie multisensuales Marketing und der Einsatz eines spezifischen „Corporate Scent“ erfolgreich, aber auch kontrovers zur Markenprofilierung genutzt werden.
5. Fazit und kritische Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der das Potenzial von multisensualem Marketing hervorgehoben, aber auch auf Risiken wie Allergien und länderspezifische Präferenzen hingewiesen wird.
Schlüsselwörter
Duftmarketing, Multisensuales Marketing, Markenführung, Corporate Scent, Konsumentenverhalten, Markenbindung, Sinnesreiz, Absatzförderung, Kundenkommunikation, Wahrnehmungsschwelle, Markenidentität, Erlebnisqualität, Duftstoffe, Marketingstrategie, Emotionen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Duft als strategischem Marketinginstrument, um Marken in einem wettbewerbsintensiven Umfeld stärker von der Konkurrenz abzugrenzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die psychologische Wirkungsweise olfaktorischer Reize, die Integration von Düften in die Unternehmenskommunikation und die praktische Anwendung bei internationalen Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Duftmarketing zur emotionalen Kundenbindung beiträgt und welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche multisensuale Markenführung entscheidend sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter Fachliteratur sowie einer fallbezogenen Untersuchung des Modeunternehmens Abercrombie and Fitch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Duftmarketings, die Analyse der Wirkungseffekte auf Kunden und die detaillierte Darstellung des spezifischen Duftkonzepts der Marke Abercrombie and Fitch.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Corporate Scent, multisensuales Marketing, Markenidentität, Kundenbindung und psychologische Reizverarbeitung.
Warum ist das Beispiel Abercrombie and Fitch für die Analyse relevant?
Abercrombie and Fitch dient als Paradebeispiel für ein extrem konsequentes, multisensuales Marketingkonzept, bei dem der Duft („Fierce“) fest in die Markenidentität und das Einkaufserlebnis integriert ist.
Welche kritischen Aspekte des Duftmarketings werden in der Arbeit hervorgehoben?
Der Autor weist auf die Risiken bei der Intensitätswahl hin, da ein zu starker Duft zu Abwehrreaktionen bei Kunden führen kann, sowie auf die gesundheitliche Problematik für Allergiker.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2013, Duftmarketing. Duft als Sinnesreiz zu Werbezwecken in der Markenkommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540483