Ziel dieser Arbeit ist dem Leser die inhaltlichen Änderungen der Rechnungslegungsvorschrift IFRS 16 aufzuzeigen und vor allem einen kurzen Vergleich zwischen IAS 17 und IFRS 16 zu geben.
Die vorliegende Seminararbeit gliedert sich in vier Kapitel. Die Einleitung beinhaltet die Problemstellung und Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit. Das zweite Kapitel beinhaltet eine kurze, theoretische Grundlage über Leasing im Allgemeinen.
Die Neuregelung IFRS 16 wird im dritten Kapitel thematisiert und alle Änderungen, die sich auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasinggeber (LG) und LN beziehen, erläutert. Zudem wird auch die Klassifizierung eines Leasingverhältnisses gemäß IFRS 16 dargestellt. Das Kapitel schließt mit der kritischen Würdigung von IFRS 16 ab.
Der Abschluss der Arbeit bildet eine kurze Zusammenfassung zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen gemäß IAS 17 sowie IFRS 16.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
3 Bilanzierung der Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16
3.1 Identifizierung eines Leasingverhältnisses gemäß IFRS 16
3.2 Behandlung des Leasings beim Leasinggeber
3.3 Behandlung des Leasings beim Leasingnehmer
3.3.1 Erstansatz beim Leasingnehmer
3.3.2 Folgebewertung beim Leasingnehmer
3.3.3 Freistellung vom Ansatz und Vereinfachungen
3.3.4 Änderungen eines Leasingverhältnisses
3.3.5 Darstellung und Anhang
3.4 Kritische Würdigung des IFRS 16
4 Zusammenfassung
Anhang A: Beispiele Behandlung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer
A.1 Beispiel für eine Nichtleasingkomponente, Leasingkomponente sowie Dienstleistungsverhältnis und deren Berechnung
A.2 Beispiel Erstansatz beim LN
A.3 Beispiel Folgebewertung beim LN
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die inhaltlichen Änderungen durch die Rechnungslegungsvorschrift IFRS 16 zu analysieren und einen Vergleich zum vorangegangenen Standard IAS 17 zu ziehen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der veränderten Bilanzierung beim Leasingnehmer durch den "Right-of-Use"-Ansatz.
- Bilanzielle Auswirkungen beim Leasingnehmer
- Vergleich zwischen IAS 17 und IFRS 16
- Identifizierung und Klassifizierung von Leasingverhältnissen
- Freistellungsmöglichkeiten und Vereinfachungen
- Gestaltungsspielräume und bilanzpolitische Konsequenzen
Auszug aus dem Buch
3.1 Identifizierung eines Leasingverhältnisses gemäß IFRS 16
Zuallererst wird geprüft ob ein Vermögenswert im Anwendungsbereich der IFRS 16 liegt oder ob dieser vom Ansatz freigestellt wurde (Vgl. Anwendungsbereich und Kapitel 3.3.3).
Als Nächstes muss geprüft werden, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis beinhaltet oder nicht. Ein Leasingverhältnis „[..] berechtigt zur Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum [..]“14
Im nächsten Schritt wird geprüft, ob es sich hierbei um einen identifizierten Vermögenswert handelt und ob das Recht zur Kontrolle der Nutzung übertragen wird.
Es handelt sich um ein Leasingverhältnis gemäß IFRS 16, wenn beide dieser Kriterien bejaht werden.15 Dies wird zu dem leichteren Verständnis in Abbildung 2 dargestellt.
Ein Vermögenswert wird durch eine genaue Beschreibung oder Benennung im Vertrag identifiziert.17 Ob ein Vermögenswert explizit oder implizit spezifiziert wird, liefert der Gegenstand selbst nicht, kann jedoch analog zu IFRIC 4 interpretierbar sein. „Verträge, die u.a. Art, Anzahl bzw. Umfang des geleasten Vermögenswerts konkret bestimmen, gelten als explizit spezifiziert (z.B. Gebäudeadressen, etc.). Ein Vermögenswert kann ebenso faktisch (indem der Vermögenswert zur Nutzung bereitgestellt wird) implizit spezifiziert sein.“18 Im nächsten Schritt muss geprüft werden, ob der LG ein substanzielles Austauschrecht besitzt, d.h. dass der LG den Vermögenswert ohne Zustimmung des LNs austauschen darf, wenn durch den Austausch dem LG ein wirtschaftlicher Nutzen entsteht.19 Hiervon ausgenommen sind Reparatur und Instandhaltung des Vermögenswerts.20
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der bisherigen außerbilanziellen Behandlung von Leasingverhältnissen ein und definiert das Ziel, die Änderungen durch IFRS 16 aufzuzeigen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die allgemeine Definition von Leasing, die Vorteile sowie Nachteile aus Sicht der Unternehmen und stellt den typischen Prozess eines Leasinggeschäfts dar.
3 Bilanzierung der Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16: Der Hauptteil analysiert die neuen Regelungen zur Identifizierung, Erst- und Folgebewertung sowie die spezifischen Anforderungen an den Leasingnehmer und Leasinggeber, ergänzt um eine kritische Würdigung der neuen Gestaltungsspielräume.
4 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem Fazit über die Auswirkungen des Standards auf Unternehmenskennzahlen und stellt die wesentlichen Unterschiede zwischen IAS 17 und IFRS 16 tabellarisch gegenüber.
Schlüsselwörter
IFRS 16, IAS 17, Leasing, Bilanzierung, Leasingnehmer, Leasinggeber, Right-of-Use, Finanzierung, Aktivierung, Leasingverbindlichkeit, Nutzungsrecht, Bilanzpolitik, Operating Leasing, Finance Leasing, Standardänderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Umstellung der Leasingbilanzierung von IAS 17 auf den neuen Standard IFRS 16 und die damit verbundenen Änderungen für Leasingnehmer und Leasinggeber.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Identifizierung von Leasingverhältnissen, dem Wegfall der außerbilanziellen Darstellung beim Leasingnehmer sowie den bilanzpolitischen Gestaltungsspielräumen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die inhaltlichen Neuerungen des IFRS 16 transparent zu machen und einen direkten Vergleich zur bisherigen Praxis unter IAS 17 zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung des IFRS 16-Standards, ergänzender Interpretationen und aktueller Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Identifizierung von Leasingverträgen, der buchhalterischen Behandlung (Erst- und Folgebewertung) sowie den Ausnahmeregelungen und der kritischen Würdigung des neuen Standards.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Right-of-Use"-Ansatz, Bilanzoptimierung, Leasingverbindlichkeit, Identifizierung und Standardänderung geprägt.
Was unterscheidet den Erstansatz beim Leasingnehmer nach IFRS 16 vom alten Standard?
Nach IFRS 16 muss der Leasingnehmer für das Nutzungsrecht einen Vermögenswert aktivieren und im Gegenzug eine Leasingverbindlichkeit passivieren, während unter IAS 17 Operating Leasingverhältnisse außerbilanziell blieben.
Welche Gestaltungsspielräume werden kritisch hinterfragt?
Der Autor hinterfragt insbesondere die Möglichkeiten zur Einstufung von Verträgen als Dienstleistungsverträge sowie die Nutzung von Portfolio-Ansätzen, um die Bilanzstruktur im Sinne des Unternehmens zu beeinflussen.
- Citar trabajo
- Manuela Maurer (Autor), 2020, Leasingverhältnisse nach der Neuregelung IFRS 16, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540549