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Anglizismen in der deutschen Pressesprache am Beispiel des 'Spiegel' und der 'Bravo'

Title: Anglizismen in der deutschen Pressesprache am Beispiel des 'Spiegel' und der 'Bravo'

Term Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Jana Marquardt (Author)

German Studies - Linguistics
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1. Einleitung

Es ist eine ganz normale Erscheinung, dass eine Sprache im Laufe ihrer Entwicklung von anderen Sprachen beeinflusst wird und im Gegenzug auch selbst andere Sprachen beeinflusst. So hat das Deutsche über Jahrhunderte hinweg Wörter aus dem Lateinischen, Griechischen und Französischen übernommen und sie dem einheimischen Wortschatz in Schreibung, Aussprache und Grammatik angepasst. Während der meist in bestimmten Wellen stattfindenden Entlehnungsprozesse hat es jedoch auch immer warnende Stimmen gegeben, die einen Verfall der deutschen Sprache und Kultur befürchteten. Dies gilt vor allem auch für den gegenwärtigen Einfluss des Englischen, was sich beispielsweise an dem eigens zu diesem Sachverhalt gegründeten „Verein Deutsche Sprache“ zeigt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den stetigen Zuwachs an Anglizismen in der deutschen Sprache zu bekämpfen.

Der vermehrte Zuwachs an Anglizismen im deutschen Wortschatz ist seit Kriegsende festzustellen und hat sich seit den neunziger Jahren aufgrund der explosionsartigen Verbreitung des Internets sogar noch verstärkt. Hierbei ist zu beachten, dass dies nicht nur die Sprache bestimmter Bevölkerungsschichten betrifft, wie es bei Entlehnungen der früheren Jahrhunderte der Fall war, sondern die Sprache der gesamten Bevölkerung. Besonders einschlägige Fach- und Sachgebiete in Bezug auf die Verwendung von Anglizismen sind heute neben den Gebieten Computer, Internet und Wirtschaft solche die man der Freizeitgesellschaft zurechnen könnte wie Sport, Mode und Musik. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich gerade in der Jugendsprache, wie im Laufe der Ausführungen noch aufzuzeigen sein wird, eine ständig wachsende Anzahl von Anglizismen bzw. Scheinanglizismen finden lassen, da es gerade die Jugend ist, die sich mit diesen Themen verstärkt auseinandersetzt und von diesen Bereichen sprachlich auch angesprochen wird.
Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich deshalb neben der Analyse des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' auch mit einer Untersuchung der Jugendzeitschrift 'Bravo', um anhand dessen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Gebrauch von Anglizismen aufzeigen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einteilung der Anglizismen

3. Die Verwendung von Anglizismen in der Pressesprache am Beispiel des ‚Spiegel’

3.1 Vorbemerkungen

3.2 Der Spiegel

3.3 Zusammenfassung

4. Die Verwendung von Anglizismen in der Jugendpresse am Beispiel der ‚Bravo’

4.1 Vorbemerkungen

4.2 Die ‚Bravo’

5. Exkurs: Anglizismen in der Werbung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss englischer Begriffe auf die deutsche Pressesprache. Ziel ist es, die Verbreitung von Anglizismen in unterschiedlichen Publikationsformaten wie Nachrichtenmagazinen und Jugendzeitschriften kritisch zu analysieren und deren Auswirkungen auf die deutsche Sprache aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung und Ursachen für den Zuwachs an Anglizismen.
  • Kategorisierung verschiedener Formen von Anglizismen (Lehnwörter, Scheinanglizismen).
  • Empirische Untersuchung der Verwendung von Anglizismen im Magazin 'Der Spiegel'.
  • Vergleichende Analyse der sprachlichen Gestaltung in der Jugendzeitschrift 'Bravo'.
  • Rolle von Anglizismen in der werblichen Kommunikation.

Auszug aus dem Buch

3.2 Der ‚Spiegel’:

Der Spiegel wurde im November 1946 von britischen Presseoffizieren nach dem Vorbild des amerikanischen Nachrichtenmagazins ‚Time’ mit dem Titel ‚Diese Woche’ in Hannover gegründet. Nach nur 5 Ausgaben ging er in deutsche Hände über und erhielt seinen jetzigen Namen.

Heute ist der Spiegel eine der bekanntesten und meistgelesenen Wochenzeitschriften Deutschlands. Er bezeichnet sich selbst als „Deutschlands bedeutendstes und Europas auflagenstärkstes Nachrichten-Magazin“. Im Durchschnitt werden pro Woche annähernd 1,1 Millionen Exemplare verkauft.

Das Themenspektrum des Spiegels reicht von Politik über Wirtschaft und Medien, Wissenschaft, Medizin, Technik, Kultur und Unterhaltung bis zu Sport und Gesellschaft. Den Schwerpunkt einer jeden Ausgabe bildet eine ausführliche und gut recherchierte Titelgeschichte.

Da der Spiegel sich noch immer stilistisch und inhaltlich stark an seinem Vorbild ‚Time’ orientiert, spielt der er bei der Übernahme und Verbreitung von Anglizismen eine herausragende Rolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Einbettung von Spracheinflüssen und die zunehmende Präsenz von Anglizismen in der deutschen Sprache, insbesondere bedingt durch Globalisierung und technische Entwicklungen.

2. Einteilung der Anglizismen: Das Kapitel definiert den Begriff Anglizismus und unterscheidet zwischen verschiedenen Kategorien wie Fremdwörtern, Lehnwörtern, Scheinanglizismen und Lehnübertragungen.

3. Die Verwendung von Anglizismen in der Pressesprache am Beispiel des ‚Spiegel’: Hier wird die Rolle der Pressesprache als Multiplikator für sprachliche Veränderungen dargelegt und die Verwendung von Anglizismen im 'Spiegel' anhand konkreter Beispiele aus verschiedenen Rubriken untersucht.

3.1 Vorbemerkungen: Dieser Abschnitt erörtert, warum Zeitungen und Zeitschriften als Untersuchungsobjekte für sprachliche Entwicklungen besonders geeignet sind.

3.2 Der Spiegel: Eine detaillierte Analyse der sprachlichen Gestaltung im Magazin, inklusive einer Untersuchung der Rubrik-Titel und ausgewählter Artikel.

3.3 Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Untersuchung für das Magazin zusammengeführt, wobei vor allem die Rolle von Substantiven gegenüber Verben und Adjektiven hervorgehoben wird.

4. Die Verwendung von Anglizismen in der Jugendpresse am Beispiel der ‚Bravo’: Dieses Kapitel kontrastiert die Presse für das allgemeine Publikum mit der speziellen Sprache der Jugendpresse, die durch eine hohe Dichte an Anglizismen geprägt ist.

4.1 Vorbemerkungen: Der Abschnitt diskutiert die soziolinguistische Wahrnehmung von Anglizismen durch Jugendliche, für die diese Begriffe oft keine Fremdwörter, sondern Identitätsmerkmale darstellen.

4.2 Die ‚Bravo’: Eine Analyse der Zeitschrift zeigt, dass hier nahezu alle Rubriken und Schlagzeilen durch englische Begriffe dominiert werden.

5. Exkurs: Anglizismen in der Werbung: Dieser Teil beleuchtet, wie Unternehmen Anglizismen gezielt einsetzen, um Produkte jung und modern erscheinen zu lassen.

6. Fazit: Das Fazit wägt zwischen der notwendigen Sprachpflege und der Unausweichlichkeit sprachlicher Modernisierung durch Globalisierung ab und plädiert für einen Mittelweg.

Schlüsselwörter

Anglizismen, Sprachwandel, Pressesprache, Der Spiegel, Bravo, Jugendsprache, Scheinanglizismen, Lehnwörter, Globalisierung, Werbesprache, Sprachwissenschaft, Fremdwörter, Medien, Kommunikation, Sprachpflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der englischen Sprache auf die deutsche Pressesprache und wie moderne Medien wie Magazine und Jugendzeitschriften diesen Einfluss durch die Verwendung von Anglizismen widerspiegeln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Untersuchung umfasst die Kategorisierung von Anglizismen, die Rolle der Sprache in Nachrichtenmagazinen, die sprachliche Identität in der Jugendsprache sowie die Funktion von Anglizismen in der Werbung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Umfang und die Art der Integration englischer Begriffe in die deutsche Sprache am Beispiel des 'Spiegel' und der 'Bravo' zu analysieren und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, bei der publizierte Artikel und Rubriken der ausgewählten Medien exemplarisch untersucht und mit sprachwissenschaftlichen Theorien zur Entlehnung abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung von Anglizismen sowie eine praktische Untersuchung der Presse- und Werbesprache, wobei Unterschiede zwischen allgemeiner Presse und Jugendmedien herausgearbeitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Anglizismen, Sprachwandel, Pressesprache, Scheinanglizismen, Globalisierung und Jugendsprache.

Warum spielt das Magazin 'Der Spiegel' bei dieser Untersuchung eine zentrale Rolle?

Der 'Spiegel' gilt als eines der bedeutendsten deutschen Nachrichtenmagazine und orientiert sich stilistisch stark an internationalen Vorbildern wie der 'Time', was ihn zu einem idealen Beispiel für den Einfluss des Englischen in der seriösen Presse macht.

Welche besonderen Ergebnisse zeigt der Vergleich zwischen 'Spiegel' und 'Bravo'?

Während im 'Spiegel' Anglizismen eher funktional für spezifische Fachbereiche oder Trendbegriffe genutzt werden, zeigt die 'Bravo' eine fast flächendeckende Übernahme englischer Begriffe, die als festes Identitätsmerkmal der jugendlichen Zielgruppe dienen.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Anglizismen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen laut der Arbeit?

Die Arbeit stellt dar, dass Anglizismen für Jugendliche keinen Fremdheitscharakter besitzen, während sie in der allgemeinen Sprachgemeinschaft häufiger als bewusste oder kritisch betrachtete Fremdwörter wahrgenommen werden.

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Details

Title
Anglizismen in der deutschen Pressesprache am Beispiel des 'Spiegel' und der 'Bravo'
College
University of Münster
Course
Der Sprachgebrauch in den Medien
Grade
2,7
Author
Jana Marquardt (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V54080
ISBN (eBook)
9783638493574
ISBN (Book)
9783656492566
Language
German
Tags
Anglizismen Pressesprache Beispiel Spiegel Bravo Sprachgebrauch Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Marquardt (Author), 2005, Anglizismen in der deutschen Pressesprache am Beispiel des 'Spiegel' und der 'Bravo', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54080
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