Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung soll die Akzeptanz von Mitfahrgelegenheiten als nachhaltige Mobilitätsalternative erforscht werden. Ebenfalls werden Nutzungsgewohnheiten, Präferenzen sowie Häufigkeiten der Nutzung ermittelt und festgestellt, wie sich die Beliebtheit der Nutzung in Relation mit anderen Verkehrsalternativen darstellt. Es soll eine Demographie der Nutzer von Mitfahrgelegenheiten ermittelt werden. Ebenso soll ermittelt werden, ob geplant ist, Mitfahrgelegenheiten in der Zukunft zu nutzen und die geplante Häufigkeit der zukünftigen Nutzung.
Die Mobilität nimmt in der modernen Gesellschaft einen wichtigen Platz ein: Sie ermöglicht die Teilnahme am öffentlichen Leben und ist außerdem ein wichtiger Faktor in der Wirtschaft. Die individuelle Mobilität wird als Ausdruck von Freiheit angesehen. Durch den Klimawandel und die Verknappung der Ressourcen drängt sich immer mehr die Frage in den Vordergrund, wie die Nachfrage nach individueller Mobilität nachhaltig gestillt werden kann. Hier können zwar technologische Fortschritte, wie z.B. Elektromotoren als alternative Treibstoffe eingesetzt werden, allerdings müssen sich diese Entwicklungen erst in der breiten Maße durchsetzen. Auch die Umsetzung von politischen Maßnahmen bezüglich Gestaltung von Raum und Infrastruktur bei der Konstruktion von Städten, sodass Emissionen reduziert werden, benötigen noch Zeit und sind nicht von heute auf morgen realisierbar. Eine andere Option für ein nachhaltiges Mobilitätskonzept ist die Organisation von Mitfahrgelegenheiten. Hier können bereits bestehende Mobilitätsressourcen besser genutzt und nachhaltiger eingesetzt werden. Die Tatsache, dass das Potential der Kapazität der Autos nicht genutzt wird, wird dadurch belegt, dass durchschnittlich nur 1,1 Personen im Auto sitzen, obwohl viele Fahrzeuge mehr Personen aufnehmen könnten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hinführung an die Thematik
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2 Methodik
2.1 Forschungsleitende Fragen
2.2 Literaturrecherche
2.3 Onlinebefragung
2.4 Dokumentenanalyse
3 Theorie
3.1 Einteilung in Wissenschaftsgebiete
3.2 Wirtschaftswissenschaften
3.3 Verkehrswissenschaften
3.4 Ökologie und Nachhaltigkeit
4 Empirie
4.1 Vorgehensweise der empirischen Forschung
4.2 Empirische Ergebnisse der Verkehrswissenschaften
4.3 Empirische Ergebnisse der Wirtschaftswissenschaften
5 Schluss
5.1 Zusammenfassung
5.2 Kritische Würdigung
5.3 Ausblick
6 Quellenverzeichnis
6.1 Literaturquellen
6.2 Sekundärdatenquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Akzeptanz von Mitfahrgelegenheiten als nachhaltige Mobilitätsalternative. Hierbei wird erforscht, wie die Nutzungsgewohnheiten, Präferenzen und demografischen Profile der Nutzer aussehen und in welchem Verhältnis die Beliebtheit von Mitfahrgelegenheiten zu anderen Verkehrsmitteln steht.
- Analyse der Akzeptanz und Nutzung von Mitfahrgelegenheiten
- Einordnung in den Kontext der Sharing Economy und Nachhaltigkeit
- Empirische Untersuchung mittels Online-Verkehrsteilnehmerbefragung
- Erforschung von Motiven, Risikofeldern und Verbesserungswünschen
- Vergleichende Analyse zu anderen Mobilitätsalternativen
Auszug aus dem Buch
3.2 Wirtschaftswissenschaften
Noch spezifischer können Mitfahrgelegenheiten in das Wirtschaftsgebiet der Sharing Economy eingestuft werden In der Literatur gibt es bisher wenige Erkenntnisse über den Sachverhalt der Sharing Economy. Daraus resultieren unzureichende Informationen über die Motive der Nutzer bei der Ausübung des Sharings.9 Sharing bedeutet die Nutzung einer Ressource ohne Eigentum an dieser durch einen nicht marktbasierten Eigentumstransfer an den Nutzer.10 Im Fokus stehen die Akteure, da sie die Ressourcen wie Objekt, Zeit und Informationen bereitstellen.11 Für das Teilen kann hierbei eine monetäre Vergütung verlangt werden, welche an den Eigentümer transferiert werden muss. Sie kann allerdings auch Transaktionen ohne Geldtransfer beinhalten, Beispiel Food Sharing. Es ist auch möglich, Dinge ohne Eigentumsrecht zu teilen, Beispiel Wissen. Darüber hinaus kann der Begriff Sharing Economy verwendet werden, um gemeinsame wirtschaftliche Interessen oder Netzwerke zu kennzeichnen. 12 Somit ist die Verwendung von Sharing möglich als kommerzielle sowie nicht-kommerzielle Varianten. Gegenstand dieser Untersuchung ist die kommerzielle Betrachtung der Sharing Economy, insbesondere im Bereich der Mobilität mit einem Fahrzeug. Hierbei ist die Betrachtung der ökonomischen Motive zwischen Anbieter und Nachfrager im Vordergrund. Durch den Transfer von finanziellen Ressourcen und den damit verbundenen Aufgaben der Akteure wird eine Wertschöpfung in Form einer Dienstleistung erstellt. Ebenso ist die Sharing Economy eine Mitwirkungsökonomie, so stellt sie wichtige Aspekte des Dienstleistungsmarketings und des Beziehungsmarketings dar. 13 Kennzeichnend für das Dienstleistungsmarketing ist die Beteiligung des Nachfragers bei der Leistungserstellung. Die internen Produktionsfaktoren des Anbieters und die externen Produktionsfaktoren vom Nachfrager werden im Prozess der Leistungserstellung miteinander verknüpft.14 In der kommerziellen Nutzung sind die Akteure teilweise Anbieter und Nachfrager, deshalb müssen beide Seiten für die Leistungserstellung mitwirken. 15 Der Umsatz im Ride-Sharing, welches die Online-Mitfahrzentralen zum Bilden von Fahrgemeinschaften (z. B. BlablaCar), Online-Plattformen, die Fahrer vermitteln und Taxiunternehmen, die ihren Service über eine App anbieten (z. B. myTaxi) beinhaltet im Jahr 2015 ca. 382 Mio. Euro in Deutschland. Für das Jahr 2016 wird eine Umsatzsteigerung im Ride-Sharing Bereich von 141 Mio. Euro auf etwa 523 Mio. € geschätzt.16 Bis zum Jahr 2021 wird
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der automobilen Mobilität und deren Herausforderungen ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Akzeptanz von Mitfahrgelegenheiten zu erforschen.
2 Methodik: Hier werden die forschungsleitenden Fragen sowie die angewandten Methoden, bestehend aus Literaturrecherche, Onlinebefragung und Dokumentenanalyse, dargelegt.
3 Theorie: Das Kapitel bietet eine theoretische Einbettung in die Wirtschafts- und Verkehrswissenschaften, das Konzept der Sharing Economy sowie Nachhaltigkeit.
4 Empirie: Dieser Teil beschreibt die Durchführung der Onlinebefragung und präsentiert die gewonnenen Ergebnisse zu Nutzungsverhalten, Akzeptanz, Risikofeldern und Verbesserungspotenzialen.
5 Schluss: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, würdigt diese kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Mitfahrkonzepte.
6 Quellenverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendeten Literaturquellen und Sekundärdaten aufgelistet, die der Arbeit zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Mitfahrgelegenheiten, Nachhaltigkeit, Sharing Economy, Mobilität, Onlinebefragung, Verkehrswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Akzeptanz, Dienstleistungsmarketing, Ride-Sharing, Nachhaltige Mobilität, Nutzerverhalten, Demographie, Forschungsstudie, Mobilitätsalternative
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Mitfahrgelegenheiten als eine Form der nachhaltigen Mobilität und untersucht deren aktuelle Akzeptanz bei Verkehrsteilnehmern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf den Wirtschaftswissenschaften (insbesondere Sharing Economy), den Verkehrswissenschaften (Mobilitätsbegriff), ökologischen Aspekten sowie empirischen Nutzerdaten.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Akzeptanz von Mitfahrgelegenheiten zu ermitteln sowie Nutzungsgewohnheiten, Präferenzen und die Demografie der Nutzer zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Studie nutzt einen methodischen Mix aus Literaturrecherche, Dokumentenanalyse sowie einer quantitativen und qualitativen Onlinebefragung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Einordnung des Themas und einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der durchgeführten Onlinebefragung auswertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mitfahrgelegenheiten, Sharing Economy, Nachhaltigkeit, Mobilität und Nutzerakzeptanz geprägt.
Welche drei größten Risikofelder wurden durch die Umfrage identifiziert?
Die Teilnehmer nannten primär die Unzuverlässigkeit, die Sorge vor unbekannten oder unangenehmen Personen sowie die Abhängigkeit vom Fahrer als größte Risiken bei der Nutzung.
Welche Rolle spielt die demografische Struktur bei den monatlichen Nutzern?
Die Daten zeigen, dass die Gruppe der monatlichen Nutzer überwiegend aus weiblichen Studenten im Alter zwischen 18 und 30 Jahren besteht.
Wie bewerten die Teilnehmer die Mitfahrgelegenheit im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln?
Im Hinblick auf die Nutzungshäufigkeit und Zufriedenheit positioniert sich die Mitfahrgelegenheit im Mittelfeld, hinter Verkehrsmitteln wie der eigenen Autonutzung oder der Fortbewegung zu Fuß.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2017, Die Akzeptanz von Mitfahrgelegenheiten als nachhaltige Mobilitätsalternative, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540874