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Töchter Ägyptens - Die Geschichte der Frauen am Nil

Title: Töchter Ägyptens - Die Geschichte der Frauen am Nil

Seminar Paper , 2003 , 45 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Mag Elisabeth Bergmann (Author)

Gender Studies
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Die Arbeit mit dem Titel „Töchter Ägyptens – Die Geschichte der Frauen am Nil“ entstand 2003 als Fachbereichsarbeit aus dem Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung. Diese wissenschaftliche Arbeit hat die geschichtliche Entwicklung Ägyptens von der ägyptischen Hochkultur im Altertum bis zum modernen ägyptischen Staat, welcher verstärkt gegen die zunehmende Islamisierung der Nation ankämpft zum Thema. Dabei wird die Geschichte aus einer Perspektive erzählt, welche für gewöhnlich nicht in die Geschichtsbücher Eingang findet, aus der Perspektive der Frauen.
Die Stellung der Ägypterin in der Gesellschaft, war im Laufe der Geschichte starken Veränderungen unterworfen. So war das Ägypten der Pharaonen von einer Gleichstellung der Geschlechter geprägt. Frauen übten jene Berufe aus, denen auch ihre Männer nachgingen. In der Ehe waren sie gleichberechtigt und als „nebet per“ (Herrin des Hauses) standen sie ihren Familien vor. Auch weibliche Pharaonen hat das Reich am Nil während seiner langen Geschichte gekannt.
Mit dem verstärkten Einfluss der griechischen und römischen Kultur und des Christentums und schließlich daran anschließend der Siegeszug des Islam in Ägypten änderte sich die Stellung der Frauen in der ägyptischen Gesellschaft gravierend. Das einst strahlende und bewunderte Lichtwesen verschwand hinter einem Schleier und auch aus dem Bewusstsein der meisten Menschen. Ein wichtiger Bestandteil der pharaonischen Kultur, die Gleichberechtigung von Mann und Frau ging verloren.
Dennoch hat die Ägypterin nichts von ihrer Willensstärke und von ihrem Durchsetzungsvermögen verloren, was vor allem dann erkennbar wird, wenn sie vehement, im Rahmen der erstarkenden Frauenbewegung, ihre Rechte zurückfordert. Auch Ägypten selbst wäre nicht dasselbe ohne den selbstlosen und mutigen Einsatz der Frauen bei der Forderung nach einem selbstständigen Staat.
So macht sich die Arbeit auf die Spuren der Ägypterinnen und verfolgt chronologische die historische Entwicklung des Frauenbildes in Ägypten, beginnend mit der Stellung der Frauen im Alten Ägypten bis zum Einfluss des Christentums. Danach werden der Einfluss des Islam auf die Stellung der Frau sowie die ägyptische Frauenbewegung behandelt. Die Arbeit schließt mit der aktuellen Situation und behandelt dabei unter anderem auch die Problematik der verstärkten Rückkehr des Schleiers und der Beschneidung von Frauen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Die Frau im Alten Ägypten

3.1. Die Göttinnen Ägyptens

3.1.1 Die Göttin Isis – das Vorbild aller ägyptischen Frauen

3.2. Öffentliche Rechte und Pflichten von Frauen

3.3. Liebe und Ehe im Alten Ägypten

3.3.1 Ehe zwischen Verwandten

3.3.2 Polygamie

3.3.3 Scheidung

3.4. Die ägyptische Familie

3.4.1 „Die Herrin des Hauses“ (nebet per)

3.5 Die Ausbildung von Frauen

3.6 Die Frau im Berufsalltag

3.7 Frauen im Priesteramt

3.8 Die Rolle der Frau beim Totenkult

4. Einfluss der griechischen und römischen Kultur

4.1 Die „neue“ Ägypterin

4.1.1. Rechte in der Ehe

4.2. Der Isiskult

4.3. Der Einfluss des Christentums in Ägypten

5. Die Kopten in Ägypten

6. Der Einfluss der Araber in Ägypten

6.1 Der Islam – die neue Religion Ägyptens und ihre Auswirkungen

6.2 Zahlreiche Einschränkungen

6.3 Die Frauen von Kairo

6.4 Die Rechte der Frau in der Ehe

6.5 Der Harem

7. Frauen auf dem Land

8. Die Sklavinnen

9. Ägyptische Frauenbewegung

9.1 Die Anfänge der ägyptischen Frauenbewegung

9.2. Die Frauenbewegung als nationalistische Bewegung

9.3. Forderung nach politischer Gleichstellung

9.4 Der Schleier – Symbol für die Unterdrückung der Frauen?

9.5 Neue Gesetze zum Schutz der Frauen

9.6 Der Zerfall der Frauenbewegung

9.7 Jehan Sadat

10. Die aktuelle Situation

10.1 Die Bildung von Frauen

10.2. Die Beschäftigungssituation von Frauen

10.3 Die Beschneidung von Frauen

10.4. Die Rückkehr des Schleiers

10.5 Die Situation in der Familie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Rolle und der gesellschaftlichen Stellung der Frau in Ägypten von der Zeit des Alten Reiches bis in die Gegenwart, wobei ein besonderer Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen religiösen Einflüssen, gesellschaftlichen Strukturen und der Entwicklung des Rechtsstatus der Frau liegt.

  • Stellung der Frau im Alten Ägypten: Rechte, Ehe und Familie.
  • Religiöse und kulturelle Transformationen durch Griechentum, Christentum und Islam.
  • Die Entwicklung der ägyptischen Frauenbewegung und ihr politischer Anspruch.
  • Soziale Herausforderungen wie Bildung, Beschäftigung und die Praxis der Frauenbeschneidung.
  • Der Einfluss von politischen Akteuren und Gesetzgebungen auf den Status der Frau.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Die Göttin Isis – das Vorbild aller ägyptischen Frauen

Sie herrschte, gemeinsam mit ihrem Gatten Osiris, lange vor der Entstehung des Königtums über „Beide Länder“.

Doch Seth, der Bruder von Osiris, wollte dessen Platz einnehmen. Durch einen Trick gelang es ihm, Osiris in einen Sarg zu sperren, den er anschließend verschloss und in den Nil warf. Doch da Seth seinen Bruder für immer vernichten wollte, zerstückelte er dessen Leichnam. Isis, die sich mit Osiris Tod nicht abfinden wollte, beschloss, die einzelnen Stücke von Osiris Leichnam einzusammeln.

Schließlich fand sie alle Stücke, bis auf das Glied des Osiris, das von einem Fisch geschluckt worden war und setzte den Körper wieder zusammen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Nephthys hielt Isis schließlich Totenwache, doch so oft sie Osiris auch rief, er blieb tot. So verwandelte sie sich in ein Milanweibchen und setzte sich auf den Leichnam des Osiris. In diesem Moment öffneten sich die Pforten des Todes für sie und sie wurde in das größte Geheimnis, das der Wiedergeburt eingeweiht.

Daher gelang ihr, was keinem Gott und keiner Göttin vor ihr gelang: Sie holte Osiris wieder zurück und ließ sich von ihm befruchten. Da Osiris nun Herrscher über die Unterwelt geworden war, war es Osiris Sohn Horus, der den Thron seines Vaters übernehmen sollte. So setzte Seth alles daran Horus zu töten, doch Isis gelang es, dank ihrer magischen Kräfte, das Kind zu retten und Horus wurde der rechtmäßige Pharao. Deshalb galt Isis nun als Garantin der rechtmäßigen Thronfolge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Autorin erläutert ihre persönliche Faszination für die ägyptische Geschichte und die Diskrepanz zwischen der einstigen Gleichberechtigung der Frau und deren heutiger Situation.

2. Einleitung: Hier wird der historische Ausgangspunkt in der ägyptischen Urgeschichte und die Entwicklung von matriarchalen Strukturen zu einer eigenständigen Hochkultur skizziert.

3. Die Frau im Alten Ägypten: Dieses Kapitel behandelt die weitgehenden Rechte von Frauen, ihr soziales Leben, ihre Rollen als „Herrin des Hauses“, ihre Ausbildung und ihre Bedeutung in Religion und Priesteramt.

4. Einfluss der griechischen und römischen Kultur: Der Text analysiert den Niedergang ägyptischer Traditionen unter fremden Herrschaften und die zunehmende Entmündigung der Frau.

5. Die Kopten in Ägypten: Beleuchtung der Rolle der koptischen Gemeinschaft bei der Bewahrung altägyptischer kultureller Elemente innerhalb des christlichen Glaubens.

6. Der Einfluss der Araber in Ägypten: Dieses Kapitel beschreibt die Islamisierung und die damit verbundenen tiefgreifenden Einschränkungen für Frauen, inklusive der Einführung des Harems und restriktiver religiöser Interpretationen.

7. Frauen auf dem Land: Untersuchung der Lebenswirklichkeit von Fellachinnen, die sich durch harte Arbeit und eine andere soziale Dynamik von den Frauen der städtischen Oberschicht unterschieden.

8. Die Sklavinnen: Analyse der Rolle und des rechtlichen Status von Sklavinnen in verschiedenen ägyptischen Epochen bis zum Verbot der Sklaverei durch britische Gesetze.

9. Ägyptische Frauenbewegung: Dokumentation des Aufbruchs der Frauenbewegung im 19. und 20. Jahrhundert, ihrer Erfolge und Rückschläge im Kampf um politische Gleichstellung und Bildung.

10. Die aktuelle Situation: Zusammenfassung der gegenwärtigen Lage unter dem Einfluss des Fundamentalismus, thematisiert sind hier insbesondere die Beschneidung von Frauen, die Bildungsfrage und die Rolle der Frau in der modernen Familie.

Schlüsselwörter

Ägypten, Frauengeschichte, Gleichberechtigung, Pharaonenzeit, Islam, Koptisches Christentum, Frauenbewegung, Harem, Scharia, Ehe, Bildung, Beschneidung, Emanzipation, Feminismus, Soziale Rolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Lebensumstände und Rechtsstellung ägyptischer Frauen von der pharaonischen Zeit bis in die moderne Ära.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die sozialen und rechtlichen Freiheiten der Frau im Alten Ägypten, die Auswirkungen religiöser und kultureller Umbrüche (Christentum, Islam) sowie die Geschichte der organisierten Frauenbewegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der gesellschaftlichen Stellung und des Ansehens der Frau über Jahrtausende aufzuzeigen und zu ergründen, warum sich die Position der Frau in Ägypten so stark verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und soziologische Analyse, die auf einer breiten Literatur- und Quellenrecherche basiert, um die Lebensumstände der Frauen epochenübergreifend darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der pharaonischen Ära, den Wandel unter griechisch-römischer und arabischer Herrschaft sowie die Analyse aktueller Probleme wie Bildung, Arbeit und das Fortbestehen patriarchaler Strukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Ägypten, Frauengeschichte, Emanzipation, Islam, Scharia und Frauenbewegung beschreiben.

Welche Bedeutung hatte die Göttin Isis für das Bild der ägyptischen Frau?

Isis diente als Inbegriff der Mutterschaft, der Treue und der magischen Kraft als wichtiges Vorbild, das die ägyptische Frau in ihrer gesellschaftlichen und religiösen Bedeutung stärkte.

Wie wirkte sich die Einführung des Islam auf die Frau in Ägypten aus?

Die Einführung des Islam führte, begünstigt durch patriarchalische Strukturen, zu einer Verschlechterung der öffentlichen Stellung der Frau und einer stärkeren Begrenzung ihres Wirkungsbereichs auf Haushalt und Familie.

Warum wird die Beschneidung von Frauen in Ägypten trotz Verboten weiterhin praktiziert?

Die Praxis ist tief in der Vorstellung verankert, dass sie zur Wahrung der Keuschheit und Ehre der Frau notwendig sei, wobei eine mangelnde staatliche Durchsetzung der Verbote und ein Festhalten an konservativen Traditionen die Fortführung begünstigen.

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Details

Title
Töchter Ägyptens - Die Geschichte der Frauen am Nil
College
University of Vienna
Grade
Sehr gut
Author
Mag Elisabeth Bergmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
45
Catalog Number
V54120
ISBN (eBook)
9783638493925
ISBN (Book)
9783638782524
Language
German
Tags
Töchter Geschichte Frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag Elisabeth Bergmann (Author), 2003, Töchter Ägyptens - Die Geschichte der Frauen am Nil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54120
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