Überblick über Finanzielle und Unternehmerische Entscheidungen für die Existenzgründung


Hausarbeit, 2019

23 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung .

2. Entscheidung zur Existenzgründung

3. Geschäftsidee
3.1 Kreativitätstechniken
3.1.1 Brainstorming
3.1.2 Brainwriting und Brainwalking
3.1.3 6-3-5 Methode
3.1.4 Mindmapping
3.2 Auswahl der Geschäftsidee
3.3 Machbarkeitsstudie

4. Business Plan
4.1 Management Summary
4.2 Unternehmen
4.3 Produkte/ Dienstleistungen
4.4 Leistungserstellung
4.5 Markt & Wettbewerber
4.6 Marketing & Vertrieb
4.7 Betriebliche Organisation
4.8 Finanz-, Investitionsplanung
4.8.1 Kapitalbedarf..
4.8.2 Kapitalbeschaffung
4.9 Chancen & Risiken

5. Praxisbezug

6. Schluss

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen in Deutschland . 2

Abbildung 2: Warum möchten Sie sich selbständig machen? .. 3

Abbildung 3: Machbarkeit 6

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Scoring-Tabelle 7

1. Einleitung

Jedes Jahr aufs Neue, wagen eine Vielzahl von Menschen den Schritt in die Selbststän- digkeit und somit den Weg in eine zukünftige Unternehmensgründung. Die Motive für den Schritt in die Selbstständigkeit, sind dabei sehr unterschiedlich. Der Wunsch nach einer guten Zukunftsperspektive, nach der möglichen Selbstverwirklichung, den Weg raus aus der Arbeitslosigkeit oder auch das Hobby zum Beruf zu machen, spornt die Leute an, ihren Traum durch eine Existenzgründung zu verwirklichen. Dieser Schritt ist jedoch mit Risiken verbunden und wird den Gründer vor viele Entscheidungen und auch Fragen stellen.

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll ein Überblick über die zu treffenden Entscheidungen, als auch über die notwendigen Vorbereitungen einer Unternehmensgründung, in finanzi- eller und unternehmerischer Hinsicht geschaffen werden.

Zu Beginn dieser Hausarbeit soll aufgezeigt werden, welche Fragen sich der Gründer selbst stellen muss und welche Aufgaben somit für Ihn entstehen. Die persönliche Ent- scheidung zur Existenzgründung soll auf diesem Weg beleuchtet werden. Im nächsten Abschnitt wird darauf eingegangen, wie es zu der Entscheidung der erfolgsversprechen- den Geschäftsidee kommt. Hierzu werden unterschiedliche Kreativitätstechniken aufge- zeigt sowie der Auswahlprozess und die Umsetzbarkeit der Geschäftsideen beschrieben. Darauffolgend kommt es zu der Erstellung des Business Plans und den daraus entstehen- den Entscheidungen bei der Ausarbeitung. Der Business Plan stellt den hauptsächlichen Entscheidungsprozess aus finanzieller und unternehmerischer Sicht dar. Zuletzt soll an- hand eines Praxisbeispiels ein praktischer Bezug zur Thematik gestellt werden und auch ein Überblick über die weitere Entwicklung des Start-Ups geschaffen werden.

2. Entscheidung zur Existenzgründung

Zu Beginn des langwierigen Prozesses der Unternehmensgründung gehört es die Grund- frage zu stellen, ob man den Schritt in die Selbstständigkeit tätigen soll. Ist man ein Un- ternehmertyp, besitzt man sowohl fachliche als auch unternehmerische Grundkenntnisse, besitze ich die Bereitschaft große Verantwortung zu tragen und dies nicht nur für die eigene Person, sondern auch für die Angestellten, für das eigene Produkt, für Entschei- dungen, den Umsatz und auch für Zahlungen sowie die Zuverlässigkeit für Zahlungen? Bezogen auf die eigene Person muss auch die Arbeitseinstellung betrachtet werden. Als selbstständig arbeitende Person benötigt man die erforderliche Disziplin um seinen Ar- beitsablauf bestmöglich zu gestalten. Die hohe Qualität der Arbeit muss auch unter Druck sichergestellt sein. Der Wille, sein Unternehmen voranzutreiben, die Prozesse fortwäh- rend zu optimieren, muss im Vordergrund stehen. Der Fokus des zukünftigen Unterneh- mers sollte nicht nur auf das Eigenwohl gelegt werden, sondern auch auf die Familie. Diese ist ein wichtiger Faktor für den Gründer, denn sie gibt Kraft, stärkt den Rücken und ist der Halt für den künftigen Unternehmer. Belastungen, Stress sowie die Gefahr des Scheiterns werden nicht nur den Unternehmer selbst beschäftigen, sondern auch mit in den Familienalltag eingebracht werden. Bewältigt man diese enorme Menge an Aufgaben erfolgreich und kann dem Unternehmen beim Wachsen zusehen, steigt dadurch die Mo- tivation immer mehr an. Zu sehen was man mit eigenen Händen geschaffen hat, steigert enorm die Leistungsfähigkeit sowie die Arbeitsbereitschaft und treibt den werdenden Un- ternehmer weiter zum Erfolg.

Die nachfolgende Statistik verdeutlicht, dass in den letzten Jahren die Zahl der Unterneh- mensgründungen immer mehr abgenommen hat.

Abbildung 1: Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: IfM Bonn, Statistisches Bundesamt

Dies lässt darauf schließen, dass die Risikobereitschaft abgenommen hat. Ein geregeltes Einkommen sowie eine moderate Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung im Be- rufsleben stehen im Vordergrund.

Um sich die Entscheidung für den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern bzw. besser vorbereitet zu sein, kann man Gründerseminare und Gründertage von einer Viel- zahl von Anbietern, wie zum Beispiel bei der Industrie- und Handelskammer, besuchen und sich dort von Gründern Informationen einholen und beraten lassen. Des Weiteren gibt es eine Vielzahl von Online-Plattformen von Gründern für Gründer und auch eine durch das Bundesamt für Wirtschaft und Energie eingerichtete Plattform, das sogenannte Existenzgründungsportal.

Abbildung 2: Warum möchten Sie sich selbständig machen?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, www.existenzgruender.de

Stellt der Gründer sich zu Beginn diese Fragen und fühlt sich bereit für diese Herausfor- derungen so kann es in die nächste Phase der Existenzgründung gehen, die Findungsphase und konkrete Ausarbeitung der Geschäftsidee.

3. Geschäftsidee

Der Grundstein für eine erfolgreiche Existenzgründung wird mit der Geschäftsidee ge- legt. Sie bildet die neuartige Grundlage eines Unternehmens, dient zum Unternehmens- zweck und der Ertragserzielung und soll die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sichern (vgl. Schinnerl, S. 2, 2018).

Besteht noch keine konkrete Idee, soll jedoch der Schritt in die Selbstständigkeit gewagt werden, so können verschiedene Techniken und Methoden zur Ideenfindung eingesetzt werden.

Zuerst muss sich die Frage gestellt werden, ob etwas Neues geschaffen werden sollte oder lieber auf etwas alt Bewährtes zurückgegriffen wird und eventuell verbessert werden sollte. Weiterhin ist zu betrachten, ob es eventuell vielversprechende Marktlücken gibt. Alle suchen nach Ihr, wenige entdecken Sie und noch weniger schaffen es, diese Markt- lückenidee auch erfolgreich zu machen und nicht als Flop enden zu lassen. Daher sind Marktlücken als aufstrebender Unternehmensgründer sehr kritisch zu bewerten und aus- reichend zu analysieren (vgl. Carstensen, S. 9, 2017).

3.1 Kreativitätstechniken

Der Einsatz von Kreativitätstechniken soll dabei helfen, seine Kreativität blühen zu las- sen. Das plötzliche und spontane Finden von einer potenziellen Idee entsteht eher selten, es ist meist das Ergebnis eines langwierigen Denkprozesses. Durch den Einsatz dieser Techniken soll somit systematisch das Finden nach einer potenziellen Geschäftsidee un- terstützt und vorangetrieben werden (vgl. Schinnerl, S. 2, 2018).

Nun muss der zukünftige Gründer die Entscheidung treffen, welche der Methoden ihm am meisten zusagt und auch den größten Erfolg zur Ideenfindung einbringen wird.

3.1.1 Brainstorming

Die wohl bekannteste Weise seine Gedankengänge zu sammeln ist das Brainstorming. In der Regel findet es in der Form einer Gruppendiskussion statt, wobei den Teilnehmern die Ausgangssituation beschrieben wird und anschließend die Gedankengänge der Grup- penmitglieder aufgenommen werden. Ziel ist es, dass sich die Personen gegenseitig in- spirieren und sämtliche Ansätze ohne Diskussion und Kritik aufgenommen werden.

Das Brainstorming kennzeichnet sich nicht durch die realistische Einschätzung einer Idee, sondern das Sammeln jeder Art von Ansätzen. Die Bewertung erfolgt erst nach dem Brainstorming (vgl. Torsten, www.fuer-gruender.de, 2016).

3.1.2 Brainwriting und Brainwalking

Hierbei handelt es sich um eine Abwandlung des Brainstormings. Das Brainwriting läuft so ab, dass jeder Teilnehmer seine Gedanken und Ideen auf einem Blatt Papier nieder- schreibt und anschließend das Notizblatt zum nächsten Teilnehmer übergibt. Dieser ver- merkt ebenfalls seine Gedankengänge.

Das Brainwalking ist ähnlich dem Brainwriting, jedoch laufen die Teilnehmer hierbei im Raum herum und können Ihre Gedanken auf Flipcharts vermerken (vgl. Torsten, www.fuer-gruender.de, 2016).

3.1.3 6-3-5 Methode

Diese Methode ähnelt dem vorgestellten Brainwriting. Der Ablauf der 6-3-5 Methode lautet, dass es 6 Teilnehmer gibt und jeder ein Blatt Papier besitzt. Jeder hat in einer bestimmten Zeit (meist 3-5 Minuten) die Möglichkeit 3 Ideen zu notieren. Die 5 steht für das 5-malige anschließende Weiterreichen des Blattes an den Nachbarn. Somit können nach Fertigstellung des Prozesses 108 Ideen notiert werden. Anschließend werden die Ergebnisse im Team diskutiert, analysiert und ausgewertet (vgl. Torsten, www.fuer-gru- ender.de, 2016).

3.1.4 Mindmapping

Bei dem Mindmapping wird die komplette Fähigkeit des Gehirns ausgeschöpft. Hierbei wird auch das Prinzip der Assoziation angewendet. Es soll dabei helfen seine Gedanken frei entfalten zu können und somit die Fähigkeit des Gehirns der Kategorienbildung zu nutzen. Erstellt wird die Mindmap um das Kernthema herum. Um das mittig platzierte Kernthema werden nun sogenannte Gedankenstränge platziert und mit zusammengehöri- gen Gedanken/Aspekten durch Linien verbunden. Die Mindmap bildet somit ein Gerüst um das Kernthema und bringt Struktur hinein (vgl. Torsten, www.fuer-gruender.de, 2016).

3.2 Auswahl der Geschäftsidee

Nachdem nun festgelegt wurde, welche Methode eingesetzt wird, oder es auch zu einer Kombination der verschiedenen Techniken kommt, muss schlussendlich festgestellt wer- den können, welche der erfolgsversprechenden Gründungsideen ausgewählt wird.

Der Gründer muss nun entscheiden, zu welchen Mitteln der Befragung er greift. Zu Be- ginn sollte die Prüfung nur durch den Gründer selbst erfolgen, erst wenn er sich sicher ist, sollten andere und unabhängige Personen mit einbezogen werden (vgl. Carstensen, S. 10, 2017).

Zu der Eigenprüfung kann eine einfache Checkliste herangezogen werden.

Abbildung 3: Machbarkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Carstensen, S. 10, 2017

Nach der eigenen Überzeugung von den Ideen können nun auch unbeteiligte Personen mit einbezogen werden. Dafür kann auf das Experteninterview zurückgegriffen werden, oder das Scoringverfahren angewendet werden.

Das Experteninterview besteht aus 3 Schritten. Der Interviewvorbereitung, in der es um die Anbahnung des Interviews geht, der fachlichen Vorbereitung sowie die Erarbeitung eines Interviewleitfadens. In der Interviewdurchführung wird der Experte befragt und durch einen klassischen Dialog Informationen gewonnen. In der Interviewnachbereitung werden die Information ausgewertet, bewertet und die Informationen dokumentiert. An- schließend wird das Interview abgeschlossen und die daraus resultierenden Informationen zur Entscheidungsfindung herangezogen (vgl. Jäger, Management Basics, 2016).

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Überblick über Finanzielle und Unternehmerische Entscheidungen für die Existenzgründung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Note
2,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V541233
ISBN (eBook)
9783346159625
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Existenzgründung, Start-Up, Start Up, Kreativitätstechniken, 6 3 5 Methode, Business Plan, Chancen und Risiken, Unternehmerische Entscheidungen für die Existenzgründung
Arbeit zitieren
Janik Loges (Autor), 2019, Überblick über Finanzielle und Unternehmerische Entscheidungen für die Existenzgründung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541233

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