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Soll im Mieterland Deutschland mehr Eigentum erworben werden? Wohnungspolitische Instrumente zur Steigerung der Wohneigentumsquote

Title: Soll im Mieterland Deutschland mehr Eigentum erworben werden? Wohnungspolitische Instrumente zur Steigerung der Wohneigentumsquote

Term Paper , 2020 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Paul König (Author)

Economics - Other
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Die vorliegende Arbeit untersucht zunächst am Beispiel Berlin, ob das Wohnen im Eigentum günstiger als das Wohnen zur Miete ist. Anschließend werden verschiedene wohnungspolitische Maßnahmen, die auf eine Steigerung der Wohneigentumsquote zielen, hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht. Auf dieser Basis wird eine wohnungspolitische Maßnahme empfohlen.

Durch konsequente Mietsteigerungen, Klagen gegen den Mietspiegel und Infragestellungen der ortsüblichen Miete erzeugte das Unternehmen „Deutsche Wohnen“ bereits in den letzten Jahren viel Ärger auf Seiten der Mieter, was zu der drastischen Forderung nach Enteignung der Immobilienkonzerne führte. Der erste notwendige Schritt für einen Volksentscheid wurde bereits erreicht. Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ konnte 77.000 Unterstützungsunterschriften für einen Antrag auf Einleitung des Volksbegehrens sammeln, wobei nur 20.000 notwendig gewesen wären. Unabhängig von der Bewertung der Praxis der Immobilienunternehmen zeigt diese Diskussion deutlich die Probleme von steigenden Mieten, unzufriedenen Mietern und einem angespannten Wohnungsmarkt auf. Eine eindeutige Analyse, welche Faktoren in welchem Umfang für diese aktuelle Lage verantwortlich sind, würde den Rahmen dieser Hausarbeit überschreiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitender Gedanke zu Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt in Berlin

2 Mieten oder kaufen? Was lohnt sich mehr?

2.1 Selbstnutzerkostenrechnung für Berlin

2.2 Auswirkungen von höheren Fremdkapitalzinsen auf die Selbstnutzerkosten

3 Baukindergeld als wirksame politische Unterstützung?

4 Mögliche Maßnahmen und Anreize zum Eigentumserwerb

4.1 Verbindliche Bearbeitungsdauer für Baugenehmigungen

4.2 Eigenkapitalersatz für Geringverdiener

5 Fazit zur aktuellen Situation für Wohnungseigentümer

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand des Beispiels Berlin die ökonomische Sinnhaftigkeit von Immobilienkauf gegenüber dem Mieten und bewertet aktuelle wohnungspolitische Instrumente zur Förderung der Wohneigentumsquote. Ziel ist es, auf Basis einer Kostenanalyse Empfehlungen für eine effektive Wohnungspolitik abzuleiten, um den Eigentumserwerb für private Haushalte attraktiver zu gestalten.

  • Analyse der Selbstnutzerkosten im Vergleich zu Mietpreisen
  • Einfluss von Fremdkapitalzinsen und Zinsentwicklungen
  • Evaluation des Baukindergelds als politische Fördermaßnahme
  • Optimierung von Baugenehmigungsverfahren
  • Staatliche Garantien als Ersatz für Eigenkapital

Auszug aus dem Buch

2.1 Selbstnutzerkostenrechnung für Berlin

Jeder Kauf einer bestehenden Immobilie bzw. jeder Neubau ist mit sehr hohen Kosten verbunden. In den allermeisten Fällen nehmen Privathaushalte einen Kredit dafür auf, welchen sie jahrzehntelang abzahlen. Das Mieten einer Wohnung dagegen wirkt zunächst deutlich attraktiver. Allerdings ist das stets mit einer gewissen Abhängigkeit von dem Vermieter und möglichen Mietsteigerungen verbunden, während kein Vermögen seitens des Mieters gebildet wird.

Um klar zu bestimmen, ob ein Eigentumserwerb finanziell sinnvoller als ein Mietverhältnis ist, werden zwei zentrale Werte einander gegenübergestellt: Die durchschnittliche, monatliche Miete pro m² und die Selbstnutzerkosten, auch bekannt als Wohnnutzerkosten.

Die Selbstnutzerkosten beschreiben dabei die monatlichen Kosten, die durch das Selbstnutzen einer neugebauten, bzw. neugekauften Immobilie anfallen. Dabei werden neben dem Kaufpreis alle zusätzlichen Kosten berücksichtigt, die allgemein als Baunebenkosten verstanden werden. Zusätzlich werden hier die Opportunitätskosten für das eingesetzte Eigenkapital errechnet und durchschnittliche Wertsteigerungen berücksichtigt.

Bei der Selbstnutzungskostenrechnung werden Tilgungszahlungen des Kredites nicht mitberücksichtigt, da diese zur Vermögensbildung beitragen. Mit der Miete einer Wohnung wird jedoch kein Vermögen gebildet, sodass die Tilgung an sich nicht berücksichtigt wird. Alle durch den Kredit anfallenden Kosten wie Zinsen werden jedoch eingerechnet 6.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitender Gedanke zu Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt in Berlin: Das Kapitel führt in die aktuelle Problematik des angespannten Berliner Wohnungsmarktes ein und motiviert die Untersuchung durch die kontroversen Debatten über Enteignungsforderungen von Immobilienkonzernen.

2 Mieten oder kaufen? Was lohnt sich mehr?: Hier wird die ökonomische Basis für den Eigentumserwerb durch eine Selbstnutzerkostenrechnung erläutert und der Einfluss veränderter Zinsniveaus auf die Wirtschaftlichkeit eines Kaufs analysiert.

3 Baukindergeld als wirksame politische Unterstützung?: Dieses Kapitel untersucht die Effektivität des Baukindergelds als Instrument zur Wohneigentumsförderung und beleuchtet kritisch dessen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt.

4 Mögliche Maßnahmen und Anreize zum Eigentumserwerb: Es werden konkrete Handlungsempfehlungen diskutiert, insbesondere die Beschleunigung von Baugenehmigungsverfahren sowie staatliche Garantien als Eigenkapitalersatz zur Unterstützung von Haushalten.

5 Fazit zur aktuellen Situation für Wohnungseigentümer: Abschließend wird resümiert, dass trotz des historisch günstigen Zinsniveaus staatliche Unterstützung in Form von Strukturreformen und gezielten Finanzierungshilfen notwendig ist, um die Wohneigentumsquote nachhaltig zu steigern.

Schlüsselwörter

Wohnungspolitik, Wohneigentumsquote, Selbstnutzerkosten, Immobilienmarkt, Baukindergeld, Mieten oder Kaufen, Finanzierungskosten, Eigenkapitalersatz, Baugenehmigungsverfahren, Berlin, Immobilienwirtschaft, Eigentumserwerb, Zinsniveau, Wohneigentum, Mietsteigerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob der Erwerb von Wohneigentum im Vergleich zur Miete finanziell vorteilhaft ist und welche staatlichen Instrumente diesen Erwerb in Deutschland fördern können.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Themenfelder umfassen die Kosten-Nutzen-Analyse von Eigentum gegenüber Miete, die Auswirkungen politischer Förderungen wie das Baukindergeld und Möglichkeiten zur bürokratischen Erleichterung beim Bauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob der Eigentumserwerb trotz steigender Immobilienpreise ökonomisch sinnvoll ist und welche Maßnahmen die Politik ergreifen kann, um die in Deutschland im europäischen Vergleich geringe Wohneigentumsquote zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt die Methode der Selbstnutzerkostenrechnung (SNK), um verschiedene Szenarien für den Eigentumserwerb mathematisch zu vergleichen und die Wirksamkeit politischer Eingriffe zu quantifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Selbstnutzerkosten, die kritische Prüfung des Baukindergelds sowie die Vorstellung von Reformansätzen wie beschleunigte Genehmigungsverfahren und Eigenkapitalersatzmodelle.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wesentlichen Aspekte werden durch Begriffe wie Wohneigentumsquote, Selbstnutzerkosten, Baukindergeld, Wohnungspolitik und Eigenkapitalersatz definiert.

Wie beeinflusst das aktuelle Zinsniveau die Kalkulation in der Arbeit?

Die Arbeit betont, dass das historisch niedrige Zinsniveau derzeit ein zentraler Faktor ist, der den Eigentumserwerb trotz hoher Kaufpreise wirtschaftlich attraktiv macht, wobei ein Zinsanstieg die Kalkulation deutlich verändern würde.

Welche Rolle spielt die Bürokratie bei den untersuchten Maßnahmen?

Ein zentraler Punkt ist die Forderung nach verbindlichen Bearbeitungszeiten für Baugenehmigungen, da langwierige Prozesse und übermäßige Vorschriften den Wohnungsbau hemmen und Investitionen verteuern.

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Details

Title
Soll im Mieterland Deutschland mehr Eigentum erworben werden? Wohnungspolitische Instrumente zur Steigerung der Wohneigentumsquote
College
Protestant University of Applied Sciences Nuremberg
Grade
1,0
Author
Paul König (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V541244
ISBN (eBook)
9783346190079
ISBN (Book)
9783346190086
Language
German
Tags
deutschland eigentum instrumente mieterland soll steigerung wohneigentumsquote wohnungspolitische
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul König (Author), 2020, Soll im Mieterland Deutschland mehr Eigentum erworben werden? Wohnungspolitische Instrumente zur Steigerung der Wohneigentumsquote, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541244
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