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Mit dem Daltonunterricht zu mehr Chancengerechtigkeit? Bildungsgerechtigkeit im deutschen Schulsystem

Title: Mit dem Daltonunterricht zu mehr Chancengerechtigkeit? Bildungsgerechtigkeit im deutschen Schulsystem

Bachelor Thesis , 2019 , 48 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Sabine Oberländer (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Diese Arbeit widmet sich dem deutschen Schulsystem und der Frage, wie das Schulsystem bezüglich der Verteilung von Bildungschancen gerechter werden kann.

Das Niveau des Schulabschlusses ist für die weitere gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe der Heranwachsenden von immenser Bedeutung. Im Jahr 2017 verließen 6,3 Prozent der Schüler*innen in Deutschland die Schule ohne einen Schulabschluss. Für diese Heranwachsenden gestaltet sich der weitere berufliche Weg dadurch als schwierig. Dabei werden ihre Bildungschancen in einem hohen Maße durch die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen sie aufwachsen, bestimmt. In Studien wie PISA zeigen sich im Vergleich zu anderen Ländern einige Kritikpunkte in Bezug auf die Umsetzung von Chancengleichheit im deutschen Schulsystem. Um die Ursachen dieser Chancenungleichheit in Deutschland zu eruieren, rücken in der folgenden Untersuchung die strukturellen Bedingungen der Schule und die Unterrichtsführung in den Fokus. An deutschen Schulen ist eine zunehmende Heterogenität der Schülerschaft zu verzeichnen, die die Lehrer*innen vor große Herausforderungen stellt. Diese Heterogenität zeichnet sich durch Differenzen in der Kapitalausstattung, den häuslichen Lernanregungen, sowie in den individuellen Lernvoraussetzungen aus. Das kann zu erheblichen Unterschieden der Leistungsniveaus führen. In Bezug zur zuvor dargestellten Problematik der Chancengerechtigkeit im deutschen Schulsystem untersucht die vorliegende Arbeit die folgende Frage: Kann der Daltonunterricht zu mehr Chancengerechtigkeit im deutschen Schulsystem führen?

In Form einer Literaturarbeit soll in dem Ergebnisteil anhand passender Studien und der anschließenden Diskussion erläutert werden, inwieweit der Daltonunterricht dazu beitragen kann, die Bildungsungleichheiten in Deutschland zu vermindern. Am Ende dieser Arbeit werden im Fazit alle Erkenntnisse der Literaturarbeit zusammenfassend erläutert. Die möglichen Aussichten des deutschen Schulsystems, vor allem in Bezug auf ihre Chancenungleichheit, werden in einem Ausblick dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das deutsche Schulsystem

1. Die Struktur des deutschen Bildungssystems

2. Bildungsungleichheiten in Deutschland

III. Bildung und soziale Herkunft

1. Pierre Bourdieu – Die Reproduktion ungleicher Bildungschancen

2. Raymond Boudon – primäre und sekundäre Herkunftseffekte

IV. Methodik

V. Daltonunterricht

1. Entstehung

2. Didaktische Methoden

2.1. Individualisierung als Antwort auf die Heterogenität

2.2. Selbstgesteuertes Lernen mit Bezug zum Konstruktivismus

3. „Dalton-Schulen“ in Deutschland

4. Erfolge des Daltonunterrichts und der individuellen Förderung

VI. Ergebnisse

VII. Diskussion

VIII. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit das Konzept des Daltonunterrichts dazu beitragen kann, die im deutschen Schulsystem bestehenden Bildungsungleichheiten zu vermindern und eine größere Chancengerechtigkeit zu fördern. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie durch individualisierte Lernformen und selbstgesteuerte Unterrichtsphasen die Kopplung zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg entkoppelt werden kann.

  • Strukturen und soziale Disparitäten im deutschen Bildungssystem
  • Theoretische Grundlagen zur Bildungsungleichheit (Bourdieu & Boudon)
  • Didaktische Prinzipien des Daltonunterrichts (Freiheit, Kooperation, Selbstständigkeit)
  • Praktische Umsetzung und Erfolge des Dalton-Konzepts an ausgewählten deutschen Schulen

Auszug aus dem Buch

1. Pierre Bourdieu – Die Reproduktion ungleicher Bildungschancen

Der französische Soziologe Pierre Félix Bourdieu (1930–2002) gehört zu den einflussreichsten Soziologen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seinen Schriften befasst er sich unter anderem mit den Fragen der Mechanismen in der Entstehung von Bildungsungleichheit. Seine Kapitaltheorie (1983) beschreibt gesellschaftliche Strukturen und Verhältnisse, welche von Auseinandersetzungen zwischen dem Individuum und gesellschaftlichen Gruppen geprägt sind. Der Ursprung dieser Theorie liegt in der bildungsstatistischen Analyse der französischen Gesellschaft Anfang der 1960er Jahre (Bourdieu & Passeron 1964). Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass Kinder privilegierter Eltern eine bis zu achtzigfach höhere Chance haben eine Universität zu besuchen als Kinder von Landarbeitern (Bourdieu 1966b, S. 25).

Bourdieu unterscheidet in seiner Kapitaltheorie drei Kapitalarten. Diese sind das ökonomische, das kulturelle und das soziale Kapital, die in wechselseitiger Beziehung zueinanderstehen. Sie umfassen das gesamte Vermögen der Familie, wobei Bourdieu nicht das ökonomische, sondern das kulturelle und soziale Kapital in den Vordergrund seiner Analysen stellt (Bourdieu, 1993, S. 54).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Potenzial des Daltonunterrichts zur Förderung von Chancengerechtigkeit.

II. Das deutsche Schulsystem: Hier werden die Strukturen des deutschen Bildungswesens sowie die empirisch belegte, enge Verknüpfung von sozialer Herkunft und Schulerfolg dargestellt.

III. Bildung und soziale Herkunft: Dieses Kapitel erläutert mithilfe der Theorien von Pierre Bourdieu und Raymond Boudon die Mechanismen, durch die soziale Herkunft Bildungsentscheidungen und -erfolge maßgeblich beeinflusst.

IV. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt den methodischen Ansatz der Literaturarbeit und die Absicht, durch die Untersuchung von Studien und Schulportraits Erkenntnisse über den Daltonunterricht zu gewinnen.

V. Daltonunterricht: Es werden die Entstehung, die didaktischen Kernprinzipien und die praktische Anwendung des Dalton-Konzepts an verschiedenen deutschen Schulen detailliert beleuchtet.

VI. Ergebnisse: Die Ergebnisse aus der Literaturrecherche und den Schulberichten werden hier zusammengetragen, wobei der Fokus auf den Auswirkungen individualisierter Lehrmethoden liegt.

VII. Diskussion: Die in dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse werden kritisch im Kontext der Forschungsfrage diskutiert und der Forschungsbedarf zur Wirksamkeit des Dalton-Konzepts hervorgehoben.

VIII. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die Möglichkeiten, durch eine individuelle Unterrichtsgestaltung gerechtere Bildungschancen zu schaffen.

Schlüsselwörter

Daltonunterricht, Bildungsungleichheit, Chancengerechtigkeit, Soziale Herkunft, Individualisierung, Selbstgesteuertes Lernen, Pierre Bourdieu, Raymond Boudon, Bildungssystem, Heterogenität, Konstruktivismus, Individuelle Förderung, Schulerfolg, Bildungschancen, Schulform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der im deutschen Bildungssystem manifestierten Ungleichheit auseinander und prüft, ob reformpädagogische Ansätze wie der Daltonunterricht diese Disparitäten abmildern können.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Bildungsungleichheit durch Bourdieu und Boudon sowie die praktische Ausgestaltung des Daltonunterrichts im deutschen Kontext.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Kann der Daltonunterricht zu mehr Chancengerechtigkeit im deutschen Schulsystem führen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf der Analyse von soziologischen Theorien, aktuellen Studien und Schulportraits basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziologische Analyse des Bildungssystems, die Vorstellung der Konzepte des Daltonunterrichts und eine Übersicht über konkrete Anwendungsbeispiele an deutschen Schulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsungleichheit, Chancengerechtigkeit, Daltonunterricht, individuelle Förderung und Selbststeuerung charakterisiert.

Warum ist das "Pensum" im Daltonunterricht so wichtig?

Das Pensum ermöglicht den Schüler*innen eine flexible Zeit- und Arbeitsplanung, wodurch sie ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse berücksichtigen und so ihre Selbstständigkeit stärken können.

Welchen Einfluss haben die "sekundären Herkunftseffekte" laut Boudon auf die Schullaufbahn?

Sie führen dazu, dass Familien ihre Bildungsentscheidungen nach rationalen Überlegungen zum Erhalt ihres Status treffen, was unabhängig von der tatsächlichen schulischen Leistung oft zur Wahl anspruchsärmerer Bildungswege führt.

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Details

Title
Mit dem Daltonunterricht zu mehr Chancengerechtigkeit? Bildungsgerechtigkeit im deutschen Schulsystem
College
University of Hagen
Grade
1,8
Author
Sabine Oberländer (Author)
Publication Year
2019
Pages
48
Catalog Number
V541337
ISBN (eBook)
9783346174277
ISBN (Book)
9783346174284
Language
German
Tags
Chancengerechtigkeit Schulbildung Dalton Daltonunterricht Chancengleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Oberländer (Author), 2019, Mit dem Daltonunterricht zu mehr Chancengerechtigkeit? Bildungsgerechtigkeit im deutschen Schulsystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541337
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