Begründeter Unterrichtsentwurf zur Polysemie von Gedichten (Fach: Deutsch)


Hausarbeit, 2016

11 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1 Einleitung

2 Sachanalyse: „Gefunden" (Goethe)

3 Phasierter Unterrichtsentwurf in tabellarischer Form
3.1 Begründungen der Aufgabenstellungen und Methoden
3.1.1 Phase 1: Einstieg
3.1.2 Phase 2: Erarbeitung
3.1.3 Phase 3: Ergebnispräsentation
3.1.4 Phase 4: Ergebnissicherung
3.2 Drei Aspekte literarischen Lernens nach Spinner
3.2.1 Sprachliche Gestaltung aufmerksam wahrnehmen
3.2.2 Sich auf die Unabschließbarkeit des Sinnbildungsprozesses einlassen
3.2.3 Mit dem literarischen Gespräch vertraut werden

4 Bibliographie

5 Anhang
> 5.1 „Gefunden" Johann Wolfgang von Goethe

1 Einleitung

Im Rahmen der Studienleistung für den literaturdidaktischen Teil der Vorlesung „Fachdidaktik Deutsch"werden im Folgenden zwei Aufgaben bearbeitet.

Zunächst wird das Gedicht „Gefunden" von Johann Wolfgang von Goethe auf der Sachebenen analysiert. Auf dessen Grundlage im Folgenden ein phasierter Unterrichtsentwurf entsteht. Dieser beinhaltet mindestens drei Aspekte literarischen Lernens nach Spinner, welche neben den definierten Aufgabenstellungen und dem Zusammenhang zwischen den gewählten Methoden und formulierten Lernzielen abschließend erläutert und begründet werden.

2 Sachanalyse: „Gefunden" (Goethe)

Das Gedicht „Gefunden" verfasst von Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1813, handelt von einem Waldspaziergang des lyrischen Ichs, dass eine Blume findet, diese nach kurzer Überlegung sie abzubrechen schließlich doch ausgräbt und in seinem Garten einpflanzt. In der folgenden Analyse wird die Polysemie des Gedichts herausgearbeitet.

Das Gedicht besteht aus fünf Strophen mit jeweils vier Versen. Der vorliegende Endreim weist hauptsächlich einen Kreuzreim auf und wird durch ein jambisches Metrum mit abwechselnden Kadenzen bestimmt. Hinsichtlich sprachlicher Mittel fällt die Personifikation der Blume auf, die besonders auf zwei Lesarten des Gedichts hinweist. So kann sie zum einen als Frau und zum anderen als Pflanze betrachtet werden. Das gedichtbestimmende Wortfeld besteht somit aus Begriffen der Natur, wie beispielweise „Walde" (V. 1), „Blümchen" (V. 6), „Welken" (V. 11), „Würzlein" (V. 14), „Garten" (V. 15), „pflanzt'" (V. 17), „zweigt" (V. 19) und „blüht" (V. 20). Diese werden durch Personifizierungen vermenschlicht. Der auffälligste Beleg dafür ist das Sprechen der Blume in Vers zehn. Durch die erzeugte Polysemie, wird eine durchgehend personifizierte Lesart herbeigeführt. So erscheinen weitere Ausdrücke in einem neuen Zusammenhang, wie beispielsweise das Welken und Brechen der Blume (Vgl. 9 ff.) als Verletzung der Frau.

Diese neue Sichtweise lässt vielerlei Interpretationsmöglichkeiten zu, von denen im Folgenden zwei aufgegriffen werden, die sich besonders aus dem biografischen Hintergrund des Autors ergeben. Das Gedicht kann somit die Hingabe und Achtung zur Natur, sowie das Bemühen innerhalb einer Liebesbeziehung ausdrücken, was nun strophenweise erläutert werden soll.

Strophe eins beschreibt einerseits die Sehnsucht des lyrischen Ichs zur Natur, für dessen Erleben kein Sinn nötig ist (Vgl. V. 4) und andererseits seine Ziellosigkeit bezüglich Beziehungen und Liebe.

In Strophe zwei ergibt sich aus der naturbezogenden Lesart das Erkennen der Schönheit der Blume im Kontext der Natur und in der personifizierten Sichtweise das Bemerken einer einzigartigen Frau. Die besondere Schönheit wird aus dem Vergleich: „wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön." (V. 7 f) deutlich und zeigt sich außerdem durch das Herausstechen der Pflanze beziehungsweise Frau aus dem Schatten (Vgl. V. 5).

In den letzten drei Strophen verneint das lyrische Ich die Überlegung, die Blume zu zerstören (Vgl. Strophe 4) und entscheidet sich durch seinen Respekt vor der Schönheit der Natur dazu, sie durch das Umpflanzen zu erhalten und für sich immer zugänglich zu machen (Vgl. Strophe 5, 6). In Bezug auf eine Liebesbeziehung lässt sich interpretieren, dass es sich nicht für eine flüchtige Beziehung, sondern für das langfristige Zusammenleben mit einer Frau durch das Pflegen der Beziehung entscheidet. Demnach ist das Brechen der Pflanze (Vgl. Strophe 3), wie bereits erwähnt als physische bzw. psychische Verletzung der Frau zu verstehen, die das lyrische Ich ablehnt. Das Umpflanzen in der Nähe seines Hauses (Vgl. Strophe 4) kann so als Pflegen der Beziehung und streben nach Zusammenleben interpretiert werden. In Strophe fünf wird anschließend eine Zukunftsaussicht geliefert, die auf das „[Z]weigen" (V. 23) einer Familie an einem „[ruhigen,] stillen Ort" (V. 22) verweist.

Die analysierte Polysemie des Gedichts in Hinblick auf Naturempfinden und Liebesempfinden, eignet sich durch seine Auffälligkeit besonders für das Vermitteln dieser. Diefolgenden Kapitel stellen dazu einen Unterrichtsentwurfdar.

3 Phasierter Unterrichtsentwurf in tabellarischer Form

Die folgende tabellarische Übersicht, stellt vier Phasen des Unterrichts nach Krefts Phasenmodell dar und beinhaltet drei Aspekte literarischen Lernens nach Spinner. Inhaltliche Entscheidungen dazu und zu den Aufgaben und Methoden werden in den weiterführenden Kapiteln begründet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Begründeter Unterrichtsentwurf zur Polysemie von Gedichten (Fach: Deutsch)
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
2,0
Jahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V541384
ISBN (eBook)
9783346151223
ISBN (Buch)
9783346151230
Sprache
Deutsch
Schlagworte
begründeter, deutsch, fach, gedichten, polysemie, unterrichtsentwurf
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Begründeter Unterrichtsentwurf zur Polysemie von Gedichten (Fach: Deutsch), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541384

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