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Identitätsentwicklung in Bilderbüchern

Eine vergleichende Betrachtung von "Irgendwie anders", "Elmar" und "Das kleine Ich bin Ich"

Title: Identitätsentwicklung in Bilderbüchern

Bachelor Thesis , 2019 , 50 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Sofie Hoh (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Die vorliegende Bachelor-Thesis befasst sich mit dem Thema Identitätsentwicklung in Bilderbüchern. Analysiert werden die Bücher „Irgendwie Anders“ von Kathryn Cave und Chris Riddell, „Elmar“ geschrieben und gezeichnet von David McKee und „Das kleine Ich bin Ich“ von Mira Lobe und Susi Weigel. In der vergleichenden Betrachtung stellt sich die zentrale erkenntnisleitende Frage, inwiefern die ausgewählten Bilderbücher die Identitätsentwicklung von Kindern im Grundschulalter behandeln.

Um ein tieferes Verständnis für das Konzept Identität und die Identitätsentwicklung zu erlangen, erfolgt zunächst eine Begriffsklärung sowie eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Identitätskonzepten. Es handelt sich hierbei um eine grundlegende Darstellung der Arbeiten von Erik Homburger Erikson und George Herbert Mead. Darauf aufbauend schließt sich eine Zusammenführung dieser Erkenntnisse und eine genauere Betrachtung der Identitätsentwicklung im Grundschulalter an.

Jeder Mensch ist einzigartig. Die Einzigartigkeit einer Person gipfelt in der eigenen Identität. Identität ist das, womit wir uns bewusst oder unbewusst von anderen unterscheiden. Diese Thematik erstreckt sich vom Säuglingsalter über die Kindheit und Jugend bis hin zum Erwachsenenalter. In der Entwicklung des Kindes zählt die Identitätsentwicklung zu den entscheidenden Aufgaben. Wenn es hierbei zu Irritationen kommt, kann dies später zu Fehlentwicklungen führen und das Individuum vor Probleme stellen. Um diesen schwierigen Prozess der Identitätsentwicklung zu bewältigen, benötigt das Kind somit auch immer eine gewisse Hilfe von außen.

An dieser Stelle ist das Bilderbuch zu erwähnen, welches ein geeignetes Medium hierzu darstellen kann. Häufig ist dieses das erste literarästhetische Werk, mit dem Kleinkinder oftmals bereits im Säuglingsalter in Kontakt treten. Es eröffnet dem Kind die literarische Welt und bleibt ihm durch die Verbildlichung der Geschichte im Gedächtnis. Diverse Bilderbücher bieten über die Unterhaltung hinaus die Möglichkeit, das Kind beispielsweise in seiner sprachlichen, kognitiven und ästhetischen Entwicklung zu unterstützen. Eine Untergattung des Bilderbuchs stellt das problemorientierte Bilderbuch dar, in dem das Kind stellvertretend schwierige Themen nacherleben kann. Darunter fällt auch das Thema Identität.

Excerpt


1. Einleitung

2. Identität – Begriffliche Annäherungen und Konzepte

2.1 Der Identitätsbegriff nach George H. Mead

2.2 Die Identitätstheorie nach Erik H. Erikson

2.3 Identitätsentwicklung im Grundschulalter und Zusammenführung der Erkenntnisse

3. Bilderbücher

3.1 Zum Begriff „Bilderbuch“

3.2 Problemorientierte Bilderbücher

3.3 „Ein fünfdimensionales Modell zur Bilderbuchanalyse“ nach Michael Staiger

3.3.1 „Narrative Dimension“

3.3.2 „Verbale Dimension“

3.3.3 „Bildliche Dimension“

3.3.4 „Intermodale Dimension“

3.3.5 „Paratextuelle & materielle Dimension“

4. Darstellung und Analyse der ausgewählten Bilderbücher

4.1 Bilderbuch 1 „Irgendwie Anders“

4.2 Bilderbuch 2 „Elmar“

4.3 Bilderbuch 3 „Das kleine Ich bin Ich“

5. Beurteilung der ausgewählten Bilderbücher in Hinblick auf Identitätsentwicklung

5.1 Bilderbuch 1 „Irgendwie Anders“

5.2 Bilderbuch 2 „Elmar“

5.3 Bilderbuch 3 „Das kleine Ich bin Ich“

5.4 Zusammenfassende und vergleichende Erkenntnisse

6. Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern ausgewählte problemorientierte Bilderbücher die Identitätsentwicklung von Kindern im Grundschulalter unterstützen können, indem sie Konzepte der Identität und des Andersseins in fiktionalen Erzählungen thematisieren.

  • Analyse der Identitätskonzepte nach George H. Mead und Erik H. Erikson.
  • Einführung in die Charakteristika problemorientierter Bilderbücher.
  • Anwendung des fünfdimensionalen Analysemodells nach Michael Staiger auf drei spezifische Bilderbücher.
  • Vergleichende Untersuchung der Protagonisten in Bezug auf ihre Identitätskrisen und Lösungsstrategien.
  • Diskussion des Potenzials von Bilderbüchern als Medium zur Förderung der Selbststärkung bei Grundschulkindern.

Auszug aus dem Buch

3.2 Problemorientierte Bilderbücher

Im Gegensatz zu den in hohen Auflagen erscheinenden Bilderbüchern über die heile Kinderwelt greifen problemorientierte Bilderbücher Themen und Konflikte aus der Welt der Kinder auf und stellen diese anhand einer fiktionalen Geschichte dar. Aufgrund des Realitätsbezuges zählen sie meist zur realistischen Kinderliteratur. Teilweise werden aber auch erfahrbare Geschichten in eine phantastische Welt übertragen und die Protagonisten treten als Fabelwesen oder Tiere auf. Die fiktiven Gestalten ermöglichen es dem Kind durch die Andersartigkeit sich von der Geschichte abzugrenzen, gleichzeitig werden ihnen aber auch Möglichkeiten zur Identifikation geboten und das Kind kann die Konflikte auf die eigene Welt zurückführen. Problemorientierte Bilderbücher können dem Kind zeigen, dass es mit seinen Problemen nicht alleine ist und auch andere Menschen oder Figuren ihre Konflikte haben. Durch die Identifikation mit den handelnden Personen erlernen sie auch, sich in andere hineinzuversetzen und Mitgefühl zu entwickeln. Außerdem können Lösungen für Konflikte gefunden werden, indem das Kind die Geschichte aktiv miterlebt und nachempfindet. Im Bezug zur Umwelt kann das problemorientierte Bilderbuch zudem eine Hilfe als Eingliederung in die Gesellschaft darstellen, da es auch immer verschiedene Werte und Normen vermittelt. Exemplarisch lassen sich als Themen Tod, Andersartigkeit oder Angst nennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Identitätsentwicklung bei Kindern ein und skizziert das Ziel der Arbeit, diese anhand dreier ausgewählter Bilderbücher zu analysieren.

2. Identität – Begriffliche Annäherungen und Konzepte: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Identität durch die Theorien von George H. Mead und Erik H. Erikson sowie deren Bedeutung für das Grundschulalter.

3. Bilderbücher: Es erfolgt eine Definition des Begriffs Bilderbuch, eine Eingrenzung auf problemorientierte Werke und die Vorstellung des fünfdimensionalen Analysemodells von Michael Staiger.

4. Darstellung und Analyse der ausgewählten Bilderbücher: In diesem Kapitel werden die drei Bilderbücher „Irgendwie Anders“, „Elmar“ und „Das kleine Ich bin Ich“ einzeln mittels des Staiger-Modells analysiert.

5. Beurteilung der ausgewählten Bilderbücher in Hinblick auf Identitätsentwicklung: Die Ergebnisse der Einzelanalysen werden hier mit den theoretischen Modellen aus Kapitel 2 verknüpft und miteinander verglichen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass problemorientierte Bilderbücher ein wertvolles Medium zur Unterstützung der kindlichen Identitätsentwicklung darstellen.

Schlüsselwörter

Identitätsentwicklung, Bilderbuch, Grundschulalter, Identität, Anderssein, problemorientiertes Bilderbuch, George H. Mead, Erik H. Erikson, Michael Staiger, Selbstkonzept, Sozialisation, Rollenübernahme, Identifikation, Persönlichkeit, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identitätsentwicklung von Kindern im Grundschulalter und untersucht, welchen Beitrag problemorientierte Bilderbücher zu diesem Prozess leisten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Identität, Anderssein, soziale Eingliederung und Selbststärkung, eingebettet in entwicklungspsychologische und soziologische Theorien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, in einer vergleichenden Betrachtung herauszufinden, inwiefern drei ausgewählte Bilderbücher die Identitätsentwicklung von Grundschulkindern thematisieren und fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt zur Analyse ein fünfdimensionales Modell nach Michael Staiger (narrative, verbale, bildliche, intermodale sowie paratextuelle Dimension), um die Bilderbücher systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Identitätskonzepte (Mead/Erikson), eine methodische Einführung in die Bilderbuchanalyse und die detaillierte Untersuchung der drei spezifischen Titel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identitätsentwicklung, Identitätskonzepte, problemorientierte Bilderbücher, Anderssein und die analytische Verknüpfung von Bild und Text.

Wie genau hilft das Konzept der "Rollenübernahme" nach Mead den untersuchten Charakteren?

Die Charaktere nutzen die Rollenübernahme (z. B. durch das Spiel), um sich selbst aus der Perspektive anderer zu sehen, Verhaltensweisen zu vergleichen und so ihr eigenes Selbstbild und ihre Identität zu reflektieren.

Welche Rolle spielen die Krisen bei Erikson in der Argumentation der Autorin?

Eriksons Phasenmodell dient als theoretisches Gerüst, um die inneren Konflikte der Bilderbuchprotagonisten als notwendige Entwicklungsschritte zu deuten, die zur Ausbildung einer gesunden Persönlichkeit führen.

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Details

Title
Identitätsentwicklung in Bilderbüchern
Subtitle
Eine vergleichende Betrachtung von "Irgendwie anders", "Elmar" und "Das kleine Ich bin Ich"
College
University of Koblenz-Landau  (Germanistik)
Grade
2,7
Author
Sofie Hoh (Author)
Publication Year
2019
Pages
50
Catalog Number
V541432
ISBN (eBook)
9783346156860
ISBN (Book)
9783346156877
Language
German
Tags
betrachtung bilderbüchern eine elmar identitätsentwicklung irgendwie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sofie Hoh (Author), 2019, Identitätsentwicklung in Bilderbüchern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541432
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