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Die Thematik des Todes in der neueren Kinder- und Jugendliteratur. Zu Irina Korschunows 'Die Sache mit Christoph' und Mirjam Presslers 'Stolperschritte'

Eine Untersuchung

Title: Die Thematik des Todes in der neueren Kinder- und Jugendliteratur. Zu Irina Korschunows 'Die Sache mit Christoph'  und Mirjam Presslers 'Stolperschritte'

Term Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Marlies Eberding (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In unserer Gesellschaft wird es immer „beliebter“, das Thema Tod und besonders das Sterben zu verdrängen. Da der Umgang mit dem Tod aber eine menschliche Grunderfahrung ist und deshalb nicht verschwiegen werden darf, halte ich die Möglichkeit, die sich mit der Literatur bietet, nämlich diese Thematik immer wieder ins Bewusstsein der Leser zu rücken, für äußerst wichtig. Der Tod ist ein Teil des Lebens. Er betrifft uns alle irgendwann, ob im Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit oder durch den Verlust einer nahe stehenden Person. Doch wie gehen wir damit um? Wie kann man sich darauf vorbereiten und vor allem, wie bereiten wir unsere Kinder darauf vor?
Die Literatur kann einen Weg aufzeigen und zu dieser Thematik hinführen. Sie kann vermitteln und dem Menschen zeigen, dass er nicht allein mit seinen Gefühlen und Ängsten ist, außerdem kann die Literatur dem Leser genügend Spielraum lassen um seinen eigenen Weg für den Umgang mit dem Tod zu finden. Natürlich ist es bei Kinderund Jugendbüchern wichtig, den Leser mit seinen Gedanken und Gefühlen nicht allein zu lassen. Das Gelesene muss besprochen und mit dem alltäglichen Leben verknüpft werden. Während einiger Seminare im Bereich Kinder- und Jugendliteratur fiel mir auf, dass durchaus viele Autoren auf unterschiedlichste und interessante Weise das Thema Tod für ihre Erzählungen wählen. Ein häufiges Thema ist der Tod einer nahe stehenden Person, so auch in den beiden Jugendbüchern „Die Sache mit Christoph“ von Irina Korschunow und „Stolperschritte“ von Mirjam Pressler. Anhand dieser beiden Erzählungen möchte ich untersuchen, wie die beiden Hauptfiguren mit dem Tod in ihrem unmittelbaren Umfeld umgehen. Wie verarbeiten sie ihren Schmerz? Welche Erfahrungen machen sie mit ihrer Umwelt? Wie schaffen sie es mit diesem Schicksalsschlag weiterzuleben? Welche Trauerphasen durchleben sie? Verändern sie sich? Welche Handlungsmuster zur Bewältigung eines solchen Problems werden aufgezeigt und welche Einstellung zum Tod wird in diesen Erzählungen vermittelt? Einleitend möchte ich Informationen über die Adoleszenz und dem Erleben eines Todesfalles in dieser schwierigen Lebensphase geben. Danach werde ich kurz etwas zu den Erzählungen sagen um dann anschließend mit den Bewältigungsstrategien der Hauptfiguren und ihrem Umgang mit dem Tod in den jeweiligen Erzählungen fortzufahren. Abschließen möchte ich meine Betrachtungen mit einem Vergleich bezüglich meines
Untersuchungsschwerpunktes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Tod, ein schwieriges Thema in der Adoloeszenzphase

2.1. Begriff der Adoleszenz

2.2. Die Begegnung mit dem Tod: Ein Einschnitt in die Persönlichkeitsentwicklung?

3. „Die Sache mit Christoph“

3.1. Zur Erzählung

3.1.1. Figurenkonstellation

3.1.2. Charakterisierung der Figur Martin

3.2. Der Umgamg mit dem Tod

4. „Stolperschritte“

4.1. Zur Erzählung

4.1.1. Figurenkonstellation

4.1.2. Charakterisierung der Figur Thomas

4.2. Der Umgang mit dem Tod

5. Der Vergleich

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Umgang mit dem Tod in der modernen Kinder- und Jugendliteratur anhand der Erzählungen „Die Sache mit Christoph“ von Irina Korschunow und „Stolperschritte“ von Mirjam Pressler, um aufzuzeigen, wie Jugendliche Trauer verarbeiten und welche Bewältigungsstrategien sie entwickeln.

  • Adoleszenz als krisenanfällige Lebensphase
  • Verarbeitung von Verlust und Trauerphasen
  • Einfluss familiärer Strukturen auf die Trauerarbeit
  • Entwicklung von der Kindheit zur eigenständigen Persönlichkeit
  • Rolle der Literatur als Medium der Lebensbewältigung

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Umgang mit dem Tod

In dieser Erzählung ist der Tod auf der ersten Seite, mit der ersten Zeile präsent: „Heute haben wir Christoph begraben.“ Damit weiß der Leser sofort, worum es sich in diesem Buch handeln wird. Dies leistet der Titel zwar selbst nicht, aber der Klappentext weist ebenfalls sofort im ersten Satz darauf hin, dass Christoph tot ist. Auffallend ist ebenfalls, dass alle wesentlichen Begriffe, die ein Mensch mit diesem Thema assoziiert, auf den ersten Seiten genannt werden, z.B. „begraben, Kirche, Gräber, Altarbild, Sarg, Beerdigung, dunkle Kleider, weißes Hemd (Totenhemd), Hände gefaltet und Musik“.

Diese starken Substantive stehen für das Äußere, das der Tod mit sich bringt. Das, was man sehen kann. Das, was man jedoch nicht sehen kann, wird in diesem Buch auf subtile Weise nach und nach geschildert. Durch Ereignisse, die sich in Martins Leben nach dem Tod seines Freundes ereignen, erfährt der Leser, wie Martin versucht mit dem Schmerz und der Trauer umzugehen. Martin durchlebt noch einmal verkürzt alle Stationen seines Lebens mit Christoph. Er reflektiert dessen Verhalten, aber was viel wichtiger ist, er reflektiert auch sein eigenes Verhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit, sich in der Literatur mit dem Tod als menschlicher Grunderfahrung auseinanderzusetzen, und stellt die Forschungsfragen für die Analyse der beiden Werke.

2. Der Tod, ein schwieriges Thema in der Adoloeszenzphase: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Herausforderungen der Pubertät und warum der Tod eines nahestehenden Menschen in dieser Lebensphase als besonders schwerwiegender Einschnitt empfunden wird.

3. „Die Sache mit Christoph“: Hier werden die Erzählung, die Figurenkonstellation, die Charakterisierung der Hauptfigur Martin und sein spezifischer Umgang mit dem Tod des Freundes detailliert analysiert.

4. „Stolperschritte“: Das Kapitel widmet sich der Analyse von Mirjam Presslers Werk, wobei der Fokus auf der Figur des Thomas, seiner Behinderung und der Verarbeitung des Suizids seines Bruders liegt.

5. Der Vergleich: Hier werden die beiden Romane gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Trauerbewältigung und der Entwicklung der Protagonisten herauszuarbeiten.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Protagonisten durch die Auseinandersetzung mit dem Tod ihre Kindheit hinter sich lassen und zu gereiften Persönlichkeiten heranwachsen.

Schlüsselwörter

Adoleszenz, Trauerarbeit, Kinder- und Jugendliteratur, Tod, Bewältigungsstrategien, Suizid, Irina Korschunow, Mirjam Pressler, Identitätsbildung, Pubertät, familiäre Bindungen, Verlust, Persönlichkeitsentwicklung, Lebensbewältigung, Adoleszenzroman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Jugendliche in der Literatur den Tod eines nahestehenden Menschen verarbeiten und welche Rolle dabei individuelle Reifungsprozesse spielen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Schwerpunkte liegen auf den Themen Pubertät, Tod, Trauerbewältigung, familiäre Konflikte und die Entwicklung von der Kindheit zum Erwachsenenalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, welche Handlungsmuster Jugendliche zur Bewältigung von Schicksalsschlägen entwickeln und wie sich der Tod auf ihre Identitätsbildung auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die die beiden Erzählungen anhand von Figurenkonzeption und Trauerverlauf untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Martin aus „Die Sache mit Christoph“ und Thomas aus „Stolperschritte“ in Bezug auf ihre Trauerphasen, familiären Rahmenbedingungen und ihre persönliche Entwicklung verglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Adoleszenz, Trauerarbeit, Identitätsbildung und die spezifischen Autoren Korschunow und Pressler.

Warum spielt die familiäre Situation eine so große Rolle in der Analyse?

Die familiäre Stabilität fungiert als notwendige Basis für die Trauerarbeit; gestörte Beziehungen, wie bei der Familie Sieber, können die Verarbeitung des Todes massiv erschweren.

Was unterscheidet Martins Trauer von der des Thomas?

Während Martin eine stabile Basis durch seine Eltern hat, fühlt sich Thomas in seiner Familie isoliert und trägt die zusätzliche Last der Mitschuld am Tod seines Bruders.

Welche Bedeutung hat der „Stuhl“ als Symbol in „Stolperschritte“?

Der Stuhl fungiert als Symbol für den verstorbenen Frieder; die Ablösung von diesem Symbol markiert für Thomas den ersten entscheidenden Schritt zur Akzeptanz des Verlustes.

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Details

Title
Die Thematik des Todes in der neueren Kinder- und Jugendliteratur. Zu Irina Korschunows 'Die Sache mit Christoph' und Mirjam Presslers 'Stolperschritte'
Subtitle
Eine Untersuchung
College
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Course
Adoleszenzromane der neueren KJL
Grade
2.0
Author
Marlies Eberding (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V54148
ISBN (eBook)
9783638494144
ISBN (Book)
9783656796404
Language
German
Tags
Eine Untersuchung Thematik Todes Kinder- Jugendliteratur Erzählungen Sache Christoph Irina Korschunow Stolperschritte Mirjam Pressler Adoleszenzromane
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlies Eberding (Author), 2006, Die Thematik des Todes in der neueren Kinder- und Jugendliteratur. Zu Irina Korschunows 'Die Sache mit Christoph' und Mirjam Presslers 'Stolperschritte', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54148
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