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Die Bedeutung der Pflegediagnosen für die Emanzipation der Pflege von der Medizin

Title: Die Bedeutung der Pflegediagnosen für die Emanzipation der Pflege von der Medizin

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melanie Vollmer (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Frage, inwieweit die Pflegediagnosen zur Emanzipation der Pflege von der Medizin beigetragen haben bzw. weiterhin beitragen können, wobei in erster Linie die NANDA-Diagnosen thematisiert werden. Es werden die Umstände beschrieben, die zum medizinisch-pflegerischen Konflikt geführt haben, sowie die historischen Hintergründe, aus welchen die Pflegediagnosen entstanden sind. Die Problematik des Geschlechterkonfliktes zwischen Männern und Frauen soll hierbei zum besseren Verständnis der vorherrschenden gesellschaftlichen Situation zwar Erwähnung finden, jedoch im Zusammenhang mit dem eigentlichen Gegenstand dieser Arbeit nicht näher thematisiert werden. Neben der Definition des Begriffs „Pflegediagnose“ werden zudem kontroverse Meinungen bezüglich der Begriffswahl „Diagnose“ für die Pflegeklassifikation dargestellt. Außerdem erfolgt ein Vergleich medizinischer und pflegerischer Diagnosen, wobei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden. Im Anschluss daran wird die Bedeutung der Pflegediagnosen für die Professionalisierung der Pflege als eigenständiger Disziplin dargestellt. Die zusammengetragenen Erkenntnisse über die Pflegediagnosen werden abschließend noch einmal betrachtet und im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Emanzipation der Pflege von der Medizin zusammenfassend bewertet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die gesellschaftliche Unterordnung der Pflege gegenüber der Medizin

3. Begriffsdefinition „Pflegediagnose“

4. Entstehung der Pflegediagnosen

4.1 Historische Hintergründe

4.2 Chronologische Entwicklung

5. Kontroversen bezüglich der Wahl des Begriffs „Diagnose“ für die Pflegeklassifikation

6. Medizinische und pflegerische Diagnosen im Vergleich

6.1 Charakteristik medizinischer Diagnosen

6.2 Charakteristik pflegerischer Diagnosen

6.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten

7. Pflegediagnosen als Professionalisierungsinstrument

8. Zusammenfassung / Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Pflegediagnosen zur Emanzipation der Pflege von der Medizin beigetragen haben und weiterhin beitragen können, indem sie die historische Entwicklung, theoretische Fundierung und Abgrenzung gegenüber medizinischen Diagnosen analysiert.

  • Historische Entwicklung der Pflege als eigenständige Disziplin
  • Strukturelle Analyse und Definition von Pflegediagnosen
  • Vergleichende Untersuchung zwischen medizinischer und pflegerischer Diagnostik
  • Diskurs über die Verwendung des Begriffs „Diagnose“ in der Pflege
  • Bedeutung der Pflegediagnosen für die Professionalisierung

Auszug aus dem Buch

6.1 Charakteristik medizinischer Diagnosen

Eine medizinische Diagnose bezeichnet ein aus mehreren verschiedenen Symptomen bestehendes Krankheitsbild. Sie setzt sich zusammen aus:

1. Topographie

2. Ätiologie

3. ggf. Zusatzinformation

Der topographische Bestandteil einer medizinischen Diagnose gibt Auskunft über die anatomische Lokalisation der bezeichneten Krankheit.

Die ätiologische Komponente beschreibt mögliche Ursachen für die Entstehung der Erkrankung (z. B. Virusinfektion).

Eine mögliche Zusatzinformation kann beispielsweise den Verlauf einer Erkrankung (akut, chronisch, chronisch-rezidivierend) oder das Ausmaß einer Funktionseinschränkung beschreiben. Derartige Zusätze sind aber nicht regulärer Bestandteil einer medizinischen Diagnose.

(vgl. Ulmer in: Höhmann, 1995: S. 46)

Medizinische Diagnosen sind innerhalb eines Klassifikationssystems (ICD) gelistet. Die ICD enthält zur Zeit 1040 Kategorien und stellt den offiziellen Schlüssel für Morbiditäts- und Mortalitätsstatistiken dar. Ihre regelmäßige Überarbeitung wird durch die WHO finanziert (vgl. Gordon / Bartholomeyczik, 2001: S. 74).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den historischen Kampf der Pflege um Eigenständigkeit gegenüber der Medizin und führt in die Relevanz der Pflegediagnosen als Werkzeug zur Professionalisierung ein.

2. Die gesellschaftliche Unterordnung der Pflege gegenüber der Medizin: Dieses Kapitel analysiert die historisch gewachsene, geschlechterbezogene Unterordnung der Pflege und deren Status als vermeintlicher Hilfsberuf der Medizin.

3. Begriffsdefinition „Pflegediagnose“: Hier wird der theoretische Pluralismus der Pflege thematisiert und die maßgebliche Definition der NANDA zur Bestimmung pflegerelevanter Phänomene vorgestellt.

4. Entstehung der Pflegediagnosen: Das Kapitel zeichnet die historische Herleitung von Florence Nightingale bis hin zur Entwicklung internationaler Klassifikationssysteme und Taxonomien nach.

5. Kontroversen bezüglich der Wahl des Begriffs „Diagnose“ für die Pflegeklassifikation: Hier werden die fachlichen Proteste gegen die Verwendung des Begriffs „Diagnose“ durch die Ärzteschaft sowie Gegenargumente und Bedenken innerhalb der Pflegewissenschaft erörtert.

6. Medizinische und pflegerische Diagnosen im Vergleich: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Charakteristika, Ziele und Anwendungsgebiete, wobei die spezifische Logik der Pflegediagnostik (PÄS-Schema) verdeutlicht wird.

7. Pflegediagnosen als Professionalisierungsinstrument: Dieses Kapitel erörtert, wie Pflegediagnosen durch eine einheitliche Sprache und die Objektivierung pflegerischen Handelns zur Steigerung der fachlichen Autonomie beitragen.

8. Zusammenfassung / Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Pflegediagnosen ein zentrales Instrument zur Emanzipation darstellen, wenngleich eine vollständige rechtliche Gleichstellung noch aussteht.

Schlüsselwörter

Pflegediagnose, Emanzipation, Medizin, Professionalisierung, Pflegeprozess, NANDA, Klassifikation, Autonomie, Pflegeforschung, Medizingeschichte, Gesundheitswesen, Interdisziplinarität, PÄS-Schema, Pflegewissenschaft, Diagnostik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Pflegediagnosen als fachsprachliches Instrument dazu beitragen, den Pflegeberuf aus der historisch bedingten Unterordnung unter die Medizin zu befreien und eine eigene berufliche Identität zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Pflege, die theoretische Definition und Klassifikation von Pflegediagnosen sowie der fachliche Vergleich zwischen medizinischen und pflegerischen Handlungsansätzen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, inwieweit Pflegediagnosen zur Emanzipation der Pflege von der Medizin beigetragen haben bzw. beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen, fachwissenschaftliche Diskurse und historische Entwicklungen zusammenführt und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Begriffsdefinition, die Entstehungsgeschichte, den Vergleich der Diagnosesysteme sowie eine tiefgehende Diskussion über die Professionalisierungschancen und -kritik durch die Einführung von Pflegediagnosen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Pflegediagnose, Professionalisierung, Emanzipation, Autonomie, NANDA und die fachliche Abgrenzung zur Medizin.

Was genau ist das „PÄS-Schema“?

Das PÄS-Schema beschreibt die drei Komponenten einer Pflegediagnose: (P) für das gesundheitliche Problem, (Ä) für die ätiologischen Faktoren und (S) für die definierenden Merkmale, bestehend aus Zeichen und Symptomen.

Warum gibt es Kontroversen um den Begriff „Diagnose“?

Die Ärzteschaft sah in der Verwendung des Begriffs eine Verletzung ihres diagnostischen Verantwortungsbereichs, während Pflegewissenschaftler argumentieren, dass Diagnose lediglich „Erkenntnis“ oder „Unterscheidung“ bedeutet und somit neutral für verschiedene Disziplinen nutzbar sein sollte.

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Details

Title
Die Bedeutung der Pflegediagnosen für die Emanzipation der Pflege von der Medizin
College
University of Applied Sciences Mainz  (Fachhochschule)
Course
Seminar "Pflegeprozess"
Grade
1,3
Author
Melanie Vollmer (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V54193
ISBN (eBook)
9783638494526
ISBN (Book)
9783638792035
Language
German
Tags
Bedeutung Pflegediagnosen Emanzipation Pflege Medizin Seminar Pflegeprozess
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Vollmer (Author), 2006, Die Bedeutung der Pflegediagnosen für die Emanzipation der Pflege von der Medizin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54193
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