Gewaltdarstellungen in Inka Bachs "Glücksmarie". Wie prägt die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen?


Bachelorarbeit, 2012

52 Seiten, Note: 1


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung: Ziel der Arbeit und Problemstellung

2. Sozial- und kulturwissenschaftliche Konzepte zur Macht, Gewalt und Identität
2.1 Wilfried Gottschalch
2.2 Andrea Geier
2.3 Niklas Luhmann
2.4 Michel Foucault
2.5 Erich Fromm
2.6 Erik H. Erikson

3. Gewaltdarstellungen in Inka Bachs Roman Glücksmarie
3.1 Inhaltsangabe
3.2 Gewaltdarstellungen in der interpersonellen Konfliktsituation
3.2.1 Physische Gewalt: Vom Unglück adoptiert
3.2.2 Psychische Gewalt: Das Stigma der Mutterrolle
3.2.3 Sexualisierte Gewalt: In den Fängen der eigenen Familie
3.2.4 Interaktion der Veranlagungen: Zwischen Sadismus und Masochismus

4. Geschlossene Gesellschaft: Zur Dialektik der familiären Herrschaft

5. Rezeption des Buches

6. Schlusswort

7. Literatur

1. Einleitung: Ziel der Arbeit und Problemstellung

Das Ziel dieser Arbeit ist eine detailgetreue und differenzierte Darstellung aller Formen der subversiven Gewalt in Inka Bachs Roman Glücksmarie und der damit verbundenen inhumanen und stigmatisierten Kindheit der Protagonistin, mit Blick auf das eskalierende Milieu der geschlossenen Gesellschaft der frühen DDR.

Im folgenden Aufriss gilt es aufzuzeigen, wie die Grenzen zwischen der psychischen, physischen und strukturellen Gewalt verlaufen und gleichermaßen deren Effekte auf den Entwicklungsprozess eines jungen Menschen zu visualisieren.

Nachfolgend gilt es, die verschiedenen Perspektiven der Familienmitglieder, die Rolle und die Relevanz der Gewalt zu beobachten und zu konstatieren.

Erstmalig werden die sozial- und kulturwissenschaftliche Konzepte zur Macht und Gewalt vorgestellt. Hierzu wird die Forschung von Wilfried Gottschalch, Andrea Geier, Niklas Luhmann und Michel Foucault erörtert und verglichen. Das Konstituieren der Gewalt als interpersonales Geschehen und ihre geschlechtsbezogene Eigentümlichkeit werden umfänglich untersucht, um die Komplexität der Problematik zu veranschaulichen.

Ein spezielles Augenmerk wird dabei dem Wesen der autoritären Persönlichkeit und dem Begriff Identität entgegengebracht, also Aspekten, die u.a. in den Studien von Erich Fromm und Erik H. Erikson zur Geltung kommen.

Anschließend werden die Gewaltdarstellungen nach den jeweiligen Gewaltformen gegliedert vorgeführt. Es wird hier genauer untersucht, inwiefern die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen prägt.

Nachstehend folgt die Einführung in die Thematik der geschlossenen Gesellschaft des Real-Sozialismus, das als Kulisse des Geschehens gilt.

Im Anschluss daran folgen die Rezeption des Buches und das Schlusswort.

2. Sozial- und kulturwissenschaftliche Konzepte zur Macht, Gewalt und Identität

Man wird über die Gewalttheorie keinen Beitrag schreiben können, ohne die wichtigsten Akteure des sozial- und kulturwissenschaftlichen Diskurses und deren Theorien vorzustellen.

Vorweggreifend wird hier nähergebracht, wie schon seit Jahrtausenden die Menschen die manipulierende Rolle und Bedeutung der Macht und weiter die verfestigende Funktion der Gewalt sich zunutze machen.

Schon in den frühen Gemeinschaften haben Macht und Gewalt eine existentielle Position eingenommen. Es reicht ein Blick in die Tora oder später die Bibel. Diese ersten geschriebenen Zusammenfassungen der Pflichten und Rechte der damaligen Gesellschaften legen den Hauptakzent auf das, was man tun soll und nicht, was man glauben soll. Die Tragweite der Gewalt wird in der Geschichte von Kain und Abel unvermittelt erkannt, denn die Menschheit stammt, diesem Manuskript zufolge, samt von einem Mörder ab.1

Somit wird der Stellenwert der Macht und der Gewalt auch in unserer heutigen, weltoffenen und fortschrittlichen Gesellschaft zu erwarten nicht anders sein. Denn diese beiden Faktoren sind Garanten einer ungeteilten Aufmerksamkeit und völligen Konzentration der Machtunterworfenen auf die Autorität der herrschenden Obrigkeit.

Die Beziehung, Kommunikation und Interaktion zwischen Macht und Gewalt haben viele Verhaltensforscher, Soziologen und Philosophen indoktriniert. Im Folgenden sprechen deren Theorien für sich.

2.1 Wilfried Gottschalch

Demzufolge beschäftigt Gottschalch der bestehende, eindeutige Zusammenhang zwischen Männlichkeit und Gewalt. Er findet jedoch die Worte Männlichkeit und Gewalt mit sowohl objektiver als auch subjektiver Bedeutung überladen. Gottschalch stellt diesbezüglich zwei Hypothesen auf: Der Hintergrund der Männlichkeit sei weiblich und geschlechtsbezogen gesehen habe die Gewalt ein Janusgesicht, das sich aspektbezogen mal männlich, mal weilblich zeige.2

Gottschalch unterscheidet zwischen physischer, psychischer und struktureller Gewalt, setzt die Begriffe Aggression und Gewalt zueinander in Beziehung und ordnet auch direkt den Begriff Aggression dem psychischen Bereich zu. Als Synonym für Aggression verwendet er Gewalttätigkeit.3

Zusammenfassend sieht er in der physischen Gewalt u.a. Gewalt gegen Frauen und Schwache, Gewalt in der Öffentlichkeit, Militär- und Polizeigewalt, auch die Prügelstrafe in der Erziehung. Er erinnert an Max Webbers Definition der Macht, indem er Macht als jede Chance versteht, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruhen mag.4

Gottschalch meint, dass psychische Gewalt nicht wie die physische auffallen würde, würde jedoch die letztere verursachen.5

Er unterstreicht die Bedeutung der Scham und Schuld in Bezug auf die psychische Gewalt und zitiert zu den Schamaffekten Leon Wurmser in seinem Buch Die Maske der Scham folgend:

Bei jenen Traumata ist es das ‚Nichtgesehenwerden‘, der Mangel an Respekt für die Identität und Individualität, die Missachtung der Bedürfnisse des eigenen Rhythmus, der eigenen Willensentscheidungen, der eigenen, differenzierten Affektivität, der ein besonders wichtiges, wenn auch verborgenes Trauma ausmacht.6

Er fügt noch bei, dass überall, wo Individuen und Gruppen entehrt und entwürdigt werden, die Scham zu einem Instrument des Schreckens und der Gewalt wird. In diesem Zusammenhang sieht er die strukturelle Gewalt indirekt wirken und durch gesellschaftliche, ökonomische und kulturelle Umstände bedingt. Gottschalch bezieht sich auf Heinrich Zille, welcher feststellt, dass man einen Menschen, anstelle einer Axt auch mit einer Wohnung umbringen könne, was ein anschauliches Beispiel für strukturelle Gewalt sein sollte.7

Resümierend erwähnt Gottschalch, dass viele Menschen in Extremsituationen leben, in denen sie oft nicht einmal eine Alternative zwischen Leben und Tod hätten, sondern allenfalls die zwischen physischem und psychischem Sterben.8

2.2 Andrea Geier

Andrea Geier wertet dagegen die Gewalt als interpersonales Geschehen. Sie nimmt an, dass diese sich als einmaliger Akt ereignen oder als fortdauerndes Gewaltverhältnis bilden könne. Sie sieht die Gewalt als Effekt gesellschaftlich-politischer Strukturen und als Spiegelung von Subjekt- und Strukturebene. Bei ihr wird das interpersonale Macht- oder Gewaltverhältnis als Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse verstanden. Das Gewaltgeschehen wird als Resultat der gesellschaftlichen Verhältnisse interpretiert. Dies bedeute, Gewalt nicht auf gewaltsame Handlungen zu beschränken, sondern sie als eine Form sozialen Handelns zu begreifen.9

Für Geier stelle die Aggression eine deutungsbedürftige soziale Handlung dar, die sich nicht über den Hinweis auf anthropologische Konstante, Reiz-Reaktions-Zusammenhänge oder ähnliches befriedigend erklären ließe.10

Geier zitiert Paul Hugger, der darauf hinweist, dass es keine allgemeingültige, kulturübergreifende Anthropologie der Gewalt gibt und eine gemeinsame Vorstellung vom Wesen der Gewalt fehlt. Gewalt ist kultursubjektiv – sie wird von den einzelnen Gruppen und den Individuen unterschiedlich erkannt, interpretiert und inszeniert.11

Für Geier stellt die Gewalt ein diskursives Konstrukt dar, das aus sozialen Interaktionen heraus entstehe und durch diese definiert werde. Die basalen Kriterien für die Unterscheidung von Macht und Gewalt sind die verwendeten Mittel und ihre Legitimität.12

Den Ausführungen Geiers nach, beschränke sich die Gewalt nicht nur auf physische Akte zur Durchsetzung von Macht, sondern umfasse auch Formen der Machtausübung wie zum Bespiel Zwang. Paul Hugger meint hierzu, dass das Wesen der Gewalt darin bestehe, dass einem Individuum oder einer Gruppe ein Willensakt aufgezwungen werde, ungeachtet eines Einverständnisses, und zwar aufgrund des Machtverhältnisses, das zugunsten der gewaltausübenden Instanz oder des gewaltausübenden Individuums ausfalle. Dies würde bedeuten, dass Gewalttätigkeit das bewusste oder unbeabsichtigte Zufügen eines körperlichen oder seelischen Schadens wäre.13

Instrumentalität geht in Intentionalität nicht auf, belegt Geier, obwohl strategisch-instrumentelle Gewalt immer geplant und damit gewollt wäre, während spontane Gewalt zwar implizit ein Ziel verfolgen könne, der Einsatz des Mittels Gewalt aber nicht von vornherein intendiert wäre.14

Der von ihr diesbezüglich erwähnte Hans Saner bestätigt, dass die Gewalt eine geplante, angedrohte oder erfolgte Einwirkung sei, die intentional oder auch nicht, mit Hilfe bestimmter Mittel ein Opfer direkt oder indirekt schädigt oder gefährdet.15

Geier zeigt auf, dass es mögliche Differenz zwischen Intention des eventuellen Täters und der Wahrnehmung des Betroffenen gäbe: was der eine gewaltlos nennt, ist für den anderen eine gewaltsame Handlung.16

Die Stabilisierung rationaler Machtverhältnisse, die sich aus der Erfahrung der Handelnden speist und Erwartungshaltungen figuriert, verursacht laut hierzu zitierten Heinrich Popitz den Eindruck von Macht als dauerhaftem Besitz oder charakteristischer Eigenschaft einer Person. Er definiert auch den Begriff der Herrschaft, indem er sie als institutionalisierte Macht auffasst, die sich durch Entpersonalisierung, Formalisierung und Integrierung kennzeichnet.17

Die Wirkung der Macht läge einerseits in der Steuerung von Selektion, anderseits in der Vermeidung der Anwendung der Gewalt, meint Luhmann. Die physische Gewalt kann als Machtgrundlage nur dienen, wenn und solange sie nicht benutzt, sondern als bloße Möglichkeit präsent gehalten werde.18

Sie gibt hierzu das Beispiel des vieldiskutierten Konzeptes der strukturellen Gewalt von Johan Galtung, der sich auf soziale Diskriminierungen und gesellschaftliche Machtdifferentiale bezieht. Gewalt liegt dann vor, wenn Menschen so beeinflusst werden, dass ihre aktuelle somatische und geistige Verwirklichung geringer ist als ihre potentielle Verwirklichung. Galtung unterscheidet verschiedene Typen von Gewalt: Physische und psychische, personale und strukturelle, direkte und indirekte, intendierte und nicht-intendierte, manifeste und latente Gewalt sowie Gewalt ohne und mit Objekt. Seine Sichtweise ist von einer durchgängig negativen Sicht auf Gewalt bestimmt, die Frieden als Abwesenheit von Gewalt definiert. Mittels des Begriffs der strukturellen Gewalt lässt sich beschreiben, dass nicht die Systeme selbst als Subjekte von Gewalt beobachtbar sind, sondern nur ihre Manifestation.19

Geier erwähnt in ihrer Studie, dass das ethologische Handeln dann gewaltsam werden könne, wenn die Subjekte der Handlung anonymisiert und totalisiert werden und die Handlung ritualisiert und damit der Kritik entzogen werde.20

Ein sehr wichtiger Gegenstand Geiers Untersuchungen ist die geschlechtsspezifische Gewalt. Sie führt aus, dass die Kategorie Geschlecht ein soziales Ordnungsmuster darstelle, das im Hinblick auf Gewalt unterschiedliche Handlungsmodi zuweist und verschiedenartige Erfahrungen generiert. Der Ausdruck geschlechtsspezifische Gewalt bezieht sich nicht auf einen physiologisch oder psychologisch bedeutsamen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Er könne sich auf Akteure und Opfer von Gewalt beziehen (z.B. patriarchale Gewalt gegen Frauen). Die Gewalt von Männern gegen Frauen ist nur ein Eckpfeiler der Triade von Männergewalt. Die anderen beiden sind Gewalt gegen andere Männer und Gewalt gegen sich selbst.21

Andrea Geiger zitiert hierzu Harten, welcher unterstellt, dass man von einer allgemeinen männlichen Gewalt-Kultur sprechen könne. Innerhalb dieser allgemeinen Gewaltkultur stellt sexuelle Gewalt jedoch einen Sonderfall dar, weil sie sich gegen Frauen als Frauen richtet, während sich Gewalt von Männern gegen Männer nicht gegen Männer als Männer richtet, sondern in der Regel durch Interessen und Konflikte motiviert ist, die mit der Geschlechtlichkeit des anderen wenig oder nichts zu tun hat.22

Geier konstatiert, dass die Ausübung wie Beurteilung von Gewalt in hohem Maße von unterschiedlichen Zuschreibungen an die Geschlechter abhänge. Die aufgrund ihrer untergeordneten Stellung, der eingeschränkten Rechte und damit zusammenhängenden Aktionsräumen restringierten Möglichkeiten für Frauen, Gewalt auszuüben, haben zum einen zu der problematischen Rede von der friedfertigen Frau geführt, zum anderen zu der Vorstellung, dass Frauen, die Gewalt ausüben, dies immer in einem Akt der bloßen Gegenwehr tun.23

Um den Aspekt der friedfertigen Frau näher zu erörtern, zitiert Geier Herrad Schenker:

Friedfertigkeit muss keineswegs das Ergebnis fehlender oder geringer Aggressionsneigung sein; sie ist immer auch Sozialisationsprodukt, und als Anpassungs- oder Kompromissbereitschaft ist sie sicher auch ein Ergebnis der sozial abhängigen oder unterdrückten Stellung der Frauen.24

Laut Schenker deutet vieles darauf hin, dass Frauen in ihrer traditionellen Geschlechtsrolle indirekte Formen der Interessendurchsetzung, der Manipulation von Männern und manchmal auch von Kindern erlernen – durch Jammern und Bitten, Schöntun und Schmeicheln, durch moralischen Druck. Diese Formen sind auch im Verhalten von anderen Unterdrückten ihren Unterdrückern gegenüber erkennbar (z.B. von Sklaven).25

Zusammenfassend beschäftigt sich Geier mit der Problematik der sozial- und kulturwissenschaftlichen Konzeptionalisierungen von Gewalt, vor allem im Hinblick auf das Geschlecht.

2.3 Niklas Luhmann

Luhmann sieht die Macht als ein Kommunikationsmedium.

Er stellt fest, dass eine Rückkommunikation von Ablehnung und die Thematisierung der Ablehnung in sozialen Systemen ein Konflikt sei. Gleichsam seien alle sozialen Systeme potenziell Konflikte. Für Macht gilt für ihn insofern nichts anderes als für Liebe oder für Wahrheit: In jedem Falle bezieht sich die einflussnehmende Kommunikation auf einen Partner, der in seinen Selektionen dirigiert werden soll.26 Eine fundamentale Voraussetzung aller Macht ist laut Luhmann, dass in Bezug auf Selektion des Machthabers Alter Unsicherheit bestehe. Er könne bei seinem Partner in Bezug auf Ausübung seiner Wahl Unsicherheit erzeugen und/oder beseitigen. Macht erbringt ihre Übertragungsleistung dadurch, dass sie die Selektion von Handlungen (oder deren Unterlassung) angesichts anderer Möglichkeiten zu beeinflussen vermag. Sie ist größere Macht, wenn sie auch gegenüber attraktiven Alternativen des Handelns oder Unterlassens zur Durchsetzung fähig ist. Sie ist nur zusammen mit einer Steigerung der Freiheiten auf Seiten Machtunterworfener steigerbar.27

Luhmann unterscheidet hierzu Macht von dem Zwang, was konkret etwas genau Bestimmtes zu tun bedeutet. Die Wahlmöglichkeiten des Gezwungenen werden hierbei auf null reduziert und im Grenzfall läuft Zwang auf Anwendung physischer Gewalt hinaus und damit auf Substitution des eigenen Handelns für unerreichbares Handeln anderer.28

Laut Luhmann bedeutet Zwang den Verzicht auf die Vorteile symbolischer Generalisierung und Verzicht, die Selektivität des Partners zu steuern. Tatsächlich macht die Existenz eines Machtgefälles und einer antizipierbaren Machtentscheidung es für den Unterworfenen sinnlos, überhaupt einen Willen zu bilden. Und genau darin besteht die Funktion von Macht: Sie stellt mögliche Wirkungsketten unabhängig vom Willen des machtunterworfenen Handelnden sicher – ob er will oder nicht. Die Kausalität der Macht besteht in der Neutralisierung des Willens, nicht unbedingt in der Brechung des Willens des Unterworfenen. Luhmann konstatiert: Die Funktion der Macht liege in der Regulierung der Kontingenz. Die Macht (als eine codegesteuerte Kommunikation) sei nur als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium zu begreifen.29

Luhmann kategorisiert den Begriff des Willens im Unterschied zu Vernunft, die Auffassung der Kontingenz des Selektionsaktes als Freiheit im Unterschied zu Zufall und die Zuschreibung von Motiven und Absichten und stelle dadurch fest, dass freier Wille ein alteuropäisches Attribut des Handelns wäre, die Motiviertheit stelle hingegen das neuzeitliche Attribut.30 Verständnis von Motiven hilft rückläufig zur Erkenntnis darüber, ob überhaupt eine Handlung vorliegt. Macht instrumentiert also nicht einen schon vorhandenen Willen, sie erzeugt diesen Willen erst und sie kann ihn verpflichten, kann ihn binden, kann ihn zur Absorption von Risiken und Unsicherheiten bringen, kann ihn sogar in Versuchung führen und scheitern lassen, stellt Luhmann fest. Der Machtunterworfene sei jemand, der sein eigenes Handeln wählt und darin die Möglichkeit der Selbstbestimmung hat; nur deshalb werden Machtmittel, etwa Drohungen, gegen ihn eingesetzt, um ihn in dieser selbstvollgezogenen Wahl zu steuern.31 Deswegen setze Macht voraus, dass beide Partner Alternativen sehen, deren Realisierung sie vermeiden möchten, meint Luhmann und er fügt hinzu, dass Macht darauf beruhe, dass Möglichkeiten gegeben sind, deren Verwirklichung vermieden wird. Das Vermeiden von (möglichen und möglich bleibenden) Sanktionen ist für die Funktion von Macht unabdingbar. Somit erklärt sich, dass Macht strukturell (und nicht erst: rechtlich) auf Kontrolle des Ausnahmefalles aufgebaut sei. Sie breche zusammen, wenn es zur Verwirklichung der Vermeidungsalternativen kommt und werde nur dann angewandt, wenn gegenüber einer gegebenen Erwartungslage eine ungünstige Alternativenkombination konstruiert wird.32

Luhmann behauptet, dass durch Generalisierung als Möglichkeit die Macht gegenüber Kontexten egalisiert wäre. Der Machthaber müsse sich zu seiner eigenen Macht selektiv verhalten; er müsse sich überlegen, ob er sie einsetzen wolle oder nicht; er müsse sich selbst disziplinieren können.33

Formulierte Macht nimmt im Kommunikationsprozess den Charakter einer Drohung an, stellt Luhmann fest.34

Den Ausführungen Luhmanns nach, wird Macht durch die Verteilung von Präferenzen für Alternativen konstituiert und hängt von solchen Präferenz-Konstellationen ab. Mit physischer Gewalt kann man nicht alles erreichen, aber relativ voraussetzungslos motivieren. Gegen Menschen absichtlich angewandte physische Gewalt ordnet sich dem handlungsbezogenen Medium Macht dadurch zu, dass sie Handeln durch Handeln eliminiert und dadurch auch eine kommunikative Übertragung reduzierter Entscheidungsprämissen ausschließt. Mit diesen Eigenschaften kann physische Gewalt nicht Macht sein, sie bildet aber den nichtüberbietbaren Grenzfall einer machtkonstruierenden Vermeidungsalternative.35

Die Möglichkeit von Gewaltanwendung ist für den Betroffenen nicht ignorierbar; sie bietet dem Überlegenen hohe Sicherheit in der Verfolgung seiner Ziele; sie ist nahezu universell verwendbar, da sie als Mittel weder an bestimmte Ziele, noch an bestimmte Situationen oder an bestimmte Motivlagen des Betroffenen gebunden ist; sie ist schließlich, da es um relativ einfaches Handeln geht, gut organisierbar und damit unter Ausschluss von Selbstbefriedigung zentralisierbar.36

Luhmanns Ansichten nach ist die Macht für den Überlegenen weniger unangenehm als für den Unterlegenen und eine Gewaltanwendung bilde den Kulminationspunkt eines Konfliktes, in dem eine Entscheidung unausweichlich wird: Entweder siegt der eine oder der andere. In dem häufigen Einsatz von Gewalt sieht er ein Zeichen von Machtverlust.37

2.4 Michel Foucault

Foucaults Meinung nach werde Macht immer von dem ‚einen‘ über den ‚anderen‘ ausgeübt. Macht existiere nur als Handlung, auch wenn sie natürlich innerhalb eines weiten Möglichkeitsfeldes liege, das sich auf dauerhafte Strukturen stütze. Das heißt auch, dass Macht nicht auf Konsens beruhe. Sie sei nicht als solche Verzicht auf Freiheit.38

Es wird von ihm hervorgehoben, dass Machtbeziehungen in Wirklichkeit durch eine Form von Handeln definiert werden. Diese wirkt nicht direkt auf andere, sondern auf deren Handeln ein. Dafür wirken die Gewaltbeziehungen auf Körper und Dinge ein. Sie zwingen, beugen, brechen, zerstören und schneiden alle Möglichkeiten ab und weil sie nur die Passivität als Gegenpool kennen, wenn sie auf Widerstand stoßen, brechen sie ihn.39

Machtbeziehungen beruhen dagegen auf zwei Erkenntnissen, meint Foucault. Diese sind unerlässlich, damit man überhaupt von Machtbeziehungen sprechen kann: Als Erstes muss der Andere (gegen welchen Macht ausgeübt wird) durchgängig und bis zum Ende als handelndes Subjekt anerkannt werden und als Zweites muss sich vor den Machtbeziehungen ein ganzes Feld möglicher Antworten, Reaktionen, Wirkungen und Erfindungen öffnen.40

Er stellt fest, dass Machtbeziehungen den Einsatz von Gewalt natürlich ebenso wenig ausschließen können wie die Herstellung von Konsens und dass Gewalt und Konsens Mittel oder Wirkungen – nicht aber Prinzip oder Wesen – der Machtausübung seien.41

Für ihn ist Macht ein Ensemble aus Handlungen, das sich auf mögliches Handeln richtet und in einem Feld von Möglichkeiten für das Verhalten handelnder Subjekte operiert. Sie bietet Anreize, verleitet, verführt, erleichtert oder erschwert, sie erweitert Handlungsmöglichkeiten oder schränkt sie ein, sie erhöht oder senkt die Wahrscheinlichkeit von Handlungen; stets aber richtet sie sich auf handelnde Subjekte, insofern sie handeln oder handeln können. Letztendlich ist sie auf Handeln gerichtetes Handeln. Foucault erkennt, dass Machtausübung darin besteht, Führung zu lenken, also Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit von Verhalten zu nehmen. Er meint, dass Macht in den Bereich der Regierung gehöre. Laut ihm ist der für Macht typische Beziehungstyp daher nicht im Bereich der Gewalt und des Kampfes zu suchen und auch nicht im Bereich des Vertrages und der freiwilligen Bindung (die letztlich nur Instrumente der Macht sein können), sondern im Bereich jenes einzigartigen, weder kriegerischen noch juristischen Handlungsmodus, den das Regieren darstellt.42

Seiner Theorie folgend stellt man fest, dass es Machtbeziehungen nur in dem Maße gibt, wie die Subjekte frei sind. Wenn man voraussetzt, dass einer von beiden vollständig der Verfügung des anderen unterliegt und dessen Sache (Objekt) geworden ist, über das diese eine unendliche und unbegrenzte Gewalt ausüben kann, besteht keine Machtbeziehung. Seiner Meinung nach kann eine Machtbeziehung nur dann Bestand haben, wenn auf beiden Seiten wenigstens eine gewisse Form der Freiheit bestehe.43

Nancy Frazer kritisiert diese Machtkonzeption [foucaultsche – M.W.], da ihrer Meinung nach die Begriffe von Autorität, Zwang, Gewalt, Herrschaft und Legitimation im Sinne dieser Konzeption vermengt und Unterschiede nivelliert werden. Es ist für sie selbstverständlich wichtig, Erscheinungsformen von Macht zu differenzieren.44

Resümierend hebt Foucault hervor, dass eine Gesellschaft ohne Machtbeziehungen nur eine Abstraktion ist, und dass diese im gesamten gesellschaftlichen Geflecht wurzeln und für diese von essentieller Bedeutung sind.45

2.5 Erich Fromm

Erich Fromms wissenschaftliche Untersuchungen konzentrieren sich unter anderem auf die Prägung des Individuums durch die Gesellschaft und in diesem Zusammenhang auf die Rolle der autoritären Persönlichkeit. Er behauptet, man sehe einen Gegensatz zwischen Menschen, die andere beherrschen, kontrollieren oder unterdrücken wollen, und denen, die eine Neigung haben, sich zu unterwerfen oder sich demütigen zu lassen. Er spricht hier von Herrschern und Beherrschten.46

Die von ihm aufgestellte These besagt, dass das Wesen der autoritären Persönlichkeit, die Unfähigkeit auf sich selbst zu stehen, unabhängig zu sein und die Freiheit zu ertragen charakterisiert. Er erkennt, dass der Gegensatz zum autoritären Charakter der reife Mensch sei, der über Vernunft verfügt, die er folgend definiert:

Die Vernunft ist die Denktätigkeit, die versucht, durch die Oberfläche zum Kern der Dinge vorzudringen, zu ergreifen, was wirklich hinter den Dingen liegt, was die Kräfte und Strebungen sind, die, selbst nicht sichtbar, die manifesten Erscheinungen bewirken und bestimmen. Indem der Mensch seine Vernunft gebraucht, ist er nicht unsicher und ängstlich. Er ist durch die Vernunft verbunden mit der Welt im Gedanken, wie er durch die Liebe mit ihr verbunden ist im Gefühl.47

Seiner Meinung nach müsse man somit die Vernunft von der Intelligenz unterscheiden, die er wiederum als den bloßen Gebrauch des Denkens zum Erreichen bestimmter praktischer Zwecke bestimmt.48

Fromm konstatiert, der autoritäre Charakter erreiche die Reife nicht, denn er könne nicht lieben, noch von seiner Vernunft Gebrauch machen. Folgend sei er tief einsam und von einer tiefen Angst ergriffen. Er brauche also eine symbiotische Beziehung, in der er sein Sich-eins-Fühlen mit anderen leben kann, jedoch nicht auf der Basis der Erhaltung der eigenen Individualität, sondern auf der der Verschmelzung bei Vernichtung der eigenen Integrität. Folglich brauche der autoritäre Charakter, laut Fromm, einen anderen Menschen, um mit ihm zu verschmelzen, weil er seine Isoliertheit und Angst nicht ertragen könne.49

Er untersucht unter anderem auch masochistische Veranlagungen und hält fest, dass der die Abhängigkeit suchende, masochistische Mensch, genauso Angst verspüre, wie der Autoritäre. Er habe oft ein Gefühl der Minderwertigkeit, der Ohnmacht und der Verlassenheit, deswegen suche er sich einen Führer, um das Gefühl der eigenen Minderwertigkeit zu überwinden und mache sich bewusst klein, um als Teil des Großen, selber groß zu sein.50

Den Ausführungen von Fromm folgend, ist der masochistische, gehorchende Mensch, der Angst vor der Freiheit hat und vor ihr in die Götzenanbetung flüchtet, die Untermauerung aller autoritären Systeme wie Nazismus oder Stalinismus.51

Dagegen ist der zunächst selbstsicher und mächtig erscheinende sadistische Charakter genauso ängstlich und einsam, wie der masochistische. Erst, wenn er seine Macht verliert, wird seine Ohnmacht und Unsicherheit zu erkennen sein, vor allem, wenn er nur auf sich allein gestellt ist.52

Den Ausführungen Fromms nach stelle der Sadismus die aktive Phase der autoritären Persönlichkeit dar. Die verschiedenen Formen des Sadismus haben ihre Wurzel in dem Trieb, einen anderen Menschen vollkommen zu kontrollieren, zu demütigen und zu versklaven – sein Herrscher zu werden. Dadurch entstehe aber ein Trugbild, da der Sadist den Beherrschten ebenso sehr brauche wie dieser ihn; zudem ergänzen sie einander. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Akteuren liege in der Illusion, dass der Herrscher der Unabhängige und der Gefolgsame der Abhängige sei.53

Resümierend wird herausgestellt, dass der Unterschied zwischen der rationalen und irrationalen Autorität in der Tendenz liege, sich entsprechend der rationalen Autorität aufzuheben und im Falle der irrationalen Autorität sich zu vertiefen und zu verlängern. Die großen diktatorischen Bewegungen unserer Zeit basieren hierbei auf der irrationalen Autorität.54

2.6 Erik H. Erikson

Mit dem Begriff der Ich-Identität deutet Erikson einen spezifischen Zuwachs an Persönlichkeitsreife, den das Individuum am Ende der Adoleszenz der Fülle seiner Kindheitserfahrungen entnimmt, um für die Aufgaben der Erwachsenenlebens gerüstet zu sein; somit ist die Ich-Identität eine soziale Funktion des Ichs.55

Der Begriff Identität weist auf das Band hin, welches den einzelnen Menschen mit den von seiner einzigartigen Geschichte geprägten Werten seines Volkes verbindet. Erikson meint damit, dass der junge Mensch in einer Gruppe den Zusammenhalt lernen muss und dort auch am meisten er selbst sein soll. Identität drückt also eine wechselseitige Beziehung aus, die sowohl ein dauerndes inneres Sich-Selbst-Gleichsein, als auch ein dauerndes Teilhaben an bestimmten gruppenspezifischen Charakterzügen umfasst.56

Erikson erkennt, dass die Adoleszenz die letzte und abschließende Phase der Kindheit darstellt und dass man den Prozess an sich nur dann als abgeschlossen betrachten darf, wenn das Individuum seine Kindheitsidentifikationen einer neuen Form von Identifikation unterordnet, die es in der intensiven Gemeinschaft und im Wetteifern mit Gleichaltrigen erringt.57

Eriksons Meinung nach wird der junge Mensch unerbittlich gezwungen, Entscheidungen zu treffen, die mit wachsender Beschleunigung zu immer endgültigeren Selbstdefinitionen, zu irreversiblen Rollen und so zu Festlegungen fürs Leben führen.58

Für Erikson bedeutet dies, dass die endgültige Identität – am Ende der Adoleszenz – jeder einzelnen Identifikation mit den Beziehungspersonen der Vergangenheit übergeordnet ist und damit alle wichtigen Identifikationen einschließt. Sie verändert sie aber auch, um aus ihnen ein einzigartiges und einigermaßen zusammenhängendes Ganzes zu machen. Die Identitätsbildung beginnt dort, wo die Brauchbarkeit der Identifikationen endet. Das Ende der Adoleszenz wird von einer Identitätskrise begleitet.59

[...]


1 Vgl. Die Bibel: Kain und Abel. Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH 1999, S. 20.

2 Vgl. Gottschalch, Wilfried: Männlichkeit und Gewalt. Eine psychoanalytisch und historisch soziologische Reise in die Abgründe der Männlichkeit. Weinheim und München: Juventa Verlag 1997, S. 5.

3 Vgl. ebd., S. 16.

4 Vgl. ebd., S. 17.

5 Vgl. ebd., S. 19.

6 Ebd., S. 20.

7 Vgl. ebd., S. 21.

8 Vgl. ebd., S. 23.

9 Vgl. Geier, Andrea: Gewalt und Geschlecht. Diskurse in deutschsprachiger Prosa der 1980er und 1990er Jahre. Tübingen: francke verlag 2005, S. 20.

10 Vgl. ebd., S. 23.

11 Vgl. ebd.

12 Vgl. ebd.

13 Vgl. ebd., S. 28.

14 Vgl. ebd., S. 30.

15 Vgl. ebd., S. 31.

16 Vgl. ebd.

17 Vgl. ebd., S. 32.

18 Vgl. ebd., S. 33.

19 Vgl. ebd., S. 39.

20 Vgl. ebd., S. 44.

21 Vgl. ebd., S. 45-46.

22 Vgl. ebd., S. 46.

23 Vgl. ebd., S. 47.

24 Ebd., S. 48.

25 Vgl. ebd.

26 Vgl. Luhmann, Niklas: Macht. 3. Auflage. Stuttgart: Verlag Lucius & Lucius 2003, S. 5.

27 Vgl. ebd., S. 9.

28 Vgl. ebd.

29 Vgl. ebd., S. 12.

30 Vgl. ebd., S. 20.

31 Vgl. ebd., S. 21.

32 Vgl. ebd., S. 22-23.

33 Vgl. ebd., S. 9.

34 Vgl. ebd., S. 26.

35 Vgl. ebd., S. 60-64.

36 Vgl. ebd., S. 65.

37 Vgl. ebd.

38 Vgl. Foucault, Michel: Analytik der Macht. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2005, S. 255.

39 Vgl. ebd.

40 Vgl. ebd.

41 Vgl. ebd.

42 Vgl. ebd., S. 256.

43 Vgl. ebd., S. 257.

44 Vgl. Geier, Gewalt und Geschlecht. 2005, S. 38.

45 Vgl. Foucault, Analytik der Macht. 2005, S. 258-260.

46 Vgl. Fromm, Erich: Die autoritäre Persönlichkeit. Zur Struktur der autoritären Persönlichkeit. Band 12 (Nr. 9, 1957). Berlin: Deutsche Universitätszeitung 1957, S. 1.

47 Ebd., S. 2.

48 Vgl. ebd.

49 Vgl. ebd.

50 Vgl. ebd.

51 Vgl. ebd.

52 Vgl. ebd., S. 3.

53 Vgl. ebd.

54 Vgl. ebd., S. 4.

55 Vgl. Erikson, H. Erik: Identität und Lebenszyklus. Frankfurt am Main: suhrkamp taschenbuch wissenschaft 16 Verlag 1993, S. 123.

56 Vgl. ebd., S. 124.

57 Vgl. ebd., S. 136-137.

58 Vgl. ebd., S. 137.

59 Vgl. ebd., S. 139-140.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten

Details

Titel
Gewaltdarstellungen in Inka Bachs "Glücksmarie". Wie prägt die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen?
Hochschule
Universität Zielona Góra
Note
1
Autor
Jahr
2012
Seiten
52
Katalognummer
V542006
ISBN (eBook)
9783346152268
ISBN (Buch)
9783346152275
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bachs, gewaltdarstellungen, gewalterfahrung, glücksmarie, identität, inka, menschen
Arbeit zitieren
Mirella Waleczek (Autor), 2012, Gewaltdarstellungen in Inka Bachs "Glücksmarie". Wie prägt die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542006

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Gewaltdarstellungen in Inka Bachs "Glücksmarie". Wie prägt die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden