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Gewaltdarstellungen in Inka Bachs "Glücksmarie". Wie prägt die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen?

Título: Gewaltdarstellungen in Inka Bachs "Glücksmarie". Wie prägt die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen?

Tesis (Bachelor) , 2012 , 52 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Mirella Waleczek (Autor)

Estudios griegos - Lingüística
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Das Ziel der Arbeit ist eine detailgetreue und differenzierte Darstellung aller Formen der subversiven Gewalt in Inka Bachs Roman "Glücksmarie" und der damit verbundenen inhumanen und stigmatisierten Kindheit der Protagonistin, mit Blick auf das eskalierende Milieu der geschlossenen Gesellschaft der frühen DDR.

Es gilt aufzuzeigen, wie die Grenzen zwischen der psychischen, physischen und strukturellen Gewalt verlaufen und gleichermaßen deren Effekte auf den Entwicklungsprozess eines jungen Menschen zu visualisieren. Nachfolgend gilt es, die verschiedenen Perspektiven der Familienmitglieder, die Rolle und die Relevanz der Gewalt zu beobachten und zu konstatieren.

Erstmalig werden hierfür die sozial- und kulturwissenschaftliche Konzepte zur Macht und Gewalt vorgestellt. Hierzu wird die Forschung von Wilfried Gottschalch, Andrea Geier, Niklas Luhmann und Michel Foucault erörtert und verglichen. Das Konstituieren der Gewalt als interpersonales Geschehen und ihre geschlechtsbezogene Eigentümlichkeit werden umfänglich untersucht, um die Komplexität der Problematik zu veranschaulichen.

Ein spezielles Augenmerk wird dabei dem Wesen der autoritären Persönlichkeit und dem Begriff Identität entgegengebracht. Anschließend werden die Gewaltdarstellungen nach den jeweiligen Gewaltformen gegliedert vorgeführt. Es wird hier genauer untersucht, inwiefern die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen prägt. Anschließend folgt die Einführung in die Thematik der geschlossenen Gesellschaft des Real-Sozialismus, das als Kulisse des Geschehens gilt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Ziel der Arbeit und Problemstellung

2. Sozial- und kulturwissenschaftliche Konzepte zur Macht, Gewalt und Identität

2.1 Wilfried Gottschalch

2.2 Andrea Geier

2.3 Niklas Luhmann

2.4 Michel Foucault

2.5 Erich Fromm

2.6 Erik H. Erikson

3. Gewaltdarstellungen in Inka Bachs Roman Glücksmarie

3.1 Inhaltsangabe

3.2 Gewaltdarstellungen in der interpersonellen Konfliktsituation

3.2.1 Physische Gewalt: Vom Unglück adoptiert

3.2.2 Psychische Gewalt: Das Stigma der Mutterrolle

3.2.3 Sexualisierte Gewalt: In den Fängen der eigenen Familie

3.2.4 Interaktion der Veranlagungen: Zwischen Sadismus und Masochismus

4. Geschlossene Gesellschaft: Zur Dialektik der familiären Herrschaft

5. Rezeption des Buches

6. Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Formen subversiver Gewalt in Inka Bachs Roman Glücksmarie und deren Auswirkungen auf die Kindheit und Identitätsentwicklung der Protagonistin im Kontext der geschlossenen Gesellschaft der frühen DDR. Dabei wird analysiert, wie physische, psychische und strukturelle Gewalt in einem autoritären familiären Umfeld instrumentalisiert werden, um die Protagonistin zu dekonstruieren und in eine Opferrolle zu drängen.

  • Analyse der Machttheorien von Gottschalch, Geier, Luhmann, Foucault, Fromm und Erikson.
  • Untersuchung der verschiedenen Gewaltformen (physisch, psychisch, sexualisiert) im Roman.
  • Darstellung der familiären Herrschaftsstruktur innerhalb der DDR-Diktatur.
  • Reflektion der Identitätskrise und der Überlebensstrategien eines traumatisierten Kindes.
  • Diskussion der Rezeption des Werkes durch die zeitgenössische Presse.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Physische Gewalt: Vom Unglück adoptiert

Es kommt aus heiterem Himmel. Es herrscht Lärm, es tobt ein Orkan, wenn Herbert zuschlägt. Er züchtigt nicht, dressiert nicht, er tut weh. Es ist sein Stil. Er zieht mich vom Ofen. Schleudert mich in die nächste Ecke. […] Ich hocke zusammengekauert am Fenster, die Arme schützend über den Kopf, halte den Atem an. Herbert tobt. […] Er riesengroß über mich gebeugt, enthemmt, rot im Gesicht, die Züge vom Hass verzerrt. […] Gewalt verzerrt die Gesichtszüge[…] Er atmet schwer. Drischt weiter auf mich ein. Eine Schwerstarbeit, die er da vollbringt. Seine Erregung steigert und steigert sich. Er zelebriert die Schläge nicht und er nimmt nie einen Stock oder irgendeinen anderen Gegenstand; er tritt mit Schuhen, er schlägt mit Fäusten; er ist kein Folterer, er schlägt zu wie ein Mörder. Seine Gewalt löst Todesangst aus, und deshalb zielt sie auf nichts anderes, als Marie zu vernichten. Am Ende ist die Seele kaputt. Reiner Zufall, dass sie weiter lebt.[…]

Ich habe mir in die Hose gemacht. Er lässt von mir ab. Er schaut sich die Pfütze an, tritt nun einen Schritt zurück, sagt: „Wisch das weg!“ Es klingt sachlich, er schaltet wieder das andere Programm ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Ziel der Arbeit und Problemstellung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Untersuchung, die verschiedenen Formen subversiver Gewalt in Inka Bachs Roman Glücksmarie und deren Auswirkungen auf die Protagonistin vor dem Hintergrund des DDR-Regimes aufzuzeigen.

2. Sozial- und kulturwissenschaftliche Konzepte zur Macht, Gewalt und Identität: Hier werden theoretische Grundlagen zu Macht, Gewalt und autoritären Persönlichkeiten anhand bekannter Wissenschaftler wie Foucault, Fromm und Luhmann erörtert.

3. Gewaltdarstellungen in Inka Bachs Roman Glücksmarie: Dieses Kapitel liefert eine Inhaltsangabe und untersucht detailliert die verschiedenen Gewaltformen (physisch, psychisch, sexualisiert) innerhalb der interpersonellen Konfliktsituationen im Roman.

4. Geschlossene Gesellschaft: Zur Dialektik der familiären Herrschaft: Das Kapitel analysiert, wie die gesellschaftlichen Strukturen des Real-Sozialismus der DDR die familiäre Gewalt legitimieren und aufrechterhalten.

5. Rezeption des Buches: Eine Zusammenfassung der verschiedenen kritischen Reaktionen und Rezensionen des Romans in der deutschen Presse.

6. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, insbesondere die psychische Zerstörung der Protagonistin durch die familiäre Herrschaft und die Rolle der Mutter in diesem Prozess.

Schlüsselwörter

Gewalt, Macht, DDR, Inka Bach, Identität, Autorität, Familie, Sadismus, Masochismus, Kindheit, Real-Sozialismus, Trauma, Unterdrückung, Physische Gewalt, Psychische Gewalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung von Gewalt in Inka Bachs Roman "Glücksmarie" und analysiert, wie eine Protagonistin durch ein gewalttätiges familiäres Umfeld in der DDR traumatisiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Formen der Gewalt (physisch, psychisch, sexualisiert), die Machtverhältnisse innerhalb einer Familie sowie der Einfluss eines totalitären Systems auf die Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Auswirkungen der Gewalt auf die Kindheit und Identitätsentwicklung der Protagonistin detailgetreu und differenziert darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse kombiniert mit sozial- und kulturwissenschaftlichen Theorien zur Macht und Identität verwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte, die konkreten Gewaltdarstellungen im Roman sowie die gesellschaftliche Dialektik der familiären Herrschaft im Real-Sozialismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewalt, Macht, Autorität, DDR, Identität, Sadismus und Kindheit charakterisiert.

Wie beschreibt die Autorin die Rolle des Vaters?

Der Vater wird als sadistischer Patriarch dargestellt, der seine Machtposition durch das System des Real-Sozialismus legitimiert sieht und das Kind systematisch drangsaliert.

Welche Rolle spielt die Mutter für das Kind?

Die Mutter wird als unreife, alkoholsüchtige und masochistisch veranlagte Person beschrieben, die durch ihr eigenes Versagen das Kind vernachlässigt und psychisch missbraucht.

Final del extracto de 52 páginas  - subir

Detalles

Título
Gewaltdarstellungen in Inka Bachs "Glücksmarie". Wie prägt die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen?
Universidad
University of Zielona Góra
Calificación
1
Autor
Mirella Waleczek (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
52
No. de catálogo
V542006
ISBN (Ebook)
9783346152268
ISBN (Libro)
9783346152275
Idioma
Alemán
Etiqueta
bachs gewaltdarstellungen gewalterfahrung glücksmarie identität inka menschen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mirella Waleczek (Autor), 2012, Gewaltdarstellungen in Inka Bachs "Glücksmarie". Wie prägt die Gewalterfahrung die Identität eines jungen Menschen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542006
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