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Arten, Entstehung und Auswirkungen von Währungskrisen. Asien und die Folgen

Titel: Arten, Entstehung und Auswirkungen von Währungskrisen. Asien und die Folgen

Seminararbeit , 2014 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Levin Fedeler (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Währungskrise in Asien 1997/98. Diese wird als Anlass genommen, um die Auswirkungen auf fixe Wechselkurse, ausländische Devisenreserven von Zentralbanken und Staatshaushalten durch Finanzkrisen im Allgemeinen und Währungskrisen im Speziellen zu beschreiben. Steiner unterscheidet drei Arten von Finanzkrisen: Währungskrisen, Bankenkrisen und Staatsschuldenkrisen. Nach einer kurzen Darstellung dieser Krisenarten soll auf Währungskrisen im Speziellen eingegangen werden. Hier geht es vor allem um die verschiedenen Arten der theoretischen Modellierung dieser Krisen, ihre Entstehung und deren Auswirkungen auf Zentralbankbilanz, Staatshaushalt und (fixe) Wechselkurse.

Weiterhin wird auf die Frage eingegangen, ob die Tigerstaaten besonders anfällig für diese Art von Krisen waren. Hierfür werden die Ergebnisse, welche Auswirkungen Währungskrisen anhand von Modellen der dritten Generation haben, zusammengefasst und die Ausgangssituation der Tigerstaaten bzgl. ihrer makroökonomischen Faktoren – BIP-Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz, ausländische Devisenreserven der Zentralbanken, etc. – dargestellt.
Greßmann nennt drei verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung von Währungskrisen der dritten Generation, dies sind: „Bank-Run-Modelle“, „Moral-Hazard-Modelle“ und nach Krugman „Balance-Sheet-Modelle“. In dem Modell von Corsetti et al., werden „Überinvestition“, „exzessive Geldaufnahme im Ausland“ (meist in Fremdwährung) und „Leistungsbilanzdefizite“ als Hauptfolgen des „Moral-Hazard“-Problems ausgemacht. Diese Faktoren verursachen ein Umfeld, in dem sich Währungskrisen entwickeln und ausbreiten können. Zum Test der Anfälligkeit eines Landes für Währungskrisen muss daher das Vorhandensein dieser zuletzt genannten Aspekte untersucht werden; was im Abschnitt 3 dieser Arbeit getan wird.
Im Fazit werden die Ergebnisse aus dem Abschnitt 3 aufgegriffen um diese abschließend den Erkenntnissen aus dem in Abschnitt 2.4 beschriebenen Währungskrisenmodell der dritten Generation gegenüberzustellen und kritisch zu hinterfragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Arten von Finanzkrisen und Modellierung von Währungskrisen

2.1 Arten von Finanzkrisen

2.2 Generationen von Währungskrisenmodellen

2.3 Erklärungsansätze zur Entstehung von Währungskrisen der dritten Generation

2.4 Implikationen des Modells von Corsetti et al. (1999)

3 Besondere Anfälligkeit der Tigerstaaten?

3.1 Makroökonomische Faktoren

3.2 Die Leistungsbilanz der betroffenen Länder

3.3 Währungsreserven der Zentralbanken

3.4 Überinvestition

3.5 Exzessive Geldaufnahme im Ausland

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Asienkrise 1997/98, um die Auswirkungen von Finanzkrisen auf fixe Wechselkurse, Währungsreserven und Staatshaushalte zu analysieren. Dabei wird insbesondere geprüft, ob die sogenannten Tigerstaaten aufgrund spezifischer makroökonomischer Faktoren eine besondere Anfälligkeit aufwiesen und inwieweit das Modell der dritten Generation von Corsetti et al. (1999) diese Krise erklären kann.

  • Analyse theoretischer Währungskrisenmodelle (erste bis dritte Generation)
  • Untersuchung der "Moral Hazard"-Problematik und ihrer ökonomischen Folgen
  • Empirischer Vergleich der Tigerstaaten hinsichtlich makroökonomischer Indikatoren
  • Bewertung von Zusammenhängen zwischen Überinvestition, Kapitalflüssen und Währungskrisen
  • Kritische Reflexion der Rolle von staatlichen Bail-out-Garantien

Auszug aus dem Buch

2.4 Implikationen des Modells von Corsetti et al. (1999)

Dieses Modell ist ein Währungskrisenmodell der dritten Generation, welches sich mit dem Moral-Hazard Ansatz, der zuvor kurz beschrieben wurde, befasst. Die Autoren entwerfen hier ein Gleichgewichtsmodell, auf der einen Seite den Privatsektor mit folgender Gleichung hat:

Dies entspricht der üblichen Cobb-Douglas Produktionsfunktion mit Ä als Technologieparameter, welcher einem Schock erliegen kann, der mit einer Wahrscheinlichkeit von jeweils ½ entweder positiv oder negativ ausfällt.

Der Kapitalmarkt ist segmentiert in eine Elite (ELI) und den Rest des Landes (ROC), wobei die Elite den gesamten Kapitalstock in Form von Geld hält und somit auch die Liquidität bereitstellt und den Teil β ausmacht; für ROC bleibt damit 1-β. Weiterhin hält nur die Elite Assets und sie sind risikoneutral. Für den Nutzen der Elite ergibt sich damit folgendes:

Hierbei steht P für das inländische Preislevel, M für die nominale Geldmenge („money holdings“), CELI ist der Konsum der Elite und δ gibt die Rate der Zeitpräferenz wieder. Diese Elite leiht sich nun Geld im Ausland (D) und verleiht gleichzeitig Geld im Inland an die Firmen (K), wobei diese Firmen der Elite selbst gehören. Weiterhin stellt ρ die realen Kosten der Ausleihungen aus dem Ausland dar, D ist demnach (s.o.) die Bruttoverschuldung gegenüber dem Ausland. TELI sind die Steuern, welche die Elite im Inland an den Fiskus zahlt. Der nominale Wechselkurs wird durch ε ausgedrückt, W ist der das reale Bruttoeinkommen der Arbeitnehmer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit führt in die Thematik der Währungskrisen ein und definiert das Ziel, die Asienkrise 1997/98 anhand von Modellen der dritten Generation zu beleuchten.

2 Arten von Finanzkrisen und Modellierung von Währungskrisen: Dieses Kapitel erläutert verschiedene Krisentypen und stellt die Entwicklung der theoretischen Währungskrisenmodelle bis hin zum Modell von Corsetti et al. dar.

3 Besondere Anfälligkeit der Tigerstaaten?: Hier werden die Tigerstaaten anhand von Indikatoren wie Leistungsbilanz, Währungsreserven und Investitionsverhalten auf ihre Anfälligkeit gegenüber Finanzkrisen geprüft.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Krise weniger durch fundamentale Schwächen als durch Moral Hazard und unzureichende Regulierung der Finanzmärkte entstand.

Schlüsselwörter

Währungskrisen, Asienkrise, Tigerstaaten, Finanzkrisen, Moral Hazard, Überinvestition, Wechselkurse, Leistungsbilanz, Kapitalmärkte, Bail-out, Devisenreserven, Evergreening, Modell der dritten Generation, Investitionsraten, Finanzintermediäre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und den Verlauf der Asienkrise 1997/98 und nutzt diese als Beispiel, um die Auswirkungen von Finanzkrisen auf nationale Ökonomien und Wechselkurssysteme zu beschreiben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die theoretischen Modelle von Währungskrisen, die Rolle von Moral Hazard bei Investitionsentscheidungen sowie die empirische Untersuchung makroökonomischer Kennzahlen in asiatischen Volkswirtschaften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage befasst sich mit der möglichen besonderen Anfälligkeit der sogenannten Tigerstaaten für Währungskrisen und der Eignung des Modells von Corsetti et al. zur Erklärung dieses Phänomens.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Modellierung von Währungskrisen (insbesondere der dritten Generation) und einer empirischen Datenanalyse der Tigerstaaten anhand volkswirtschaftlicher Indikatoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Krisenmodelle und eine detaillierte Prüfung von Faktoren wie BIP-Wachstum, Leistungsbilanz, Währungsreserven, Überinvestition und Auslandsverschuldung in den betroffenen Ländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Asienkrise, Moral Hazard, Überinvestition, fixe Wechselkurse und Währungsreserven charakterisieren.

Warum spielt das Konzept des "Moral Hazard" im Modell von Corsetti et al. eine so zentrale Rolle?

Das Konzept erklärt, warum Akteure in einem schlecht regulierten Finanzsystem übermäßig hohe Risiken eingehen, da sie darauf spekulieren, dass der Staat im Krisenfall durch Rettungsaktionen (Bail-outs) für die Verluste aufkommt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf die Währungsreserven der Zentralbanken?

Der Autor stellt fest, dass hohe Währungsreserven eine Krise zwar dämpfen oder zeitlich verzögern können, aber keinen dauerhaften Schutz vor einer Krise bieten, wenn die zugrundeliegenden Marktregulierungen mangelhaft sind.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arten, Entstehung und Auswirkungen von Währungskrisen. Asien und die Folgen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Daniel Levin Fedeler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
25
Katalognummer
V542114
ISBN (eBook)
9783346153692
ISBN (Buch)
9783346153708
Sprache
Deutsch
Schlagworte
VWL Volkswirtschaftslehre Währungskrisen Krisen Asien Tigerstaaten Währungsreserven Leistungsbilanz Makroökonomie Modellierung von Währungskrisen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Levin Fedeler (Autor:in), 2014, Arten, Entstehung und Auswirkungen von Währungskrisen. Asien und die Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542114
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Leseprobe aus  25  Seiten
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