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Wandel der Deutschen Jugendkultur von 1970 bis 2000

Titre: Wandel der Deutschen Jugendkultur von 1970 bis 2000

Dossier / Travail , 2005 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Magister Bildungsmanagement Heiko Wulschner (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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1. Einleitung

Unser Jahrhundert wird oft als „Jahrhundert der Jugend“1 bezeichnet. Ist etwa die Zeit angerückt, in der die Jugend ihre eigenes Jahrhundert beeinflusst bzw. beeinflussen kann? Wo sind die Normen und Werte vergangener Tage.? Wo sind Zucht und Ordnung bzw. der Einfluss der Eltern der, wenn nicht einziger, dann aber der bestimmende Akteur in der Entwicklung der Jugend ist ? Der Zeitraum, den diese Arbeit umfassend beschreiben wird, zieht sich von den Siebziger Jahren über die „wilden“ Achtziger, bis hinein in das heutige Jahr 2003. Die gemeinsamen Erfahrungen von Jugendlichen einer Generation ließen sich früher einfacher zusammenfassen, die Entwicklung war heterogener. Aber durch die Entstehung zahlreicher paralleler, aber auch gegenläufiger Jugendkulturen ist es heutzutage schwieriger geworden, einen Jugendlichen jeweils einer Jugend- bzw. Subkultur zuzuordnen. Die Vielfältigkeit der Gruppen ist nicht nur immens, sondern auch unübersichtlich. Die immer unterschiedlicher und schwieriger arbeitsteiligen Organisationsformen von der Entwicklung bis hin zu der Gesellschaft ließen die "Jugend" als Institution entstehen: Die Jugendlichen bzw. Heranwachsenden brauchen Zeit, um sich auf einen Berufswunsch bzw. eine Berufsrolle vorzubereiten. Sich müssen sich erst in den vorhanden Gesellschaftsstrukturen orientieren. In dieser Art Orientierungsphase, die jeder Jugendliche durchmacht (bei dem einen sehr kurz, beim anderen sehr lang) gilt es, die Entscheidung für das künftige Leben so zu treffen, dass hoffentlich mehr dem Herzen und der Gesinnung gefolgt wird, als dem elterlichen Willen und der durch die Geburt vorbestimmten Berufbranche „...in die Fußstapfen des Vaters zu treten.“ .Eine der kürzesten Orientierungsphasen findet sich wohl bei Bauern oder in bäuerlichen Kleinbetrieben. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Jugend ?

3. 1 Der Wandel der Jugendkultur ab 1970

3. 2 Die Jugendkulturen zu Beginn des 21 Jahrhunderts

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht den Wandel der deutschen Jugendkultur im Zeitraum von 1970 bis 2000, um zu verstehen, wie sich jugendliche Lebenswelten unter dem Einfluss von Medien, gesellschaftlicher Komplexität und neuen Orientierungsphasen verändert haben.

  • Historische Entwicklung der Jugendkultur ab 1970
  • Die Rolle der Medien als zentrales Element der Sozialisation
  • Wandlung von klassenspezifischen Stammkulturen zu individualisierten Jugendszenen
  • Bedeutung von Konsum, Mode und Identitätsinszenierung
  • Auswirkungen von Postmoderne und Medialisierung auf die Lebenswelt Jugendlicher

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Wandel der Jugendkultur ab 1970

In der in den 70ern vorherrschenden Beat- und Popkultur lebten jugendliche Unterschichtsangehörige ihr Bedürfnis nach Abgrenzung von den Erwachsenen aus. Diese Szene, die ursprünglich als eine Protest-Bewegung und Gegenkultur (Hippie-Kult) galt, war um 1970 schon weitgehend in die Erwachsenen-Lebensstile integriert. Die Massenmedien und die Werbung vermittelten Musik und Mode gewordene Jugendlichkeit. Eigens für das junge Publikum konzipierte Jugend-Sendungen in Rundfunk und Fernsehen, Jugend-Zeitschriften-, Schallplatten- und Bucheditionen vermittelten das jugendliche Lebensgefühl des Neuen, Hippen, Farbigen erfolgreich, obwohl das alles einmal als Protest gegen die starre Herrschende Gesellschaft begonnen hatte.

Die schon angesprochenen Symbole wie lange Haare bei Jungen, extrem kurze Röcke bei Mädchen, Hosen mit "Schlag" und andere Merkmale des Ausprobierens ebenso mit der nur unter vorgehaltener Hand erwähnten Körperlichkeit sind immer noch geeignet für Konflikte- Konflikte mit den Wertvorstellungen der Gesellschaft und vor allem mit denen der Eltern. Die Medien, vor allem die neuen Medien, vereinnahmen die Sinn- und Leitbilder der Jugend mehr und mehr. Die Schüler der 70er nahmen nach und nach auch beim artikulieren mit anderen die Merkmale der Beat- und Popkultur zur Gruppen-Identität an und differenzierten sich so von der "skeptischen" und von der "Flakhelfer-Generation“ der Eltern und älteren Lehrer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Jugendkultur ein und beschreibt den betrachteten Zeitraum von 1970 bis 2003 sowie die Entstehung der "Jugend" als Institution.

2. Was ist Jugend ?: Dieses Kapitel definiert Jugend über veränderliche Bedingungen des Aufwachsens und stellt zehn Thesen zur soziokulturellen Wahrnehmung von Jugend vor.

3. 1 Der Wandel der Jugendkultur ab 1970: Dieses Kapitel analysiert die Beat- und Popkultur der 70er Jahre und den Einfluss von Massenmedien auf die jugendliche Identitätsbildung und Abgrenzung.

3. 2 Die Jugendkulturen zu Beginn des 21 Jahrhunderts: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen des technischen Fortschritts, des Hedonismus und der Medialisierung auf die heutigen Lebenswelten Jugendlicher.

4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte und den Wandel von klassenspezifischen Strukturen hin zu marktbezogenen Jugendszenen.

Schlüsselwörter

Jugendkultur, Mediensozialisation, Identitätsbildung, Wandel, Postmoderne, Jugendkulturen, Subkultur, Medialisierung, Konsumgesellschaft, Generationskonflikt, Sozialisation, Lebenswelt, Status-Unsicherheit, Individualisierung, Peergroup.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung und dem soziologischen Wandel der deutschen Jugendkultur zwischen 1970 und dem Beginn des 21. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen der Einfluss von Medien, die Veränderung von Erziehungsidealen, die Bedeutung von Konsum und Mode für Jugendliche sowie der Wandel der sozialen Identitätsfindung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wandel von fest verankerten, klassenspezifischen Jugendkulturen der 70er Jahre hin zu modernen, individualisierten und marktgeprägten Jugendszenen zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer und medienpädagogischer Konzepte, insbesondere unter Rückgriff auf Forschungsergebnisse zu Jugendkulturen und Medienkompetenz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung von Jugend, eine historische Betrachtung der 70er Jahre und eine Analyse gegenwärtiger Phänomene wie die Rolle der Neuen Medien und den Einfluss der Konsumwelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Identitätsbildung, Jugendkultur, Medialisierung, Postmoderne und Sozialisationsinstanzen geprägt.

Wie unterscheidet sich die Jugendkultur der 70er Jahre von der heutigen Zeit?

Während in den 70ern noch klassenspezifische Stammkulturen dominierten, wird die heutige Jugendkultur stärker durch Individualität, digitale Mediennutzung und marktbezogene Szenen geprägt.

Welche Rolle spielt die Bekleidung für heutige Jugendliche laut Autor?

Kleidung dient heute weniger der reinen Grundbedürfnisdeckung als vielmehr der Status-Sicherung und der Vermeidung von Gruppenausschluss in einer konsumorientierten Umwelt.

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Résumé des informations

Titre
Wandel der Deutschen Jugendkultur von 1970 bis 2000
Université
University of Erfurt
Cours
Zum Kulturbegriff der interkulturellen Bildung und Erziehung
Note
1,7
Auteur
Magister Bildungsmanagement Heiko Wulschner (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
14
N° de catalogue
V54227
ISBN (ebook)
9783638494793
ISBN (Livre)
9783638919906
Langue
allemand
mots-clé
Wandel Deutschen Jugendkultur Kulturbegriff Bildung Erziehung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Bildungsmanagement Heiko Wulschner (Auteur), 2005, Wandel der Deutschen Jugendkultur von 1970 bis 2000, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54227
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Extrait de  14  pages
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