Elastan und die Herausforderungen im biologischen Abbauprozess


Trabajo Escrito, 2019

9 Páginas, Calificación: 1,3


Extracto

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ELASTAN

3. PROBLEMATIK DES BIOLOGISCHEN ABBAUPROZESSES VON ELASTAN

4. ALTERNATIVEN UND LÖSUNGSANSÄTZE ZUM BIOLOGISCHEN ABBAU VON ELASTAN

5. SCHLUSSFOLGERUNG

6. LITERATURVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

Mode soll heutzutage nicht nur den neuesten Trends entsprechen, sondern auch die Eigenschaften Komfort und Flexibilität erfüllen. Hier hat die Textilindustrie mit der synthetischen Faser Elastan einen nützlichen Helfer gefunden. Doch zu Zeiten der drohenden Plastikvermüllung der Ozeane, wird auch die Textilindustrie stark kritisiert. Laut einem Bericht der IUCN (Weltnaturschutzunion) entstehen allein 35 % der durch Mikroplastik verursachten Umweltverschmutzung durch das Waschen von synthetischen Textilien.1 Abgesehen davon, ist die gewaltige Ressourcenverschwendung und Müllerzeugung eine direkte Folge des industriellen Nichthandelns welcher ein Anteil an der weltweiten Klimaerwärmung von derzeit etwa acht Prozent ausmacht. Dieser Anteil kann sich bis zum Jahr 2030 verdoppeln.2 Aspekte der Nachhaltigkeit in das Industrie-Portfolio zu integrieren ist heutzutage zweifellos unausweichlich. Aus diesem Grund ist es für die Textilindustrie besonders wichtig Möglichkeiten des biologischen Abbaus oder alternative Möglichkeiten von synthetischen Fasern weiter zu erforschen.

In dieser Arbeit wird die synthetische Faser Elastan vorgestellt und dessen Auswirkungen auf die Umwelt genauer betrachtet. Ziel dieser Arbeit ist es, das Problem seiner biologischen Abbaubarkeit zu analysieren und adäquate Lösungsmöglichkeiten vorzustellen.

2. ELASTAN

Elastan ist eine synthetische Faser, die mit anderen Textilfasern kombiniert wird und für eine hohe Elastizität der Kleidung sorgt. Elastan ist eine unvermeidliche Zutat in, unter anderem, der Herstellung enganliegender Kleidung, wie Unterwäsche, Jeans, Strumpfhosen oder auch Sportgeräten und Trinksystemen.

Elastan, auch Lycra oder Spandex genannt, besteht zu 85% aus Polyurethan und ist eine langkettige synthetische Polymerfaser. Weiche und gummiartige Segmente aus Polyester- oder Polyetherpolyolen lassen die Faser bis zu 800% ihrer Länge dehnen und kehren dann in ihre ursprüngliche Form zurück.3 Hartsegmente, üblicherweise Urethan oder Urethanharnstoffe, verleihen Steifigkeit und somit Zugfestigkeit und begrenzen das plastische Fließen. Der DuPont-Wissenschaftler Joseph C. Shivers erfand 1959 nach einem Jahrzehnt der Forschung die Elastanfaser von DuPont. Ursprünglich als „Fibre K“ bezeichnet, entschied sich DuPont später für den Markennamen „Lycra“, um seine Marke für Elastanfasern zu kennzeichnen.4 Elastan ist immer von anderen Natur- oder Chemiefasern wie Baumwolle, Wolle, Seide oder Leinen umwunden oder wird beigefügt. Hierbei übertrifft der Elastananteil selten einen Prozentsatz von 40%, wodurch der größte Teil des Aussehens und der Haptik der anderen Faser erhalten bleibt. Im Gegensatz zu Gummifäden ist Elastan unempfindlich gegenüber Körperölen, Chemikalien, Schweiß, Kosmetika oder Seewasser.5

3. PROBLEMATIK DES BIOLOGISCHEN ABBAUPROZESSES VON ELASTAN

Nachhaltigkeit, Recycling und Bio-Fasern sind heute leitende Themen in der Textilindustrie. Hier ist jedoch noch eine große Umstellung notwendig, wenn man bedenkt, dass 80% der produzierten Kleidung Materialien wie Elastan enthalten.6 Elastan fällt in die Kategorie der schwer abbaubaren Materialien und kann so einen großen Einfluss auf die Umwelt ausüben. Für die Herstellung von Synthesefasern für die Textilindustrie setzen die Forscher Rohstoffe mit geringem Wert in wirtschaftlichen, energieeffizienten und umweltschonenden Prozessen ein.7

Chemiefasern wie Polyester, Acryl und Spandex machen in Europa rund 75% des gesamten Fasermarktes aus. Da es sich bei diesen synthetischen Fasern im Wesentlichen um nicht erneuerbare Petrochemikalien handelt, besteht ein wachsender Bedarf an biologischen Chemikalien wie Furfural (FF) und Hydroxymethylfurfural (HMF) aus nachwachsenden Pflanzen. Die Herausforderungen des biologischen Abbauprozesses mit Elastan zeigen sich beispielsweise bei einem einfachen Kompostierungsprozess. Biologisch abbaubare Kleidung sollte komplett kompostierbar sein. Die meisten Kleidungsstücke stellen jedoch einen chemischen Cocktail dar und enthalten giftige Substanzen wie: Polyester, Polyamid, Elastan, Polyacrylat oder auch Viskose. Andererseits sind Baumwolle, Wolle, Leinen und Jute natürliche Materialien und könnten theoretisch zur Kompostierung verwendet werden.8 Friederike von Wedel-Parlow war Professorin an der Berliner Esmod-Modeschule im Master-Studiengang „Sustainability in Fashion“ ist sich sicher, dass in Zukunft der Vorgang Recycling und biologischer Abbau von Kleidung Hand in Hand gehen werden.9

4. ALTERNATIVEN UND L ÖSUNGSANSÄTZEN ZUM BIOLOGISCHEN ABBAU VON ELASTAN

Das Unternehmen „Hyosung Corporation“ ist mit Creora der weltweit größte Elastan-Hersteller und stellt regelmäßig auf den Messen „Performance Days“ und „ISPO“ neuartige Textil-Innovationen vor. Mit der nachhaltigen Linie „Creora eco-soft“ zeigt das Unternehmen einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit.10 Das Eco-Material wird bei geringen Temperaturen hergestellt und benötigt im Vergleich zu herkömmlichen Elastan weniger Energie- und Wasserverbrauch.11 Auf der diesjährigen ISPO Munich 2019, stellte „Hyosung“ mit dem Tencel-Unternehmen Lenzing die Koalition „Better Together“ vor. Diese bietet „Lenzing Ecovero“ mit „Creora Eco-soft“Elastan für ein besonders sanftes Gefühl, weißeres Weiß und geringere Wärmewirkung mit einem geringen Energieverbrauch.12 Die Lyocell-Faser von „Lenzing“ basiert auf Holz und damit frei von ökologischen Nachteilen.

[...]


1 vgl. Boucher, Julien; Friot, Damien: Primary microplastics in the oceans, iucn.com 2017, online unter: https://portals.iucn.org/library/node/46622 (Stand 04.06.2019).

2 vgl. Dietrich, Elke: „Wir sollten Panik bekommen“, textilwirtschaft.de 2019, online unter: https://www.textilwirtschaft.de/business/sports/performance-stoffe-umsetzbar-ist-heute-so-gut-wie-alles-215462 (Stand 04.06.2019).

3 vgl. Eberle, Hannelore; Gonser, Elke; Hornberger, Marianne; Kupke, Renate; Ring, Werner: Fachwissen Bekleidung, Haan-Gruiten: Europa Lehrmittel 2017 (11. Auflage), S. 39f..

4 vgl. Fontaine, Arthur: Technologie für Bekleidungsberufe, Köln: Bildungsverlag EINS 2011 (14. Auflage), S. 369f..

5 vgl. Trevisan, Stefanie: Skript Textiltechnologie Rohstoffe, Akademie Mode und Design 1. Semester 2016/2017, S. 31.

6 vgl. Fairlis: Nachhaltige Textilien – und welche es nicht sind, fairlis.de 2018, online unter: https://www.fairlis.de/post/nachhaltige-textilien-und-welche-es-nicht-sind/ (Stand 04.06.2019).

7 vgl. Suntinger, Hildegard: Polyester in Kleidung bleibt ein Umweltproblem, notforrealweb.wordpress.com 2018, online unter: https://notforrealweb.wordpress.com/2018/07/24/polyesterkleidung-ist-ein-umweltproblem/ (Stand 04.06.2019).

8 vgl. Heltmann, Dagmar: Ökologische Kleidung – Warum manche ökologische Klamotten auf den Kompost dürfen und andere nicht, trigema.de 2017, online unter: https://www.trigema.de/magazin/oekologische-kleidung/ (Stand 04.06.2019).

9 vgl. UTA: Fashion in Cycles – ein Paradigmenwechsel, aethic.de 2016, online unter: http://www.aethic.de/2016/01/22/fashion-in-cycles-ein-paradigmenwechsel/ (Stand 04.06.2019).

10 vgl. Creora: creora eco-soft, online unter: http://www.creora.com/en/products/settable.do (Stand 04.06.2019).

11 vgl. Schlomaski, Iris: Hyosung mit nachhaltigem Creora auf der Bluezone, textile-network.de 2018, online unter: https://textile-network.de/de/Technische-Textilien/Textile-Flaechen/Hyosung-mit-nachhaltigem-Creora-auf-der-Bluezone (Stand 04.06.2019).

12 vgl. Smith, Louisa: Lenzing & Hyosung bringen gemeinsame nachhaltige Stoffkollektion heraus, ispo.com 2019, online unter: https://www.ispo.com/trends/lenzing-hyosung-bringen-neue-nachhaltige-stoffkollektion-heraus (Stand 04.06.2019).

Final del extracto de 9 páginas

Detalles

Título
Elastan und die Herausforderungen im biologischen Abbauprozess
Calificación
1,3
Autor
Año
2019
Páginas
9
No. de catálogo
V542473
ISBN (Ebook)
9783346190840
Idioma
Alemán
Etiqueta
Elastan, Abbauprozess, Nachhaltigkeit
Citar trabajo
Lara Werner (Autor), 2019, Elastan und die Herausforderungen im biologischen Abbauprozess, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542473

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