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Die Sexualisierung der Anderen. Diskursanalyse von Mediendarstellungen zur Kölner Silvesternacht

Titel: Die Sexualisierung der Anderen. Diskursanalyse von Mediendarstellungen zur Kölner Silvesternacht

Bachelorarbeit , 2017 , 54 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Janina Babst (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit setzt sich mit der Sexualisierung der Anderen am Beispiel der Mediendarstellungen zu Kölner Silvesternacht 2015/16 auseinander. Sie soll die Veränderung des Diskurses chronologisch auf verschiedenen Ebenen untersuchen. Hierbei bezieht sich die Arbeit auf die mediale, die politische Ebene und die Alltagsebene und stellt die Konsequenzen für Geflüchtete und Migrant*innen dar. Dabei wird sich die Untersuchung überwiegend auf männliche Migranten beziehen.

Zuerst erfolgt eine theoretische Einordnung der Begriffe, Flucht, Migration, Asyl, Rassismus und Kolonialismus. Im weiteren Verlauf wird auf die Theorie der kritischen Diskursanalyse nach Jäger eingegangen, um daraufhin eine kritische Diskursanalyse durchzuführen. Diese beginnt mit dem Kollektivsymbol der "Willkommenskultur" und endet mit den Abschottungsstrategien der deutschen Gesellschaft. Im Hauptteil werden die Folgen des diskursiven Ereignisses der "Kölner Silvesternacht" für den Diskurs um Flucht, Migration und Asyl aufgreifen und analysieren, wie Geflüchtete und Migranten danach sexualisiert und kriminalisiert wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Einordnung

2.1 Flucht, Migration und Asyl

2.2 Kolonialismus

2.3 Rassismus

3 Kritische Diskursanalyse

3.1 Kritische Diskursanalyse nach Jäger

3.2 Begrifflichkeiten und Analyseschritte

4 Eine Angewandte kritische Diskursanalyse

4.1 Zielsetzung und Benennung und Begründung des Gegenstandes der Untersuchung

4.2 Kollektivsymbol „Willkommenskultur“

4.3 Das diskursive Ereignis „die Kölner Silvesternacht“

4.4 „Die Sexualisierung der Anderen“

4.5 Verknüpfung mit dem Diskursstrang der Sicherheit

4.6 „Abschottungsgesellschaft“

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit analysiert die Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses über Flucht, Migration und Asyl in Deutschland zwischen 2015 und 2017. Im Fokus steht dabei die Transformation von einer „Willkommenskultur“ hin zu einer stigmatisierenden Darstellung von Geflüchteten als sexualisierte und kriminalisierte „Andere“, maßgeblich beeinflusst durch das diskursive Ereignis der Kölner Silvesternacht 2015/16.

  • Kritische Diskursanalyse als methodischer Rahmen nach Siegfried Jäger
  • Die Konstruktion von „Othering“ und kolonialrassistischen Mustern
  • Die mediale und politische Instrumentalisierung sexueller Gewalt
  • Verschränkung des Fluchtdiskurses mit Sicherheits- und Abschottungsstrategien

Auszug aus dem Buch

4.4 „Die Sexualisierung der Anderen“

Nach den Ereignissen der Silvesternacht 2015 auf 2016 kam es zu einer Verschränkung zwischen dem Diskursstrang über Flucht, Migration und Asyl mit dem Diskursstrang des Sexismus und der Sexualität. Die angesprochenen Haupthemen in den Diskursfragmenten zu dieser Verschränkung drehten sich vor allem um die Sexualisierung und Kriminalität von Geflüchteten und Migranten, insbesondere um die angebliche Gefahr, die sie für die deutschen Frauen darstellen. In diesem Zusammenhang wurden Vergewaltigungen, die Silvesternacht in Köln, Frauenbilder, Kultur- und Wertevorstellungen und die Erziehung, die Angst und die Sicherheit der deutschen Bevölkerung und der Aufschwung rechtspopulistischer Parteien als Unterthemen genannt.

Hierbei werden die sexuellen Übergriffe auf Frauen mit der muslimischen Kultur verknüpft. Die jungen Männer wären so erzogen worden, dass sie Frauen erst nach der Hochzeit sexuell näherkommen dürfen und seien nun mit emanzipierten deutschen Frauen konfrontiert. Da müsse es zu so etwas kommen. In muslimischen Kulturen herrsche eine patriarchale Ansichtsweise, danach seien Frauen nicht so viel wert wie Männer. Dieses sei unvereinbar mit der deutschen Kultur, hier stehe die Sicherheit der deutschen Frau an oberster Stelle und diese Sicherheit würde durch die Gefährlichkeit der „Anderen“, der „Fremden“, nicht mehr gewährleistet. Um wieder eine Normalität herzustellen und weiße deutsche Frauen zu schützen, wurden zum Beispiel Verbote für Geflüchtete und Migranten in Schwimmbädern ausgesprochen. Hierbei wurde sich auf das Äußere bezogen und somit Menschen, welche als muslimisch markiert wurden, als sexuell übergriffig dargestellt und im selben Zug rassistisch diskriminiert. (vgl. o.V. 08.12.2016)

Das „Best – Case – Szenario“ nach den Vorkommnissen in Köln wäre es nach Messerschmidt und Mecheril gewesen, das Thema der sexualisierten Gewalt und der sexuellen Übergriffe, insbesondere auf Frauen und Kinder, mehr in den Fokus zu rücken und etwas dagegen zu unternehmen (vgl. Mecheril / Messerschmidt 2016, S. 150). Durch die Fokussierung auf Migranten und Geflüchtete gerät die Tatsache, dass die meisten sexuellen Übergriffe in den Familien stattfinden, in den Hintergrund.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit skizziert den Umschwung im Migrationsdiskurs von 2015 bis 2017 und benennt die Sexualisierung und Kriminalisierung männlicher Geflüchteter als zentralen Untersuchungsgegenstand.

2 Theoretische Einordnung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte Flucht, Migration, Asyl, Kolonialismus und Rassismus, um die theoretische Basis für die spätere Diskursanalyse zu schaffen.

3 Kritische Diskursanalyse: Hier wird der methodische Ansatz nach Siegfried Jäger erläutert, insbesondere die Konzepte Kollektivsymbole, Normalismen, Diskursfragmente und Diskurspositionen.

4 Eine Angewandte kritische Diskursanalyse: Das Kapitel führt die eigentliche Analyse durch, beginnend bei der „Willkommenskultur“, über das Ereignis der Silvesternacht bis hin zur Verschränkung mit Sicherheitsdiskursen und Abschottungsstrategien.

5 Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Tendenz zur Ausgrenzung der „Anderen“ und reflektiert die Rolle der Sozialen Arbeit sowie die Gefahren von Rassismusdiskursen.

Schlüsselwörter

Kritische Diskursanalyse, Willkommenskultur, Kölner Silvesternacht, Othering, Rassismus, Postkolonialismus, Flucht, Migration, Asyl, Sexualisierung, Kriminalisierung, Sicherheit, Abschottungsgesellschaft, Migrationspädagogik, Ethnosexismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich der mediale und politische Diskurs über Flucht und Migration in Deutschland nach der Kölner Silvesternacht 2015/16 verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die mediale Darstellung von Geflüchteten, die Verknüpfung von Sexualität mit Herkunftskultur sowie rassistische und postkoloniale Machtstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die diskursive Verschiebung von einer positiven „Willkommenskultur“ hin zu einer rassistisch geprägten Stigmatisierung von Geflüchteten als Bedrohung („Andere“) offenzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet die kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, um die zugrundeliegenden Macht- und Wissensstrukturen in Medien und Politik zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch diskursive Ereignisse wie die Silvesternacht, die mediale Konstruktion des „triebhaften Orientalen“ und die Verschränkung des Fluchtdiskurses mit Sicherheitsfragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie „Othering“, „Sexualisierung“, „Willkommenskultur“, „Abschottungsgesellschaft“ und „Rassismus“.

Wie werden Geflüchtete im Diskurs nach 2015 konstruiert?

Sie werden vermehrt stereotypisiert als „gefährliche fremde Männer“ und als sexuell übergriffig dargestellt, um Abschottungsmaßnahmen politisch zu legitimieren.

Welche Rolle spielen die Medien in diesem Prozess?

Die Medien fungieren als Ort der Diskursbildung, indem sie durch Schlagworte und Bildsprache (z.B. „Nafri“, Titelbilder) rassistische Muster reproduzieren und damit Ängste schüren.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sexualisierung der Anderen. Diskursanalyse von Mediendarstellungen zur Kölner Silvesternacht
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Note
1,0
Autor
Janina Babst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
54
Katalognummer
V542573
ISBN (eBook)
9783346206732
ISBN (Buch)
9783346206749
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diskursanalyse "Kölner Silvesternacht" Sexualisierung Geflüchtete Migration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Babst (Autor:in), 2017, Die Sexualisierung der Anderen. Diskursanalyse von Mediendarstellungen zur Kölner Silvesternacht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542573
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  54  Seiten
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