Anliegen dieser Arbeit ist sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Bedeutung die Romantik für die Kirche gehabt und welche Ansätze diese kulturgeschichtliche Epoche umarmt hat.
In einem ersten Schritt wird eine tangentiale Annäherung an die Situation der protestantischen Kirche in der Zeit der Frühromantik gewagt, und beispielhaft Auszüge aus der Welt der Literatur und Kunst gegeben, welche an das Religiöse anknüpfen und es prägen.
In einem nächsten Schritt wird die Situation des römischen Katholizismus in Kürze und Knappe problematisiert. Abschließend erfolgt unter der Form einer Schlusspoesie, der dichterischer Versuch des Autors, einige diskutierte Konzepte poetisch wiederzugeben.
Inhaltsverzeichnis
I Einleitendes
II Die protestantische Kirche im Zeitalter der Romantik
III Der römische Katholizismus am Anfang des 19.Jahrhunderts
IV Schlusspoesie
V Bibliographie
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die kulturgeschichtliche Bedeutung der Epoche der Romantik für Kirche und Religion. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das religiöse Empfinden und die Rolle der Kirche in dieser Zeit wandelten, insbesondere unter dem Einfluss der Frühromantik sowie der Wiederbelebung des Katholizismus im 19. Jahrhundert.
- Religiosität und Spiritualität in der Romantik
- Protestantische Glaubensauffassungen und die Rolle des Individuums
- Die gesellschaftspolitische und kirchengeschichtliche Entwicklung des Katholizismus
- Wechselwirkungen zwischen Literatur, Kunst und Theologie
Auszug aus dem Buch
I - Einleitendes
>>Was wär ich ohne dich gewesen?<< ist der Titel der oben ausgewählten Verse, die von den Dichter Novalis geschrieben wurden und in der Sammlung Geistliche Lieder 1802 erschienen sind. Die Frühromantik sollte Kontur und Farbe durch Novalis Kreativität und Religiosität bekommen. Die Aufklärungszeit als gnoseologisches Terrain wird durch das Fantastische, Leidenschaftliche, Gefühlvolle, Abenteuerliche und Mythische, welche die Grenzen des Verstandes sprengen, verlassen, um Platz für das Romantische, zu machen. Das ausgewählte Gedicht von Novalis, zeigt seine protestantisch-pietistische Ausprägung, aber auch sein Versuch, zu einer autonomen Christenthematik zu gelangen, indem er Glauben, Christus und Gott durch eine philosophisch-ontologische Lupe betrachtet, und in seiner Ars poetica auf einer besonderen Weise darstellt.
Da bei den Romantiker das Fühlen durch Begriffe wie >>Unendlichkeit<< , >>Ewigkeit<< bis hin zur >>Ganzheit<<, aufgefangen wird, bekommt die Religion, Kirche und Theologie wieder langsam aber sicher eine besondere Rolle zugewiesen. Welche Rolle das ist, kann man nicht so leicht beantworten, da man nicht nur Schleiermacher anvisieren sollte, welcher schnell aber richtig das Kosmologische als Definiens des Göttlichen definieren würde. Die Romantik versteht sich anders und will die Religion als Beziehung des Menschen zum Unendlichen, ansehen. Wir, Menschen sind Teil des Ganzen. Diese holistische Idee wird sowohl in der Frühromantik, Hochromantik bis hin zu der Spätromantik verfolgt.
Zusammenfassung der Kapitel
I Einleitendes: Dieses Kapitel führt in die Thematik der romantischen Religiosität ein und analysiert, wie die Romantik das rationalistische Erbe der Aufklärung zugunsten einer stärkeren Betonung von Gefühl und Unendlichkeit ablöste.
II Die protestantische Kirche im Zeitalter der Romantik: Hier wird untersucht, wie die romantische Bewegung den Protestantismus beeinflusste und welche Rolle das Individuum in seinem Streben nach einer Verbindung zum Göttlichen einnahm.
III Der römische Katholizismus am Anfang des 19.Jahrhunderts: Das Kapitel widmet sich der kirchenpolitischen Wiedererstarkung des Katholizismus nach den Wirren der Französischen Revolution und der Wiederherstellung kirchlicher Strukturen.
IV Schlusspoesie: Ein reflektierender, poetischer Abschluss, der die behandelten religiösen und philosophischen Themen in eine literarische Form überführt.
V Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur sowie der Internet- und Medienquellen zur Arbeit.
Schlüsselwörter
Romantik, Religion, Kirche, Protestantismus, Katholizismus, Novalis, Schleiermacher, Aufklärung, Religiosität, Spiritualität, Philosophie, Theologie, Kulturgeschichte, Glauben, Moderne.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen der Epoche der Romantik und dem religiösen Leben, wobei der Fokus auf den theologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen innerhalb der protestantischen und katholischen Kirche liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Religion als Beziehung zum Unendlichen, die Rolle des Individuums im Protestantismus und die kirchenpolitische Restauration des Katholizismus im 19. Jahrhundert.
Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die spezifische Bedeutung der Romantik für die religiöse Kultur zu ergründen und aufzuzeigen, wie diese Epoche versuchte, das Verhältnis zwischen Mensch, Welt und Gott neu zu definieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dem Text verwendet?
Es handelt sich um eine kultur- und kirchengeschichtliche Analyse, die philosophische sowie literarische Quellen nutzt, um religiöse Strömungen zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der protestantischen Prägung der Frühromantik sowie eine Analyse der Situation der katholischen Kirche zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Romantische Religiosität, Protestantische Identität, Katholische Restauration und das Verhältnis von Vernunft zu Gefühl bestimmt.
Wie bewertet der Autor die Rolle von Schleiermacher in der Romantik?
Der Autor ordnet Schleiermacher als einen zentralen Akteur ein, der die Religion aus der moralischen und metaphysischen Vereinnahmung löste und ihr einen eigenständigen Stellenwert zuschrieb.
Welchen Stellenwert nimmt die "Schlusspoesie" ein?
Die Schlusspoesie dient als ein dichterischer Versuch, die theoretisch diskutierten Konzepte der Arbeit in einer subjektiven, ästhetischen Form zusammenzufassen und so eine Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst zu schlagen.
- Citar trabajo
- Mihai Daniel Udrea (Autor), 2020, Religiosität und Kirche in der Romantik. Ansätze einer kulturgeschichtlichen Epoche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542687