Die Arbeit setzt sich damit auseinander, wann und warum Mobbing am Arbeitsplatz stattfindet und welche Maßnahmen die Betroffenen ergreifen sollen, um sich dagegen zu schützen. Zuerst wird der Begriff des Mobbings näher erläutert. Dies geschieht durch die Definition und die Beschreibung des Phasenmodells nach Heinz Leymann und durch die Definition nach Esser und Wolemrath. Daraufhin sollen einige Gründe und Motive für Mobbing am Arbeitsplatz herausgearbeitet werden. Durch das Erleben von Mobbing können verschiedene Symptome auftreten, die Folgen für die Gesundheit haben. Diese werden im folgenden Kapitel näher beleuchtet. Zum Schluss werden mögliche betriebliche Präventionsmaßnahmen für den Mobbing-Täter, wie auch für das Mobbing-Opfer, dargestellt.
Nicht nur am Arbeitsplatz findet Mobbing statt, sondern auch in verschiedenen Institutionen. Dort, wo sich zwei oder mehrere Menschen begegnen, die unterschiedliche Aspekte, Wahrnehmungen oder Konzepte mit sich bringen und als Interaktionspartner ohne Rücksicht auf die Gefühle und die Persönlichkeit des anderen agieren, kann Mobbing entstehen. Um dieses Trauma zu bewältigen, benötigen die Betroffenen viel Zeit und Geduld, um die Spuren der negativen Ereignisse zu verarbeiten.
Unter dieser Situation leidet nicht nur der Betroffene selbst, sondern auch der enge Kreis der Familie und Freunde. Je nach Persönlichkeit und Ausmaß des Mobbings, wird dieser Schock von der betroffenen Person unterschiedlich verarbeitet, abhängig davon über welche Ressourcen und Coping-Strategien und Resilienz-Faktoren die betroffene Person verfügt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Begriffsklärung von Mobbing
2.1. Das Phasenmodell des Mobbings nach Leymann
2.2. Die 45 Mobbinghandlung nach Leymann
3. Die Hauptursachen für Mobbing
3.1. Mobbing aus Eifersucht
3.2. Mobbing aus Konkurrenz
3.3. Feststellung von Mobbing und Schadenersatz
4. Gesundheitliche Beeinträchtigung durch Mobbing
4.1. Psychische Symptome
4.2. Körperliche Symptome
5. Betriebliche präventive Maßnahmen gegen Mobbing
5.1. Maßnahmen für das Mobbing-Opfer
5.2. Maßnahmen gegen den Mobbing-Täter
6. Fazit
Zielsetzung und Themenfelder
Diese Studienarbeit untersucht die Hintergründe und Ursachen von Mobbing am Arbeitsplatz sowie die daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen. Ziel der Arbeit ist es, Handlungsoptionen und präventive Maßnahmen für Betroffene und Unternehmen aufzuzeigen, um Mobbingstrukturen frühzeitig zu erkennen und erfolgreich entgegenzuwirken.
- Phasenmodell und Dynamik des Mobbings nach Heinz Leymann
- Psychologische und körperliche Auswirkungen auf Betroffene
- Ursachenforschung: Mobbing durch Eifersucht und Konkurrenz
- Rechtliche Aspekte und Möglichkeiten der Schadensregulierung
- Betriebliche Präventions- und Interventionsstrategien
Auszug aus dem Buch
Die 45 Mobbinghandlung nach Leymann
Um festzustellen, ob Mobbing in Unternehmen stattfindet, hat Leymann Anfang der achtziger Jahre ca. 300 Interviews durchgeführt. Dabei entwickelte er die 45 Handlungen von Mobbing, die wiederum in fünf Kategorien einordnen sind (Leymann, 2006, S. 22). Nach Leymann „Mobbing ist dann gegeben, wenn eine oder mehrere von 45 genau beschriebenen Handlungen über ein halbes Jahr oder länger mindestens einmal pro Woche vorkommen“ (ebd)1.Dieses Schema diente Leymann zur Orientierung, ob der die Betroffenen Opfer von Mobbing wurde oder nicht. Außerdem ist dieses Schema nicht nur für das Mobbing-Opfer relevant, sondern auch für den Mobbing-Täter, da dieser so einen Überblick über sein Verhalten bekommen kann.
Die fünf Kategorien nach Leymann sind: 1.“ Angriffe auf die Möglichkeiten, 2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen, 3. Auswirkungen auf das soziale Anssehen, 4. Angriffe auf die Qualität der Berufs-und Lebenssituation, 5. Angriffe auf die Gesundheit“ (Leymann, 2006, S. 23).
Laut Leymann sind das die häufigsten Angriffe, die der Mobbing-Täter gegen das Mobbing-Opfer benutzt, um es während der Arbeit zu demotivieren und somit schnell an sein Ziel zu kommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Mobbings als krankmachenden Stressor ein und definiert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.
2. Die Begriffsklärung von Mobbing: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung des Begriffs, definiert Mobbing wissenschaftlich und stellt das Phasenmodell sowie die 45-er Liste nach Heinz Leymann vor.
3. Die Hauptursachen für Mobbing: Es werden zentrale Motive wie Eifersucht und Konkurrenz sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Ansprüche für Mobbing-Opfer analysiert.
4. Gesundheitliche Beeinträchtigung durch Mobbing: Hier stehen die psychischen und körperlichen Symptome, die durch langanhaltenden Psychoterror am Arbeitsplatz entstehen, im Fokus.
5. Betriebliche präventive Maßnahmen gegen Mobbing: Dieses Kapitel behandelt Strategien der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention sowie spezifische Vorgehensweisen für Betroffene und Arbeitgeber.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit von Führungskompetenz, Wertschätzung und frühzeitigem Eingreifen bei Mobbing zusammen und betont die Verantwortung der Unternehmen.
Schlüsselwörter
Mobbing, Psychoterror, Arbeitsplatz, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Konfliktmanagement, Heinz Leymann, Mobbing-Opfer, Mobbing-Täter, Psychische Belastung, Körperliche Symptome, Arbeitssicherheit, Organisationsentwicklung, Konfliktlösung, Wertschätzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, seinen Ursachen, den gesundheitlichen Auswirkungen und den Möglichkeiten der Prävention und Intervention.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den zentralen Themen gehören das Phasenmodell nach Leymann, die Ursachen für Mobbing (wie Neid und Konkurrenz), die gesundheitlichen Folgen und präventive Maßnahmen für Betriebe.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Mobbing entsteht und welche Maßnahmen Betroffene sowie Vorgesetzte ergreifen können, um sich zu schützen oder intervenierend einzugreifen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Aufarbeitung theoretischer Modelle (insb. nach Leymann) und der Einbeziehung aktueller Statistiken.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Analyse der Ursachen, die Beschreibung gesundheitlicher Beeinträchtigungen und die Darstellung betrieblicher Maßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Mobbing, Psychoterror, Konfliktmanagement, Prävention, Gesundheit am Arbeitsplatz und Führungskompetenz sind die prägenden Begriffe.
Wie definiert Leymann Mobbing in der Arbeit?
Mobbing liegt laut Leymann vor, wenn eine oder mehrere von 45 beschriebenen negativen Handlungen über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr mindestens einmal wöchentlich gegen eine Person gerichtet sind.
Welche Bedeutung hat ein Mobbing-Tagebuch für Betroffene?
Es dient der präzisen Dokumentation von Vorfällen (Datum, Uhrzeit, Art des Vorfalls, Zeugen), was für die rechtliche Beweisführung und bei Gesprächen mit dem Betriebsrat essenziell ist.
Warum ist Mobbing laut der Arbeit ein hohes Risiko für Unternehmen?
Mobbing führt zu Motivationsverlust, Fluktuation, hohen Krankheitskosten und schadet dem Betriebsklima, was das Unternehmen auch ökonomisch belastet.
- Citation du texte
- Aferdita Shabani (Auteur), 2019, Mobbing am Arbeitsplatz. Gründe, Ursachen und Maßnahmen zur Prävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542723