Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit der Regierungskommunikation im digitalen Zeitalter auseinander. Die Arbeit fokussiert sich auf die Akteure, Instrumente und Herausforderungen der Regierungskommunikation in Deutschland. Zunächst werden in dieser Arbeit die Regierungskommunikation im Allgemeinen betrachtet und die Bedeutung und die Aufgaben sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Finanzierung der Regierungskommunikation nähergebracht, um vorerst ein Einblick in die Thematik zu ermöglichen.
Danach wird untersucht, wie die personellen Voraussetzungen der Regierungskommunikation geschaffen werden können. Hierbei werden neben den traditionellen Akteuren, die ihren Sitz schon seit der Gründung im Presse- und Informationsamt haben, kommen im Laufe der Digitalisierung neue Aufgabenfelder und somit neuere Akteure ins Spiel. Anschließend werden die Instrumente, mit denen sich die Regierungskommunikation und die staatliche Öffentlichkeitsarbeit bedienen, und die Wirkung dieser Instrumente auf die Öffentlichkeit – aber auch auf die Regierung selber – vorgestellt.
Im Laufe der Digitalisierung entwickeln sich auch die der Regierungskommunikation zur Verfügung stehenden Instrumente. Neben den klassischen Instrumenten gibt es neuere, digitale Instrumente, unter anderem das Internet und die Sozialen Netzwerke, die einerseits die Regierungskommunikation stärken, aber auch schwächen können. Abschließend werden die Chancen und Grenzen sowie die Leistungen und Defizite nochmal diskutiert und eine Einschätzung über die Herausforderungen der Regierungskommunikation gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Regierungskommunikation
2.1. Bedeutung und Aufgaben
2.2. Rechtliche Grundlagen
2.3. Finanzierung
3. Akteure der Regierungskommunikation
3.1. Traditionelle Akteure
3.2. Neuere Akteure
4. Instrumente und ihre Wirkung
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die Strukturen und Mechanismen der Regierungskommunikation in Deutschland unter dem Einfluss der fortschreitenden Digitalisierung. Ziel ist es zu untersuchen, wie sich Akteure, eingesetzte Instrumente und die Anforderungen an die politische Kommunikation gewandelt haben, um Legitimation in einem sich verändernden medialen Umfeld zu sichern.
- Wandel der Regierungskommunikation im digitalen Zeitalter
- Rolle traditioneller und neuer Akteure (Medienberater, PR-Agenturen)
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Finanzierung staatlicher Kommunikation
- Einfluss digitaler Instrumente auf Partizipation und Transparenz
- Herausforderungen für die Glaubwürdigkeit politischer Akteure
Auszug aus dem Buch
2.1 Bedeutung und Funktion
Regierungskommunikation ist als ein Teil des Regierungshandelns zu betrachten, da sie durch ihre Politikvermittlungsfunktion mithilfe der Öffentlichkeitsarbeit und ihrer Informationspolitik die „Entscheidungsrechtfertigung“ nach innen und nach außen trägt (Gebauer 1998, 465). Der Begriff der Regierungskommunikation setzt sich zusammen aus „Regieren“ und „Kommunikation“ und erklärt somit die Zweideutigkeit für das Regierungshandeln (vgl. Kamps & Nieland 2006, 8-12): Zum einen kann das Regierungshandeln als Darstellungspolitik (vgl. Sarcinelli 2009, 115) bzw. die Legitimation der Herrschaft durch die öffentliche Kommunikation verstanden werden „Kommunikation über Regieren“.
Zum anderen kann das Regierungshandeln als Entscheidungspolitik bzw. die Vermittlung von Informationen an die politischen Akteure für die Entscheidungsfindung „Regieren durch Kommunikation“ dienen (beispielsweise zur Verabschiedung von Gesetzen). Regieren bedeutet also kommunizieren. Das heißt, dass einerseits Bürger und Bürgerinnen vom politischen Geschehen informiert werden müssen und dadurch auch am politischen Geschehen teilhaben sollen. Andererseits müssen die Politiker ebenfalls gut informiert werden, um wichtige politische Entscheidungen treffen und kommunizieren zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Transparenz und Kommunikation in der modernen Demokratie ein und umreißt die Zielsetzung der Untersuchung der Regierungskommunikation in Deutschland.
2. Die Regierungskommunikation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Definitionen, die rechtlichen Grundlagen im Grundgesetz sowie die Budgetentwicklung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung.
3. Akteure der Regierungskommunikation: Hier werden die Akteure in traditionelle Vertreter wie das Bundespresseamt und neuere Akteure wie Medienberater und PR-Agenturen unterteilt.
4. Instrumente und ihre Wirkung: Dieses Kapitel untersucht den Wandel von klassischen Medien hin zu digitalen Instrumenten und deren Auswirkungen auf die politische Partizipation und die Legitimität der Regierung.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über den Einfluss der Digitalisierung auf die Kommunikation der Bundesregierung zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Regierungskommunikation, Digitalisierung, Bundespresseamt, politische Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Medienberatung, Legitimation, Transparenz, politische Partizipation, Online-Medien, Entscheidungsrechtfertigung, politische Akteure, Internet, Wahlwerbung, Glaubwürdigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Strukturen, den Akteuren und den Instrumenten der Regierungskommunikation in Deutschland im digitalen Zeitalter.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Rolle staatlicher Öffentlichkeitsarbeit, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Regierungssprecher, der Wandel der Medienlandschaft und die Auswirkungen digitaler Kanäle auf das Vertrauen der Bürger.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Kommunikation der Bundesregierung durch das Internet und neue soziale Medien verändert hat und vor welchen Herausforderungen sie bei der Legitimierung politischer Entscheidungen steht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und stützt sich auf eine Literaturübersicht sowie auf Haushaltzahlen und rechtliche Dokumente zur Regierungskommunikation.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Akteuren (traditionell vs. neu) sowie in die Analyse von Instrumenten und deren Wirkung auf die Gesellschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Regierungskommunikation, Digitalisierung, Medienberater, politische Partizipation und Glaubwürdigkeit.
Wie hat sich die Budgetierung des Bundespresseamtes verändert?
Das Budget ist über die letzten vier Jahre signifikant gestiegen, was auf einen höheren Bedarf an Öffentlichkeitsarbeit und neue digitale Kommunikationsanforderungen zurückzuführen ist.
Welche Rolle spielen moderne Medienberater in der Regierungskommunikation?
Sie sind zu einem unabdingbaren Faktor geworden, um komplexe politische Prozesse im digitalen Raum zielgruppengerecht zu vermitteln und bei der strategischen Ausrichtung zu unterstützen.
Warum ist das Internet eine Herausforderung für die Legitimation?
Einerseits ermöglicht es mehr Partizipation, andererseits führt die Informationsvielfalt zu Verunsicherung und der Gefahr eines Vertrauensverlustes durch eine einseitige Wahrnehmung in sozialen Netzwerken.
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- Anonym (Autor), 2019, Regierungskommunikation im digitalen Zeitalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542760