Diese Proseminararbeit behandelt das Thema „Textkompetenz, Lernen und Literale Didaktik“. Über diesen Bereich wurde bereits im Laufe der Lehrveranstaltung eine Präsentation gehalten. Zunächst werden einige Definitionen zur Textkompetenz angeführt und über Textkompetenz als Instrument des Lernens kurz diskutiert. In diesem Zusammenhang werden die anschließenden Indikatoren für Textkompetenz näher beschrieben. Hier werden gleichzeitig Differenzen zwischen hoher und niedriger Textkompetenz mit Schwerpunkten auf Lesen und Schreiben aufgezeigt. Spätestens anhand der Tabellen soll es dem Leser möglich sein, zu erkennen, wie eng Textkompetenz mit Sprachkompetenz und Lesekompetenz verbunden ist.
Die Literale Didaktik wird in einem eigenen Kapitel behandelt, worin auf die Ziele dieses Bereiches eingegangen wird. Dieses Kapitel versucht schlussendlich wiederum besonders durch die Literale Förderung eine Verbindung zu den zuvor angeführten Indikatoren herbeizuführen. Das 3-Phasen-Modell zur Förderung von Textkompetenz wird kurz allgemein beschrieben, bevor auf die einzelnen Stufen näher eingegangen wird. Die drei im Fokus liegenden Phasen werden in den Unterkapiteln erläutert. Gleichzeitig werden mögliche Unterrichtsmodelle genannt, um das 3-Phasen-Modell besser veranschaulichen zu können.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Textkompetenz
1.1. Definitionen der Textkompetenz
2. Textkompetenz als Instrument des Lernens
2.1. Strategienvielfalt und Perspektivenwechsel
2.2. Bedeutungskonstruktion im Kontext
2.3. Fokussierung von Kernthemen
2.4. Themenentfaltung und Textkohärenz
2.5. Veränderungen am Text
2.6. Sprachliche Varianten
3. Literale Didaktik
3.1. Ziele der Literalen Didaktik
3.1.1. Literale Förderung
3.1.2. Aktives Sprachhandeln
3.1.3. Individuelle Wissenskonstruktion
4. Das 3-Phasen-Modell zur Förderung von Textkompetenz
4.1. Phase der Wissensaktivierung
4.2. Arbeit an Texten
4.3. Texttransformation
5. Resümee
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Textkompetenz als zentralem Instrument für den Wissenserwerb und untersucht, wie die Literale Didaktik sowie das 3-Phasen-Modell dazu beitragen können, Schreib- und Lesefähigkeiten bei Lernenden effektiv zu fördern.
- Indikatoren zur Unterscheidung von hoher und niedriger Textkompetenz.
- Die Rolle der Literalen Didaktik bei der Sprachförderung.
- Anwendung des 3-Phasen-Modells im Unterricht (Wissensaktivierung, Arbeit an Texten, Texttransformation).
- Förderung von Textkompetenz bei Mutter- und Fremdsprachigen.
Auszug aus dem Buch
2.5. Veränderungen am Text
Als weiterer Indikator der Textkompetenz sind die Veränderungen am Text zu nennen. Bei diesem Punkt geht es konkret um die Qualität und Quantität der Veränderungen an sich am Text. Dieser Bereich umfasst die Wahrnehmung von fremden, sowie von eigenen Schriftstücken. Die vorgenommenen Veränderungen lassen wiederum seitens des Lehrers/der Lehrerin feststellen, in wie weit die Textkompetenz der zu Unterrichtenden ausgeprägt ist. Lernende mit hoher Textkompetenz betrachten den zu behandelnden Text als Ganzes. Die überdenken einzelne Wörter im Text, allerdings werden auch ganze Teile des Textes verändert, um schließlich so eine höhere Qualität des Textes an sich zu erzielen. Liegt eine niedrige Textkompetenz vor, so kann derjenige Betroffene keine Verbindung zu dem zu überarbeitenden Text aufbauen. Dadurch können nur wenige Veränderungen vorgenommen werden. Zu beachten ist ebenso, dass in diesem Fall ein Überarbeiten eines Textes zu neuen Fehlern führen kann. Bereits vorhandene Fehler werden aufgrund des nicht vorhandenen Bezugs zu dem Schriftstück meist nicht erkannt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema Textkompetenz und Literale Didaktik vor und erläutert den Aufbau der Arbeit.
1. Textkompetenz: Dieses Kapitel definiert Textkompetenz als Grundlage des Wissenserwerbs und als Schlüsselkompetenz für das Lernen.
2. Textkompetenz als Instrument des Lernens: Hier werden zentrale Indikatoren für Textkompetenz wie Strategienvielfalt, Bedeutungskonstruktion und Textkohärenz detailliert gegenübergestellt.
3. Literale Didaktik: Das Kapitel beleuchtet Ansätze zur Förderung von Textkompetenz, insbesondere bei Zweitsprachenlernenden, und definiert deren spezifische Lernziele.
4. Das 3-Phasen-Modell zur Förderung von Textkompetenz: Dieses Kapitel beschreibt das didaktische Modell zur Textarbeit, unterteilt in Wissensaktivierung, Textarbeit und Texttransformation, illustriert durch Unterrichtsbeispiele.
5. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, wie durch die Analyse von Indikatoren Schwächen erkannt und durch gezielte methodische Ansätze im Unterricht behoben werden können.
Schlüsselwörter
Textkompetenz, Literale Didaktik, Wissenserwerb, Sprachkompetenz, Lesekompetenz, 3-Phasen-Modell, Wissensaktivierung, Texttransformation, Schreibprozesse, Zweitspracherwerb, Textkohärenz, Lernende, Sprachpraxis, Unterrichtsmodelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Konzept der Textkompetenz, dessen zentrale Indikatoren sowie didaktische Ansätze zu deren Förderung im schulischen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Messung von Textkompetenz, die Literale Didaktik und die praktische Anwendung des 3-Phasen-Modells.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte didaktische Unterstützung die Textkompetenz von Schülern, insbesondere auch von Zweitsprachenlernenden, verbessert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und der Analyse von praktischen Indikatoren für Textkompetenz.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Indikatoren zur Bestimmung der Textkompetenz, Ziele der literalen Didaktik und die Phasen des 3-Phasen-Modells erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Textkompetenz, Literale Didaktik, Wissensaktivierung, Texttransformation und Schreibprozesse.
Wie unterscheidet sich hohe von niedriger Textkompetenz bei der Textveränderung?
Lernende mit hoher Kompetenz betrachten den Text als Ganzes und optimieren ihn strategisch, während Lernende mit niedriger Kompetenz oft keinen inhaltlichen Bezug zum Text aufbauen und nur punktuelle, teils fehlerhafte Korrekturen vornehmen.
Welche Rolle spielt die Wissensaktivierung im 3-Phasen-Modell?
Sie dient als Einstieg in ein Thema, um den Vorwissensstand der Lernenden zu evaluieren und diese für den Lernprozess zu motivieren.
- Arbeit zitieren
- Anja Schneider (Autor:in), 2020, Förderung von Textkompetenz. Schwerpunkt Schreiben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542761