Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Vereinten Nationen als Vermittlungs-Organisation bei dem Korea-Konflikt (1945-1953) spielte und welche Ausmaße der Konflikt bis in die heutige Zeit hat. Für ein besseres Verständnis der Thematik werden erstmals die Gründungsidee der Friedensorganisation sowie deren Ziele und Grundsätze erläutert. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt jedoch auf der Korea-Frage.
Der erste Teil der Arbeit widmet sich der Gründungsidee sowie dem Gründungsvertrag der „UN-Charta“ – der Vereinten Nationen. Dabei wird kurz auf die Gründungsgeschichte und danach auf Grundsätze und Ziele der UN eingegangen.
Die Vereinten Nationen bilden die Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, welcher den ersten Versuch einer politischen internationalen Friedensorganisation nach dem Ersten Weltkrieg darstellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gründungsidee und Grundsätze der Vereinten Nationen
3. Die Korea-Frage
3.1 Einführung (1945 – 1947)
3.2 Die Funktion der Vereinten Nationen in Korea (1947– 1949)
3.2.1 Festlegung der Ziele für Korea (November 1947 – Dezember 1948)
3.2.2 Die UN-Kommission in Korea (Dezember 1948 – Oktober 1949)
3.2.3 Gründung des zweiten Koreas (Februar 1947 – Oktober 1949)
3.3 Der Korea– Krieg: eine Bewährungsprobe für die junge UNO (1950 – 1953)
4. Kritische Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Rolle und das Handeln der Vereinten Nationen im Zusammenhang mit der Koreakrise und dem Korea-Krieg zwischen 1947 und 1953, wobei insbesondere die Spannungsfelder zwischen den Interessen der Großmächte und dem Neutralitätsanspruch der UN analysiert werden.
- Gründungsgeschichte, Ziele und Struktur der Vereinten Nationen
- Entwicklung und Teilung Koreas nach dem Zweiten Weltkrieg
- Das Wirken der UN-Kommissionen und der UN-Resolutionen
- Der Korea-Krieg als militärische Bewährungsprobe der UN
- Kritische Reflexion der UN-Neutralität und der Einmischung der USA
Auszug aus dem Buch
3.3 Der Korea– Krieg: eine Bewährungsprobe für die junge UNO (1950 – 1953)
Im folgenden Abschnitt der Arbeit werden das Einwirken der UN im kriegerischen Konflikt beleuchtet und zusammenfassend die Kriegsgeschehnisse geschildert. Abschließend werden die Folgen und Ergebnisse des Konflikts zusammengefasst.
Als am 25 Juni 1950 nach wiederholten Grenzüberschreitungen eine Großoffensive der Nordkoreanischen Volksarmee beobachtet wurde, war die UN– Kommission Ansprechpartner der Südkoreanischen Regierung. Die UN als Aufgabe reagierte nach dem Erhalten der Nachricht schnell und setzte am gleichen Tag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates an. Da es sich bei dem Thema um einen Kriegerischen Akt handelte und somit der Frieden in diesem Gebiet gebrochen wurde, war die Korea–Krise Gegenstand des Sicherheitsrates, welcher nun die Verantwortung trug, den Internationalen Frieden und die Sicherheit wiederherzustellen. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Korea-Krieges waren Ägypten, Jugoslawien, Indien, Norwegen, Ecuador und Kuba als nicht ständige Mitglieder im Sicherheitsrat. Russland, eines der ständigen Mitglieder und zugleich Vetomacht, war abwesend. Die UdSSR weigerte sich auf Grund der Präsens der Republik China (Taiwan) im Rat, weiterhin mit dem Rat zu kooperieren. Die UdSSR verlangte, dass die Republik China durch die neu gegründete und kommunistische Volkrepublik China ersetzt werden sollte. Der Sicherheitsrat verurteilte die Grenzüberschreitung der Nordkoreanischen Streitmächte als [...] a breach of the peace; [...], ein Bruch des Friedens; er rief die Kommunistische Regierung auf, die Kriegshandlung sofort einzustellen: „Calls for the immediate cessation of hostlities; [...]“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz Koreas und definiert das Ziel der Arbeit, die Taten der UN während der Koreakrise kritisch zu hinterfragen.
2. Gründungsidee und Grundsätze der Vereinten Nationen: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte der UN, ihre Ziele der Friedenssicherung und die Rolle des Sicherheitsrates als zentrales Entscheidungsgremium.
3. Die Korea-Frage: Der Hauptteil analysiert chronologisch die Entwicklung in Korea von der Nachkriegszeit bis zum Kriegsausbruch und untersucht die diplomatischen sowie militärischen Interventionen der UN.
4. Kritische Schlussbetrachtung: Das Fazit bewertet das Handeln der UN als mangelhaft und stellt fest, dass nationale Interessen der Großmächte oftmals über dem Neutralitätsgebot der Organisation standen.
Schlüsselwörter
Vereinte Nationen, Korea-Frage, Korea-Krieg, UN-Charta, Sicherheitsrat, Kalter Krieg, Nordkorea, Südkorea, Friedenssicherung, Kollektives Sicherheitssystem, Neutralität, Geopolitik, Resolutionen, Diplomatie, Rhee Syngman
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Rolle der Vereinten Nationen im Koreakonflikt zwischen 1945 und 1953 und bewertet, inwieweit die UN ihrer Rolle als neutraler Vermittler gerecht wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Gründungsidee der UN, die geopolitische Lage Koreas nach dem Zweiten Weltkrieg, die Entstehung der beiden koreanischen Staaten sowie das Eingreifen der UN in den Korea-Krieg.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Entscheidungen und Handlungen der UN im Hinblick auf die Koreakrise kritisch zu hinterfragen und zu beurteilen, ob diese neutral und im Sinne der koreanischen Bevölkerung erfolgten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse von Dokumenten, insbesondere UN-Resolutionen, sowie der Auswertung von Fachliteratur zur Geschichte Koreas und der Vereinten Nationen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung zur Lage nach 1945, die UN-Funktion bei der Regierungsbildung sowie den Korea-Krieg als militärische Bewährungsprobe der UN.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Vereinte Nationen, Korea-Frage, UN-Charta, Sicherheitsrat, Kollektives Sicherheitssystem und Neutralitätskonzept.
Inwiefern beeinflussten die USA und die UdSSR die Arbeit der UN?
Die Arbeit zeigt, dass die UN durch den bipolaren Konflikt des Kalten Krieges gelähmt wurde. Die USA konnten durch Mehrheiten in der Generalversammlung und den Sicherheitsrat ihre eigenen Interessen unter dem UN-Mandat durchsetzen.
Warum wird das Wirken der UN als gescheitert bezeichnet?
Laut dem Autor wird das Wirken als gescheitert bewertet, da die UN keine neutrale Haltung wahrte, nationale Interessen der Großmächte dominierte und der Konflikt letztlich nicht friedlich gelöst werden konnte, sondern in einem bis heute andauernden Kriegszustand mündete.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2017, Die Rolle der Vereinten Nationen in der Korea-Frage (1945–1953), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542878