Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Das aristotelische Demokratieverständnis

Title: Das aristotelische Demokratieverständnis

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Damian Münzer (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Den Begriff der Demokratie konnotiert man heute weitaus positiver als es im Laufe der Geschichte der Fall war. Kaum einer wird heute bestreiten, dass es die beste der schlechtesten Verfassungen ist. Doch welche Einwände lassen sich gegen die Demokratie vorbringen? Welche Prinzipien liegen ihr zugrunde? Und welche Arten der Demokratie gibt es? Denn dass es mehr als nur eine Demokratie gibt, zeigen schon die vielfältigen Bezeichnungen, wie Kanzler-, Parteien-, Mediendemokratie, repräsentative Demokratie usw. Ohne diese Zusätze kommt heute kein Demokratiebegriff aus.
Schon Aristoteles war sich der Vielfältigkeit der Demokratien bewusst, deshalb soll im Rahmen dieser Arbeit geprüft werden, welches Verständnis er von der Volksherrschaft hatte. Unterschiede zum heutigen Verständnis ergeben sich schon aus der Tatsache heraus, dass Aristoteles vor mehr als 2000 Jahren lebte. Die antike Welt kannte keine Massenmedien, folglich auch keine Mediendemokratie. Trotz allem hat Aristoteles grundlegende Überlegungen angestellt, die bis heute in weiten Kreisen diskutiert werden. Dabei sollen vor allem drei Schwerpunkte in Augenschein genommen werden. Im ersten die Prinzipien der Demokratie im Allgemeinen. Was zeichnet Demokratien aus, was ist allen gemeinsam, trotz verschiedener Ausprägung?
Des Weiteren sollen die verschiedenen Arten der Demokratie untersucht werden. Aristoteles unterschied im Wesentlichen 4 Typen von Demokratien.
Darauf aufbauend sollen die Gefahren und die Erhaltungsmöglichkeiten der Demokratie betrachtet werden. Obwohl Aristoteles kein Freund der Demokratie war, machte er sich Gedanken darüber, wie man sie erhalten und stabilisieren kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Prinzipien der Demokratie

2. Die 4 Arten der Demokratie

3. Gefahren für die Demokratie und Erhaltungsmaßnahmen

Schlussbetrachtungen

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das aristotelische Demokratieverständnis, um aufzuzeigen, wie der antike Philosoph die Volksherrschaft definierte, welche Prinzipien er ihr zuschrieb und welche Gefahren er für diese Staatsform sah. Im Kern steht die Forschungsfrage, wie Aristoteles trotz seiner kritischen Haltung gegenüber der Demokratie Ansätze zu deren Erhalt und Stabilisierung entwickelte und inwiefern sich diese antiken Konzepte von modernen Demokratievorstellungen unterscheiden.

  • Die Grundprinzipien der aristotelischen Demokratie (Freiheit, Gleichheit, Mehrheit).
  • Klassifizierung der verschiedenen Demokratietypen nach Aristoteles.
  • Ursachen für Verfallsprozesse und Instabilität in demokratischen Verfassungen.
  • Strategien und Maßnahmen zur Erhaltung und Stabilisierung der Demokratie.
  • Gegenüberstellung von antikem Demokratieverständnis und modernen Ansätzen.

Auszug aus dem Buch

1. Prinzipien der Demokratie

Aristoteles definiert im 3. Buch der Politik die Demokratie als eine Herrschaft der Armen (1279b8). Diese Definition ist auch ausschlaggebend für die negative Konnotation derselben. Neben dieser Definition nennt er drei Prinzipien, welche bis heute ihre Gültigkeit behalten haben: das Freiheits-, das Gleichheits- und das Mehrheitsprinzip.

So schreibt er:

„Grundlage der demokratischen Staatsform ist die Freiheit“ (1317b39).

„Die Demokratie entstand dadurch, daß man meinte, wer in einem Punkte gleich sei, der sei es auch in allem“ (1301a28) und schließlich Demokratie ist, „wo die arme Mehrheit herrscht“ (1280a29).

Dabei stellt sich die Demokratie zunächst einmal als eine verfehlte Form der guten Politie dar. Sie ist verfehlt, weil die Staatsgeschäfte zum Nutzen der Regierenden – hier also der armen Mehrheit – geleitet werden. Die Politie kennzeichnet hingegen, dass „die Menge zum allgemeinen Nutzen regiert“ (1279a38). Dabei darf die Politie nicht als eine rein demokratische Verfassung betrachtet werden, denn sie verbindet sowohl demokratische als auch oligarchische Elemente in sich (1293b32 u. 1294a21).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Abschnitt führt in die historische Entwicklung des Demokratiebegriffs ein und umreißt die Untersuchungsschwerpunkte der Arbeit bezüglich des aristotelischen Staatsverständnisses.

1. Die Prinzipien der Demokratie: Dieses Kapitel analysiert die drei zentralen aristotelischen Pfeiler – Freiheit, Gleichheit und Mehrheitsprinzip – und ihre Bedeutung für die Einordnung der Demokratie als Herrschaft der Armen.

2. Die 4 Arten der Demokratie: Hier werden die verschiedenen Typen der Demokratie erläutert, wobei Aristoteles’ Kriterien zur Unterscheidung, wie die Ämtervergabe oder die Zusammensetzung der Volksmenge, im Mittelpunkt stehen.

3. Gefahren für die Demokratie und Erhaltungsmaßnahmen: Das Kapitel untersucht die Ursachen für den Verfall demokratischer Verfassungen und präsentiert aristotelische Lösungsansätze zur Stabilisierung des Staates.

Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Aktualität der aristotelischen Politiktheorie trotz der grundlegenden Unterschiede zu modernen Demokratien.

Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Quellen sowie die Sekundärliteratur zur Interpretation der aristotelischen Politik auf.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Politik, Demokratie, Politie, Herrschaft der Armen, Freiheitsprinzip, Gleichheitsprinzip, Mehrheitsprinzip, Demagogen, Verfassungsstabilität, Antike, Staatsphilosophie, Gerechtigkeit, Volksherrschaft, Gesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Demokratieverständnis des griechischen Philosophen Aristoteles, wie es in seinem Werk "Politik" dargelegt ist.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die Schwerpunkte liegen auf den Prinzipien der Demokratie, der Typologie der verschiedenen Demokratien sowie den Risiken für deren Bestand und den Möglichkeiten ihrer Erhaltung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welches Verständnis Aristoteles von der Volksherrschaft hatte und wie er, trotz seiner kritischen Sicht auf die Demokratie, Maßnahmen zur Stabilisierung dieses Systems formulierte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Textanalyse, die Aristoteles' Aussagen aus der "Politik" mit aktueller Forschungsliteratur abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Begriffe Freiheit, Gleichheit und Mehrheit definiert, die vier Demokratietypen klassifiziert und die Ursachen für Staatskrisen sowie Erhaltungsstrategien analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind unter anderem das aristotelische Gerechtigkeitskonzept, der Konflikt zwischen Arm und Reich sowie die Rolle der Gesetze im Vergleich zur Willkürherrschaft.

Warum betrachtet Aristoteles die Demokratie als eine "verfehlte Form"?

Aristoteles sieht die Demokratie als verfehlt an, wenn sie nur zum Nutzen der armen Mehrheit regiert, anstatt das Gemeinwohl aller Bürger anzustreben.

Wie unterscheidet sich die "radikale Demokratie" von anderen Formen?

Die radikale Demokratie zeichnet sich bei Aristoteles durch das Fehlen der Gesetzesherrschaft aus, was zu Willkür und der Machtübernahme durch Demagogen führt.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Das aristotelische Demokratieverständnis
College
University of Bonn  (Institut für Philosophie)
Course
Aristoteles: Politik
Grade
2,3
Author
Damian Münzer (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V54386
ISBN (eBook)
9783638496070
ISBN (Book)
9783656800330
Language
German
Tags
Demokratieverständnis Aristoteles Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Damian Münzer (Author), 2006, Das aristotelische Demokratieverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54386
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint