Die Arbeit behandelt das Thema der Telefonseelsorge. Hierfür werden allgemeine Informationen zur Telefonseelsorge genannt, um anschließend explizit die Telefonseelsorge im Saarland zu erläutern. Anschließend wird die Entstehungsgeschichte der behandelten Einrichtung im Saarland angesprochen. Des Weiteren wird vor allem die Motivation der Mitarbeiter herausgearbeitet und Informationen über die Anrufer und Gesprächsanlässe, mit denen die oftmals Ehrenamtlichen zu tun haben, dargelegt.
Es gibt Phasen oder Zeitpunkte im Leben, in denen man unzufrieden oder traurig ist. Dies kann ganz unterschiedliche Ursachen haben und kommt auch oft auf die Altersgruppe an. Ganz oft sind Schicksalsschläge, wie beispielsweise der Tod eines geliebten Menschen, ein Anlass dafür, dass es einem nicht gut geht. Viele wenden sich in solchen Momenten an vertraute Personen, also Familie oder Freunde, die ihnen dann zur Seite stehen. Es gibt jedoch auch Menschen, die andere nicht mit ihren Problemen belasten wollen oder sich in manchen Situationen schämen, einige, die einsam sind und nicht die Möglichkeit dazu haben, mit jemandem über Sorgen und Probleme zu sprechen. Aus diesem Grund gibt es Einrichtungen wie zum Beispiel die Telefonseelsorge, bei der Personen sich anonym über ihre Sorgen auslassen können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Seelsorge
3 Telefonseelsorge
3.1 Allgemeine Informationen
3.2 Telefonseelsorge im Saarland
3.2.1 Entstehung
3.2.2 Mitarbeiter
3.2.3 Anrufer
3.2.4 Gesprächsanlässe
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einrichtung der Telefonseelsorge mit einem spezifischen Fokus auf den Standort Saarland, um das Fundament, die Arbeitsweise und die Bedeutung dieses anonymen Unterstützungsangebots für Menschen in Krisensituationen zu beleuchten.
- Theoretische Grundlagen der christlichen Seelsorge
- Entstehungsgeschichte der Telefonseelsorge im Saarland
- Struktur und Rolle der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter
- Analyse der Anruferprofile und zentraler Gesprächsanlässe
- Die präventive Bedeutung der Telefonseelsorge bei Suizidgefahr
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Mitarbeiter
Damit das Unternehmen bestehen kann, braucht es natürlich auch Menschen, die sich dafür engagieren. Die Mitarbeiter spielen also eine extrem wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Rolle in der Telefonseelsorge.
2009 gab es bei der Telefonseelsorge im Saarland 82 Mitarbeiter von 28 bis 75 Jahren. Von diesen waren 66 Weibliche und 16 Männliche ehrenamtlich beschäftigt. Bei einem Dienst rund um die Uhr das ganze Jahr über, kommt ein Ehrenamtlicher auf ca. 10 bis 15 Stunden Dienst am Telefon pro Monat. Außer den Ehrenamtlichen gibt es auch noch Hauptamtliche, die in der Telefonseelsorge tätig sind. Im Jahr 2009 waren das insgesamt sechs, zu denen der Ev. Leiter und Pfarrer Volker Bier, die Kath. Leiterin und Dipl. Psychologin Heidrun Mohren-Dörrenbächer, die Ev. Dipl. Psychologin Friederike Walle und auf katholischer Seite die Psychologen Bernhard Löhle und Christoph Fleck sowie die Sekretärin Ute Roth zählen. Diese Hauptamtlichen sind auch noch sechs Jahre später, also 2015, in der Telefonseelsorge des Saarlandes angestellt.
Mit der Arbeit am Telefon ist das Soll eines Mitarbeiters aber noch nicht erfüllt. Neben diesem Dienst müssen sie zunächst eine Ausbildung durchlaufen und danach an Supervisionen und Fortbildungen teilnehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Telefonseelsorge ein, beschreibt die menschliche Notlage als Anlass für das Angebot und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Seelsorge: Dieses Kapitel verortet die Seelsorge in der Praktischen Theologie und beleuchtet deren doppelte Ausrichtung sowie die notwendige Integration psychologischer und soziologischer Aspekte.
3 Telefonseelsorge: Hier werden die historischen Wurzeln, die Entwicklung zur bundesweiten Organisation und die grundlegende Philosophie des „Lebensanwalts“ thematisiert.
3.1 Allgemeine Informationen: Der Abschnitt vertieft die allgemeine Funktionsweise der Telefonseelsorge als anonymer, rund um die Uhr verfügbarer Dienst für Krisensituationen.
3.2 Telefonseelsorge im Saarland: Dieser Teil widmet sich spezifisch der Gründung und Entwicklung der Einrichtung im Saarland seit 1973.
3.2.1 Entstehung: Hier wird der Kooperationsvertrag zwischen den saarländischen Kirchen und der Aufbau des Dienstes ab 1973/1974 detailliert dargestellt.
3.2.2 Mitarbeiter: Dieser Abschnitt analysiert die Zusammensetzung des Teams, die Anforderungen an die psychische Belastbarkeit und die Bedeutung der Ausbildung sowie Supervision für die Ehrenamtlichen.
3.2.3 Anrufer: Der Autor untersucht hier demografische Daten, die Geschlechterverteilung und die Motivation der Anrufenden im Zeitverlauf.
3.2.4 Gesprächsanlässe: Das Kapitel kategorisiert die häufigsten Gründe für Anrufe, wie Einsamkeit, Depressionen und körperliche Befindlichkeiten, und setzt diese in Bezug zu statistischen Erhebungen.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Telefonseelsorge als unverzichtbare Stütze für einsame und verzweifelte Menschen zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit ihres Fortbestehens.
Schlüsselwörter
Telefonseelsorge, Saarland, Seelsorge, Ehrenamt, Suizidprävention, Krisenintervention, Gesprächsanlässe, Psychologie, Theologie, Einsamkeit, Anonymität, Supervision, Lebensanwalt, Beratung, Kirchen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, Struktur und Bedeutung der Telefonseelsorge als Einrichtung, wobei der Fokus explizit auf dem Standort Saarland liegt.
Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretische Verankerung der Seelsorge, die historische Entwicklung in Deutschland und im Saarland, die Anforderungen an das Personal sowie eine statistische Auswertung der Anrufer und Gesprächsgründe.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Konzept der Telefonseelsorge wissenschaftlich zu fundieren und durch die Analyse der saarländischen Einrichtung aufzuzeigen, wie durch einfache, aber zeitintensive Gespräche Menschen in akuten Notlagen geholfen werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Jahresberichten und internen Organisationsdokumenten der Telefonseelsorge Saarland.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Seelsorge, eine historische Herleitung der Telefonseelsorge und eine detaillierte deskriptive Analyse der saarländischen Institution hinsichtlich Entstehung, Personal und Anruferstrukturen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wesentliche Begriffe sind Telefonseelsorge, Saarland, Suizidprävention, Ehrenamt, Seelsorgegespräch und psychische Belastbarkeit.
Welche Rolle spielen die Kirchen bei der Telefonseelsorge im Saarland?
Die evangelische und die katholische Kirche bilden die tragenden Säulen und Kooperationspartner, die durch entsprechende Verträge die institutionelle Grundlage für den Dienst geschaffen haben.
Wie hat sich die Zusammensetzung der Anrufer über die Jahre verändert?
Die Arbeit zeigt Trends bei der Geschlechterverteilung und dem Alter der Anrufenden auf, wobei insbesondere die Offenheit von Frauen im Vergleich zu Männern und der Anstieg der Anrufe aufgrund von Einsamkeit hervorgehoben werden.
- Arbeit zitieren
- Nina Hans (Autor:in), 2017, Praktische Theologie. Telefonseelsorge für Menschen in Not, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/544176