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Islamischer Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Ein Motor der gesellschaftlichen Integration von Muslimen?

Título: Islamischer Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Ein Motor der gesellschaftlichen Integration von Muslimen?

Trabajo Escrito , 2019 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nina Hans (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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In dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, ob ein islamischer Religionsunterricht als ein Motor der gesellschaftlichen Integration gesehen werden kann. Um dies herauszufinden, soll zunächst die muslimische Präsenz in Deutschland beleuchtet werden, um das Verständnis der Notwendigkeit für einen islamischen Religionsunterricht herzustellen. Anschließend wird auf das Recht auf den Religionsunterricht nach Art. 7 III GG eingegangen, ehe der aktuelle Stand des islamischen Religionsunterrichts in Deutschland umschrieben und die Problematiken und bisherigen Übergangslösungen aufgezeigt werden. In diesem Zuge sollen auch die gegenwärtigen islamischen Unterrichtsversuche in den Bundesländern dargestellt werden. Daraufhin wird der umstrittene Begriff der Integration geklärt. Letztlich werden die multifaktoriellen Chancen des islamischen Religionsunterrichts angesprochen, die sich sowohl auf die Muslime, als auch auf die Schule, Kirche und Gesellschaft erstrecken.

Die Tatsache, dass selbst Muslime, die in Deutschland geboren wurden, nicht richtig aufgenommen werden, wirft die Frage auf, was bei der Integration falsch gemacht wurde. Rainer Klingholz meint, den ausschlaggebenden Punkt für die fehlgeschlagene Integration zu kennen, nämlich die Bildung. Zurzeit gibt es in Deutschland rund 750.000 muslimische Jugendliche, die schulpflichtig sind. Um die Integration dieser Gruppe in die Wege zu leiten und eine Verbesserung der Situation anzustreben, wird ein islamischer Religionsunterricht nach Art. 7 III des Grundgesetzes gefordert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Islam und die muslimische Präsenz in Deutschland

3. Das Recht auf Religionsunterricht (Art. 7 III GG)

4. Aktueller Stand des Islamischen Religionsunterrichts

4.1 Probleme und Übergangslösungen

4.2 Modelle islamischer Unterrichtung

5. Der Begriff der Integration

6. Multifaktorielle Chancen des Islamischen Religionsunterrichts

6.1 Perspektiven für Muslime

6.2 Chancen durch und für die Schule

6.3 Chancen für die Kirche

6.4 Chancen für die Gesellschaft und den Staat

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Islamische Religionsunterricht (IRU) an öffentlichen Schulen als ein Motor für die gesellschaftliche Integration von Muslimen in Deutschland fungieren kann. Dabei wird die rechtliche Ausgangslage sowie der aktuelle Status quo der Unterrichtsmodelle analysiert und das Potenzial des IRU hinsichtlich der Förderung von Identität, Bildung und interreligiösem Dialog kritisch beleuchtet.

  • Rechtliche Grundlagen des Religionsunterrichts nach Art. 7 III GG
  • Herausforderungen bei der Etablierung eines ordentlichen Islamischen Religionsunterrichts
  • Theoretische Konzeptionen von Migration und Integration
  • Multifaktorielle Chancen des IRU für Muslime, Schulen, Kirche und Staat
  • Prävention von Extremismus durch religiöse Bildung

Auszug aus dem Buch

6. Multifaktorielle Chancen des Islamischen Religionsunterrichts

Bülent Ucar ist der Meinung, dass der IRU „für die Muslime selbst ein Meilenstein der Integration“ wäre. An dieser Stelle soll nun untersucht werden, inwiefern diese Aussage zutrifft. Der Großteil muslimischer Schülerinnen und Schüler geht auf eine Haupt- oder Förderschule, was verschiedenen sozialen und psychischen Gründen zugrunde liegt. Anlass hierzu kann zum Beispiel das Nicht-Beherrschen der deutschen Sprache sein. Bartsch bezeichnet die Tatsache als Automatismus und kritisiert diese Entwicklung. Er fordert zur individuellen Förderung auf und betont, dass die genannten Schulformen die Muslime durch ihr negatives Ansehen brandmarken würden.

Um also überhaupt erst einen Erfolg aus dem IRU ziehen zu können, gibt es eine bestimmte Bedingung, die dafür eingehalten werden muss: der IRU muss in deutscher Sprache stattfinden. Denn „nur so kann die Integration der Jugendlichen in die hiesige Gesellschaft gefördert werden.“ Außerdem soll dadurch die Sprachkompetenz der Schüler gefördert werden, indem sie lernen, sich durch angemessene Begrifflichkeiten bei religiösen Angelegenheiten auszudrücken.

Auch wenn das Fach Religion es, in Anbetracht der stark uneinheitlichen Schüler, heutzutage nicht mehr leicht hat, symbolisiert es doch einen gewissen Respekt vor den Schülern. Denn diese haben eben ein Recht darauf, mehr über die Frage nach Gott zu erfahren. Durch die Einführung eines IRU würde den islamischen Kindern und Jugendlichen, aber auch ihren Eltern, ein gewisser Respekt gezollt werden. Der IRU ist ein Symbol für die ihnen zustehende Religionsfreiheit, welche im Grundgesetz verankert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die problematische öffentliche Wahrnehmung von Muslimen anhand von Kriminalfällen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle von Bildung und IRU bei der Integration.

2. Der Islam und die muslimische Präsenz in Deutschland: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung und das Anwachsen der muslimischen Bevölkerung in Deutschland sowie deren eigene religiöse Infrastruktur.

3. Das Recht auf Religionsunterricht (Art. 7 III GG): Hier werden die verfassungsrechtlichen Säulen des deutschen Religionsunterrichts dargelegt, die den Rahmen für einen möglichen IRU bilden.

4. Aktueller Stand des Islamischen Religionsunterrichts: Das Kapitel erläutert die rechtlichen und praktischen Hürden bei der Einführung sowie die derzeit existierenden Übergangslösungen in den Bundesländern.

5. Der Begriff der Integration: Eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Integrationsbegriff und der Bedeutung von Identitätsbildung bei Zuwanderern.

6. Multifaktorielle Chancen des Islamischen Religionsunterrichts: Dieser Hauptteil analysiert die vielfältigen positiven Auswirkungen des IRU auf Schüler, das Schulumfeld, die Kirchen und die staatliche Ebene.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den IRU als einen bedeutenden Baustein zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der jedoch andere Integrationsmaßnahmen nicht ersetzen kann.

Schlüsselwörter

Islamischer Religionsunterricht, IRU, Integration, Deutschland, Grundgesetz, Religionsfreiheit, Identitätsbildung, Migration, interreligiöser Dialog, Schulen, Muslime, Religionspädagogik, Bildung, Gesellschaft, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Islamischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen als mögliches Instrument zur gesellschaftlichen Integration muslimischer Kinder und Jugendlicher.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen rechtliche Rahmenbedingungen nach dem Grundgesetz, aktuelle Unterrichtsmodelle, soziologische Aspekte von Integration sowie die Chancen des IRU für verschiedene gesellschaftliche Akteure.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob der IRU tatsächlich als Motor zur gesellschaftlichen Integration dienen kann, unter Berücksichtigung der damit verbundenen fachlichen und didaktischen Potenziale.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Analyse der rechtlichen Grundlagen und der Auswertung von fachwissenschaftlicher Literatur und Berichten zur Religionspädagogik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Unterrichtsmodelle und eine detaillierte Diskussion der Chancen des IRU hinsichtlich Fachkompetenz, Kommunikation, Identität und interkulturellem Austausch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Integration, Religionsunterricht, Grundgesetz, Identitätsbildung und interreligiöser Dialog definiert.

Welche Rolle spielt die Definition einer "Religionsgemeinschaft" für das Voranschreiten des IRU?

Da der Islam nach herrschender juristischer Auslegung (Art. 7 GG) bisher nicht als Religionsgemeinschaft im Sinne der Verfassung anerkannt ist, erschwert dies die Einrichtung eines ordentlichen Religionsunterrichts.

Warum wird der IRU in deutscher Sprache als essenziell für die Integration erachtet?

Die Unterrichtung in deutscher Sprache ist laut den in der Arbeit zitierten Experten zwingend notwendig, um die Sprachkompetenz zu fördern und eine echte Teilhabe an der hiesigen Gesellschaft zu ermöglichen.

Inwiefern beeinflusst der IRU die Rolle der Lehrkräfte?

Religionslehrkräfte dienen als Identifikationsfiguren und Vorbilder, die Brücken zwischen den Schülern, dem Elternhaus und der Schule schlagen können.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Islamischer Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Ein Motor der gesellschaftlichen Integration von Muslimen?
Universidad
Saarland University
Calificación
1,3
Autor
Nina Hans (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
20
No. de catálogo
V544366
ISBN (Ebook)
9783346155221
ISBN (Libro)
9783346155238
Idioma
Alemán
Etiqueta
integration islamischer motor muslimen religionsunterricht schulen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nina Hans (Autor), 2019, Islamischer Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Ein Motor der gesellschaftlichen Integration von Muslimen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/544366
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