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Institutionelle Investoren und Corporate Governance: Problem oder Lösung

Title: Institutionelle Investoren und Corporate Governance: Problem oder Lösung

Seminar Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kai Ganguin (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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In den letzten Jahren hat sich Corporate Governance zu einem zentralen Gestaltungsparameter der kapitalmarktorientierten Unternehmensführung entwickelt. Dem Interesse institutioneller Investoren an einer verantwortungsvollen Unternehmensführung wurde in Deutschland Ende 2001 mit der Veröffentlichung des Corporate Governance Kodex (Kodex) Rechnung getragen. Auch wenn institutionelle Investoren nicht direkt an der Entwicklung beteiligt waren, so ist ihr Einfluss doch ein maßgeblicher Antrieb für die Entwicklung des Kodex gewesen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zu den Beziehungen zwischen institutionellen Investoren und Unternehmen im Sinne aktiven Verhaltens liegen für Deutschland bisher nur vereinzelt und in Grundzügen vor. Selbst für etablierte Unternehmen ist die Einflussnahme institutioneller Investoren in Bezug auf Corporate Governance und Unternehmensführung bislang nicht transparent.
Ziel der Arbeit ist es, Arten und Gründe der Einflussnahme institutioneller Investoren auf Unternehmensführung sowie Corporate Governance von Kapitalmarktunternehmen aufzuzeigen. Dabei wird zwischen Unternehmensführung im Sinne von Management und Corporate Governance im Sinne von Unternehmensleitsätzen unterschieden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 CORPORATE GOVERNANCE

2.1 Begriffsbestimung

2.2 Charakteristika

3 INSTITUTIONELLE INVESTOREN

3.1 Charakteristika Institutioneller Investoren

3.2 Bedeutung institutioneller Investoren im Internationalen Vergleich

4 ARTEN DER EINFLUSSNAHME DURCH INSTITUTIONELLE INVESTOREN

4.1 Externe Instrumente

4.1.1 Verkauf und Drohpotenzial

4.1.2 Gestaltung der Aktionärsrechte

4.1.3 Hauptversammlung

4.1.4 Öffentlichkeitsarbeit

4.2 Interne Instrumente

4.2.1 Persönliche Gespräche

4.2.2 Aufsichtsratsmandate

5 GRÜNDE DER EINFLUSSNAHME INSTITUTIONELLER INVESTOREN

5.1 Prinzipal-Agent-Konflikt

5.2 Zielkonflikte zwischen Institutionellen Investoren und Corporate Governance

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rollen, Methoden und Motivationen institutioneller Investoren bei der Einflussnahme auf die Unternehmensführung und Corporate Governance. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, ob dieses Engagement als problematische Einmischung oder als notwendige Lösung zur Überwindung von Interessenkonflikten zwischen Management und Aktionären zu werten ist.

  • Charakterisierung und Vergleich institutioneller Investoren
  • Analyse der Einflussinstrumente (extern vs. intern)
  • Untersuchung von Interessenkonflikten (Prinzipal-Agent-Theorie)
  • Bedeutung von Corporate Governance Kodizes
  • Diskussion über aktives versus passives Anlegerverhalten

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Verkauf und Drohpotenzial

Die einfachste Möglichkeit, Einfluss auf die Unternehmensleitung zu nehmen, ist der Verkauf von Anteilen bzw. die Beendigung des Engagements in einem Unternehmen. Institutionelle Investoren werden diese Möglichkeit vor allem dann wählen, wenn alternative Investments eine höhere Rendite versprechen. Die bereits angesprochene Größe des Anteilsbesitzes kann sich nun für den institutionellen Investor als problematisch darstellen. Um Kursverluste zu vermeiden, muss der Verkauf unter Umständen über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Für institutionelle Investoren ist daher neben dem Primärmarkt vor allem auch der Sekundärmarkt von Bedeutung. Hier können jederzeit unterschiedliche Positionen ohne größere Auf- oder Abschläge vom Kursniveau gehandelt werden. Eine geringe Liquidität auf dem Sekundärmarkt kann verhindern, dass institutionelle Investoren ihre Anteilspositionen verkaufen, was ein aktives Verhalten institutioneller Investoren fördern kann.

Das bereits angesprochene Drohpotenzial institutioneller Investoren hinsichtlich eines Anteilsverkaufs ist gemessen an der potenziellen Wirkung für das betroffene Unternehmen beachtlich. Bei geringer Nachfrage führt diese Art der Äußerung des Unmutes über Management oder einen zukünftigen Unternehmenserfolg zu sinkenden Aktienkursen. Das Sinken der Aktienkurse führt bei einer steigenden Volatilität des Aktienkurses zu höheren Kapitalkosten. Ein Sinken des Aktienkurses birgt die Gefahr der Verschlechterung der Bonitätseinschätzung durch Fremdkapitalgeber, was eine Erhöhung der Fremdkapitalkosten zur Folge haben kann. Um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden, kann dieses Szenario einen steuernden Einfluss auf das Management hin zu einem shareholderfreundlichen Verhalten haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Hinführung zur Bedeutung von Corporate Governance für kapitalmarktorientierte Unternehmen und Darstellung des Ziels der Arbeit.

2 CORPORATE GOVERNANCE: Definition des Begriffs sowie Erläuterung der gesetzlichen und normativen Rahmenbedingungen in Deutschland.

3 INSTITUTIONELLE INVESTOREN: Abgrenzung verschiedener Investorentypen und Analyse ihrer Bedeutung im internationalen Vergleich.

4 ARTEN DER EINFLUSSNAHME DURCH INSTITUTIONELLE INVESTOREN: Detaillierte Darstellung externer und interner Instrumente, von Marktmechanismen bis zur direkten Mitwirkung in Gremien.

5 GRÜNDE DER EINFLUSSNAHME INSTITUTIONELLER INVESTOREN: Analyse der Ursachen für Interventionen, primär basierend auf der Prinzipal-Agent-Theorie und spezifischen Zielkonflikten.

6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Rolle institutioneller Investoren als Akteure zwischen Problematik und Lösungsbeitrag zur guten Unternehmensführung.

Schlüsselwörter

Institutionelle Investoren, Corporate Governance, Unternehmensführung, Aktionäre, Principal-Agent-Konflikt, Kapitalmarkt, Aktienrecht, Stimmrechte, Aufsichtsrat, Shareholder Value, Beteiligungsmanagement, Investorendialog, Kodex, Renditemaximierung, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle institutioneller Investoren und ihren Einfluss auf die Corporate Governance von Aktiengesellschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Investorentypen, den Einflussinstrumenten, der Prinzipal-Agent-Problematik sowie der Zielsetzung von Investoren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Es soll aufgezeigt werden, auf welche Arten und aus welchen Gründen institutionelle Investoren Einfluss auf Unternehmensführung nehmen und ob dies der Corporate Governance nützt oder schadet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Erkenntnisse und aktueller Entwicklungen im Kontext der Corporate Governance.

Welche Inhalte deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Akteure, eine systematische Darstellung von Einflussmöglichkeiten (extern/intern) und eine theoretische Herleitung der Interventionsgründe.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Dokument charakterisieren?

Die zentralen Begriffe umfassen Corporate Governance, institutionelle Investoren, Prinzipal-Agent-Konflikt, Shareholder-Interessen und aktives Anlegerverhalten.

Wie unterscheidet sich der Einfluss durch externe von dem durch interne Instrumente?

Externe Instrumente beeinflussen das Management indirekt über den Kapitalmarkt, etwa durch Anteilsverkäufe oder Öffentlichkeitsarbeit, während interne Instrumente wie Aufsichtsratsmandate direkten Zugang zu Entscheidungsebenen ermöglichen.

Welche Bedeutung kommt der Kommunikation für die Corporate Governance zu?

Eine offene Kommunikation zwischen Investor und Unternehmen kann Informationsasymmetrien abbauen und das Vertrauen stärken, was wiederum die Kosten für Kontrollaktivitäten senkt und den Unternehmenswert positiv beeinflussen kann.

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Details

Title
Institutionelle Investoren und Corporate Governance: Problem oder Lösung
College
Technical University of Berlin
Course
Organisation und Unternehmensführung
Grade
1,7
Author
Kai Ganguin (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V54486
ISBN (eBook)
9783638496797
ISBN (Book)
9783638915458
Language
German
Tags
Institutionelle Investoren Corporate Governance Problem Lösung Organisation Unternehmensführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kai Ganguin (Author), 2005, Institutionelle Investoren und Corporate Governance: Problem oder Lösung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54486
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