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Die Bundesstaatliche Entwicklung

Title: Die Bundesstaatliche Entwicklung

Term Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: keine Benotung

Autor:in: Christian Altkemper (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die BRD weißt vor allem vier Merkmale auf, die zugleich die Staatsqualität des Bundes als auch der Länder aufzeigen. Beide verfügen über eine eigene Verfassung, eigene Verfassungsinstitutionen, eigene Amtsträger und jeweils eigene Zuständigkeiten. Bis die heutige Form des Bundesstaates entstanden ist, gab es viele Reformen, geographische Verschiebungen und Verfassungsänderungen. Selbst die jetzige Form des Bundesstaates muss aufgrund von politischen Veränderungen wie etwa der Weiterentwicklung der Europäischen Union ständig reformiert und umgestaltet werden. Der Bundesstaat der BRD ist somit kein festes Gebilde, sondern besteht aus einem Rahmen, in dem verschiedene Umgestaltungen stattfinden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Geschichtlicher Rückblick der bundesstaatlichen Entwicklungen

Erste Entwicklungen im 19. Jahrhundert

Entwicklung zur Zeit der Weimarer Republik

Zentralistische Ideologie der NS-Herrschaft

Neuordnung der BRD nach 1945

Entwicklung bis zur Wiedervereinigung

Bundesstaatliche Entwicklung nach 1989

Kurzer Einblick auf die Entwicklungen im vereinigten Deutschland

Bundesstaatliche Verfassungsprinzipien seit 1949

Verteilung der Aufgaben zwischen Bund und Ländern im heutigen Bundesstaat der BRD

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die verfassungsrechtlichen Grundlagen des bundesstaatlichen Systems in Deutschland. Ziel ist es, den föderativen Charakter der Bundesrepublik, seine Wandlungsprozesse von der Weimarer Republik bis zur Wiedervereinigung sowie die Mechanismen der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern zu analysieren.

  • Historischer Abriss des deutschen Föderalismus vom 19. Jahrhundert bis heute
  • Analyse der verfassungsrechtlichen Schwächen und zentralistischen Tendenzen
  • Bedeutung der Bundesstaatlichen Verfassungsprinzipien seit 1949
  • Die Rolle des Bundesverfassungsgerichts als Hüter der föderalen Ordnung
  • Aufgabenverteilung und Gesetzgebungskompetenzen zwischen Bund und Ländern

Auszug aus dem Buch

Entwicklung zur Zeit der Weimarer Republik

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zerbrach neben der Monarchie auch das bundesstaatliche System Deutschlands. Im Jahr 1919 kam es zur Einberufung der Nationalversammlung nach Weimar, wo sich die unitaristischen und zentralistischen Kräfte gegenüber den Kräften, die den Neuaufbau der bisherigen bundesstaatlichen Ordnung bevorzugten, durchsetzten. Daraus folgte, dass die Weimarer Reichsverfassung die Grundlage für den „Scheinföderalismus“ der Weimarer Republik wurde. Deutlich wurden die neuen Vorstellungen der Weimarer Republik an den Regelungen, dass die deutschen Einzelstaaten zu Ländern herabgestuft und weitestgehend entmachtet wurden, die Gesetzgebungskompetenz des Reiches zu Lasten der Länder ausgeweitet und die Reichsverwaltung erheblich ausgebaut und ihre Kompetenzen deutlich erweitert wurden.

Zu dem trat an Stelle des Bundesrates der Reichstag, in dem die Länder mit einer bestimmten Anzahl von Abgeordneten, je nach Einwohnerzahl, vertreten waren. Der Reichsrat verfügte über erheblich weniger Mitwirkungsmöglichkeiten und besaß nur das Recht eines aufschiebenden Vetos, welches vom Reichstag mit einer Zweidrittelmehrheit überstimmt werden konnte. Aufgrund des Krieges und der darauf folgenden Reparationszahlungen, steckte das Deutsche Reich in einer schweren Finanziellen Lage. Aus diesem Grund besaß das Reich im Bereich der öffentlichen Finanzen das fast ausschließliche Gesetzgebungsrecht, während die Länder kaum in der Lage waren ihren Finanzbedarf durch selbst festzusetzende Steuern zu bestimmen. Letztendlich führte dies zu einer finanziellen Abhängigkeit der Länder gegenüber dem Reich und der fast kompletten Übernahme der Landessteuerverwaltung vom Reich.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Das Kapitel definiert den Begriff des Bundesstaates sowie des Föderalismus und erläutert die Bedeutung der Mitbestimmung und Autonomie der deutschen Bundesländer.

Geschichtlicher Rückblick der bundesstaatlichen Entwicklungen: Dieser Abschnitt zeichnet die historische Genese vom Heiligen Römischen Reich über die Weimarer Republik bis zur nationalsozialistischen Diktatur nach.

Erste Entwicklungen im 19. Jahrhundert: Hier werden die frühen Versuche einer föderativen Ordnung, wie der Rheinbund und der Deutsche Bund, analysiert.

Entwicklung zur Zeit der Weimarer Republik: Das Kapitel beleuchtet den Übergang zum „Scheinföderalismus“, in dem die Länder an Macht und finanzieller Unabhängigkeit verloren.

Zentralistische Ideologie der NS-Herrschaft: Hier wird die Zerschlagung föderaler Strukturen zugunsten eines zentralistischen totalitären Systems beschrieben.

Neuordnung der BRD nach 1945: Der Text beschreibt den Wiederaufbau staatlicher Strukturen in den Besatzungszonen und die Entwicklung hin zum westdeutschen Staat.

Entwicklung bis zur Wiedervereinigung: Das Kapitel thematisiert die stetige Kompetenzverlagerung auf den Bund zwischen 1949 und 1989 sowie die Unterschiede zur Entwicklung in der DDR.

Bundesstaatliche Entwicklung nach 1989: Hier wird der Prozess der Reföderalisierung durch die Bildung neuer Bundesländer nach dem Beitritt der DDR erläutert.

Kurzer Einblick auf die Entwicklungen im vereinigten Deutschland: Dieser Teil betrachtet die schnelle Integration der ostdeutschen Länder in das bestehende föderale System nach 1990.

Bundesstaatliche Verfassungsprinzipien seit 1949: Das Kapitel erklärt die Schutzmechanismen der Bundesstaatlichkeit und die Rolle des Bundesverfassungsgerichts bei Kompetenzkonflikten.

Verteilung der Aufgaben zwischen Bund und Ländern im heutigen Bundesstaat der BRD: Abschließend wird die aktuelle Kompetenzverteilung und die Rolle des Bundesrates als maßgebliches föderatives Organ dargestellt.

Schlüsselwörter

Föderalismus, Bundesstaat, Grundgesetz, Länder, Bund, Gesetzgebung, Verfassungsprinzipien, Bundesverfassungsgericht, Geschichte, Weimarer Republik, NS-Herrschaft, Wiedervereinigung, Kompetenzverteilung, Bundesrat, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung, der rechtlichen Absicherung und der funktionalen Struktur des deutschen Bundesstaates über verschiedene Epochen hinweg.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Evolution des Föderalismus, den verfassungsrechtlichen Prinzipien seit 1949 sowie der heutigen Aufgabenverteilung zwischen dem Bund und den Ländern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für das föderale System Deutschlands zu schaffen und zu zeigen, wie dieses System historische Rückschläge überwinden konnte, um eine stabile staatliche Ordnung zu bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Publikation stützt sich auf eine historische und politikwissenschaftliche Analyse von Verfassungsdokumenten und politischen Entwicklungen anhand von Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der verschiedenen deutschen Staatsformen und eine detaillierte Betrachtung der verfassungsrechtlichen Grundlagen und Schlichtungsinstanzen in der BRD.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Föderalismus, Kompetenzverteilung, Grundgesetz und historische Staatsentwicklung charakterisiert.

Welche Rolle spielt das Bundesverfassungsgericht im deutschen Föderalismus?

Es fungiert als zentrale Instanz zur Schlichtung von Kompetenzkonflikten zwischen Zentralstaat und Gliedstaaten und stellt die Einhaltung der verfassungsmäßigen Ordnung sicher.

Was unterscheidet den heutigen deutschen Bundesstaat von dem der Weimarer Republik?

Während die Weimarer Republik durch einen sogenannten „Scheinföderalismus“ und eine Schwächung der Länder gekennzeichnet war, bietet das Grundgesetz heute durch die Ewigkeitsklausel (Art. 79 Abs. 3 GG) einen stärkeren Schutz der föderalen Struktur.

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Details

Title
Die Bundesstaatliche Entwicklung
College
University of Marburg
Grade
keine Benotung
Author
Christian Altkemper (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V54549
ISBN (eBook)
9783638497251
ISBN (Book)
9783656786962
Language
German
Tags
Bundesstaatliche Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Altkemper (Author), 2005, Die Bundesstaatliche Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54549
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