Christopher A. Bartlett und Sumatra Ghoshal thematisieren in ihren Publikationen über den internationalen Handel hauptsächlich vier Strategien die in dieser Arbeit aufgefasst und betrachtet werden. Zudem werden explizit die globale Strategie mit der transnationalen Strategie im Hinblick auf Konfiguration und Koordination analysiert sowie die Vorteile und die Nachteile der jeweiligen Strategie miteinander verglichen und kritisch betrachtet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Unterschieden der Zentralisierung und der Dezentralisierung sowie den Gegensätzen der Standardisierung und der Differenzierung. Abschließend soll festgestellt werden, welche Strategie aus heutiger Sicht für welches Unternehmen sinnvoll erscheint und welche Vorteile und Nachteile sich aus den Strategien ergeben.
Aus heutiger Sicht ist der internationale Handel für Unternehmen ein Thema von fundamentaler Bedeutung. Kurze Produktlebenszyklen, eine komplexe Kalkulation des Risikos sowie eine rasant zunehmende Zahl an Mitbewerbern führen dazu, dass ein Unternehmen auf internationalen Märkten aktiven Handel betreiben muss. Dabei wird das Management vor eine Reihe entscheidender Fragen gestellt. Die Konfiguration und die Koordination bilden hierbei die Basis für eine erfolgreiche Unternehmung. Sind diese festgelegt, ist ein Strategiewechsel nur mit einem hohen Aufwand verbunden. Die Strategie sollte daher gründlich bedacht und geplant werden, denn schließlich entscheidet die Strategie über Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Konzept von Bartlett / Ghoshal
2.1 Primärer Fokus
2.2 Standardisierung / Differenzierung
2.3 Zentralisierung / Dezentralisierung
3. Globale Unternehmen
3.1 Definition globaler Unternehmen
3.2 Konfiguration und Koordination globaler Unternehmen
4. Transnationales Management
4.1 Definition transnationales Management
4.2 Konfiguration und Koordination des transnationalen Managements
5. Analyse
6. Fallbeispiel NEC Corperation
7. Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategischen Ansätze des internationalen Managements, insbesondere den Vergleich zwischen globalen und transnationalen Strategien. Dabei wird analysiert, wie Konfiguration und Koordination die Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen und welche Rolle Zentralisierung sowie Dezentralisierung in diesem Prozess spielen.
- Grundlagen des Konzepts von Bartlett und Ghoshal
- Gegenüberstellung von Standardisierung und Differenzierung
- Analyse der Organisationsstrukturen globaler und transnationaler Unternehmen
- Kritische Bewertung der Vor- und Nachteile beider Strategietypen
- Praktische Anwendung anhand des Fallbeispiels NEC Corperation
Auszug aus dem Buch
2.2 Standardisierung / Differenzierung
Die Grundlage einer Multinationalen Unternehmung besteht in dem Gedanken, inwiefern sich ein Unternehmen an nationale Begebenheiten anpassen sollte, also Differenzieren. Oder auf der anderen Seite in wie weit alle Aktivitäten nach Möglichkeit weltweit integriert sein sollten, also Standardisierung. Dabei muss entschieden werden, ob ein Unternehmen weltweit dasselbe Produkt oder in jedem Land ein unterschiedliches Produkt anbieten soll.
Bei dem Prozess der Differenzierung müssen betriebliche Strukturen sowie Geschäftsprozesse und Betriebssysteme auf den nationalen Markt zugeschnitten sein. Dabei spielen die unterschiedlichsten Faktoren eine auschlaggebende Rolle. Unteranderem müssen lokale Produktionsfaktoren, Gesetze und Vorschriften aber auch die Kompetenzen der Arbeiter berücksichtigt werden. Zudem können länderspezifische Marktstrukturen den Einstieg erschweren. Nachteile könne entstehen da der Produzent unterschiedliche Kundenwünsche bedienen muss. Zusätzlich fällt ein hoher Arbeitsaufwand an, da unterschiedliche Produktionsstrukturen vorgegeben sind. Hohe Transportkosten können den Transfer von Ressourcen erschweren. Diese können aber durch die verhältnismäßig geringen Produktionskosten wieder ausgeglichen werden (Holtbrügge und Welge, 2010, S. 42-43).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des internationalen Handels und führt in die zentrale Problemstellung der strategischen Konfiguration und Koordination ein.
2. Das Konzept von Bartlett / Ghoshal: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des internationalen Managements und definiert die Spannungsfelder zwischen Standardisierung/Differenzierung sowie Zentralisierung/Dezentralisierung.
3. Globale Unternehmen: Der Fokus liegt hier auf der Definition globaler Unternehmen sowie der stark zentralisierten Konfiguration und Koordination innerhalb dieses Modells.
4. Transnationales Management: Es wird die transnationale Strategie als integrierte Netzwerkstruktur beschrieben, die durch komplexe Koordination und lokale Anpassung gekennzeichnet ist.
5. Analyse: Die Analyse vergleicht direkt die globalen und transnationalen Managementansätze im Hinblick auf Flexibilität, Kontrolle und Effizienz.
6. Fallbeispiel NEC Corperation: Anhand des Unternehmens NEC wird aufgezeigt, wie eine Umstrukturierung auf eine transnationale Strategie dabei half, Kundenwünsche besser zu bedienen und Ressourcenmängel zu beheben.
7. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, unter welchen Bedingungen sich Unternehmen für eine globale oder transnationale Strategie entscheiden sollten, basierend auf ihrer Risikobereitschaft und Zielsetzung.
Schlüsselwörter
Internationales Management, Transnationale Strategie, Globale Strategie, Bartlett und Ghoshal, Konfiguration, Koordination, Zentralisierung, Dezentralisierung, Standardisierung, Differenzierung, Netzwerkstruktur, Marktanpassung, NEC Corperation, Skaleneffekte, Wertschöpfungskette
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den strategischen Herausforderungen international agierender Unternehmen und vergleicht dabei primär das globale mit dem transnationalen Managementmodell.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?
Die zentralen Themen sind die strategische Konfiguration und Koordination der weltweiten Aktivitäten von Unternehmen sowie die Abwägung zwischen globaler Standardisierung und lokaler Differenzierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Strategien sich für Unternehmen unter verschiedenen Rahmenbedingungen eignen und welche Vorteile sowie Nachteile mit der jeweiligen Ausrichtung verbunden sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu den Theorien von Bartlett und Ghoshal sowie einer analytischen Untersuchung von Organisationsmodellen, ergänzt durch ein Fallbeispiel zur praktischen Veranschaulichung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konzepte, die detaillierte Beschreibung globaler und transnationaler Strukturen sowie eine vergleichende Analyse dieser Modelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Internationales Management, Transnationale Strategie, Globale Strategie, Zentralisierung, Dezentralisierung und die spezifische Ausgestaltung von Wertschöpfungsketten.
Warum spielt die Dezentralisierung bei transnationalen Unternehmen eine so wichtige Rolle?
Sie ermöglicht es den Tochtergesellschaften, eigenständiger zu agieren, um so gezielter auf spezifische lokale Kundenwünsche und Marktbesonderheiten reagieren zu können, statt starr an zentralen Vorgaben festzuhalten.
Welchen Erkenntnisgewinn liefert das Fallbeispiel NEC Corperation?
Das Beispiel verdeutlicht praxisnah, dass der Wechsel von einem exportorientierten Modell hin zu einer transnationalen Strategie essenziell sein kann, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, wenn technisches Know-how oder Marktkenntnisse lokal im Ausland erforderlich sind.
- Quote paper
- Leonard Oehme (Author), 2019, Transnationale und globale Strategien für den internationalen Handel. Klassifizierung des internationalen Managements nach Bartlett und Ghoshal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/545536