Mit der Einführung des privaten Fernsehens 1984 entstand in Deutschland das duale Fernsehsystem, mit dem die Hoffnung auf eine größere Programmvielfalt für die Rezipienten verbunden wurde. Neben den öffentlich-rechtlichen Programmen ARD und ZDF sowie den Dritten Programmen traten nun kommerzielle TV-Sender in den Fernsehmarkt ein. Dies führte zu einem deutlichen Anstieg des Programmangebots, während die Anzahl der TV-Nutzer relativ konstant blieb. Folglich mussten die einzelnen Programmanbieter stärker um ihre Anteile am Zuschauermarkt konkurrieren und versuchten, ihre Einschaltquoten zu steigern, indem sie sich den (vermeintlichen) Wünschen der TV-Nutzer orientierten. Die Einschaltquoten wiederum waren die Grundlage, auf der die Sender um Werbekunden konkurrierten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sport im Fernsehen
- Entwicklung des TV-Sports in Deutschland
- Die Sparte Sport im dualen Fernsehsystem
- Studien zur Konvergenz in der Sportberichterstattung
- Längsschnittstudien
- Querschnittsstudien
- Scholz (1993)
- Burk (2003)
- Fassbender (2002)
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Konvergenzhypothese im dualen Fernsehsystem und ihrer Auswirkung auf die Sportberichterstattung. Sie untersucht, ob sich die Programminhalte im Bereich Sport zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern in den letzten Jahren angenähert haben.
- Entwicklung des TV-Sports in Deutschland
- Konvergenzhypothese im dualen Fernsehsystem
- Unterschiedliche Ansätze zur Konvergenzforschung
- Analyse von Längsschnitt- und Querschnittstudien zur Sportberichterstattung
- Bewertung der bisherigen Forschungsbefunde
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Konvergenzhypothese ein und stellt die Bedeutung des dualen Fernsehsystems für die Programmentwicklung dar.
- Sport im Fernsehen: Dieses Kapitel beleuchtet die Entwicklung des TV-Sports in Deutschland und die Besonderheiten der Sparte Sport im dualen Fernsehsystem.
- Studien zur Konvergenz in der Sportberichterstattung: Hier werden verschiedene Forschungsarbeiten zur Konvergenzhypothese im Bereich Sport vorgestellt, darunter Längsschnittstudien von Krüger und Merten sowie Querschnittsstudien von Scholz, Burk und Fassbender.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Konvergenz, Sportberichterstattung, duales Fernsehsystem, Programmstruktur, Längsschnittstudie, Querschnittsstudie, öffentlich-rechtliches Fernsehen, privates Fernsehen.
Häufig gestellte Fragen
Was besagt die Konvergenzhypothese im Fernsehen?
Sie vermutet, dass sich die Programminhalte von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern aufgrund des Wettbewerbs um Einschaltquoten immer mehr angleichen.
Wie entstand das duale Fernsehsystem in Deutschland?
Es wurde 1984 mit der Einführung des privaten Fernsehens neben den bestehenden öffentlich-rechtlichen Sendern (ARD/ZDF) etabliert.
Welche Rolle spielt der Sport in der Berichterstattung?
Sport ist eine zentrale Sparte im dualen System, da er hohe Einschaltquoten generiert und damit attraktiv für Werbekunden ist.
Welche Studien zur Konvergenz werden in der Arbeit genannt?
Die Arbeit analysiert Längsschnittstudien sowie Querschnittsstudien von Forschern wie Scholz, Burk und Fassbender.
Hat der Wettbewerb die Programmvielfalt erhöht?
Die Arbeit untersucht, ob der Anstieg des Programmangebots tatsächlich zu mehr Vielfalt führte oder eher zu einer inhaltlichen Annäherung der Sender.
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- Gregor Waschinski (Autor), 2005, Konvergenz in der Sportberichterstattung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54672