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Die Geschichte des Hebräischen

Title: Die Geschichte des Hebräischen

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 39 Pages , Grade: 1

Autor:in: Christina Manthe (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Nach biblischer Überlieferung und dem Glauben orthodoxer Juden war Hebräisch die Ursprache der Menschheit; da nach Genesis 3,20 Eva (hebr. chawa) die "Mutter aller, die da leben" (chai) war und unverkennbar einen hebräischen Namen trug, läßt sich daraus schlüssig ableiten, daß die gemeinsame Sprache der damals existierenden Menschheit (Adam und Eva) Hebräisch war. Dies hat sich bis zum Turmbau zu Babel offenbar nicht geändert.1

Doch natürlich ist Hebräisch für den aufgeklärten Menschen als "Ursprache" der Menschheit nicht mehr von Bedeutung; vielmehr gründet sich die heutige wissenschaftliche Beschäftigung mit der hebräischen Sprache darauf, daß Hebräisch (1) immer noch Kultsprache der mosaischen Religion und in gewisser Weise auch des Christentums ist, (2) eine der ältesten Kultursprachen der Welt und (3) die einzige Sprache überhaupt ist, die nach 2000 Jahren erfolgreich als Gebrauchssprache wiederbelebt worden konnte.

Der erste Teil der hier vorliegenden Arbeit soll einen Überblick über die dem Hebräischen verwandten Sprachen geben, um es innerhalb der semitischen Sprachgruppe einzuordnen und ihre möglichen Einflüsse zu erklären. Der zweite Teil wird sich ausführlicher mit der Geschichte des Hebräischen beschäftigen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1 Die Einordnung des Hebräischen innerhalb der semitischen Sprachgruppe

2.1.1 Die Bezeichnung "semitisch"

2.1.2 Spezifische Kennzeichen der semitischen Sprachen

2.1.3 Das Verbreitungsgebiet der semitischen Sprachgruppe

2.1.4 Die Unterscheidung der semitischen Sprachen

2.2 Nordostsemitisch

2.3 Westsemitisch

2.3.1 Südwestsemitisch

2.3.1.1 Südarabisch

2.3.1.2 Nordarabisch

2.3.2 Nordwestsemitisch

2.3.2.1 Aramäisch

2.3.2.2 Kanaanäisch

2.3.2.2.1 Mittelkanaanäisch: Phönizisch

2.3.2.2.2 Südkanaanäisch

2.4 Hebräisch

2.4.1 Biblisches Hebräisch

2.4.2 Mischna-Hebräisch/Rabbinisches Hebräisch

2.4.3 Mittelalterliches Hebräisch (Neuhebräisch)

2.4.4 Modernhebräisch

2.4.4.1 Die Haskalah

2.4.4.2 Der Zionismus und Eliezer Ben Yehuda

2.4.4.3 Israelisches Hebräisch

2.4.4.3.1 Probleme des Israelischen Hebräisch

3. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die semitische Sprachfamilie und verfolgt das Ziel, die Entwicklung des Hebräischen von seinen antiken Ursprüngen bis hin zur Wiederbelebung als moderne israelische Staatssprache nachzuzeichnen.

  • Einordnung des Hebräischen innerhalb der semitischen Sprachgruppe
  • Analyse der sprachwissenschaftlichen Kennzeichen semitischer Sprachen
  • Darstellung der verschiedenen historischen Sprachstufen des Hebräischen
  • Untersuchung der Wiederbelebungsprozesse durch Haskalah und Zionismus
  • Diskussion der Herausforderungen des modernen Israelischen Hebräisch

Auszug aus dem Buch

2.4.4.3 Israelisches Hebräisch

Das Britische Mandat,1918-48, ernannte Hebräisch 1922 zu einer der offiziellen Sprachen; mit der Gründung Israels 1948 wurde es – als sogenanntes Israelisches Hebräisch – die erste Sprache des Staates.179

Die Basis des Israelischen Hebräisch bildet das Althebräische, wobei einige Archaismen und veraltete Strukturen, wie beispielsweise der Kohortativ oder die Konsekutivformen des Verbs, nicht übernommen wurden. Auch die Morphologie beruht hauptsächlich auf dem Bibelhebräischen, obgleich es in den Bevölkerung weit verbreitet ist, auch andere Stufen des Hebräischen nach eigenen Regeln zu verwenden. Als Tempussystem ist das des Rabbinischen Hebräisch, das ja dem modernen, europäischen Zeitverständnis eher angemessen ist, in Gebrauch.

Bei der Syntax zeigt sich der Einfluß der westlichen Sprachen am deutlichsten; ansonsten stützt sie sich vorwiegend auf das Rabbinische Hebräisch.180

In der Rechtschreibung hat sich die Pleneschreibung des Mischna-Hebräischen durchgesetzt,181 das heißt das Tiberianische System der Vokalisation mit verschiedenen matres lectionis.182

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die biblische und wissenschaftliche Sichtweise auf das Hebräische als Kultur- und wiederbelebte Gebrauchssprache.

2.1 Die Einordnung des Hebräischen innerhalb der semitischen Sprachgruppe: Erläuterung der Begrifflichkeit "semitisch", der Verbreitung sowie der allgemeinen Merkmale und der internen Gliederung der semitischen Sprachfamilie.

2.2 Nordostsemitisch: Abhandlung über das Akkadische als älteste semitische Sprache, deren Dialekte und deren Ablösung durch das Aramäische.

2.3 Westsemitisch: Überblick über die Einteilung in süd- und nordwestsemitische Sprachen, inklusive der schwierigen Klassifizierung früherer Funde wie dem Amoritischen und Ugaritischen.

2.3.1 Südwestsemitisch: Beschreibung der Entwicklung des Südarabischen, des Äthiopischen und der Verbreitung des Nordarabischen.

2.3.2 Nordwestsemitisch: Erörterung der aramäischen Sprachen und der kanaanäischen Gruppe.

2.3.2.1 Aramäisch: Differenzierung zwischen den Entwicklungsphasen des Aramäischen und seinem Status als Lingua franca.

2.3.2.2 Kanaanäisch: Untersuchung der kanaanäischen Sprachgruppe anhand historischer Belege wie der Amarna-Korrespondenz.

2.3.2.2.1 Mittelkanaanäisch: Phönizisch: Analyse des Phönizischen und seiner Ausbreitung im Mittelmeerraum bis hin zum punischen Dialekt.

2.3.2.2.2 Südkanaanäisch: Vorstellung der Dialekte wie Moabitisch, Edomitisch und Ammonitisch.

2.4 Hebräisch: Hinführung zur historischen Einteilung und den Besonderheiten des Hebräischen als Kultsprache und belebte Sprache.

2.4.1 Biblisches Hebräisch: Untersuchung der Sprache des Alten Testaments und der Übergänge durch das Babylonische Exil.

2.4.2 Mischna-Hebräisch/Rabbinisches Hebräisch: Darstellung der Entwicklung zur rabbinischen Sprache nach der Zerstörung Jerusalems.

2.4.3 Mittelalterliches Hebräisch (Neuhebräisch): Analyse der Rolle des Hebräischen als reine Literatursprache im Mittelalter.

2.4.4 Modernhebräisch: Beschreibung des Übergangs zum modernen Sprachgebrauch ab dem 16. Jahrhundert.

2.4.4.1 Die Haskalah: Einordnung der jüdischen Aufklärungsbewegung als Initialzündung für die sprachliche Wiederbelebung.

2.4.4.2 Der Zionismus und Eliezer Ben Yehuda: Würdigung des zionistischen Einflusses und der Rolle Ben Yehudas bei der Schaffung eines modernen Vokabulars.

2.4.4.3 Israelisches Hebräisch: Untersuchung der Strukturen und Probleme des Hebräischen als moderne Staatssprache.

2.4.4.3.1 Probleme des Israelischen Hebräisch: Erörterung der Herausforderungen bei der Säkularisierung und der Mischung verschiedener Sprachstufen.

3. Ausblick: Reflexion über den Erhalt des hebräischen Charakters angesichts globaler Einflüsse.

Schlüsselwörter

Hebräisch, Semitische Sprachen, Linguistik, Sprachgeschichte, Bibelhebräisch, Rabbinisches Hebräisch, Modernhebräisch, Haskalah, Zionismus, Eliezer Ben Yehuda, Israelisches Hebräisch, Etymologie, Sprachwandel, Sprachwiederbelebung, Morphologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Geschichte der hebräischen Sprache und deren Einordnung in die semitische Sprachfamilie, um den Prozess der Wiederbelebung zu einer lebendigen Umgangssprache nachzuvollziehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der semitischen Sprachwissenschaft, der historischen Entwicklung des Hebräischen von der biblischen Zeit bis zur Moderne sowie den soziopolitischen Bewegungen wie Haskalah und Zionismus.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die historischen Entwicklungsstufen des Hebräischen aufzuzeigen und zu klären, wie die Sprache trotz ihrer zeitweiligen Funktion als reine Literatursprache wieder erfolgreich belebt werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt eine philologische und historische Analyse, die auf einer breiten Literaturrecherche namhafter Semitisten und Sprachwissenschaftler basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine einleitende Einordnung in die semitische Sprachgruppe, eine detaillierte historische Darstellung der Stufen des Hebräischen und eine kritische Auseinandersetzung mit der Entstehung des modernen Israelischen Hebräisch.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Semitistik, Sprachstufen, Status constructus, Lehnprägung, Säkularisierung und die Unterscheidung zwischen Bibel-, Mischna- und Modernhebräisch.

Welche Rolle spielt Eliezer Ben Yehuda für die moderne hebräische Sprache?

Er gilt als der bedeutendste Vertreter des lebendigen Hebräisch, der maßgeblich an der Erweiterung des Vokabulars für moderne Bedürfnisse und an der institutionellen Etablierung des Hebräischen beteiligt war.

Wie geht das moderne Israelische Hebräisch mit den unterschiedlichen historischen Sprachstufen um?

Es integriert die Grundlagen des Althebräischen mit den Strukturen des Rabbinischen Hebräischen, wobei die lebendige sprachliche Aktivität der Sprecher und Einflüsse aus modernen Fremdsprachen zu einer ständigen Weiterentwicklung führen.

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Details

Title
Die Geschichte des Hebräischen
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Fachbereich Germanistik)
Course
Hauptseminar: Probleme der Etymologie
Grade
1
Author
Christina Manthe (Author)
Publication Year
1999
Pages
39
Catalog Number
V5467
ISBN (eBook)
9783638133319
Language
German
Tags
Geschichte Hebräischen Hauptseminar Probleme Etymologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Manthe (Author), 1999, Die Geschichte des Hebräischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5467
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