Die Auszubildenden bekommen Textauszüge und eine Tabelle als Informationsgrundlage ausgehändigt. Als erstes klären sie die Begriffe „Kfz-Schein und -Brief“ selbständig in Einzelarbeit. Anschließend sollen die Auszubildenden die Tabelle „Das Wichtigste über die Fahrzeugzulassung auf einen Blick“ lesen. Aus dieser Tabelle werden dann die notwendigen Unterlagen für die Fahrzeugzulassung in Partnerarbeit entnommen und notiert. Des Weiteren erhalten die Auszubildenden Textauszüge über die Haftpflichtversicherung und die Änderungen im Bereich der Kfz-Steuer. Die Beantwortung hierzu (Fragen 3 bis 6) sollen ebenfalls in Partnerarbeit von den Auszubildenden anhand der Textauszüge erarbeitet und die Ergebnisse stichwortartig notiert werden. Durch die Auswahl dieser Methode beschäftigen sich die Auszubildenden zunächst selbständig mit der Problematik und tragen anschließend Ihre Ergebnisse zusammen. Das Arbeiten im Team fördert die Sozialkompetenz.
Inhaltsverzeichnis
1. Kurzanalyse der Lerngruppe und Lernvoraussetzungen
2. Einordnung der Stoffauswahl
2.1 Thema der letzten Unterweisung
2.2 Thema der Unterweisung
2.3 Thema der nachfolgenden Unterweisung
3. Handlungskompetenz der Unterweisung (Ziele)
4. Methodenwahl
5. Motivation/Problembewusstsein
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterweisung ist es, Auszubildenden die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten für die fachgerechte Vorbereitung von Fahrzeugzulassungsunterlagen im Privatkundengeschäft zu vermitteln. Die Unterweisung befähigt die Lernenden, gesetzliche Vorschriften anzuwenden, kundenorientierte Lösungen zu erarbeiten und die organisatorischen Schritte der Zulassung selbstständig zu planen.
- Vermittlung notwendiger Dokumente für eine Neuzulassung
- Anwendung gesetzlicher Rahmenbedingungen (Haftpflicht, Kfz-Steuer)
- Förderung der Methoden- und Sozialkompetenz durch Leittext- und Fallmethode
- Praktische Umsetzung mittels Ausfüllen eines Zulassungsantrags
Auszug aus dem Buch
Ausfüllen eines Zulassungsantrags
Herr Dieter Crämer möchte seinen bei uns bestellten CLK durch uns (Mercedes-Benz Niederlassung Bielefeld) zulassen.
Die für die Zulassung benötigten Unterlagen hat der Verkäufer des Neuwagens, Herr Blum, bereits von Herrn Crämer erhalten und bei Ihnen abgegeben (Zulassungsbescheinigung Teil II, Versicherungsdoppelkarte, einen gültigen Personalausweis).
Des Weiteren hat H. Blum bereits folgende Daten für die Zulassung des Fahrzeugs bei der Kundin eingeholt: Herr Crämer wohnt im Finkenweg 12 in 33619 Bielefeld. Sein Girokonto führt Herr Crämer bei der Sparkasse Bielefeld. Die Bankleitzahl der Sparkasse Bielefeld lautet 480 501 61. Die Kontonummer von Herr Crämer lautet 1234. Die Fahrgestellnummer des Fahrzeugs lautet WDB 209 008 1A 881 494.
Herr Crämer gab folgendes Wunschkennzeichen an: Buchstaben: DC Ziffern: 7000. Falls dieses Kennzeichen bereits vergeben ist, möchte Herr Müller gern alternativ: Buchstaben: CD Ziffern: 707.
Für eine Unterschrift des Zulassungsantrags (unsere Vollmacht für die Zulassung durch uns beim Straßenverkehrsamt im Namen von Herrn Crämer) sollen wir einen Termin mit H. Crämer vereinbaren. Die Unterschrift gilt gleichzeitig als Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer und als Einverständniserklärung für eine Auskunft über eventuelle Kfz–Steuerrückstände. Bitte füllen Sie den Zulassungsantrag anhand der oben genannten Daten vollständig aus und lassen Sie diesen vom Kunden unterschreiben.
Zusammenfassung der Kapitel
Kurzanalyse der Lerngruppe und Lernvoraussetzungen: Darstellung der Vorkenntnisse und des Ausbildungsstandes der beiden Auszubildenden zur zielgruppengerechten Gestaltung der Unterweisung.
Einordnung der Stoffauswahl: Kontextualisierung des aktuellen Themas innerhalb des Ausbildungsrahmenplans sowie Einordnung in die zeitliche Abfolge der Unterweisungsreihe.
Handlungskompetenz der Unterweisung (Ziele): Definition der angestrebten Lernziele in den Bereichen Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz.
Methodenwahl: Erläuterung der didaktischen Instrumente wie Leittextmethode, Lehrgespräch und Fallmethode zur aktiven Wissensvermittlung.
Motivation/Problembewusstsein: Darlegung der Relevanz des Themas für den betrieblichen Alltag und die Steigerung des eigenverantwortlichen Handelns der Auszubildenden.
Schlüsselwörter
Fahrzeugzulassung, Auszubildende, Unterweisungsentwurf, Kfz-Steuer, Haftpflichtversicherung, Leittextmethode, Fallmethode, Zulassungsbescheinigung, Privatkunde, Handlungskompetenz, Ausbildungsrahmenplan, Dokumentenmanagement, Kfz-Brief, Kfz-Schein, Kundenorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strukturierte Anleitung von Auszubildenden im Berufsbild Automobilkaufmann/Automobilkauffrau zur Vorbereitung von Fahrzeugzulassungsunterlagen für Privatkunden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die geltenden gesetzlichen Dokumentationspflichten bei der Kfz-Zulassung, die Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer sowie die korrekte Handhabung von Versicherungsnachweisen.
Welches primäre Ziel verfolgt der Ausbilder?
Das Ziel ist die Befähigung der Auszubildenden, den Zulassungsprozess eigenständig, fachlich korrekt und kundenorientiert durchzuführen, während gleichzeitig die Selbstorganisation gefördert wird.
Welche wissenschaftlichen oder didaktischen Methoden werden verwendet?
Es werden methodisch verschiedene Ansätze kombiniert: das fragend-entwickelnde Lehrgespräch, die Leittextmethode zur eigenständigen Erarbeitung sowie die Fallmethode zur Praxisanwendung.
Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Einführung, die arbeitsteilige Erarbeitung mittels Infomaterial und die praktische Vertiefung anhand eines realitätsnahen Kundenfallbeispiels.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?
Fahrzeugzulassung, Auszubildende, Leittextmethode, Handlungskompetenz, Kundenservice, Kfz-Dokumente, Automobilbranche, Ausbildung.
Welche Rolle spielt die "Leittextmethode" in diesem Entwurf?
Die Leittextmethode dient dazu, die Auszubildenden zu befähigen, sich durch zur Verfügung gestellte Unterlagen wie Tabellen und Fachtexte selbstständig Informationen zu erschließen, anstatt sie rein passiv zu konsumieren.
Wie wird der Lernerfolg am Ende der Unterweisung sichergestellt?
Der Lernerfolg wird durch die Fallmethode gesichert, bei der ein konkreter Zulassungsantrag basierend auf realen Kundendaten eigenständig ausgefüllt werden muss.
- Quote paper
- Birgit van Gellekom (Author), 2006, Vorbereitung der erforderlichen Unterlagen für eine Fahrzeugzulassung beim Straßenverkehrsamt, Privatkunde (Unterweisung Automobilkaufmann / -kauffrau), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54706