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Die Rechtspersönlichkeit der EU

Titre: Die Rechtspersönlichkeit der EU

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Diplom Volkswirt; M.A. Jan Henkel (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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Résumé Extrait Résumé des informations

In seiner Erklärung zur Zukunft der Europäischen Union hat der Europäische Rat
von Laeken 2001 den Europäischen Konvent mit der Ausarbeitung eines Verfassungsvertrages beauftragt.
Dieser steht, nach Ansicht der Staats- und Regierungschefs der EU Mitgliedsstaaten, vor der Aufgabe die Union demokratischer, transparenter und effizienter zu machen. Die bestehende komplizierte Europäische Vertragsstruktur soll durch die Vorlage eines Verfassungsentwurfs vereinfacht und neu strukturiert werden.
Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, wurden innerhalb des Europäischen Konvents Arbeitsgruppen gebildet, deren Vorschläge zu den verschiedenen Politik- und Sachbereichen dann dem Gremium als Entscheidungsgrundlage vorgelegt werden.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Arbeitsgruppe III des Konvents: die Frage nach der Rechtspersönlichkeit der Europäischen Union.
Im Rahmen meiner Ausführungen soll geklärt werden, wie sich die Änderungsvorschläge der Arbeitsgruppe strukturell auf die Europäische Union auswirken.
Es soll beispielsweise herausgearbeitet werden, welche unmittelbaren Konsequenzen die (vertragliche) Anerkennung einer einzigen Rechtspersönlichkeit der Europäischen Union mit sich bringt.
Zunächst soll jedoch analysiert werden, ob im Falle der Europäischen Union bisher von dem Bestehen einer eigenen Rechtspersönlichkeit ausgegangen werden kann. Eine vorgehende Definition des Terminus Rechtspersönlichkeit ist damit obligatorisch.
Ferner werde ich mich auf ein Politikfeld konzentrieren, bei dem die Frage nach der Existenz einer eigenen Rechtspersönlichkeit eine zentrale Rolle spielt: den Außenbeziehungen, die durch einen Dualismus zwischen dem Außenhandeln der EG und der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU gekennzeichnet ist.
Dies erscheint mir sinnvoll, da es zum einen die Komplexität der bestehenden Struktur verdeutlicht und zum anderen auch Erkenntnisgewinne über die Probleme der bestehenden Regelung in der Praxis liefert.
Anschließend soll explizit auf die Änderungsvorschläge der Arbeitsgruppe Rechtspersönlichkeit im Rahmen des EU- Verfassungskonvents eingegangen werden.
Dabei gilt es zu illustrieren, ob die von der Gruppe erarbeitenden Empfehlungen geeignet sind, mehr Transparenz in die bisherigen Strukturen zu bringen und auch dazu beitragen das Vertragswerk der Europäischen Union zu vereinfachen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Der Begriff der Rechtspersönlichkeit internationaler Organisationen

2. Die Rechtsnatur der Europäischen Union

3. Die Frage einer einheitlichen Rechtspersönlichkeit unter der Analyse der Außenbeziehungen der EU bzw. EG

4. Änderungsvorschläge im Rahmen des EU- Konvents: Bericht der Arbeitsgruppe III „Rechtspersönlichkeit“

4.1 Ausdrückliche Anerkennung einer Rechtspersönlichkeit der Union

4.2 Auswirkungen einer einheitlichen Rechtspersönlichkeit der Union auf die Vereinfachung der Verträge und die Säulenstruktur

4.3 Folgen der Anerkennung einer einzigen Rechtspersönlichkeit auf die Außenbeziehungen der Union

4.3.1 Verfahren für die Aushandlung und den Abschluss von Abkommen: Fall der „gemischten“ Abkommen

4.3.2 Verfahren für den Abschluss von Abkommen über Sachbereiche der Titel V und VI: Artikel 24 EUV

4.3.3 Außenvertretung der Union

4.4 Empfehlungen der Arbeitsgruppe Rechtspersönlichkeit

III. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die strukturellen Auswirkungen und Konsequenzen der angestrebten Anerkennung einer einheitlichen Rechtspersönlichkeit für die Europäische Union, basierend auf den Empfehlungen der Arbeitsgruppe III des Europäischen Konvents.

  • Analyse der völkerrechtlichen Rechtspersönlichkeit internationaler Organisationen
  • Bewertung der aktuellen Rechtsnatur und Problematik der EU
  • Untersuchung der Außenbeziehungen der EU und der damit verbundenen Kompetenzkonflikte
  • Evaluierung der Änderungsvorschläge des EU-Konvents zur Vereinfachung der Vertragsstruktur
  • Diskussion der Auswirkungen einer Rechtspersönlichkeit auf Transparenz und Handlungsfähigkeit der Union

Auszug aus dem Buch

3. Die Frage einer einheitlichen Rechtspersönlichkeit unter der Analyse der Außenbeziehungen der EU bzw. EG

Nachdem geklärt ist, wann internationale Organisationen eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen, ist es nun notwendig den Focus auf ein Politikfeld zu werfen bei dem die Frage der Existenz einer eigenen Rechtspersönlichkeit des handelnden Akteurs eine zentrale Rolle spielt, nämlich den Außenbeziehungen.

Um dies verständlich zu machen, muss illustriert werden, wie in der Europäischen Union die Außenbeziehungen geregelt sind, d.h. auf die Struktur derselben.

Die EU- Außenbeziehungen sind durch einen „Dualismus zwischen der GASP (zweite Säule des Unionsvertrags) und dem Außenhandeln der EG (erste Säule) gekennzeichnet“.

Die Differenzierung der Außenbeziehungen in die zitierten Bereiche der ersten und zweiten Säule verdeutlicht die Komplexität der bestehenden Struktur, da in beiden Bereichen die Kompetenzen zwischen Gemeinschaft und Mitgliedstaaten unterschiedlich verteilt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik des EU-Konvents und die Aufgabenstellung zur Vereinfachung der Vertragsstrukturen sowie Definition der Forschungsfrage.

II. Hauptteil: Detaillierte juristische Analyse der Rechtspersönlichkeit, der Rechtsnatur der EU, der komplexen Außenbeziehungen und der spezifischen Reformvorschläge der Arbeitsgruppe III.

III. Schluss: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Fazit zur Notwendigkeit einer einheitlichen Rechtspersönlichkeit für die zukünftige Transparenz und Effizienz der Europäischen Union.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Rechtspersönlichkeit, Völkerrechtsfähigkeit, EU-Konvent, Außenbeziehungen, Säulenstruktur, GASP, Vertragsfusion, Reform, Transparenz, Handlungsfähigkeit, Europäische Gemeinschaft, Rechtsunsicherheit, Außenpolitik, Reformvorschläge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um die Rechtspersönlichkeit der Europäischen Union und deren Bedeutung für die Reform der EU-Strukturen im Rahmen des EU-Konvents.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die völkerrechtlichen Grundlagen, die komplizierte Säulenstruktur der EU sowie die Herausforderungen in den Außenbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Empfehlungen der Arbeitsgruppe III auf die Handlungsfähigkeit und Transparenz der EU auswirken würden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und juristische Analyse unter Einbeziehung von Literatur, Primärquellen des Konvents und der bestehenden Vertragslage.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der Rechtsnatur der EU, die Untersuchung der Außenbeziehungen sowie die Diskussion der konkreten Reformvorschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rechtspersönlichkeit, EU-Konvent, Außenbeziehungen, Säulenstruktur und Transparenz beschreiben.

Warum ist die aktuelle Rechtsnatur der EU problematisch?

Da die EU explizit keine vertragliche Rechtspersönlichkeit besitzt, entstehen bei der Außenvertretung und dem Abschluss von Verträgen erhebliche rechtliche Unsicherheiten und Kompetenzdualismen.

Welche Vorteile verspricht sich die Arbeitsgruppe III von einer einzigen Rechtspersönlichkeit?

Die Gruppe erhofft sich eine Vereinfachung der Vertragsstruktur, eine höhere Transparenz gegenüber Bürgern und Drittstaaten sowie eine gesteigerte Effizienz in der Außenpolitik.

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Résumé des informations

Titre
Die Rechtspersönlichkeit der EU
Université
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Cours
Eine Verfassung ohne Staat? Grundoptionen zur gegenwärtigen Debatte in der EU
Note
1,7
Auteur
Diplom Volkswirt; M.A. Jan Henkel (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
20
N° de catalogue
V54758
ISBN (ebook)
9783638498807
ISBN (Livre)
9783638752022
Langue
allemand
mots-clé
Rechtspersönlichkeit Eine Verfassung Staat Grundoptionen Debatte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom Volkswirt; M.A. Jan Henkel (Auteur), 2003, Die Rechtspersönlichkeit der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54758
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