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Goldgrund - Die historische Entwicklung des Goldgrundes in der niederländischen Tafelmalerei zu einer gemalten Lichterscheinung vom 14. bis zum 15. Jahrhundert

Title: Goldgrund - Die historische Entwicklung des Goldgrundes in der niederländischen Tafelmalerei zu einer gemalten Lichterscheinung vom 14. bis zum 15. Jahrhundert

Term Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jacek Brzozowski (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

In dieser vorliegenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit der kunsthistorischen Thematik des Goldgrundes in der niederländischen Tafelmalerei.
Beginnen werde ich im zweiten Kapitel mit der Entwicklungsgeschichte der technischen Anwendung und Symbolhaftigkeit des Goldgrundes, von den ersten antiken und byzantinischen Anfängen, bis zu der Kulminationsphase in der Früh- bzw. Hochrenaissance. Dabei verfolge ich die These, dass der Goldgrund die wichtigste Voraussetzung für die gemalte Lichterscheinung war, die diesen während der Renaissance verdrängte.
Weiterhin werde ich die kunsthistorische Entwicklung der Handhabung des Goldgrundes explizit anhand von mehreren zeitlich verschieden entstandenen Werken aus der Tafelmalerei erörtern. Dabei stelle ich ab dem dritten Kapitel im Kontext des Goldgrundes Simone Martinis Verkündigung (1333) und Ambrigio Lorenzettis Verkündigung (1344) Jan van Eycks Deesis aus dem Genter Altar gegenüber, als Vor- van Eycksche Werke und zudem unterziehe ich Rogier van der Weydens Kreuzabnahme als Nach-van Eyksches Werk einem Vergleich.
Im letzten Kapitel, dem Resümee stelle ich die hier aufgegriffenen Werke zur Diskussion. Im Anhang folgt das Literaturverzeichnis für Monographien, Internetadressen und ein Bilderverzeichnis, zudem folgen die Abbildungen der in dieser Hausarbeit thematisierten Werke.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund: Rückblick von der Antike bis zu der Frührenaissance

3. Bildanalyse im Kontext zum Goldgrund:

3.1. Simone Martini – Verkündigung (1333; Uffizien, Florenz)

3.2. Ambrogio Lorenzetti – Verkündigung (1344; Pinacoteca Nazionale, Siena)

3.3. Jan van Eyck – Genter Altar; Deesis (1432, St. Bavo Kathedrale, Gent)

3.4. Rogier van der Weyden – Kreuzabnahme (ca. 1435; Museo del Prado, Madrid)

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Goldgrundes in der niederländischen Tafelmalerei und analysiert dessen Wandel von einem sakralen, flächigen Gestaltungselement zu einer gemalten Lichterscheinung. Der Fokus liegt dabei auf der These, dass der Goldgrund als materielle Voraussetzung für die spätere illusionistische Lichtdarstellung in der Renaissance diente.

  • Historische Herleitung des Goldgrundes von der Antike bis zur Frührenaissance.
  • Analyse der Materialität und Symbolik des Goldes als Bedeutungsträger des Lichts.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Goldgrund, Tiefenraum und Naturalismus.
  • Vergleichende Werkanalyse an Beispielen von Simone Martini, Ambrogio Lorenzetti, Jan van Eyck und Rogier van der Weyden.
  • Beurteilung des Übergangs von der Temperamalerei zur Ölmalerei hinsichtlich der Lichtgestaltung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Simone Martini – Verkündigung (1333; Uffizien, Florenz)

Auf diesem Triptychon Simone Martinis wird die Verkündigung mit fünf Figuren dargestellt. Im mittleren Teil ist – vom Betrachter aus - der Engel Gabriel links, die Jungfrau Maria rechts und der heilige Geist – in Form einer weißen Taube - unter dem mittleren Spitzbogen zwischen den Mischwesen, bzw. Engeln platziert. An den beiden Bildrändern werden zwei Heilige abgebildet. Diese fünf Figuren sind durch die architekturhafte Ornamentierung, in Form von Spitzbögen auf dem Goldgrund jeweils bildprogrammatisch getrennt. Martini benutzt hierbei drei Spitzbögen - der mittlere ist wie in einem gotischen Portal etwas größer -, um die Verkündigung in der Mitte der Tafel zu platzieren und jeweils einen Spitzbogen am linken und rechten Bildrand. Der größere mittlere und die beiden äußeren Ausschnitte werden jeweils durch eine schmale und gewundene Säule, die die Spitzbögen stützt getrennt.

Die Szenerie ist komplett in Gold gekleidet, nur die vier Figuren – bis auf den heiligen Geist - können sich etwas vom Goldgrund absetzen, wirken jedoch trotz des Faltenwurfs ihrer Kleidung noch sehr flächig. Am deutlichsten ragt die Jungfrau Maria durch ihre dunkle Kleidung heraus, was meiner Meinung nach vom Künstler angestrebt worden war, um die Hauptperson herauszukristallisieren. Zudem suggeriert der Boden zwar Tiefenräumlichkeit durch die Aufsicht, die man als Betrachter hat. Es fehlen jedoch bestimmende tiefenräumliche Elemente; so bleibt dieser nur ein Versuch tiefenräumlicher Wirkung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die kunsthistorische Thematik des Goldgrundes und stellt die These auf, dass dieser die zentrale Voraussetzung für die spätere gemalte Lichterscheinung darstellte.

2. Historischer Hintergrund: Rückblick von der Antike bis zu der Frührenaissance: Dieses Kapitel erläutert die symbolische Bedeutung von Gold als göttliches Licht und beschreibt den Prozess, wie der Goldgrund in Mosaiken und Tafelbildern den flächigen Charakter bewahrte.

3. Bildanalyse im Kontext zum Goldgrund:: Der Hauptteil untersucht anhand konkreter Werke den Umgang der Künstler mit dem Goldgrund als flächiges Element im Kontrast zum aufkommenden Wunsch nach perspektivischem Tiefenraum.

4. Resümee: Die Zusammenfassung unterstreicht den dualistischen Wandel der Golddarstellung von der symbolischen Fläche hin zum farbigen, illusionistischen Licht in der Ölmalerei.

Schlüsselwörter

Goldgrund, Tafelmalerei, Lichterscheinung, Renaissance, Mittelalter, Tiefenraum, Simone Martini, Ambrogio Lorenzetti, Jan van Eyck, Rogier van der Weyden, Ölmalerei, Temperamalerei, Lichtsymbolik, Bildraum, Sakralkunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktion und dem Wandel des Goldgrundes in der niederländischen Tafelmalerei des 14. und 15. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Lichtsymbolik, die Entwicklung von der flächigen zur räumlichen Darstellung und die Ablösung des Goldgrundes durch illusionistische Lichteffekte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass der Goldgrund als Ausgangspunkt und notwendige Voraussetzung für die gemalte Lichterscheinung der Renaissance fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Werkanalyse, bei der ausgewählte Gemälde vergleichend betrachtet werden, um den Umgang mit dem Goldgrund zu explizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von vier Werken (Simone Martini, Ambrogio Lorenzetti, Jan van Eyck, Rogier van der Weyden), um den technologischen Wandel der Tafelmalerei zu belegen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die wichtigsten Schlagworte sind Goldgrund, Bildraum, Lichtsymbolik, Tafelmalerei und der Übergang von der Tempera- zur Ölmalerei.

Inwiefern beeinflusste die Ölmalerei den Umgang mit dem Goldgrund?

Mit der Perfektionierung der Ölmalerei wurde der Goldgrund zunehmend problematisch, da Künstler nach stärkerem Naturalismus und Tiefenraum strebten, was den Verzicht auf Gold als dominantes Element begünstigte.

Welche Bedeutung kommt der "Deesis" von Jan van Eyck in diesem Kontext zu?

Die Deesis dient als Beispiel für eine Mischform, in der Gold noch vorhanden ist (z.B. Nimbus), jedoch seine frühere Rolle als alleiniger Hintergrund zugunsten einer komplexeren Lichtgestaltung verliert.

Wie unterscheidet sich Rogier van der Weydens Ansatz in der "Kreuzabnahme"?

Rogier van der Weyden nutzt den Goldgrund nicht mehr nur als Hintergrund, sondern interpretiert ihn als Teil einer "Raumbühne", wodurch er den Gegensatz von Fläche und Tiefe geschickt umgeht.

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Details

Title
Goldgrund - Die historische Entwicklung des Goldgrundes in der niederländischen Tafelmalerei zu einer gemalten Lichterscheinung vom 14. bis zum 15. Jahrhundert
College
Ruhr-University of Bochum  (Kunstgeschichtliches Institut)
Course
Neue Weltbilder? - Niederländische Tafelmalerei im 15. Jahrhundert
Grade
1,7
Author
Jacek Brzozowski (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V54802
ISBN (eBook)
9783638499187
ISBN (Book)
9783638663588
Language
German
Tags
Goldgrund Lichterscheinung Weltbilder Niederländische Tafelmalerei Malerei Quattrocento Gotik 14. Jahrhundert 15. Jahrhundert Petrarca Leon Battista Alberti van Eyck Simone Martini Ambrogio Lorenzetti Rogier van der Weyden Antike
Product Safety
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Quote paper
Jacek Brzozowski (Author), 2006, Goldgrund - Die historische Entwicklung des Goldgrundes in der niederländischen Tafelmalerei zu einer gemalten Lichterscheinung vom 14. bis zum 15. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54802
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