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Personalwirtschaftliche Integration im M&A Prozess

Title: Personalwirtschaftliche Integration im M&A Prozess

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tobias Aulich (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die anhaltende Globalisierung und der Boom durch die „New Economy“ Ende der 90iger haben verstärkt zu Unternehmenszusammenschlüssen geführt. [...] Durch viele Studien und Analysen bestätigt, wird aber vielen Führungskräften deutlich, dass nicht alle M&A erfolgreich verlaufen können.
Eine Begründung für den zunehmenden Misserfolg bei M&A wird in der personalwirtschaftlichen Integration gesehen, die von strategischer Bedeutung für eine erfolgreiche Durchführung bei M&A ist. Häufig wird den vermeintlich wichtigeren Perspektiven, finanzieller und ökonomischer Art, der Vortritt gegenüber dem personalwirtschaftlichen Aspekt gewährt. Dass die Kernkompetenz Personal einer der entscheidende Faktoren bei einer Akquisition ist, wusste bereits Henry Ford I: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg“ (vgl. 1994, 8). 85 Prozent der amerikanischen Topmanager sind davon überzeugt, dass Personalprobleme einen größeren Einfluss auf den Akquisitionserfolg haben als Probleme finanzieller Art. (vgl. Hubbard 1999, 16). Auf eine Veränderung der „weichen Faktoren“ in dem Unternehmen folgen nicht unerhebliche Konsequenzen. Somit werden die vermeintlichen weichen zu harten Faktoren und entscheiden über Erfolg und Misserfolg von M&A. Die große Bedeutung des Faktors Human Kapital wird deutlich im Dienstleistungs- und High-Tech-Sektor. Hier ist das Human Kapital oft ausschließlich Erfolgsfaktor für die Unternehmen. Die Konsequenz daraus ist, dass eine Fusion „nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn die Mitarbeiter die Entscheidung nachvollziehen können und bereit sind, mit den neuen Kollegen zusammenzuarbeiten.“ (Nagel 2003, 369).
Das Ziel der personalwirtschaftlichen Integration ist: Angestellte optimal in den Fusionsprozess zu integrieren, um den Erfolg der Fusion sicherzustellen.
Der Schwerpunkt der personalwirtschaftlichen Integration liegt, wie der Begriff bereits vermuten lässt, in der Integrationsphase. Um die gestellten Human Ressources (HR) Herausforderungen zu bewältigen sind vorab wesentliche Aufgaben notwendig, die in Kapitel drei beschrieben werden. Hierzu gehören die Punkte Screening, HR-Due Diligence und Cultural Due Diligence. Kapitel vier befasst sich mit der Integrationsphase und basiert auf dem Merger Syndrom und dessen Auswirkungen. Im folgenden wird auf die Mitarbeiterkommunikation, die Personalumsetzung und die kulturellen Aspekte eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsabgrenzung

3 Vorfeld und Transaktionsphase

3.1 Screening

3.2 Due Diligence

4 Integrationsphase

4.1 Einfluss des Merger Syndroms

4.2 Mitarbeiterkommunikation

4.3 Personalumsetzung

4.3.1 Personaleinsatz

4.3.1 Personalfreisetzung

4.3.1 Personalentwicklung

4.4 Kulturelle Aspekte bei M&A

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kritische Rolle der personalwirtschaftlichen Integration bei internationalen Mergers & Acquisitions (M&A). Das primäre Ziel ist es, den Einfluss sogenannter „weicher Faktoren“ auf den Unternehmenserfolg zu beleuchten und Strategien für eine erfolgreiche Personalarbeit in den verschiedenen Phasen der Fusion aufzuzeigen.

  • Bedeutung der personalwirtschaftlichen Integration für den Fusionserfolg
  • Methoden und Herausforderungen der Due Diligence (Personal und Kultur)
  • Umgang mit dem Merger Syndrom und der Mitarbeiterkommunikation
  • Strategische Personalumsetzung (Einsatz, Freisetzung, Entwicklung)
  • Kulturelle Integrationsstrategien und deren Management

Auszug aus dem Buch

4.1. Einfluss des Merger Syndroms

Unmittelbar nach der öffentlichen Ankündigung des Mergers zeigt das Personal des akquirierten Unternehmens Verhaltensreaktionen. Die Gesamtheit der Reaktionen der Mitarbeiter werden unter dem Begriff „Merger Syndrome“ verstanden (vgl. Marks 1999, 1-9). Das Syndrom gibt die Stimmung im Unternehmen wieder, die einen enormen Einfluss, sowohl auf die weiter zu verwendende Zeit für die Integration, als auch auf den Gesamterfolg des Mergers hat (vgl. Pribilla 2000, 446).

Bei Fusion oder Akquisition, freundlich oder feindlich, national oder international, bei großen oder kleinen Unternehmen tritt das Merger Syndrom immer auf. Dies ist eine völlig normal und erwartete Reaktion des Menschen auf eine maßgebliche und entscheidende Unternehmensveränderung (vgl. Marks 1999, 1). Stress wird durch die ungewissen und unsteten ersten Tage und Monate hervorgerufen. Die verschiedenen Stufen der emotionalen Reaktionen der Mitarbeiter nach einem Merger beschreibt Jansen als das Fusionstrauma. Auf die frühe und naive Fusionseuphorie folgen Angst/Unsicherheit und Paralyse. Dem Mitarbeiter erschließen sich nach der Paralyse drei Möglichkeiten: entweder der Ausstieg aus dem Unternehmen, die Resignation oder die Wahrnehmung von Chancen. Die Wahrnehmungsphase wird gefolgt von den Phasen der Identifikation und des Commitments (vgl. Jansen 2000, 33). Die geschilderten Symptome verdeutlichen die Wichtigkeit, sich mit den wechselnden Stimmungen der Mitarbeiter während eines Integrationsprozesses auseinander zusetzen (vgl. Hermsen 1994, 112). Das Wissen um die Existenz der einzelnen Phasen ist für das HRM entscheidend, um Auswirkungen des Merger Syndroms bereits im Ansatz zu bekämpfen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen (vgl. Jansen 2000, 33).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung der personalwirtschaftlichen Integration für den Erfolg von M&A-Prozessen und definiert das Forschungsziel der Arbeit.

2 Begriffsabgrenzung: Hier werden die grundlegenden Termini wie Mergers, Acquisitions, Personalwirtschaft und Integration definiert.

3 Vorfeld und Transaktionsphase: Das Kapitel behandelt die vorbereitenden Schritte Screening und Due Diligence zur Identifikation von Chancen und Risiken bezüglich des Humankapitals.

4 Integrationsphase: Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen des Merger Syndroms sowie zentrale personalwirtschaftliche Aktivitäten wie Kommunikation, Personaleinsatz, Freisetzung und kulturelle Aspekte.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der weichen Faktoren zusammen und betont die notwendige Aufwertung des Personalmanagements in zukünftigen M&A-Vorhaben.

Schlüsselwörter

Mergers & Acquisitions, Personalwirtschaft, Integrationsphase, Merger Syndrom, Due Diligence, Personaleinsatz, Personalfreisetzung, Personalentwicklung, Unternehmenskultur, Human Kapital, Change Management, Mitarbeiterkommunikation, Cultural Fit, HR-Management, Erfolgsfaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit fokussiert sich auf die personalwirtschaftlichen Aspekte bei internationalen Fusionen und Übernahmen und untersucht, warum der Faktor Mensch entscheidend für das Scheitern oder Gelingen solcher Transaktionen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die frühzeitige Analyse von Personalstrukturen im Vorfeld, die Bewältigung psychologischer Reaktionen der Belegschaft, eine transparente Kommunikation sowie die operative Personalumsetzung und Kulturentwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Personalmanagement durch gezielte Maßnahmen in den Phasen vor und während der Integration den M&A-Erfolg sichern kann und warum eine Vernachlässigung der weichen Faktoren zu negativen Konsequenzen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung bestehender Studien zur personalwirtschaftlichen Integration, um Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement abzuleiten.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorfeldphase (Screening, Due Diligence) und die Integrationsphase, in welcher spezifische Bereiche wie Mitarbeiterkommunikation, Personaleinsatz, Freisetzung und kulturelle Harmonisierung detailliert diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie M&A-Prozess, Humankapital, Merger Syndrom, Cultural Due Diligence und strategisches Personalmanagement charakterisiert.

Was bedeutet das "Merger Syndrom" laut der Arbeit?

Es beschreibt die Gesamtheit der emotionalen Reaktionen (wie Angst, Unsicherheit oder Paralyse) der Mitarbeiter auf die durch den Merger hervorgerufenen Unternehmensveränderungen.

Welche drei Strategien nennt der Autor für den Umgang mit unterschiedlichen Unternehmenskulturen?

Die Arbeit identifiziert den Kulturpluralismus, die Kulturübernahme und die Kulturmischung als drei grundlegende Strategien zur Bewältigung kultureller Differenzen bei einer Fusion.

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Details

Title
Personalwirtschaftliche Integration im M&A Prozess
College
University of Bayreuth  (Lehrstuhl für Internationales Management)
Course
Seminar - Internationale Mergers & Acquisitions
Grade
2,0
Author
Tobias Aulich (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V54833
ISBN (eBook)
9783638499439
ISBN (Book)
9783640463015
Language
German
Tags
Personalwirtschaftliche Integration Prozess Seminar Internationale Mergers Acquisitions
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Aulich (Author), 2005, Personalwirtschaftliche Integration im M&A Prozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54833
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