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Stärkung der Pressefotografie in der laufenden Urheberrechtsrevision

Title: Stärkung der Pressefotografie in der laufenden Urheberrechtsrevision

Seminar Paper , 2018 , 27 Pages , Grade: 5,5

Autor:in: Janne Litzenberger (Author)

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Urheberrecht im Bereich der Medien und Pressefotografie. Ein Überblick über die Veränderungen der Gesetzeslage soll Klarheit über die Entwicklungen bis hin zum neusten Entwurf des Bundesrates im Jahr 2017 bringen. Weiter sollen explizite Änderungen des Gesetzes in Bezug zur Pressefotografie herangezogen werden. Wie verhält sich eine Revision für eine Berufsgruppe, die so eng mit den digitalen Medien korreliert und sich stetig mit Fragen des Urheberrechts auseinandersetzen muss?

Das heutige Gesetz in seiner Form wurde in den vergangenen Jahrzehnten diverse Male revidiert und erfuhr Verbesserungen; einige Überarbeitungsphasen dauerten bis zu elf Jahre an. Das Internet verhält sich heute als global agierender Distributor, als ein eigenes Medium in wechselseitiger Abhängigkeit mit anderen Medien. Bei den ersten Versionen des Gesetzes waren Medien in ihrer heutigen Ausgereiftheit noch nicht involviert. Es war nicht absehbar, welche Konsequenzen mit der Entwicklung der Medien einhergehen würden, welche Resonanzen konstitutiv Einfluss auf die Gesellschaft ausüben würden. Neue als auch modernisierte Medien und Technologien veränderten und führten entsprechend zu rechtlichen Herausforderungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Modernisierung des Urheberrechts: Aktuelle Teilrevision in der Schweiz

1.1 Internationale Revision

1.2 Nationale Revision

1.3 Veränderung des Urheberrechts für Pressefotografen

2. Modernisierter Entwurf für geistiges Eigentum

2.1 Mediale Veränderungen und Auswirkungen

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Auswirkungen der aktuellen Teilrevision des Schweizer Urheberrechtsgesetzes (URG) auf die Pressefotografie. Dabei wird analysiert, wie sich die rechtlichen Anpassungen an die digitale Medienlandschaft auf den Schutz und die Verwertung von fotografischen Werken auswirken und welche Herausforderungen durch die Massendigitalisierung für Urheber und Medienhäuser entstehen.

  • Aktueller Stand der Urheberrechtsrevision in der Schweiz
  • Rechtliche Besonderheiten und Schutzansprüche in der Pressefotografie
  • Herausforderungen durch Internetpiraterie und digitale Verbreitung
  • Problematiken der Massendigitalisierung durch Institutionen und Plattformen
  • Diskussion über zukünftige Regelungen und den Schutz geistigen Eigentums

Auszug aus dem Buch

1.3 Veränderung des Urheberrechts für Pressefotografen*innen

Grundsätzlich gilt, dass jeder auf schweizerischem Territorium den Schutz des URG beanspruchen kann, auch wenn die Person einem anderen Staat angehört (Territoritalprinzip).35 Darüber hinaus ist im Artikel 45 des URG festgehalten, das „schweizerische Verwertungsgesellschaften nach Möglichkeit mit ausländischen [Nutzervereinigungen] Verträge auf Gegenseitigkeit abschliessen“. Das URG ist international aufgestellt, wie auch das Schaffen der Pressefotografen*innen. Als Urheber einer urheberrechtlichen Leistung gilt stets der Autor oder die Autorin, nicht aber ein Medienhaus. Ein Medienhaus kann lediglich durch die Übertragung der Nutzungsrechte an die rechtliche Verwendung gelangen.36

Greifend für die Pressefotografie bezieht sich die Medienmitteilung des AGUR12 II auf den Lichtbildschutz und schreibt von einer Verlängerung der Schutzfrist für eben diese Werke. Aktuell (Stand: November 2018) gilt nach Artikel 29 URG eine Schutzdauer von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers oder der Urheberin. Als „Werk“ versteht man im Sinne des Art. 2 URG geistige Schöpfungen der Literatur und Kunst (im weitesten Sinn), sofern sie individuellen Charakter haben. Weist die Fotografie keinen individuellen Charakter auf, so stellt der Gesetzgeber in Art. 29 URG fest, dass der Schutz nach 50 Jahren erlischt: „Der Schutz erlischt 50 Jahre nach der Herstellung für fotografische Wiedergaben und mit einem der Fotografie ähnlichen Verfahren hergestellte Wiedergaben dreidimensionaler Objekte, wenn die Wiedergaben keinen individuellen Charakter haben“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Urheberrecht in der Schweiz ein und erläutert die Notwendigkeit der Anpassung an digitale Entwicklungen sowie die spezifische Fragestellung in Bezug auf Pressefotografen.

Modernisierung des Urheberrechts: Aktuelle Teilrevision in der Schweiz: Dieses Kapitel behandelt die Hintergründe der Teilrevision des URG, die Rolle der Arbeitsgruppe AGUR12 und die Bemühungen zur Bekämpfung von Internetpiraterie.

Internationale Revision: Hier wird der internationale Kontext des Urheberrechts, insbesondere durch Abkommen der WIPO und die Berner Übereinkunft, beleuchtet.

Nationale Revision: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf das Streaming, die Rolle der Hosting-Provider und den konkreten Gesetzesentwurf zur Stärkung des Urheberrechtsschutzes im Internet.

Veränderung des Urheberrechts für Pressefotografen: Das Kapitel analysiert die spezifischen Schutzfristen für Pressefotografien und die Problematik des individuellen Werkcharakters.

Modernisierter Entwurf für geistiges Eigentum: Hier wird die historische und aktuelle Bedeutung der technischen Reproduzierbarkeit im Kontext der Fotografie und der digitalen Herausforderungen diskutiert.

Mediale Veränderungen und Auswirkungen: Das Kapitel thematisiert die Folgen der Massendigitalisierung durch Bibliotheken und Plattformen wie Google für den Schutz von Werken.

Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der Revision sowie die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zum Schutz von Urhebern.

Schlüsselwörter

Urheberrecht, URG, Schweiz, Pressefotografie, Teilrevision, Internetpiraterie, Massendigitalisierung, Lichtbildschutz, Werkcharakter, geistiges Eigentum, Digitalisierung, Schutzfrist, Medienrecht, Hosting-Provider, Urheberschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen des Schweizer Urheberrechts im digitalen Zeitalter, mit einem besonderen Fokus auf der aktuellen Teilrevision und deren Auswirkungen auf die Berufsgruppe der Pressefotografen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anpassung des Gesetzes an technologische Entwicklungen, der Schutz von Fotografien ohne individuellen Charakter, der Umgang mit Internetpiraterie sowie die Auswirkungen der Massendigitalisierung auf geistiges Eigentum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie sich die Revision des URG auf die Pressefotografie auswirkt und inwieweit die neuen rechtlichen Instrumente den Schutz von Urhebern in einem Umfeld verbessern können, das von digitaler Verbreitung und Piraterie geprägt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller Gesetzesentwürfe, Medienmitteilungen der AGUR12, internationaler Abkommen sowie relevanter Fachliteratur zum Urheberrecht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die internationale und nationale Revision des URG, die spezifischen rechtlichen Bedingungen für Pressefotografen, sowie die Auswirkungen der Massendigitalisierung durch Institutionen und Online-Plattformen detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Urheberrecht (URG), Pressefotografie, Teilrevision, Internetpiraterie, Massendigitalisierung, Schutzfrist und geistiges Eigentum.

Wie unterscheidet das URG zwischen verschiedenen Arten von Fotografien?

Das URG differenziert grundsätzlich zwischen fotografischen Werken mit individuellem Charakter und Fotografien ohne diesen Charakter. Die geplante Revision zielt darauf ab, auch Letztere durch einen Sonderschutz stärker abzusichern.

Welche Problematik ergibt sich durch die Massendigitalisierung?

Die Massendigitalisierung durch Institutionen oder Konzerne wie Google erleichtert zwar den Zugang zu Wissen und Kultur, führt jedoch häufig zu Urheberrechtsverletzungen und erschwert es den Schöpfern, die Nutzung ihrer Werke zu kontrollieren oder für diese entlohnt zu werden.

Welche Rolle spielt der Begriff des „Sonderschutzes“ in der Arbeit?

Der Sonderschutz ist ein zentrales Element des neuen Gesetzesentwurfs, das Fotografien ohne individuellen Charakter einen urheberrechtlichen Schutz gewährt, was insbesondere für Pressefotografen von großer Bedeutung für deren professionelle Absicherung ist.

Warum ist die internationale Zusammenarbeit für das Urheberrecht wichtig?

Da das Internet global funktioniert und Werke grenzüberschreitend verbreitet werden, sind internationale Abkommen und ein harmonisierter rechtlicher Rahmen essenziell, um einen effektiven Schutz geistigen Eigentums zu gewährleisten.

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Details

Title
Stärkung der Pressefotografie in der laufenden Urheberrechtsrevision
College
University of Basel  (Insität für Medienwissenschaft)
Grade
5,5
Author
Janne Litzenberger (Author)
Publication Year
2018
Pages
27
Catalog Number
V548778
ISBN (eBook)
9783346232755
ISBN (Book)
9783346232762
Language
German
Tags
pressefotografie schweizer recht urg urheberrecht urheberrechtsrevision fotografie revision schutzrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janne Litzenberger (Author), 2018, Stärkung der Pressefotografie in der laufenden Urheberrechtsrevision, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/548778
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