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Der Einfluss der comedia del arte auf Gryphius und Moliere

Title: Der Einfluss der comedia del arte auf Gryphius und Moliere

Seminar Paper , 2001 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Beate Sewald (Author)

German Studies - Comparative Literature
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ie Schauspielform Commedia dell′arte entstand Mitte des 16. Jahrhunderts und war bis Ende des 18. Jahrhunderts in ganz Europa zu finden. Bei der Commedia dell′arte handelt es sich vorwiegend um eine Art des Lustspiels, aber ab und zu sind auch durchaus Züge des Ernsten und der Schäferdichtung zu erkennen. Andere Bezeichnungen für die Commedia dell`arte sind: Commedia all′improvviso und Commedia a sogetto.
Der Begriff ,,arte" stellt eine Spezifizierung dar und besagt, dass es sich bei den darstellenden Personen um Berufsschauspieler handelt. ,,Improvviso" verweist auf den Stehgreifcharakter und ,,sogetto" bedeutet, dass es eine flüchtig skizzierte Vorlage gibt. Diese Vorlagen stammen aus Novellen und Volksbüchern und wurden so bearbeitet, dass sie bühnentauglich wurden.
Wie schon kurz angedeutet gibt es keine feste Handlung und keinen vorgegebenen Text, sondern nur einen ungefähren ,,canavaccio", ein Handlungsschema, dass immer wieder variiert wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die ,,lazzi". Hierbei handelt es sich um komische Einlagen, die in Kunststücken der Geschicklichkeit und des stummen Spiels bestehen. Diese ,,lazzi" verfestigen sich und kommen immer dann ins Spiel, wenn die Improvisation ins Stocken zu geraten droht. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Commedia dell’arte

Die Handlung der Commedia dell’arte

Die Gestalten der Commedia dell‘arte

Zanni

Vecchi

Capitano bzw. Scaramuccia

Liebespaare

Der Einfluss der Commedia dell’arte auf Andreas Gryphius‘ Scherzspiel „Horribilicribrifax. Teutsch“

Die beiden Capitani

Weitere Merkmal für die Verwandtschaft der Commedia dell’arte mit „Horribilicribrifax. Teutsch“

Die Entwicklung der Commedia dell’arte in Frankreich und ihr Einfluss auf Moliére

„Der eingebildete Kranke“

Ärztesatire

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss der italienischen Commedia dell’arte auf die Werke von Andreas Gryphius, insbesondere sein Lustspiel „Horribilicribrifax. Teutsch“, sowie auf das Schaffen von Molière. Ziel ist es, strukturelle Parallelen, typisierte Figurenkonstellationen und die Übernahme komödiantischer Elemente aufzuzeigen.

  • Analyse der historischen Entstehung und Merkmale der Commedia dell’arte.
  • Untersuchung der Figurentypen und ihrer Übertragung auf deutsche und französische Lustspiele.
  • Vergleichende Betrachtung von Gryphius‘ „Horribilicribrifax. Teutsch“ im Kontext italienischer Traditionen.
  • Einflussanalyse der Commedia dell’arte auf Molières Komödien, exemplarisch dargestellt an „Der eingebildete Kranke“.
  • Untersuchung von Satireformen (insbesondere Ärzte- und Gelehrtensatire) in den behandelten Stücken.

Auszug aus dem Buch

Die Gestalten der Commedia dell‘arte

Bei den Gestalten der Commedia dell’arte handelt es sich um feststehende Typen, denen die Commedia dell‘arte auch ihre Kontinuität verdankt. Für diese Typen ist im Laufe der Zeit der Begriff „Maske“ üblich geworden, denn außer den Frauen und den Liebespaaren tragen alle Figuren Masken bzw. ähnliche Kennzeichen, wie z.B. einen Schnabel anstatt einen Nase.

Das Personal der Commedia dell’arte lässt sich in vier Gruppen unterteilen: die Väter, die Liebespaare, der Capitano und die Dienerschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

Commedia dell’arte: Einführung in die historischen Ursprünge und definitorischen Merkmale der Commedia dell’arte als Stegreiftheater.

Die Handlung der Commedia dell’arte: Erläuterung der handlungsschemata, typischen Motive wie Liebe und Intrigen sowie der Rolle der komischen Einlagen (lazzi).

Die Gestalten der Commedia dell‘arte: Kategorisierung der feststehenden Figurenmasken in Väter, Liebespaare, Capitano und Dienerschaft.

Zanni: Beschreibung der bäuerlichen, zugleich einfältigen und schlauen Dienerfigur.

Vecchi: Charakterisierung der väterlichen Typen wie Pantalone und Dottore, inklusive ihrer typischen Sprachstile.

Capitano bzw. Scaramuccia: Darstellung des prunkvollen, aber feigen Soldatentypus.

Liebespaare: Untersuchung der Gruppe der unvermaskten Liebenden und ihrer gehobenen Sprache.

Der Einfluss der Commedia dell’arte auf Andreas Gryphius‘ Scherzspiel „Horribilicribrifax. Teutsch“: Einordnung des Werkes im Kontext von Gryphius‘ Italienreisen und Vorbildern.

Die beiden Capitani: Analyse der Parallelen zwischen Gryphius‘ Offizieren und dem klassischen „miles gloriosus“.

Weitere Merkmal für die Verwandtschaft der Commedia dell’arte mit „Horribilicribrifax. Teutsch“: Untersuchung von Sprachstilen, Typisierungen und gruppenspezifischen Charakteren.

Die Entwicklung der Commedia dell’arte in Frankreich und ihr Einfluss auf Moliére: Darstellung der Adaption italienischer Komödientraditionen an das französische Theater.

„Der eingebildete Kranke“: Spezifische Analyse der Commedia-Elemente innerhalb dieser Molière-Komödie.

Ärztesatire: Untersuchung der Figur des Arztes als Adaption des Dottore-Typus zur Gesellschaftskritik.

Schlüsselwörter

Commedia dell’arte, Andreas Gryphius, Molière, Horribilicribrifax, Der eingebildete Kranke, Stegreiftheater, Figurentypen, Maske, Capitano, Dottore, Lazzi, Lustspiel, Literaturgeschichte, Ärztesatire, Typisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Rezeption und den Einfluss der italienischen Commedia dell’arte auf das europäische Lustspiel des 17. Jahrhunderts, fokussiert auf Andreas Gryphius und Molière.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Adaption von Figurentypen, die Übernahme komödiantischer Handlungsmuster, Sprachelemente sowie die Transformation von Charaktersatire hin zur Gesellschaftskritik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, wie feststehende Traditionen der Commedia dell’arte in zeitgenössische Stücke integriert und an lokale kulturelle Gegebenheiten angepasst wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär auf Textvergleichen zwischen den Originalquellen der Commedia dell’arte und den Werken von Gryphius und Molière basiert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gryphius‘ „Horribilicribrifax. Teutsch“ sowie Molières „Der eingebildete Kranke“ im Hinblick auf deren Abhängigkeit von italienischen Vorbildern.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Commedia dell’arte, Maskentypen, Stegreifspiel (Improvisation), Lazzi und die spezifische Satire auf Gelehrte und Ärzte.

Wie verarbeitet Gryphius die Figur des „Capitano“?

Gryphius verdoppelt den Typus des „miles gloriosus“ (großmäuliger Soldat), um die Hohlheit und Feigheit der Militärfiguren seiner Zeit durch die Verdopplung und Entlarvung satirisch zu überzeichnen.

Welche Rolle spielt die Sprache als Indikator für den Einfluss der Commedia?

Die Arbeit zeigt, dass Gryphius und Molière spezifische Sprachstile – etwa den Gebrauch von Pseudolatein oder fremdsprachigen Versatzstücken – gezielt als Mittel der Charakterisierung und der Satire einsetzen, analog zur dialektalen Vielfalt des italienischen Stegreiftheaters.

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Details

Title
Der Einfluss der comedia del arte auf Gryphius und Moliere
College
University of Augsburg  (Fachbereich Germanistik)
Grade
2,0
Author
Beate Sewald (Author)
Publication Year
2001
Pages
12
Catalog Number
V5498
ISBN (eBook)
9783638133555
Language
German
Tags
Einfluss Gryphius Moliere
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beate Sewald (Author), 2001, Der Einfluss der comedia del arte auf Gryphius und Moliere, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5498
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