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Von Natur aus anders? Eine biologische und sozialpsychologische Betrachtung der Geschlechterdifferenz

Title: Von Natur aus anders? Eine biologische und sozialpsychologische Betrachtung  der Geschlechterdifferenz

Thesis (M.A.) , 2005 , 134 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Arite Heuck (Author)

Psychology - Social Psychology
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Summary Excerpt Details

[...] Meiner Ansicht nach dürfen bestimmte
Behauptungen nicht anhand einer grundsätzlich anderen Betrachtungsweise kritisiert
werden, sondern es ist notwendig sich auch auf die Argumentationsweise selbst
einzulassen. Dazu werde ich Thesen liefern, die ebenfalls auf naturwissenschaftlichen
Forschungsgrundlagen beruhen. Vollständig wird diese Arbeit meiner Meinung nach aber
erst durch das Einbeziehen der sozialwissenschaftlichen Begründungen.
Bevor ich mich aber im Detail der Annahmen der Peases zuwenden werde, möchte ich ein
paar Fakten vorlegen, die zeigen, welch hohe Resonanz dieses Buch in der Gesellschaft
gefunden hat.
Darauffolgend werde ich als ersten Blickwinkel die Ansichten der Geschlechterdifferenz
unter biologischen Aspekten betrachten, das heißt, anhand verschiedener biologischer
Ansichten diskutieren. Dabei biete ich Hypothesen der heute noch gültigen Wirkung von
evolutionären Verhaltensmerkmalen an, ebenfalls werde ich Theorien um die Gene,
Hormone und das Gehirn von Frauen und Männern anführen, die zum Teil helfen, die
Annahmen der Peases kritisch zu beleuchten. In diesem Abschnitt werde ich ebenfalls
untersuchen, inwiefern die Peases ihre soziobiologischen Wurzeln in der Theoriefindung
ernst nehmen. Um die biologische Sichtweise zu vervollständigen, werde ich Gedanken zu
Theorien über das Geschlechtskontinuum anführen. Dabei werde ich Ansichten zu einer
Physiologie des Geschlechtskontinuums und der Biologie von Anomalien unterscheiden.
Im zweiten Teil meiner Arbeit werde ich die Theorien der Peases über die
Geschlechterdifferenz aus Sicht der Sozialpsychologie betrachten. Ich werde mir die
Wechselbeziehungen zwischen Umwelt und biologischen Grundlagen anschauen.
Ebenfalls werde ich in diesem Abschnitt eine Meta-Perspektive in Bezug auf die
Forschungsmethode der Peases einnehmen und herausfinden, wie sie Männlichkeit und
Weiblichkeit konstruieren und welche Aspekte ihre Forschung beeinflussen. Auch die
sozialpsychologische Sichtweise ergänze ich mit Theorien eines Geschlechtskontinuums,
welche ein psychologisches Kontinuum und das Androgynitätskonzept beinhalten wird. Im
darauffolgenden Teil werde ich einige Ansichten zusammenfassen und ein Resümee
ziehen. Im anschließenden Abschnitt werde ich meine eigene Begrifflichkeit in Frage
stellen. Der letzte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit einigen Gedanken darüber, wie diese
Theorien der Peases auf die Menschen wirken könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Verlauf der Forschung

1.2 Warum ist der neue Biologismus so aktuell?

2 Präsentation der Textgrundlage

2.1 Allgemeine Daten zum Buch

2.2 Peases Thesen zur Geschlechterdifferenz

2.2.1 Geschlechterdifferenz steht nicht im Widerspruch zur Gleichberechtigung!

2.2.2 Unterschiede sind nicht mit psychologischen, sondern nur mit biologischen Theorien zu erklären!

2.2.3 Wir sind auch heute immer noch Steinzeitmenschen!

2.2.4 Wir sind unsere Hormone!

2.2.5 Wir sind unser Gehirn!

2.2.6 Wir wollen doch nur helfen!

2.3 Meine Kritikpunkte

3 Biologischer Blick auf die Geschlechterdifferenz

3.1 Diskussion der Theorien der Peases

3.1.1 Chromosomale Einflüsse

3.1.2 Vergleich zwischen Mensch und Tier

3.1.3 Evolutionsbiologische Theorien

3.1.4 Hormonelle Einflüsse

3.1.5 Gehirnspezifische Einflüsse

3.2 Unterschiede der Theorien der Peases zur Soziobiologie

4 Biologischer Blick auf das Geschlechtskontinuum

4.1 Physiologisches Kontinuum

4.2 Biologie der Anomalien

5 Sozialpsychologischer Blick auf die Geschlechterdifferenz

5.1 Einfluss der Umwelt

5.1.1 Wechselwirkung von Umwelt und biologischen Merkmalen

5.1.2 Konstruktionen

5.1.3 Schwierigkeiten des biologischen Determinismus

5.2 Reflexive Betrachtung

5.2.1 Verbindung zwischen Gesellschaft und Wissenschaft

5.2.2 Androzentrismus

5.2.3 Unzulässige Datensammlung

5.2.4 Westliche Kultur und Oberschicht

5.2.5 Merkmalsmessung

5.2.6 Definition von Merkmalen

5.2.7 Momentaufnahme

5.2.8 Bildgebende Verfahren

5.3 Veränderungen in Partnerschaften

6 Sozialpsychologischer Blick auf das Geschlechtskontinuum

6.1 Psychologisches Kontinuum

6.2 Androgyniekonzept

7 Fazit

7.1 Unzureichende Darstellung der biologischen Ergebnisse

7.2 Geschlechterdifferenz oder Geschlechtskontinuum?

7.3 Biologische oder psychologische Ursachen?

7.4 Zusammenarbeit der Fachrichtungen

8 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Magisterarbeit setzt sich kritisch mit den Theorien von Allan und Barbara Pease auseinander, um den aktuellen Trend des "neuen Biologismus" in der Geschlechterforschung zu hinterfragen. Ziel ist es, die biologisch-deterministische Argumentationsweise der Peases sozialpsychologisch zu reflektieren und ihr alternative Konzepte, wie das Modell des Geschlechtskontinuums, gegenüberzustellen.

  • Analyse und Kritik soziobiologischer Ansätze in der Geschlechterforschung.
  • Untersuchung von Hormonwirkungen, Gehirnentwicklung und evolutionären Verhaltensmustern.
  • Sozialpsychologische Meta-Perspektive auf Konstruktionsprozesse von Männlichkeit und Weiblichkeit.
  • Kontrastierung von "Geschlechterdifferenz" gegenüber "Geschlechtskontinuum".
  • Hinterfragung der wissenschaftlichen Fundierung von populärwissenschaftlicher Ratgeberliteratur.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Männer sind anders. Frauen auch.“ , „Männer sind vom Mars. Frauen von der Venus.“ , „66 Unterschiede zwischen Mann und Frau...“ , „Anders von Anfang an“ , „Why men and women think differently“ und dergleichen mehr wird in den Medien verkündet. Seien es nun Zeitschriftenartikel, Bestseller oder Fernsehsendungen, überall wird vermittelt: Frauen und Männer unterscheiden sich und dies liege vor allem an ihrer biologischen Beschaffenheit. Jeder Mensch wird unter diesem Aspekt erfasst und in ein binäres Klassifikationsmuster eingeordnet: es gibt im allgemeingültigen Denken nur die Kategorien „Mann“ und „Frau“. Die Identifikation mit dem eigenen Geschlecht, was im Allgemeinen nur eine Abstraktion von biologischen Merkmalen darstellt, beinhaltet immer ein Differenzbewusstsein zum anderen Geschlecht, das heißt Frau-Sein bedeutet zu jeder Zeit auch Nicht-Mann-Sein und umgekehrt.

Die vorliegende Arbeit setzt am Differenzgedanken des Geschlechts an. Dazu betrachte und diskutiere ich im Hauptteil meiner Ausarbeitung die Theorien von Allan und Barbara Pease, welche meiner Meinung nach ein sehr striktes Differenzdenken an biologische Theorien knüpfen. Differenz bedeutet: „eine Gesamtheit gliedert sich auf. Etwas entwickelt sich auseinander; in dem, was fest schien, logisch oder natürlich verbunden, zeigen sich Unterschiede.“ Bezüglich der Geschlechterdifferenz geht es um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bzw. den Geschlechterrollen, also um die Frage, wie jeder Einzelne sein Geschlecht nach außen hin repräsentiert. Die Biologen erfassen mit Geschlechterdifferenz aber nicht nur die Rollen der Geschlechter, sondern auch die im Körper begründeten Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die mediale Verbreitung biologischer Differenztheorien und führt die Forschungsarbeit als kritische Auseinandersetzung mit den Peases ein.

2 Präsentation der Textgrundlage: Dieses Kapitel stellt die populären Thesen von Allan und Barbara Pease vor, die menschliches Verhalten maßgeblich durch Gene und Hormone erklären.

3 Biologischer Blick auf die Geschlechterdifferenz: Eine detaillierte biologische Analyse der Thesen der Peases, unter Einbeziehung von Genetik, Hormonen und Hirnforschung.

4 Biologischer Blick auf das Geschlechtskontinuum: Hier werden biologische Belege für ein Kontinuum zwischen den Geschlechtern präsentiert, die dem binären Modell widersprechen.

5 Sozialpsychologischer Blick auf die Geschlechterdifferenz: Die Arbeit wechselt die Perspektive zur Sozialpsychologie und hinterfragt gesellschaftliche Einflussfaktoren sowie methodische Schwächen bei den Peases.

6 Sozialpsychologischer Blick auf das Geschlechtskontinuum: Darstellung sozialpsychologischer Ansätze, die die Variabilität innerhalb der Geschlechter betonen.

7 Fazit: Eine abschließende Bewertung, die auf die Notwendigkeit einer interdisziplinären Sichtweise plädiert und die Einseitigkeit biologischer Deterministik unterstreicht.

Schlüsselwörter

Geschlechterdifferenz, Geschlechtskontinuum, Soziobiologie, biologischer Determinismus, Sozialpsychologie, Allan und Barbara Pease, Konstruktivismus, doing gender, Hormonwirkung, Hirnforschung, Geschlechterrollen, Androgyniekonzept, Androzentrismus, Humangenetik, Geschlechtsidentität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht kritisch die populärwissenschaftlichen Theorien von Allan und Barbara Pease über Geschlechterunterschiede und reflektiert diese aus einer sozialpsychologischen sowie biologischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Biologismus, die Konstruktion von Geschlecht ("doing gender"), die Rolle von Hormonen und Gehirnstrukturen sowie die Kontroverse zwischen Geschlechterdifferenz und Geschlechtskontinuum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Verhalten nicht rein biologisch determiniert ist, und zu belegen, dass eine rein biologische Betrachtungsweise die komplexe menschliche Realität unzulässig vereinfacht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine Meta-Analyse von Fachliteratur aus Biologie, Sozialpsychologie und Geschlechterforschung betreibt, um die Thesen der Peases zu kontextualisieren und zu kritisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Diskussion biologischer Grundlagen (Chromosomen, Hormone, Hirn), eine sozialpsychologische Reflexion der Pease-Theorien sowie eine Gegenüberstellung zum Modell des Geschlechtskontinuums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Geschlechterdifferenz, Biologismus, Sozialpsychologie, Geschlechtskontinuum und die methodische Kritik an reduktionistischen Erklärungsmodellen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Medien bei der Verbreitung dieser Theorien?

Die Autorin sieht in den Medien und einer "naiven Wissenschaftsgläubigkeit" einen Verstärker für die Popularität von Theorien, die Stereotype bestätigen und gesellschaftliche Vorurteile naturalisieren.

Warum wird der "Test" im Buch der Peases kritisiert?

Er wird als unwissenschaftlich abgelehnt, da er Punkte willkürlich gewichtet und lineare Schlüsse aus komplexen biologischen Daten zieht, die so nicht haltbar sind.

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Details

Title
Von Natur aus anders? Eine biologische und sozialpsychologische Betrachtung der Geschlechterdifferenz
College
University of Hannover  (Sozialpsychologisches Institut)
Grade
2,0
Author
Arite Heuck (Author)
Publication Year
2005
Pages
134
Catalog Number
V55080
ISBN (eBook)
9783638501255
ISBN (Book)
9783656812777
Language
German
Tags
Natur Eine Betrachtung Geschlechterdifferenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arite Heuck (Author), 2005, Von Natur aus anders? Eine biologische und sozialpsychologische Betrachtung der Geschlechterdifferenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55080
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